SS-Fallschirmjäger-Bataillon 500/600

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SS-Obersturmbannführer Otto Skorzeny bei einer Inspektion und Lagebesprechung der Division Schwedt (Kampfgruppe/Sperrverband Skorzeny) mit Kommandeur SS-Hauptsturmführer Siegfried Milius und seinen SS-Fallschirmjägern an der Oder, Februar 1945

Das SS-Fallschirmjäger-Bataillon 500 (ab 9. November 1944 SS-Fallschirmjäger-Bataillon 600) war die einzige Luftlandeeinheit der Waffen-SS.

Zum Bataillon des Sonderverbandes gehörten auch zahlreiche ausländische Freiwillige, wie z. B. die Freunde Kindergartenfreunde Gunnar Baardseth (Todesrune.png 17. September 1944) und Anders Øverland (Todesrune.png 21./22. Dezember 1944) aus Norwegen, die von der Den Norske Legion kamen. Beide starben für Deutschland und ein freies Europa mit 19 Jahren im Herbst bzw. kurz vor Weihnachten 1944.

Geschichte

SS-Fallschirmjäger des Bataillons 500 mit der Uniform Titos nach dem Unternehmen „Rösselsprung“, 1944. Links vom Fallschirmjäger steht ein Brandenburger mit Wehrmachtsadler und einer Feldbluse aus italienischem Tarnmaterial.

Das Bataillon, militärhistorisch z. T. auch als SS-Fallschirmjäger-Bataillon 500/501 bezeichnet, wurde aufgrund einer Verfügung des SS-Führungshauptamts vom 6. September 1943 in Chlum, Tschechoslowakei aufgestellt. Es war eine „Bewährungseinheit“ der Waffen-SS und bestand zunächst zur Hälfte aus Teilen straffällig gewordener SS-Angehörigen (ausschließlich disziplinarrechtliche Vergehen, alles von Schlafen während der Wache über BBC hören bis minderschwerer Befehlsverweigerung; Mörder, Vergewaltiger usw. wurden NICHT aufgenommen) des Strafvollzugslagers der SS und Polizei Danzig-Matzkau (SS-Bewährungsverbände 500) und zur Hälfte aus Freiwilligen der Waffen-SS. Zum ersten Kommandanten wurde SS-Sturmbannführer Herbert Gilhofer (Lebensrune.png 1910) ernannt. Ab November 1943 erfolgte die Sprungausbildung an der Luftwaffen-Fallschirmschule III in Mataruška Banja bei Kraljevo (Serbien) und in Pápa (Ungarn). Gleichzeitig wurde die Einheit, wie alle 500er-Einheiten, zur Bekämpfung Partisanen und krimineller Banden eingesetzt.

Ihre erste große Bewährung als vollständige Kommandoeinheit hatte das Sturm-Bataillon während des Unternehmens „Rösselsprung“, aufgrund der fehlenden praktischen Luftlande-Erfahrung der aus 634 Mann bestehende SS-Truppe waren dem Bataillon für die Aktion zwei Kompanien Fallschirmjäger der Luftwaffe zugeteilt worden. Unter dem Kommando von SS-Hauptsturmführer Kurt Rybka („Das Zentrum der roten Führung muß durch das Unternehmen ‚Rösselsprung‘ ausgeschaltet werden.") landete die erste Welle (insgesamt 654 Männer) nach einem Luftwaffenbombardement am 25. Mai 1944 auf offenem Grund zwischen Titos Höhlenschlupfwinkel und der Stadt Drvar. Die zweite Welle verfehlte ihr Ziel und landete mehrere Kilometer außerhalb der Stadt. Bereits wenige Stunden nach der Landung befand sich das SS-Fallschirmjägerbataillon ab 16.00 Uhr in schwersten Abwehrkämpfen gegen zahlenmäßig stark überlegene Partisanenkräfte und wurde bis zum Abend zum Friedhof der Stadt zurückgedrängt, wo eine Verteidigungsstellung an der langen Friedhofsmauer bezogen wurde. Dabei wurde auch der Bataillonskommandeur Kurt Rybka schwerverwundet und ausgeflogen. Nach der Verwundung Rybkas übernahm Hauptmann Bentrup vom Fallschirm-Jäger-Regiment 1 (FJR 1) das Kommando. Auf dem Höhepunkt der Kämpfe gelang es einer Partisanengruppe, den deutschen Verteidigungsring zu durchbrechen; die eingebrochenen Partisanen wurden aber in einem wagemutigem Gegenstoß der Fallschirmjäger allesamt getötet. Bei Tagesanbruch waren die Partisanen, obwohl in der großen Überzahl, gezwungen vor den kampfwütigen deutschen Truppen zu fliehen.

Nach dem nur zum Teil erfolgreichen Unternehmen wurden die jetzt von SS-Hauptsturmfuhrer Siegfried Milius geführten knapp 300 Überlebenden in Laibach reorganisiert. Ende Juni 1944 wurde die Einheit ins westpreußische Gotenhafen abkommandiert, wo sie bei der geplanten Eroberung der von Finnland kontrollierten Åland-Inseln als Infanterietruppe eingesetzt werden sollten. Später wurden sie zur Unterstützung des III. (germanischen) SS-Panzerkorps als Teil der Armee-Abteilung „Narwa“ nach Narwa geschickt, im Juli jedoch nach Kauen (Bezirk Kauen, Memelland) beordert, um von dort aus gemeinsam mit der Division „Großdeutschland“ die eingeschlossenen SS-Truppen in Wilna zu befreien.

Im Oktober 1944 wurden die etwa 90 Überlebenden schließlich ins niederösterreichische Deutsch-Wagram verlegt, wo sie in das neuaufgestellte SS-Fallschirmjägerbataillon 600 eingegliedert wurden. Teile der 600 nahmen gemeinsam mit der 1./SS-Jägerbatallion 502 Mitte Oktober unter Skorzeny und Adrian Baron von Fölkersam an dem Unternehmen „Panzerfaust“ in Budapest teil. Am 9. November 1944 wurde das Bataillon 600 einen Monat lang in Neustrelitz reorganisiert und wieder auf etwa 1000 Mann aufgefüllt, die nur 90 Überlebenden des Bataillons 500 wurden als Kern der neuen Einheit integriert. Die straffällig gewordenen Soldaten des SS-Fallschirmjäger-Bataillons 500 bekamen spätestens jetzt ihren Dienstgrad zurück und dürften auch wieder die SS-Runen tragen. Am 10. November 1944 wurde das Bataillon 600 als Kommandotruppe z. b. V. in die SS-Jagdverbände Otto Skorzenys eingegliedert. Zwei Kompanien des SS-Fallschirmjägerbataillons 600 (als Truppenteil der Panzer-Brigade 150) nahmen an der Ardennenoffensive, u. a. am Unternehmen „Greif“ teil.

SS-Fallschirmjäger im Knochensack auf Wache nach dem erfolgreichen Unternehmen „Panzerfaust“ in Budapest, 16. Oktober 1944

Das Bataillon wurde innerhalb 18 Monate dreimal beinahe völlig vernichtet. Es kämpfte zum Schluß in Norddeutschland und sicherte die Flanken aus dem Osten rückkehrender deutscher Truppen in blutigen Rückzugsgefechten. Die Reste des SS-Fallschirmjägerbataillon 500/600 ergaben sich Anfang Mai 1945 VS-amerikanischen Truppen in der Nähe von Hagenow.

Ärmelband

Ab Herbst 1944 trugen auch SS-Luftlandespezialisten ein Ärmelstreifen auf der allgemeinen Dienst- oder Ausgehuniform am linken Unterarm mit Fallschirmjäger oder SS-Fallschirmjäger in gotischer Schrift mit leicht abgewandelte Ausführungen für Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften. Es war ebenfalls nicht selten, daß Fallschirmjäger das Ärmelstreifen ihrer vorherigen Truppe trugen, z. B. Ärmelstreifen Großdeutschland.

Gliederung

Soldaten des SS-Fallschirmjäger-Bataillons 500/600 in Splittertarn B (Buntfarbenaufdruck 41). Im Vordergrund ggf. SS-Obersturmführer Werner Droste am Brückenkopf Schwedt im Februar 1945.
  • Stabs-Kompanie (267)
    • Nachrichtenzug
    • Feindaufklärungsmannschaft
    • Kradmelderabteilung
    • Fallschirm-Wartungszug
    • SS-Juristen zuständig für die Überwachung der Disziplinarfälle
  • 1. Fallschirm-Schützen-Kompanie
  • 2. Fallschirm-Schützen-Kompanie
  • 3. Fallschirm-Schützen-Kompanie
  • 4. Fallschirm-(schwere Waffen)-Kompanie
  • Feldausbildungs-Kompanie

100 Kraftwagen und 30 Kradfahrzeuge standen dem weitgehend autarken Bataillon zur Verfügung.

Einsätze (Auszug)

SS-Obersturmführer Fritz Leifheit
  • Bandenbekämpfung (allgemein)
  • Unternehmen „Maibaum“:[1]
  • Unternehmen „Margarethe“[2]
  • Unternehmen „Rösselsprung“ (1944)[3]
  • Ostfront in Litauen
    • Befreiung der eingeschlossenen SS-Truppen in Wilna
  • Unternehmen „Panzerfaust“[4]
  • Memel (Kesselschlacht von Kurland)
  • Ardennenoffensive
  • Unternehmen „Greif“
  • Brückenkopf Schwedt und Brückenkopf Zehden/Westpommern (als Ersatz für Teile der ausgeblutete 1. Marine-Infanterie-Division):
    • gemeinsam mit den Nachfolgern des SS-Sonderverbandes z. b. V. „Friedenthal“ und den SS-Jagdverbänden sowie den deutschen Soldaten und SS-Freiwilligen des überwiegend fehlgeschlagenen Unternehmens „Sonnenwende“.[5]
    • Milius wurde mit Teile des Bataillons zur SS-Kampfgruppe „Solar“ kommandiert. Die Division z. B. V. 610 übernahm am 5. März 1945 die Stellungen der 1. MID im Brückenkopf Zehden, die im Verlauf der nächsten Tage zum Teil in den Raum südlich von Stettin verlegt wurden. Dazu wurde dem Generalleutnant Hubert Lendle die SS-Kampfgruppe „Solar“ unterstellt, die am 7. März 1945 im Brückenkopf eintraf. Der Brückenkopf wurde am 28/29. März 1945 geräumt, die Kampfgruppe ermöglichte Abertausende von deutschen Soldaten den Rückzug aus der feindlichen Umklammerung. Nur 36 der SS-Fallschirmjäger waren noch kampfbereit, wenn auch physisch und psychisch am Ende. Die anderen waren gefallen oder erheblich verwundet. Alleine beim Überqueren der Oder waren 80 Mann gefallen. Entweder durch MG-Feuer der Russen oder aus Erschöpfung. Sie hatten tagelang ohne Schlaf und Proviant gekämpft. Keine Boote, nur ein paar Holzlatten und Stämme konnte man auftreiben, den meisten blieb nichts anderes übrig, als sich bis auf die Unterwäsche auszuziehen und in das eisige Wasser zu steigen – sogar die besten Schwimmer unter ihnen brauchten länger als eine Stunde. Truppen der Waffen-SS hatten sich freiwillig gemeldet, den Rückzug der Kampfgruppe zu decken, solange es ging. Die Freiwilligen kämpften bis zur Morgendämmerung, dann wurde es still. Sie hatten sich bis auf den letzten Mann geopfert. Die Angehörige, welche es zum anderen Ufer schafften, erhielten heiße Getränke und Decken. Die Verwundeten wurden auf Lazarette um Berlin verteilt. Am 30. März wurde Milius zum SS-Obersturmbannführer befördert. Generaloberst Gotthard Heinrici von der Heeresgruppe Weichsel schickte Milius ein Telegramm und bedankte sich bei den Männern für ihr Heldenmut, Milius las den Text vor versammelter Mannschaft vor. Die Männer vom SS-Jagdverband „Mitte“, nur mit Unterhose und Wolldecke bekleidet, hatten große Schwierigkeiten, neue Uniforme zu bekommen. Das Hauptquartier in Friedenthal war ausgebombt. Manche erhielten SA-Uniforme, andere alte Tropenuniforme des Afrika Korps. Milius mußte das Bataillon nun wieder aufbauen, manche Verwundete kamen zurück, Freiwillige wurden von den Offizier- und Unteroffizierschulen rekrutiert, aber das reichte nicht aus, letztendlich mußte Milius Truppen von Kriegsmarine und Luftwaffe zur Aufstockung akzeptieren, die nun innerhalb Tage für den Endkampf ausgebildet werden mußten.[6]
  • Letzter Einsatz – Schlacht um Berlin (Teile) und Alpenfestung (Teile):
    • Im März 1945 wird in Friedenthal fieberhaft ausgebildet. Unaufhörlich werden für die großen, von den Gegnern eroberten deutschen und europäischen Gebiete, Frauen und Männer ausgebildet, die als Agenten an Fallschirmen abspringen oder als untergetauchte Widerstandsgruppen im Untergrund gegen die sowjetischen und amerikanischen Besatzer kämpfen sollen. Neuartige Waffen sind entwickelt worden, so stehen Patronen mit Doppelgeschossen sowie chemische Zeitzünder mit N-Zündsatz vor der Einführung. Ein neu entwickelter chemischer Rauch versetzt die Truppe in die Lage, sich für den Feind unauffällig einzunebeln und dadurch Frontabschnitte ungesehen zu überschreiten. Walter Girg verlegt im April 1945 gemeinsam mit Otto Skorzeny und Teilen des aus der Ostfront herausgelösten SS-Jagdverbandes „Mitte“ in die Berge Österreichs, in die so viel zitierte Alpenfestung. Niemand weiß, was sie dort wirklich erwartet. Voller Tatendrang entwickelt Girg eine neue Idee: „Ungeachtet der fatalen Lage, begann ich, einen neuen Einsatz zu planen. Ich wollte in den Bergen der Hohen Tatra landen. Zur Vorbereitung darauf zogen wir in die Alpen. Meine Männer und die Funktrupps verlegten nach Lofer am Steinernen Meer.“ Girg liegt mit seinen 50 Männern bei Lofer, die Scharfschützen unter dem früheren „Brandenburger“ Fallschirmjägeroffizier Untersturmführer Odo Willscher bei Bischofshofen, Fuckers Jagdverband „Mitte“ am Hochkönig und der hochausgezeichnete Sturmzugführer des SS-Fallschirmjäger-Bataillons 600 Obersturmführer Hubert Schürmann hat bei Altaussee mit seinen Fallschirmjägern Berghütten bezogen. Skorzenys kleine Führungsgruppe liegt in Annaberg. Nach Walter Girgs Erinnerung werden ab dem 15. April 1945 alle sich in den Bergen befindlichen Verbände Skorzenys unter der Bezeichnung Schutzkorps Alpenland geführt. Die Aufgabe besteht im Schutz der Alpenregion vor einem überraschenden sowjetischen Zugriff, wobei dem Gegner eine weitaus größere Stärke vorgespielt wird, als sie tatsächlich vorhanden ist. Die Funkverbindung sichert eine 70 Watt-Funkstelle, deren Deckname „Brieftaube“ lautet. Für drei Monate wird Verpflegung eingelagert, das Hauptnachschublager in Radstadt in den Tauern eingerichtet. Das Eindringen der Amerikaner in die Alpen macht den ursprünglichen Plan zunichte. Girg geht nicht in das Hochgebirge der Hohen Tatra. „Ich erhielt den neuen Auftrag, ein Gebiet in den Alpen zu besetzen, um den Ostgegner durch kleine Widerstandsgruppen mit Kleinkrieg nach Art der Tito-Banden zu bekämpfen. Dieses Gebiet war von den Westalliierten besetzt. Alle meine Männer gerieten in Gefangenschaft und wurden in alliierte Kriegsgefangenenlager abgeführt. Nachdem ich gefangen wurde, fanden die Amerikaner meine gesamte Ausrüstung und Vorräte.“ Otto Skorzeny beschreibt diese letzten Wochen: „Nach den Anweisungen des am Königssee liegenden Oberkommandos Süd hatte ich alle überlebenden und versprengten Soldaten meiner Einheiten in einem neuen Verband zusammengefaßt, der Alpenschutzkorps getauft wurde - von einem Armeekorps aber nicht mehr als den Namen besaß. Am 1. Mai 1945 erhielt ich den letzten Befehl vom Oberkommando Süd: ich sollte die Verteidigung der Südtiroler Pässe organisieren, damit sich die Truppen General Vietinghoffs – des Nachfolgers von Generalfeldmarschall Kesselring in Italien – zurückziehen könnten, und gleichzeitig sollte ich verhindern, daß die amerikanisch-britischen Truppen nach Österreich eindrängen. Aber es war zu spät. Unsere Italien-Armee hatte schon kapituliert, ohne daß sogar Generalfeldmarschall Kesselring benachrichtigt wurde. Die Offiziere des Alpenschutzkorps, die ich sofort an die italienische Grenze befohlen hatte, waren klug genug, bei Erkennen der Lage unverzüglich zu mir zurückzukehren. Als am 6. Mai Großadmiral Dönitz den Befehl erteilte, am 8. Mai 1945 um Mitternacht an allen Fronten die Waffen niederzulegen, zog ich mich mit meinen engsten Mitarbeitern in die Berge zurück, um abzuwarten. Meine Truppen befanden sich in kleine Einheiten aufgeteilt in den naheliegenden Tälern und warteten auf meine letzten Befehle.“[7]

Kommandeure

Entwicklung der Truppenstärke

  • Die Stärke des SS-Fallschirmjäger-Bataillons 500 von Mai bis Oktober 1944:
    • 25. Mai 1944: 1.000 Mann
    • 30. Juni 1944: 292 Mann
    • 1. Oktober 1944: 90 Mann
  • SS-Sturmbannführer Herbert Gilhofer (Oktober 1943 - April 1944)
  • SS-Hauptsturmführer Kurt Rybka (April 1944 - 26. Juni 1944)
  • SS-Hauptsturmführer Siegfried Milius (26. Juni 1944 - Mai 1945)
    • als Milius mit Teile des Bataillons zur SS-Kampfgruppe „Solar“ (geführt von Werner Hunke) des SS-Jagdverbandes „Mitte“ Anfang März 1945 abkommandiert wurde, übernahm bis Ende März/Anfang April SS-Obersturmführer Fritz Leifheit, der mit der stellvertretenden Führung des Stabes und der Reste des Bataillons beauftragt wurde.

Siehe auch

Literatur

  • Rolf Michaelis: Das SS-Fallschirmjäger-Bataillon 500/600, Dörfler, 2009, ISBN 978-3895555961
  • Rüdiger W. A. Franz: Kampfauftrag: „Bewährung“ – Das SS-Fallschirmjäger-Bataillon 500/600 1943-1944, Pour le Mérite Verlag, 2009, ISBN 978-3932381577
  • Siegfried Milius: Fallschirmjager der Waffen-SS im Bild, Deutsche Stimme Verlag, 2007, ISBN 978-3920677293
  • Rüdiger W. A. Franz: Das SS-Fallschirmjägerbataillon 500/600 und die Kämpfe im Baltikum, Band 2, Nation & Wissen Verlag; Auflage: Erstauflage (2014), ISBN 978-3944580036

Fußnoten

  1. Vom 26. April bis zum 7. Mai 1944 dauerte das Unternehmen „Maibaum“, bei dem starken Partisanenverbänden in der Majevica der Übergang über die Drina nach Serbien verwehrt werden sollte. Es kam zu schweren Gefechten, in deren Verlauf den Partisanen zwar die Überquerung der Drina verwehrt werden konnte, ihre Vernichtung gelang jedoch nicht. Das Unternehmen endete Mitte Mai 1944 mit schweren Verlusten für die kriminellen jugoslawischen Banden.
  2. Unternehmen „Margarethe“ war der deutsche Deckname für die Militäroperation zur Besetzung Ungarns während des Zweiten Weltkriegs, die am 19. März 1944 durchgeführt wurde. Ein geplantes „Unternehmen „Margarethe II““ zur Besetzung Rumäniens fand dagegen nicht statt.
  3. Zu diesem Zeitpunkt bestand die Einheit aus etwa 900 bis 1.000 Offizieren und Mannschaftsdienstgraden, von denen 634 eingesetzt wurden.
  4. Die meisten Quellen behaupten, nur eine verstärkte Kompanie SS-Fallschirmjäger von ca. 150 bis 200 Mann nahm am Unternehmen teil.
  5. Unternehmen „Sonnenwende“, auch bekannt als Unternehmen „Husarenritt“ oder die „Stargarder Panzerschlacht“, war eine deutsche Offensivoperation an der Ostfront in Pommern. Die Wehrmacht sah ursprünglich den Codenamen Husarenritt vor, aber die SS bestand auf dem Decknamen Sonnenwende. Ursprünglich als eine große Offensive geplant, wurde es schließlich als lokal begrenzter Angriff ausgeführt. Dieser wurde von der Roten Armee zurückgeschlagen, aber er hatte dazu beigetragen, den geplanten Angriff auf Berlin durch das sowjetische Oberkommando verschieben zu lassen. Ebenfalls erlaubte die Einbindung zahlreicher sowjetischer Truppen während des waghalsigen Unternehmens die Evakuierung großer Teile der Zivilbevölkerung während der Schlacht um Ostpommern, da diese Front kurzzeitig entlastet wurde.
  6. Terence O'Reilly: Hitler's Irishmen, Seite 245
  7. Hagen Berger: In Hitlers Auftrag hinter den feindlichen Linien. WALTER GIRG. Geheimeinsätze in der Uniform des Gegners – Ein Eichenlaubträger zwischen Skorzeny, CIA und BND, Verlag für Wehrwissenschaften, 2014, ISBN 978-3-9816037-1-2, Seiten 176–177