Schmid-Ehmen, Kurt

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Kurt Schmid-Ehmen

Kurt Schmid-Ehmen (Lebensrune.png 23. Oktober 1901 in Torgau; Todesrune.png 14. Juli 1968 in Starnberg) war ein deutscher Bildhauer. Ein Teil seines Schaffens war die Gestaltung des in den Jahren 1933 bis 1945 verwendeten Hoheitszeichens des Deutschen Reiches. Wichtigste Staats- und NS-Bauten trugen von seiner Hand geschaffene Adler mit und ohne Hakenkreuz-Zeichen.

Werden

Nach dem Abitur am Gymnasium Bitterfeld im Jahr 1918 trat Kurt Schmid-Ehmen in die Bildhauerklasse von Prof. Adolf Lehnert an der Akademie für graphische Künste und Steinbildhauer in Leipzig ein. Von 1921 bis 1924 schloß sich eine Lehre als Steinmetz und Steinbildhauer in Weimar an. 1925 erfolgte dann ein Wechsel nach München, wo Kurt Schmid-Ehmen bis 1931 an der Akademie der bildenden Künste ein Studium als Meisterschüler von Prof. Bernhard Bleeker absolvierte. In München machte er zunächst mit zahlreichen Büsten, darunter eine des Pianisten Josef Pembaur, dem Lehrer der Konzertpianistin Hetty Haelssig (spätere Schmid-Ehmen), auf sich aufmerksam. Anfang der 1930er Jahre wurde er mit dem Architekten Paul Ludwig Troost bekannt sowie auch mit Adolf Hitler.

Künstlerisches Profil (Ausschnitt)

Kurt Schmid-Ehmen gestaltete das Ehrenmal für die Gefallenen des 9. November 1923 in der Feldherrnhalle, die Adler an den Parteibauten in München, auf dem Reichsparteitagsgelände in Nürnberg und das Adlerrelief über dem Hauptportal der Neuen Reichskanzlei in Berlin. Den mit neun Metern Höhe größten Bronzeadler fertigte Schmid-Ehmen für den von Albert Speer entworfenen Deutschen Pavillon auf der Pariser Weltausstellung von 1937 und erhielt hierfür den Grand Prix de la Republique Française. 1939 war Schmid-Ehmen auf der Großen Deutschen Kunstausstellung im Münchner Haus der Deutschen Kunst mit der Bronzeskulptur „Weibliche Figur“ vertreten. 1938 erwarb Adolf Hitler seine „Speerträgerin“.

Kurt Schmid-Ehmen.jpg

Stellung

1935 wurde Kurt Schmid-Ehmen zum Reichskultursenator berufen, seit 1936 gehörte er dem Präsidialrat der Reichskammer der bildenden Künste an, am 30. Januar 1937 ernannte ihn der Führer zum Professor. 1944 wurde Kurt Schmid-Ehmen Soldat.

Späte Jahre

Am Ende des 1939 von England entfesselten europäischen Krieges, der durch den Eintritt der VSA zum Weltkrieg wurde, geriet Kurt Schmid-Ehmen in Gefangenschaft. 1948 konnte er an seinem neuen Wohnsitz Starnberg wieder künstlerisch tätig werden und schuf Porträts, Grabmäler und figürliche Werke. Zu seinen Spätwerken zählen eine Trauernde 1961, 1962 ein Mutterbrunnen in Schweinfurt, sowie ein monumentaler Phönix mit 3,50 m Flügelspannweite und einer Höhe von 2,10 m, den er als gußfertiges Gipsmodell zwei Monate vor seinem Tod im Jahr 1968 vollendete und der später in Bronze gegossen wurde. Ausstellungen der Werke Kurt Schmid-Ehmens fanden seit 1935 außer in Deutschland und Österreich in Polen, Italien, Jugoslawien und Frankreich statt.

Persönliches

Am 10. November 1929 heiratete er im Naumburger Dom Hedwig Gertraut (Hetty) Haelssig.

Siehe auch

Galerie