Arnim, Achim von (1881)

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Pfeil 1 start metapedia.png Dieser Artikel behandelt den Offizier Achim von Arnim; für den gleichnamigen Schriftsteller siehe: Achim von Arnim.
Prof. Dr. rer. pol. Achim von Arnim, Professor für Wehrwissenschaft (bzw. Wehrverfassung) an der Technischen Hochschule in Berlin-Charlottenburg und SA-Oberführer (Aufnahme 1934)

Achim Konstantin Rudolf Ferdinand von Arnim(-Cunersdorf) (Lebensrune.png 1. Februar 1881 in Karlsruhe; Todesrune.png gefallen 24. Mai 1940 in Frankreich) war ein deutscher Offizier der Preußischen Armee, des Kaiserlichen Heeres, der Reichswehr und der Wehrmacht, zuletzt Oberst zur Verfügung des Heeres sowie Politiker der NSDAP, SA-Gruppenführer, Wehrwissenschaftler, Sachbuchautor und seit 1935 Vorsitzender der „Deutsch-Französischen Gesellschaft“ (DFG).[1]

Werdegang

Am 18. Oktober 1900 trat Achim von Arnim nach dem Abitur als Fahnenjunker dem 1. Garde-Regiment zu Fuß im Garde-Korps der Preußischen Armee in Potsdam bei. Am 18. August 1901 wurde er zum Leutnant befördert (mit Patent vom 19. August 1900). 1908 kam er (bis 1911) zur Kriegsakademie und wurde am 27. Januar 1910 zum Oberleutnant befördert. 1912 wurde er zum Großen Generalstab kommandiert, wo er bis zum 2. August 1914 blieb. Zuvor, am 22. März 1914, war er zum Hauptmann i. G. befördert worden.

Erster Weltkrieg

SA-Obersturmbannführer Dr. Achim von Arnim beim Besuch der SA-Führerschule Schloß Harnekop bei Wriezen (Brandenburg) mit den Führern an der Schloßtreppe, August 1932

Zum Kriegsbeginn diente er ab dem 2. August 1914 im Generalstab des Garde-Korps. Im Herbst 1914 hatte er in dieser Stellung den Befehl erhalten, als Parlamentär die Stadt Reims zur Kapitulation aufzufordern. Gegen das Kriegs- und Völkerrecht (Status der „Unverletzlichkeit“) nahm ihn die französische Armee für einen Monat gefangen, ließ ihn dann aber schlußendlich frei. Bis zum 28. Mai 1916 diente er dann im Generalstab der 2. Armee und als 1. Generalstabsoffizier (Ia) der 38. Infanterie-Division. Bis zum 17. Juli 1916 war er Kompaniechef im Leibgarde-Infanterie-Regiment (1. Großherzoglich Hessisches) Nr. 115, wo er schwer verwundet und ins Lazarett verbracht wurde.

Von Dezember 1916 bis zum 2. Dezember 1917 war er Bataillonsführer im Leibgarde-Infanterie-Regiment (1. Großherzoglich Hessisches) Nr. 115 und dann Kommandeur des III. Bataillons/Infanterie-Leib-Regiment „Großherzogin“ (3. Großherzoglich Hessisches) Nr. 117, als er erneut schwer verwundet wurde. Ab dem 22. Juli 1918 war er in der Auslandsabteilung des Generalstabes des Feldheeres, ab dem 20. August 1918 Kommandeur des II. Bataillons/1. Garde-Regiment zu Fuß, vom 30. Oktober 1918 bis zum 11. Dezember 1918 Kommandeur des I. Bataillons/1. Garde-Regiment zu Fuß und unmittelbar nach dem Krieg im preußischen Kriegsministerium.

Zwischenkriegszeit

Dr. Achim von Arnim (Mitte) und Gauleiter Ernst Schlange zu seiner Linken (im Anzug) beobachten die Geländeübungen der Teilnehmer der SA-Führerschule, August 1932

Achim von Arnim wurde dreimal verwundet und am 31. Januar 1920 mit dem Charakter als Major aus dem aktiven Dienst der Vorläufigen Reichswehr verabschiedet.

1924 promovierte er als Staatswissenschaftler, seit Mai 1933 hielt Dr. von Arnim als ordentlicher Professor den Lehrstuhl für allgemeine Wehrwissenschaften an der Technischen Hochschule zu Berlin und war von 1934 bis 1938 ihr Rektor sowie Leiter der Lessing-Hochschule. Er unterschrieb 1934 den Wahlaufruf „Deutsche Wissenschaftler hinter Adolf Hitler“ im „Völkischen Beobachter“. Im Wintersemester 1938/39 leitete er auch das Seminar für SA-Führer an der Deutschen Hochschule für Politik.

Von 1925 bis 1932 war von Arnim Gauführer im Stahlhelm. Im Mai 1932 trat von Arnim in die NSDAP und in die Sturmabteilung der NSDAP (SA) ein. Unmittelbar darauf wurde er zum Stabsführer und 1933 SA-Gruppenführer z. V. der SA-Gruppe Berlin-Brandenburg unter Wolf-Heinrich von Helldorf ernannt. Hier war er u. a. mit der Schulung bzw. Überwachung der SA-Führerschule Schloß Harnekop bei Wriezen betraut. Dieses Amt sollte er bis zur Ablösung Helldorfs durch Karl Ernst im Februar 1933 ausüben. Anschließend wurde von Arnim Brigadeführer im Stab von Ernst.

Die Mitgliedschaft beim Volksgerichtshof und die Funktion eines Ratsherrn der Reichshauptstadt runden seine gesellschaftspolitischen Aktivitäten ab.

Zweiter Weltkrieg

Nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges meldete sich von Arnim bei der Wehrmacht und bestand trotz seines Alters auf ein Frontkommando. Am 26. August 1939 wurde er als Oberstleutnant z. V. mit der Führung des Infanterie-Regimentes 164 betraut.[2]

Tod

Oberstleutnant z. V. von Arnim fiel bei Kampfhandlungen während des Westfeldzuges bei Monchy-Lagache. Posthum erhielt Prof. Dr. Achim von Arnim am 20. April 1944 mit Wirkung vom 1. Mai 1940 die Beförderung zum Oberst z. V. Er ruht auf der Kriegsgräberstätte in Bourdon; Endgrablage: Block 26, Reihe 18, Grab 698.

Familie

Achim von Arnims Eltern waren General der Infanterie Hans von Arnim (Lebensrune.png 21. Dezember 1846; Sohn des königlich preußischen Hofbau-Rats Professor Ferdinand von Arnim) und Elisabeth, geb. Freiin von Türckheim (Lebensrune.png 30. Mai 1858). Er heiratete am 22. September 1920 in Cunersdorf bei Wriezen Marie-Valeska von Oppen (Lebensrune.png 28. Mai 1889; Tochter des königlich preußischen Hof-und Zeremonienmarschall Friedrich von Oppen und dessen Gattin Marianne Gräfin von Itzenplitz), mit welcher er drei Kinder hatte:

  • Friedrich von Arnim, Lebensrune.png 3. Juli 1921,
  • Marianne-Elisabeth von Arnim, Lebensrune.png 11. Februar 1923 und
  • Eva von Arnim, Lebensrune.png 18. März 1926.

Auszeichnungen (Auszug)

Werke

Fußnoten

  1. Nach dem Verbot der 1928 von Otto Grautoff gegründeten Deutsch-Französischen Gesellschaft (frankophil und jüdisch beeinflußt) im Jahre 1934 gründete Otto Abetz im Auftrag Hitlers am 25. Oktober 1935 mit einem großen Festakt im Schloß Monbijou eine neue Deutsch-Französische Gesellschaft und wurde deren Geschäftsführer. Am 29. November 1935 gründeten germanophile Franzosen ihrerseits das Comité France-Allemagne, Präsident wurde der einstige Frontoffizier Georges Scapini.
  2. Das Infanterie-Regiment 164 wurde bei der Mobilmachung für den Zweiten Weltkrieg am 26. August 1939 im Wehrkreis VIII aufgestellt. Die Einheit wurde dabei als Regiment der 2. Welle durch die 28. Infanterie-Division gebildet. Das Regiment wurde dabei der 62. Infanterie-Division unterstellt. Unter dieser wurde das Regiment dann anfangs im Polenfeldzug eingesetzt. Im Frühjahr 1940 wurde das Regiment dann im Divisionsverband der 62. Infanterie-Division im Westfeldzug eingesetzt.