Sexismus

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Der Ausdruck Sexismus ist ein geläufiger Kampfbegriff der sogenannten Politischen Korrektheit: die sogenannte „geschlechtliche Diskriminierung“. Er basiert auf einer Grundbedeutung des englischen Wortes „sex“, die dieser nur in der englischen Sprache hat. Im Deutschen bezeichnet das Wort „Sex“ Geschlechtsverkehr. Im Englischen bezeichnet das Wort „sex“ 1. Geschlechtsverkehr und 2. Geschlecht. Dieses Mißverhältnis kommt deutlich zum Tragen, wenn der Ausdruck „Sexismus“ undefiniert im Deutschen verwendet wird, obwohl der zugrundeliegende semantische Bezug von „sex“ und Geschlecht für Muttersprachler des Deutschen eine ganz unbekannte Verwendung darstellt. Der Ausdruck „Sexismus“ hat inzwischen jedoch darüber hinaus auch eine Fülle von Verwendungen im Deutschen ausgebildet, die auf der einfachen Übertragung von „Sex“ = „Geschlechtsverkehr“ beruhen.

Ein politischer Kampfbegriff für zwei Stoßrichtungen

Die sprachliche Verwirrung ist folglich nicht so ganz simpel zu beschreiben. Zusätzlich zu den Irritationen, die der Wortstamm (mit seiner zweifachen englischen und der einfachen deutschen Wortbedeutung) erzeugt, ist außerdem noch die politisch-kämpferische Stoßrichtung des Ausdrucks „Sexismus“ in wiederum zwei Großbedeutungen aufgesplittet. Diese zwei Großbedeutungen lassen sich bezeichnen als: 1. Der Kampfbegriff „Sexismus“ mit der Stoßrichtung gegen die geschlechtliche Polarität; und 2. der Kampfbegriff „Sexismus“ mit der Stoßrichtung gegen sexuelle Übergriffe. Neben diesen Großbedeutungen verleiten die schweren Mängel der modernen Sprachpflege dazu, daß in der alltäglichen Rede noch weitere (Neben-)Bedeutungen in Erscheinung treten; etwa im dem Sinne: „Sexismus“ sei die durch Pornographisierung verursachte Überformung der partnerschaftlichen Sexualität durch pornographische Klischees; oder in dem Sinne: „Sexismus“ sei die Verwendung von Pornographie in der Werbung (und viele weitere Nebenbedeutungen mehr).

Die Parallelbildung zu „racism“: „Sexismus“ als Worthülse

Tatsächlich ist der Begriff „Sexismus“ sprachgeschichtlich eine im Englischen so aufzufindende Parallelbildung zu racism (Rassismus). Der Ausdruck „Sexismus“ repräsentiert ursprünglich also noch weniger als eine klare Idee, sondern vielmehr eigentlich nur eine begriffliche Schablone, die willkürlich definiert oder – bei Fehlen oder Verweigerung einer Definition – auch umstandslos als Instrument der Ächtung und der Knebelung verwendet werden kann.

Seine kämpferisch-knebelnde Macht erwarb der Begriff sexism („Sexismus“) in der VS-amerikanischen Frauenbewegung der 1960er Jahre. Damals bezog er sich ausschließlich auf die Verächtlichmachung bzw. Unterdrückung von Mädchen und Frauen.

Kampfbegriff „Sexismus“ mit der Stoßrichtung gegen die geschlechtliche Polarität

Unter „Sexismus“ im Sinne eines kämpferisch verwendeten Wortes, das gegen bestimmte Definitionen gerichtet ist, verstehen linke Theoretiker die sogenannte „soziale Konstruktion“ von sexuellen Unterschieden zwischen Menschen und die daraus abgeleiteten Normen und Handlungsweisen. Als verwerflicher, zu bekämpfender „Sexismus“ gilt diesen Theoretikern die böswillige Unterteilung aller Menschen anhand ihrer biologischen Geschlechtsmerkmale in Frauen und Männer. Böswillig sei ein solcher „Sexismus“, weil er Menschen damit eine grundlegende Unterschiedlichkeit unterstelle und ihnen auf dieser Basis unterschiedliche Rechte und Pflichten zuweise.

Aus linksextremer Sicht gibt es derartige Unterschiede in der Realität nämlich nicht, sondern nur in böswilligen sprachlichen Markierungen, die eine repressive Moral konstituieren.

Kampfbegriff „Sexismus“ mit der Stoßrichtung gegen sexuelle Übergriffe

Unter „Sexismus“ im Sinne eines kämpferisch verwendeten Wortes, das andererseits gegen alle Formen der sexuellen Belästigung gerichtet ist, versteht der feministische Diskurs eine Globalkategorie, unter die unzählige Handlungen – als moralisch tief verwerflich – zu rechnen sind, die (bei jeweils anderer Deutung) auch als „kokettieren“, als „schäkern“, als „flirten“ oder allenfalls einmal als „Anzüglichkeit“ zu bezeichnen sind.

Im Januar 2013 erfaßte die BRD-Öffentlichkeit ein Furor moralischer Aufwallung: Der FDP-Politiker Rainer Brüderle stand über Nacht im Brennpunkt heftiger Kontroversen, die sich an seinem vorgeblichen Verhalten gegenüber einer Journalistin ein Jahr zuvor entzündete.

Nach der Ernennung zum FDP-Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl 2013 wurde Brüderle umgehend Ziel einer medialen Verleumdungskampagne. Es entstand der Eindruck, daß anläßlich dieser Nominierung ein lange vorbereitetes Dossier ausgepackt worden ist, um mit Gerüchten, mit überschießenden Anklagen und Unterstellungen (als „Nachrichten“ getarnt) Politik zu machen. Ausgelöst hatte diese sogenannte „Sexismus“-Debatte ein Artikel des Magazins „Stern“, in dem eine Reporterin – unter dem Titel „Der Herrenwitz“ – anzügliche Bemerkungen Brüderles widergibt. Der „Stern“ veröffentlichte ein Portrait von Laura Himmelreich über den FDP-Fraktionschef Brüderle. Darin schildert sie eine Situation vom späten Abend des „Dreikönigstreffens“ der FDP im Januar des Vorjahres (2012). Damals habe der 67jährige auf ihre Brüste gestarrt und gesagt: „Sie können ein Dirndl auch ausfüllen.“ Zudem soll er ihre Hand genommen, diese geküßt und im Verlauf des Gesprächs gesagt haben: „Politiker verfallen doch alle Journalistinnen.“

Der Vorgang, der offenbar eher eine „Stern“-Affäre als eine „Brüderle-Affäre“ ist, bekam durch den Twitter-Account namens „Aufschrei“ – mit 60.000 Beiträgen binnen weniger Stunden – jedoch eine eigene, unberechenbare Dynamik.[1] Wie auf Zuruf erhob ein feministischer Gesinnungs-Chor die Stimme, Demoskopen bestätigten wunschgemäß sogleich, 90 % aller BRD-Bewohner verlangten eine „Entschuldigung“ – Brüderles!

Kennzeichnend für die gesamte Affäre war der Umstand, daß unablässig über „sexuelle Belästigung“ geredet wurde, alle beteiligten Frauen jedoch energisch leugneten, jemanden schädigen zu wollen oder seine bürgerliche Existenz ausradieren zu wollen. Ganz typisch weiblich – nämlich etwas tun, ohne es zu tun, etwas auslösen und nicht gewußt haben wollen, was man auslöst, massiv erpressen, aber ein unschuldiges Gesicht dabei machen – benahmen sich insbesondere alle prominenten Teilnehmerinnen der Verleumdungskampagne, die mit lauter Entschiedenheit abstritten, es gebe typisch weibliche Verhaltensmuster. Sie erteilten allen Männern die Belehrung, es gebe nur „menschliche“ Verhaltensmuster (und die totale Willkür, die Frauen für sich in Anspruch nehmen, ein Gespräch nach ihrer eigenen Augenblickslaune als „kriminell belästigend“ oder doch als anregendes „Schäkern“ zu klassifizieren, sei Ausdruck ihrer „menschlichen“ Ansprüche auf Respektsbezeugung).

Dürfen Männer Frauen auf den Dirndl-Ausschnitt schauen?

In der Talkshow „Günther Jauch“, die unmittelbar nach Ausbruch der „stern/Brüderle-Affäre“ zur Ausstrahlung kam, stellte Hellmuth Karasek die rhetorische Frage: „Dürfen Männer Frauen auf den Dirndl-Ausschnitt schauen?“ und beantwortete sie sogleich selber mit den Worten: „Ja! Dafür ist dieses Kleidungsstück erfunden worden!“ Ohne diese – große Heiterkeit entfachende – Äußerung Karaseks wäre der Abend möglicherweise sehr unfreundlich und laut verlaufen. Der stern-Chefredakteur Thomas Osterkorn wurde scharf angegangen. Nicht direkt, aber in zeitlicher Nähe zu einem seiner Statements, fiel der Ausdruck „Tittenjournalismus“.

Karasek selber sprach außerdem seine Verärgerung darüber aus, daß der moralüberfrachtete „Herrenwitz“-Artikel im stern in Nachbarschaft von Werbung für die millionenfach verkaufte Romanserie „Shades of Grey“ zum Abdruck gelangte. Eine Romanserie über Vergewaltigungsphantasien, in der offenbar weiblich-masochistische Konfigurationen auf ein international großes weibliches Lesepublikum getroffen seien (annoncenverstärkt durch den stern). Ferner wies Günter Jauch mehrfach selber auf die politische Bedeutung des Vorgangs hin, daß eben nicht „der Filialleiter eines Elektronikmarktes“ Gegenstand der Moralreportage sei, sondern ein soeben zum Kandidaten für eine Bundestagswahl nominierter Spitzenpolitiker.

In einer bloß einstündigen Sendung konnte das Fernsehpublikum an diesem Sonntagabend einen klaren Ausblick auf die neueste, sich ankündigende Moralkampagne zur Erziehung aller Männer gewinnen. Es unterliegt – bei der nunmehr gesellschaftlich etablierten Begriffsbedeutung von „Sexismus“ – allein der Berechnung oder Launenhaftigkeit der einzelnen Frau, ob sie Verhalten und Sprechweise eines Mannes selber einer der folgenden Kategorien zuweist:

  • „ein Kompliment machen“
  • „Neigungen und Regungen verbal abtasten“
  • „offensiv flirten“
  • „aufdringlich kokettieren“
  • „eine Machtgeste vollziehen“
  • „ein Abhängigkeitsverhältnis ausnutzen“
  • „im Sinne einer unsittlichen Belästigung erpressen“
  • „schändliche Machtausübung demonstrieren“
  • „übergriffiges Verhalten sich zuschulden kommen lassen“
  • „die Grenzüberschreitung des unentschuldbaren Abtatschens sich erlauben“

Das sind bloß zehn Eskalationsstufen der folgenreichen, möglichen Anschuldigung. Ein solcher politisch-kämpferisch definierter „Sexismus“-Begriff ist deshalb erkennbar ein willkürliches Kampfinstrument aufgehetzter Frauen gegen Männer. Unter scheinliberalen Verhältnissen vollziehen sich tatsächlich Regressionen in den unfreiesten Habitus hinein, und dazu eine offensive Prüderie-Dressur. Man darf allerdings die Frage stellen: Sind Frauen wirklich nicht wehrfähig? Verfügen Frauen etwa nicht über eine lange Skala mißbilligender Attitüden und hämischer Bemerkungen, auch Sticheleien, um jede gewünschte Distanz umstandslos herzustellen (von Kampfsporttraining nicht zu reden)?

Die ethnologische Konstante

Tatsächlich gab es zu allen Zeiten immer ein Übergewicht von Gesellschaften (wie die Ethnologie ausweist), in denen Männer und Frauen in sehr weitgehend getrennten Arbeitswelten gelebt haben. Wenn man diese Verhältnisse jedoch schubartig, ruckartig und zwangsweise völlig verändert − wie dies im 20. Jahrhundert in den „westlichen“ Gesellschaften, auch wegen der Kriegsumstände, geschah –, dann können nicht augenblicklich die nun erforderlichen Umgangsformen eines neuen gesellschaftlichen engen Umgangs bereitstehen.

Diesen Spannungszustand hat sich die Ideologie der „Politischen Korrektheit“ geschickt zunutze gemacht, um einen Kanon rigider, egalitärer und Sexualität verleugnender Moralregeln durchzusetzen, deren wahre Zielsetzung keineswegs zivilisierter Umgang, sondern vielmehr das Mundtotmachen jeder freien Rede und der praktizierte Männerhaß einer sehr kleinen Sekte von indoktrinierten Frauen ist.

Die politischen Langzeitfolgen

Sexuelle Belästigung ist faktisch keine Straftat. Das ist der entscheidende Punkt in der politischen Auseinandersetzung darum. Juristisch handelt es sich bei dem ganzen Sachverhalt um EU-Richtlinien zum Arbeitsrecht (und gerade nicht um die Definition von Straftatbeständen im Sinne des StGB). Mit dieser Gewichtung wird nun aber eine lange Reihe von wohldefinierten Straftatbeständen – die sich um Beleidigung, Nötigung, Exhibitionismus, Mißbrauch, Erregung öffentlichen Ärgernisses usw. drehen – gleichsam ausgehebelt.

An die Stelle dieser wohldefinierten Straftatbestände (denen ja die Schutzbestimmungen des Rufmords und der üblen Nachrede als ihrerseits ebenso strafbewehrte Regeln gegenüberstehen), tritt – gemäß EU-Richtlinien – ein neues, scheinbar geringerrangiges Anschuldigungsrecht, in dem Verhandlungstatsachen, Gerüchte und unbewiesene Behauptungen die Hauptrolle spielen. Damit jedoch werden nun weder „Frauen befreit“ noch auch ein Verhaltenskodex etabliert und schon gar nicht das bestehende Strafrecht unterstützt. Das Gegenteil ist vielmehr der Fall: Eine interessengeleitete Zermürbung, Umgehung und Entwertung des nationalen Strafrechts (zugunsten eines undurchsichtigen, aber allzuständigen EU-Arbeitsrechts) zeichnet sich in dieser, von einem kritiklosen – und juristisch offenbar ahnungslosen – Gesinnungsjournalismus etablierten, Sichtweise deutlich ab.

Zitat

  • „Das Klima wird politisch korrekter werden. Das ist keine attraktive Aussicht. Politische Korrektheit zwingt den Alltag, das ganze Leben in ein moralisches Korsett. Der kleine Unterschied wird wegmoralisiert. An die Stelle der alten Tabus treten neue. Ich habe keine Lust auf diese Intoleranz. Ich habe keine Lust, in einem moralpolizeilich gesicherten Umfeld zu arbeiten, wo Männer nicht mehr Männer sind und Frauen nicht mehr Frauen, sondern alle nur noch Arbeitsbienen.“Christiane Hoffmann[2]

Filmbeiträge

Warum Männer und Frauen nicht gleich sind. – Charles Krüger

Literatur

  • Annett Meiritz: „Man liest ja so einiges über Sie.“ Wie ich die Frauenfeindlichkeit der Piratenpartei kennenlernte. In: Der Spiegel, Nr. 3/2013, S. 48f. [Bericht einer Journalistin, die den Vorwurf abwehrt, sie habe in Geschlechtsverkehr mit einem Mitglied der Piratenpartei eingewilligt, um interne Informationen über die Partei zu erlangen.]
  • Christiane Hoffmann: „Hol mich hier raus!“ Warum wir Frauen aufhören sollten, uns zu Opfern zu erklären. In: Der Spiegel, Nr. 5/2013, S. 32f. [Debatten-Beitrag einer Journalistin, die am fraglichen Brüderle-Abend anläßlich des „Dreikönigstreffens“ 2012 persönlich anwesend war und die inkriminierten Vorgänge völlig anders in Erinnerung hat.]
  • Arne Hoffmann: Sind Frauen bessere Menschen? Plädoyer für einen selbstbewussten Mann. Schwarzkopf & Schwarzkopf 2001, ISBN 3-896-023-829 [Klassische medienwissenschaftliche Untersuchung zum Phänomen der systematischen Männerabwertung in unserer Zivilisation.]
  • Arne Hoffmann: Das Lexikon der Tabubrüche. Schwarzkopf & Schwarzkopf 2002, ISBN 3-896-025-171 [Wertvolle Spezialuntersuchungen zu den Techniken der interessegeleiteten Skandalisierung]

Verweis

Siehe auch

Fußnoten

  1. Sendung „Günter Jauch“ am Sonntag-Abend (27. Januar 2013) mit den Gästen u. a.: Alice Schwarzer, Thomas Osterkorn („Stern“-Chefredakteur), Wibke Bruhns, Hellmuth Karasek, Silvana Koch-Mehrin sowie die „Aufschrei“-Gründerin
  2. Vgl. Christiane Hoffmann: „Hol mich hier raus!“ Warum wir Frauen aufhören sollten, uns zu Opfern zu erklären. In: Der Spiegel, Nr. 5/2013, S. 33