Grabmann, Walter

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Walter Grabmann (Lebensrune.png 20. September 1905 in Bad Reichenhall; Todesrune.png 20. August 1992 in München[1]) war ein deutscher Offizier der Polizei, der Reichswehr und der Wehrmacht, zuletzt Generalmajor der Luftwaffe und Ritterkreuzträger des Zweiten Weltkrieges. Das Flieger-As errang bei 237 Feindflügen (137 in Spanien) und 13 Luftsiege und zerstörte unzähliges Feindmaterial am Boden.

Werdegang

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Walter Grabmann gehörte zu den ruhigen, wenig auffälligen, aber hochtalentierten Fliegern des Reiches. Schon 1931 wurde er zur Verwendung bei der Luftpolizei als Flugzeugführer ausgebildet. Er wurde nach seinem Übertritt zu Luftwaffe an der Großen Kampffliegerschule und an der Jagdfliegerschule weiter ausgebildet. Er diente zuerst beim JG 134 und dann als Gruppenkommandeur beim JG 234, gleichzeitig war er Fliegerhorst-Kommandant in Köln-Ostheim. Mit der He 51 und dann der Bf 109 gehörte er mit sieben Luftsiegen[2] zu den erfolgreichsten Flieger-Assen des Spanischen Bürgerkrieges, zuletzt als Kommandeur der J/88. Im März 1939 wurde er Kommandeur der I. (schweren Jagd-)Gruppe/Lehr-Geschwader 1, im Mai 1939 dann Kommandeur der I. (Zerstörer-)Gruppe/LG 1. Als solcher wurde er am ersten Tag des Polenfeldzuges im Luftkampf mit polnischen Jagdflugzeugen „PZL P.11“ über Warschau verwundet. Im Westfeldzug 1940 wurde es wieder knapp: Als Kommodore des ZG 76 wurde seine Bf 110 beim Angriff auf den Flugplatz Douai-Brayelle von Hawker Hurricane der 213. britischen Staffel der Royal Air Force angegriffen und abgeschossen. Er konnte zwar mit dem Fallschirm aussteigen, wurde aber am Boden, leicht verwundet, von den Franzosen gefangengenommen. Diese wollten ihn an die Briten ausliefern, aber dazu kam es nicht mehr, denn sechs Tage später erschien eine deutsche Panzerkompanie vor der Ortschaft, die Franzosen legten ihre Waffen nieder, und Grabmann wurde befreit.

Lexikon der Wehrmacht

„Walter Grabmann trat am 24. Mai 1924 in die bayerische Landespolizei in Nürnberg ein. Hier wurde er am 1. November 1926 zum Polizei-Leutnant und am 1. November 1930 zum Polizei-Oberleutnant befördert und als Kompanie-Offizier und Zugführer eingesetzt. Anschließend war er Rekruten-Ausbilder bei der Polizei in Fürth. Ab dem 1. April 1931 absolvierte er eine Flugzeugführer-Ausbildung bei der Luftpolizei und war dann bei der Flug-Überwachung Bayern-Nord in Fürth eingesetzt. Am 1. Oktober 1934 trat Walter Grabmann als Oberleutnant in die Luftwaffe über und wurde als Flugzeugführer an der Kampffliegerschule Lechfeld eingesetzt. Am 1. April 1935 zum Hauptmann befördert, absolvierte er ab dem gleichen Tag eine Jagdflieger-Ausbildung an der Fliegerschule Schleißheim. Im Anschluß daran wurde er ab dem 1. August 1935 als Lehrgangsleiter an der Fliegerschule Salzwedel eingesetzt. Ab dem 7. März 1936 war er Adjutant im Jagdgeschwader 134 ‚Horst Wessel‘, bis er am 15. März 1937 Kommandeur der neu aufgestellten I. Gruppe des Jagdgeschwaders 234 ‚Schlageter‘ wurde, die in Köln-Butzweilerhof lag. Am 9. September 1938 übernahm er das Kommando über die Jagdgruppe 88 der Legion Condor in Spanien und sammelte hier erste Fronterfahrung. Außerdem gelangen ihm sechs Luftsiege. Am 1. Dezember 1938 wurde er zum Major befördert.
Am 17. Juli 1939 übernahm er dann das Kommando über die in Jesau neu formierte V. (Zerstörer-)Gruppe. Diese mit der Bf 110 C und D ausgerüstete Gruppe führte er während des Polen-Feldzuges. Am 15. April 1940 gab er das Kommando über die Gruppe an Hauptmann Horst Liensberger ab und wurde anschließend Kommandeur des Zerstörer-Geschwaders 76. Gleichzeitig wurde er zum Jagdfliegerführer Norwegen ernannt. Mit seinem Stab lag er in Stavanger-Forus. Am 19. Juli 1940 folgte die Beförderung zum Oberstleutnant. Am 1. August 1941 wurde Grabmann dann Kommandeur der Zerstörerschule 2 in Memmingen, wo er am 1. April 1942 zum Oberst befördert wurde. Am 20. August 1942 folgte die Ernennung zum Jagdfliegerführer Holland – Ruhrgebiet und am 11. November 1943 übernahm er das Kommando über die 3. Jagd-Division im Ruhr-Gebiet. Am 1. August 1944 wurde er zum Generalmajor befördert und am 5. April 1945 noch Kommandeur der 1. Jagd-Division in Ribbeck. Ab dem 30. April 1945 kommandierte er schließlich noch die 15. Flieger-Division. Am 7. Juli 1945 geriet er in britische Gefangenschaft, aus der er am 17. Mai 1948 entlassen wurde.“[3]
Von links: Major Heinz Bär (JG 3), Oberst Grabmann (3. Jagd-Division) und Oberst Walter Oesau (JG 1); im Hintergrund Grabmanns Fw 190 A mit der Divisionsführer-Kennzeichnung „X+-“.

Kriegsgefangenschaft

Noch am 30. April 1945 zum Kommandeur der 15. Flieger-Division ernannt, geriet er, je nach Quelle, entweder am 20. Juni oder am 7. Juli 1945 in britische Kriegsgefangenschaft. Am 9. Januar 1946 wurde er vom Camp 1 in das Island Farm Special Camp 11 (Bridgend) verlegt, am 12. Mai 1948 dann in das Lager 186 (Entlassungsvorbereitungen) und am 17. Mai 1948 in die Heimat entlassen. 12.05.48 trf to Camp 186 to prepare for repatriation. 17.05.48 released

Beförderungen

Auszeichnungen (Auszug)

Fußnoten