Thälmann, Ernst

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Ernst Fritz Johannes „Teddy“ Thälmann (Lebensrune.png 16. April 1886 in Hamburg-Altona; Todesrune.png 24. August 1944 im KL Buchenwald) war in der Weimarer Republik Vorsitzender der KPD. Unter dem Vorsitz Thälmanns wurde die Stalinisierung der KPD erfolgreich abgeschlossen.

Ernst Thälmann spricht am 13.Juni 1926 zur Einweihung der Gedenkstätte für die während der Novemberrevolte ums Leben gekommenen Kommunisten auf dem Friedhof in Berlin-Friedrichsfelde

Leben

Ernst Thälmann besuchte die Volksschule, die er bereits nach sieben Jahren ohne Abschluß verließ. Er wurde am 15. Mai 1903 Mitglied der SPD. Im Ersten Weltkrieg wurde er eingezogen. Im Oktober 1918 kehrte Thälmann aus dem Heimaturlaub nicht mehr an die Front zurück und desertierte. Danach trat er Ende 1918 der USPD bei. Im November 1920 ging auf sein Betreiben hin die Hamburger USPD in der KPD auf. Im Dezember wurde er in den Zentralausschuß der KPD gewählt. Im Sommer des folgenden Jahres fuhr Thälmann als KPD-Vertreter zum III. Kongreß der Komintern nach Moskau und lernte dort Lenin kennen.

Thälmann war Teilnehmer und Organisator des kommunistischen Hamburger Putsches vom 23. bis 25. Oktober 1923, bei dem er als Rädelsführer gewaltsam die Macht in der Weimarer Republik an sich reißen wollte. Dabei wurden 24 Polizeireviere gestürmt (17 in Hamburg, sieben in der preußischen Provinz Schleswig-Holstein). Während des Putsches starben über 100 Menschen.[1] Nach dem Scheitern mußte Thälmann für eine Weile untertauchen. 1924 wurde er Vorsitzender der KPD und kandidierte für das Amt des Reichspräsidenten.

Der Stalinist

Der Vorsitzende des linksextremistischen Rotfrontkämpferbundes Thälmann war auf Stalins ausdrücklichen Wunsch hin auch zum Vorsitzenden der KPD aufgerückt, um den bolschewistischen Einfluß endgültig auch auf Deutschland ausdehnen zu können. Allerdings war Thälmann schon damals als grobschlächtiger Schreihals und linker Rabauke ohne Geist und Verstand verschrien. So half ihm der Diktator Stalin im Jahre 1928 noch aus der Patsche, als er in einen Korruptionsskandal verstrickt wurde. In der sogenannten „Wittorf-Affäre“ wurde Thälmann beschuldigt, einen Funktionär gedeckt zu haben, der Parteigelder veruntreut hatte. Wittorf, ein Schwager Thälmanns, hatte sich als Sekretär des KP-Bezirkes „Wasserkante“ der Unterschlagung von Parteigeldern schuldig gemacht. Als die Kassenprüfer das Defizit entdeckten, versuchte Thälmann die Affäre zu vertuschen. Stalin rettete Thälmann vor dem politischen Bankrott und dieser machte aus der KPD zum Dank endgültig eine Truppe von Moskaus Gnaden.

„Thälmann stand 1928 unter dem Verdacht, die Unterschlagung von Parteigeldern vertuschen zu wollen. Ulbricht verlangte erst seine Absetzung, dann erfuhr er in Moskau, daß Stalin auf Thälmann setzte – und Ulbricht verlangte nun, die Gegner Thälmanns zu entfernen.“[2]

Über Thälmanns politische Fähigkeiten urteilte Ruth Fischer, seine Vorgängerin in der KPD-Leitung:

„Er war ungebildet und hatte mit der marxistischen Terminologie und mit Fremdwörtern immer zu kämpfen... wenn er sich bei seinen Reden den Kragen abnahm, wurde diese Geste immer wieder mit Beifall begrüßt. Er gewann seine Hörerschaft jedoch durch die Ehrlichkeit seiner Überzeugung und die Leidenschaft der Argumentation.“

Auch die Ex-Kommunistin Margarete Buber-Neumann war „erschüttert von dem Niveau seiner Reden“. Doch fand sie gleichfalls:

„Sein Anblick hatte etwas Gesundes, Starkes, ja eigentlich sehr Sympathisches.“[3]

Ernst Thälmann war es letztlich, der, aus seiner Abneigung gegen die Sozialdemokratie nie einen Hehl machend, dennoch offenbar auf Stalins direkte Anweisung hin, der Koalition unter Franz von Papen und Adolf Hitler im Jahre 1933 zur Macht verhalf. Thälmann folgte der Stalin-Direktive, in den Sozialdemokraten, und nicht in den Nationalsozialisten, den Hauptfeind zu sehen, was nicht unwesentlich zum Ende der sogenannten Weimarer Republik beigetragen hat. Dies war einer der Gründe für die spätere Zwangsvereinigung von KPD und SPD zur SED in der SBZ.

Bildergalerie

Haft

Während der Haft auf dem Moabiter Gefängnishof (DDR-Propagandabild. Möglicherweise eine Fotomontage)

1933, nach der rechtmäßigen Wahl der neuen Reichsregierung unter Adolf Hitler, rief Thälmann zum Sturz der jungen Regierung und zum Generalstreik auf. Folgerichtig wurde er wegen Hochverrates verhaftet. Dennoch hatte Thälmann während seiner Schutzhaft eine Reihe von Privilegien. Mit Stalins Hilfe wurde er zum Vorsitzenden der KPD, doch in seiner größten Not ließ dieser ihn dann allein. Trotz aller Briefe seiner Ehefrau Rosa nach Moskau machte Stalin nunmehr keinen Finger mehr für Thälmann krumm. Für Stalin hatte der Mohr seine Schuldigkeit getan. Thälmanns ewiger Widersacher Walter Ulbricht selbst soll sich Stalin gegenüber gegen eine Freilassung Thälmanns ausgesprochen haben.

Ulbricht kämpfte nach der Verhaftung von Ernst Thälmann um den Parteivorsitz. Dunkle Jahre werden es in Moskau. Stalin säubert erbarmungslos, läßt zahllose Emigranten in Lager schicken oder erschießen. Wer überleben will, muß verraten. Ulbricht überlebt.[4]

Obschon zumindest nach Abschluß des Hitler-Stalin-Paktes von 1939 Möglichkeiten zum Austausch Thälmanns gegen Sowjethäftlinge bestanden, unternahmen weder Stalin noch der inzwischen in Moskau residierende Ulbricht einen entsprechenden Versuch.

Ernst Thälmann war während der Zeit seiner Internierung im KL Buchenwald in einem sogenannten „Prominenten-Bau“ untergebracht und lebte dort ungezwungen und behaglich in einer bürgerlich eingerichteten Wohnung. Er verfügte über ein eigenes Radio, konnte Zeitungen beziehen und war von Arbeitsdienstleistungen ausgenommen. Es war ihm gestattet, Familienbesuche zu empfangen und Spaziergänge bei äußerst diskreter Bewachung zu unternehmen.[5]

Die Freiburger Zeitung vom 27. Juni 1934

Hermann Göring sagte später vor dem Nürnberger Tribunal zur Behandlung Thälmanns während der Haft:

„Selbstverständlich sind Übergriffe vorgekommen, selbstverständlich wurde da und dort geschlagen und sind Roheitsakte verübt worden. Aber gemessen an der Größe der Vorgänge ist doch die deutsche Revolution die unblutigste und disziplinierteste aller bisherigen Revolutionen der Geschichte gewesen – Das Prügeln von Häftlingen war ausdrücklich verboten – Ich möchte den Fall Thälmann kurz streifen, weil er der markanteste war, denn Thälmann war Führer der KP – Ich hörte, daß Thälmann geschlagen worden sei. Ich habe ihn unvermittelt und ohne Benachrichtigung der oberen Dienststellen kurz zu mir kommen lassen, direkt zu mir ins Zimmer und habe ihn genau ausgefragt. Er sagte mir, daß er besonders im Anfang der Vernehmung geschlagen worden sei. Ich habe daraufhin Thälmann gesagt: Lieber Thälmann, wenn ihr zur Macht gekommen wäret, wäre ich voraussichtlich nicht geschlagen worden, sondern ihr hättet mir sofort den Kopf abgeschlagen!, Das bestätigte er mir auch. Ich habe ihm darauf gesagt, er möchte in Zukunft mir, wenn irgendetwas nicht nur an ihm, sondern auch an anderen in dieser Richtung geschehen würde, ganz frei Mitteilung machen. Ich könnte nicht immer dabeistehen, aber es sei nicht mein Wille, daß irgendwelche Roheitsakte an ihnen verübt werden sollten.“[6]

Der BRD-Bundesgerichtshof (BGH) urteilte im Jahre 1974 zu den kommunistischen Machenschaften während der Weimarer Zeit und nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten:

„[…] So erschien es dem Gericht auch billig, daß es besonders ‚in der ersten Zeit‘ nach der Machtübernahme ‚eine staatspolitische, im Interesse der Sicherheit des deutschen Volkes erforderliche Notwendigkeit gewesen sei, mit gewissen schärferen Maßnahmen vorzugehen‘ – ‚um die ganzen Zusammenhänge aufzuklären und das Lügengewebe zu zerreißen, mit dem die KPD ihr hochverräterisches Treiben zu verdecken bemüht war‘“.[7]

Tod

Widersprüchliche Angaben zu den Todesumständen

Zum geplanten Prozeß gegen Thälmann kam es nicht mehr, da er im August 1944 im KL Buchenwald bei einem schweren alliierten Bombenangriff auf die Umgebung von Weimar ums Leben kam.[8] Demzufolge steht auf dem amtlichen Totenschein „Feindeinwirkung“.
Der Angriff, der am 24. August stattfand, richtete sich gegen die Gustloff-Werke II Buchenwald, den SS-Bereich und die SS-Führungshäuser. Darüber hinaus wurden durch anglo-amerikanische Terrorbomber ebenso weitere Häftlinge, Angehörige der Wachmannschaften und etliche Zivilisten ermordet. Auch der SPD-Führer Rudolf Breitscheid soll unter den Opfern des Luftterrors gewesen sein.

Zu den Todesumständen heißt es:

„Unter anderem lernte ich auch den Burschen von E. Thälmann kennen, der ihn zu versorgen hatte. Er schilderte mir, wie Thälmann beim Bombenangriff neben dem Bahngleis getötet wurde. Er kritisierte, daß die Exklusivgefangenen zu viele Sondervergünstigungen hatten und daß sie nicht arbeiten brauchten.“[9]

Widersprüche

Zeitungsartikel von 1984: „KP-Chefs opferten Thälmann!“
Kritische Auseinandersetzung mit Thälmann-Zitat im Weltnetz, 2016

Als möglicher Todestag wird der 18., 24. oder 28. August angegeben. Verschiedentlich wird angegeben, daß Thälmann überhaupt nicht im KL Buchenwald, sondern im KL Sachsenhausen ums Leben kam.

Die Zeitung „Die Zeit“ gibt im Jahre 1986 über den später freigesprochenen Angeklagten Wolfgang Otto und dessen angeblichem Mord an Thälmann an:

„Wolfgang Otto gehörte nach den Erkenntnissen des Staatsanwalts zum ‚Kommando 99‘, das in der Nacht vom 17. auf den 18. August 1944 einen der prominentesten Häftlinge des NS Regimes in der ‚Genickschußanlage‘ mit vier Schüssen umgebracht hat. Er selbst bestreitet, mit dem Mord etwas zu tun gehabt zu haben.“[10]

Wobei nicht ganz eindeutig ist, weshalb zur Tötung durch eine Genickschußanlage vier Schüsse benötigt werden und wie die drei weiteren dann nach dem ersten noch praktisch ausgeführt wurden. Aber das mag ein bislang noch ungeklärtes Geheimnis der Zeitung „Die Zeit“ und des mit den damaligen Ermittlungen beauftragten BRD-„Staats“-Anwaltes sein.

Die angebliche „Ermordung“ durch Hitlers Befehl entspricht der üblichen Legende. Der vorgeblich dafür verantwortliche SS-Stabsscharführer Wolfgang Otto wurde im Jahre 1988 nach jahrelangem Verfahren jedenfalls freigesprochen.

Ein ebenfalls angeblich von Heinrich Himmler handschriftlich verfaßter Zettel mit dem Inhalt:

„Thälmann. Ist zu exekutieren.“,

der sich heute im Berliner Bundesarchiv befinden soll, dürfte genauso „echt“ sein wie „Himmlers Selbstmord“.

Anderen „Quellen“ zufolge soll dieser Zettel, wenn er denn überhaupt existiert, im Bundesarchiv in Koblenz liegen. Angeblich von Himmler bei einer Besprechung auf der Wolfsschanze „verfaßt“ (möglicherweise konnte er sich ja den Inhalt nicht merken), dann wieder von den „Befreiern“ in dessen Nachlaß „entdeckt“. „Den Zettel hätten britische Armeeangehörige im Handgepäck [sic!] des gefangengenommenen Himmlers gefunden, der bei seiner Gefangennahme Selbstmord beging.“[11]

Obwohl Thälmanns Leiche, nach dem angeblichen und völlig unlogischen „Mord“ an ihm, verbrannt worden sein soll, gibt es ein Grab auf dem Zentralfriedhof Berlin-Friedrichsfelde, dem sogenannten „Sozialistenfriedhof“. Allerdings gibt es dort ja auch ein „Grab“ von Rosa Luxemburg, die dort jedoch offenbar ebenso niemals angekommen ist.[12]

Ein Pole namens Marian Zgoda, Häftling in Buchenwald, will später als Zeuge ausgesagt haben, daß er heimlich die angebliche Erschießung Thälmanns durch SS-Angehörige beobachtet habe. Möglich sei aber auch, daß der Kapo Jupp Müller daran entscheidenden Anteil gehabt habe.
Fakt ist in jedem Falle, daß Thälmanns Tod niemandem so sehr nutzte wie den Kommunisten selbst, die in ihm nach dem Krieg nur einen lästigen Mitwisser gehabt hätten.

Die Witwe des ebenso im Prominentenbau des KL Buchenwald inhaftierten SPD-Reichstagsabgeordneten Rudolf Breitscheid sagte als Augenzeugin zu den Todesumständen:

„Thälmann ist zusammen mit meinem Mann und der hessischen Gräfin Mafalda bei einem Luftangriff auf die nahegelegenen Wilhelm-Gustloff-Werke im Splittergraben des KZ-Prominentenbaus am 24. August 1944 ums Leben gekommen.“[13]

Frau Breitscheid war Augenzeugin und überlebte den Volltreffer in den Schutzgraben durch anglo-amerikanische Bomber mit schweren Verletzungen.

Robert Zeidler, Buchenwaldhäftling von 1939 bis 1945, bestätigte nach zuverlässigen Angaben, dass Thälmann ebenso wie Rudolf Breitscheid am 24.8.1944 bei dem britischen Luftangriff auf den Kasernenkomplex in den Interniertenbaracken des Lagers Buchenwald ums Leben gekommen sei.“[11]

Personenkult

In der späteren kommunistischen Besatzungszone Mitteldeutschlands, der sogenannten „DDR“, wurde ein beispielloser Personenkult um Thälmanns Namen aufgebaut, der, da von Walter Ulbricht initiiert, nicht einer gewissen Ironie entbehrt.

„Zur Lichtgestalt des aufrechten und integren Kämpfers, der die Idee des Sozialismus nicht verraten und dafür mit dem Leben bezahlt hatte, wurde Ernst Thälmann in der Geschichtsschreibung systematisch aufgebaut.“[14]

Seit Kriegsende ließ Ulbricht den KPD-Führer unter Auslassung wesentlicher Tatbestände nicht nur als „vorbildlichen Kämpfer um die nationale Rettung des deutschen Volkes“ und Wegbereiter seiner Einheitsfront feiern; er legte auch Wert darauf, durch ständige Erinnerung an Thälmanns angebliche Ermordung von den Fragen nach den Umständen abzulenken, die seinen Vorgänger erst der Verhaftung zugeführt hatten. Außerdem verfolgte der SED-Chef mit dem Kult um Thälmann das Ziel, die durchaus widersprüchliche KPD-Politik während der Weimarer Zeit zu kaschieren.

Der Stalinist und DDR-Hofdichter Max Zimmermann verfaßte in den Anfangszeiten der DDR eine Reihe von Gedichten, um den Personenkult zu verankern. Auch 20 Jahre nach dem Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland tragen viele Straßen und Plätze immer noch Thälmanns Namen.

Vermächtnis

Wallfahrtsstätte während der Zeit der bolschewistischen „DDR“ im KL Buchenwald:
„An dieser Stelle wurde er am 18. August 1944 von den Faschisten ermordet“

Als ob Thälmann jemals sterben könnte.
Thälmann starb und ist doch nicht gestorben;
denn was er, als er noch lebte, lehrte,
das, wofür er ohne Rast geworben,
lebt als Mahnung in Millionen Herzen,
lebt als Wissen in Millionen Hirnen.
Seht ihr die Millionen Arbeitshände
unerschrocken greifen nach Gestirnen?

Thälmann lebt in jeder Tonne Kohle,
die auf Sonderschicht dem Flöz entrissen,
Thälmann lebt in jeder roten Fahne,
die Proleten auf dem Schornstein hissen.
Thälmann lebt im Rattern der Traktoren,
lebt, wo Kumpels Erz aus Bergen brechen,
und Ernst Thälmann lebt in jedem Buche,
daraus Marx’ und Engels Worte sprechen.

Thälmann lebt in allen Zugmaschinen,
die das Saatkorn auf die Äcker fahren,
Thälmann lebt in allen Martinöfen,
die noch gestern ohne Feuer waren.
Thälmann lebt in allen Ätherwellen,
die im Volke Friedensliebe wecken,
Wahrheit künden, Zuversicht verbreiten
bis sich die gebeugten Rücken strecken.

Thälmann lebt, wo Kampf und Einheitsstreben
Schaffende in Stadt und Land verbinden,
wo die Deutschen, die ihr Deutschland lieben,
trotz der Zonen sich als Brüder finden.
Thälmann lebt, wo man den Kriegsverdienern
alles nimmt, woraus sie Waffen schufen.
Thälmann lebt, wo Bräute, Frauen, Mütter
zur Verteidigung des Friedens rufen.

Zitate

  • „Mein Volk, dem ich angehöre und das ich liebe, ist das deutsche Volk, und meine Nation, die ich mit großem Stolz verehre, ist die deutsche Nation. Eine ritterliche, stolze und harte Nation. Ich bin Blut vom Blute und Fleisch vom Fleische der deutschen Arbeiter und bin deshalb als ihr revolutionäres Kind später ihr revolutionärer Führer geworden.“ – Ernst Thälmann, 1944, Zuchthaus Bautzen, Brief an einen „Kerkergenossen“.
  • „Deutsch und kommunistisch sind keine Gegensätze. Ich denke nicht daran, von meinen Grundsätzen auch nur einen Millimeter abzugehen. Kommunismus ist die Lehre von der Befreiung der Arbeiterklasse. Die Befreiung der Arbeiterklasse aber ist die Befreiung des ganzen Volkes! Dafür mein ganzes Leben gekämpft zu haben, darauf bin ich stolz. – Wir Kommunisten lieben unser Volk und unser Land. Darum wollen wir frei sein von kapitalistischer Lohnsklaverei, frei von faschistischer Diktatur, frei von Konzentrationslagern und Unterdrückung.“
  • „Weil wir unser Volk und Land lieben, kämpfen wir für Rätedeutschland … für ein freies, sozialistisches Deutschland. Wir bejahen die nationale Frage. Ich weise hin auf Lenin, der von dem Stolz der Großrussen sprach und trotzdem einer der größten Männer des Internationalismus gewesen und bis zu seinem Tode geblieben ist.“[15]
  • „Ich bin kein weltflüchtiger Zigeuner. Ich bin ein Deutscher mit nationalen, aber auch internationalen Erfahrungen. Mein Volk, dem ich angehöre und das ich liebe, ist das deutsche Volk und meine Nation, die ich mit großem Stolz verehre, ist die deutsche Nation, ein ritterliches, stolzes und hartes Land. Entsprossen aus nordischem Blut bin ich Blut vom Blute und Fleisch vom Fleische des deutschen Arbeiters und bin deshalb als ihr revolutionäres Kind später ihr revolutionärer Führer geworden.“

Zitate über Thälmann

  • „Thälmann, das ist der Typ dieses kleinen Mannes, der nicht anders handeln konnte. Das Schlechte bei ihm ist, daß er nicht so klug war wie zum Beispiel Torgler. Er war der geistig Beschränktere; deshalb konnte ich Torgler laufen lassen, während ich ihn zurückhalte, nicht aus Rache, sondern nur, weil er eine Gefahr bedeutet. Sobald die große Gefahr in Rußland beseitigt ist, kann er hingehen, wohin er will.“Adolf Hitler[16]

Siehe auch

Verweise

Weltnetz

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Filme

  • Ernst Thälmann – Wie er wirklich war (DVD, September 2009, ASIN: B002KQD0F4)

Literatur

  • Bernhard H. Bayerlein, Hermann Weber: Der Thälmann-Skandal. Geheime Korrespondenzen mit Stalin, Aufbau-Verlag 2003, ISBN: 978-3351025496
  • Thilo Gabelmann (eigentlich Egon Grübel): Thälmann ist niemals gefallen? – Eine Legende stirbt, Verlag Das Neue Berlin 1996
  • Peter Monteath (Hrsg.): Ernst Thälmann – Mensch und Mythos, Amsterdam-Atlanta 2000 (Rezension, eingeschränkte Voransicht auf Google-Bücher)
  • René Börrnert: Wie Ernst Thälmann treu und kühn! Das Thälmann-Bild der SED im Erziehungsalltag der DDR (eingeschränkte Voransicht auf Google-Bücher, mit widersprüchlichen Angaben zur angeblichen Ermordung)

Fußnoten

  1. Junge Freiheit, 05.01.2011: Ort in Sachsen-Anhalt will Thälmann-Denkmal wieder aufstellen
  2. Der Spiegel, 19.02.1996: Stalin weiß, was er tut: Sergej Alexejewitsch Gegetschkori über seinen Vater Lawrentij Berija, den Geheimpolizeichef Stalins
  3. vgl. Der Spiegel, 6. 5. 1964
  4. vgl.: Zeit-Online: Staatschefs der ersten Stunde
  5. vgl.J. G. Burg: Zionnazi – Zensur in der BRD! S. 136
  6. zitiert in: Scheidl: Geschichte der Verfemung Deutschlands.
  7. DER SPIEGEL 24/1974 vom 10.06.1974 zum Mord an Otto Blöcker: „Bundespräsident Heinemann feierte den […] Kommunisten Fiete Schulze als Widerstandskämpfer, die National-Zeitung bezeichnete ihn als ‚Mörder‘. Der BGH gab dem Rechts-Blatt recht.“
  8. vgl. Völkischer Beobachter, 16. September 1944
  9. Ein „KZ-Zug“ bei Buchenwald
  10. Zeit-online: 41 Jahre nach dem Mord an Ernst Thälmann: Generationswechsel in der Justiz ermöglicht den Prozeß Vorsicht! Umerziehungsliteratur im antideutschen Sinne!
  11. 11,0 11,1 DDR-Wissen.de: Ernst Thälmann
  12. Leichnam Rosa Luxemburgs möglicherweise in der Charité (29. Mai 2009)
  13. siehe auch nebenstehenden Zeitungsartikel vom 19. August 1984
  14. dhm.de
  15. Auszug aus: Ernst Thälmann – Eine Biographie, Dietz Verlag Berlin 1980
  16. In: Monologe im Führerhauptquartier - die Aufzeichnungen Heinrich Heims, herausgegeben von Werner Jochmann, Wilhelm Heyne Verlag, München 1980, ISBN 3-453-01600-9 (Aufzeichnung vom 02.08.1941, Seite 52)
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