Reichsflugscheiben

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Phantasiedarstellung einer „Haunebu-Reichsflugscheibe“ in den Bergen

Unter dem Begriff „Reichsflugscheiben“ werden scheibenförmige Fluggeräte bezeichnet, die während des Zweiten Weltkriegs als Luftkampfwaffe von den Nationalsozialisten im Rahmen der Wunderwaffenprojekte entwickelt und gebaut worden sein sollen.

Zahlreiche, zumeist in esoterisch-okkultem Zusammenhang kursierende Spekulationen hinsichtlich der Reichsflugscheiben sind oft verknüpft mit einer angeblich bis heute fortbestehenden geheimen nationalsozialistischen Basis im zum Deutschen Reich gehörigen Neuschwabenland in der Antarktis, aber auch an anderen Örtlichkeiten.

Inhaltsverzeichnis

Fakten

Zeitungsberichte

Fest steht, daß die New York Times am 14. Dezember 1944 erstmals von Sichtungen unbekannter Flugobjekte der Deutschen berichtete. Unter der Schlagzeile Floating Mystery Ball Is New Nazi Air Weapon schrieb das Blatt, Piloten der amerikanischen Luftwaffe hätten über deutschem Gebiet schwebende siberfarbende Kugeln gesehen, die entweder einzeln oder in Schwärmen auftraten und manchmal fast durchsichtig erschienen.[1] Zwei Wochen später erschien an selber Stelle eine ähnliche Meldung, die von „Feuerbällen“, den sogenannten „Foofighters“, berichtete, die von den Deutschen in den Luftkampf geschickt worden seien und VS-amerikanische Flugzeuge „belästigten“.[2]

Von diesem Zeitpunkt an, selbst und insbesondere nach der Kapitulation der deutschen Wehrmacht, kam es immer häufiger zu ähnlichen Meldungen über geheimnisvolle Ghost Rockets, wie man die unbekannten Flugobjekte damals auch nannte.

Im März 1950 berichtete erstmals „Der Spiegel” über Flugscheiben und diverse weltweite UFO-Sichtungen.[3] Und am 6. Dezember 2004 nutzte die Boulevardzeitung „Bild” das Thema als Aufmacher der Druckausgabe und der Onlineausgabe.[4]

Bundesministerium für Verteidigung

Militärisches Lexikon über Flugscheiben

Laut dem von Mitarbeitern des Bundesministeriums für Verteidigung herausgegebenen Militärischen Taschenlexikons gab es offenbar tatsächlich im Jahre 1944 aus deutschen Entwicklungen hervorgegangene, funktionstüchtige kreisförmige Flugkörper mit einem Durchmesser von 44 Metern, die unkonventionelle Flugbewegungen ausführen und innerhalb weniger Minuten Geschwindigkeiten von 2.000 km/h und eine Höhe von 12.000 Metern erreichen konnten. Der Flugkörper besaß ein kugelförmiges Mittelstück, das die Besatzung aufnahm und um das herum ein auftriebsfördernder, flacher Ring zentrisch angeordnet war, welcher am Außenrand viele in ihrer Wirkungsrichtung verstellbare Düsen aufwies.[5]

Erklärungsversuche

Als gesichert kann betrachtet werden, daß die Deutschen, die ihren Feinden technisch um Jahre oder gar Jahrzehnte voraus waren, gegen Ende des Zweiten Weltkrieges Experimente mit Nurflüglern anstellten. Eventuell wurden in diesem Rahmen der runden Form angepaßte Nurflügler mit Propellerantrieb zu Versuchszwecken gebaut. Belegt ist die Existenz der Sack AS-6 von Arthur Sack, eines Flugzeugs mit kreisrunder Tragfläche, dessen Startversuche im Februar 1944 jedoch erfolglos blieben. Ein erbeutetes Nur-Flügel-Gerät der Flugzeugbauer Reimar und Walter Horten mit Düsenantrieb, die Horten H IX, befindet sich heute in einem US-Luftfahrtmuseum.

Flugscheiben des deutschen Erfinders Friedrich Jebens sollen trotz mehrerer Versuche nie geflogen sein.

Spekulationen

Insbesondere gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurden in Deutschland verschiedene Wunderwaffenprojekte vorangetrieben. Darunter soll sich auch die sogenannte Reichsflugscheibe befunden haben, ein untertassenförmiges Flug- und Raumfahrzeug, das angeblich auch spöttisch Reichssuppenschüssel genannt wurde.

Die Reichsflugscheiben sollen auf Basis von Technologien gebaut worden sein, die von der heutigen Wissenschaft nicht bzw. nicht offiziell anerkannt sind und auf erfolgreicher Bewältigung der Gravitationskraft basieren (vgl. Deutsche Physik, Freie Energie, Jewgeni Nikolajewitsch Podkletnow). Die angeblichen Flugleistungen dieser sogenannten Elektrogravitationsflugkreisel muten phantastisch an.

Das Projekt der Flugscheibe soll, derartigen Spekulationen zufolge, erfolgreich gewesen sein und essentielle Bedeutung bei folgenden Projekten gehabt haben:

Andere phantastische Spekulationen gehen noch weiter und fabulieren über die Raumfahrt mit einem zigarrenförmigen sogenannten „Andromeda-Gerät”, das mehrere Flugscheiben in seinen Frachträumen mit sich geführt habe und zu den über 60 Lichtjahre entfernten Aldebaranern aus dem Sternbild Stier, einer technisch überlegenen außerirdischen Rasse, gereist sein soll. Die technologischen Anstöße dazu sollen von ebenfalls dieser außerirdischen Spezies stammen, aber auch durch andere Sternensystembewohner unter Kontaktaufnahme zu den Deutschen zustande gekommen und weitervermittelt worden sein.

Vertreter

Der ehemalige Wiener SS-Mann Wilhelm Landig und Verwalter für Geheime Reichssachen hat in seiner „Thule”-Trilogie die Thematik der verschiedenen damals gebauten Flugscheiben angesprochen und in romanhafter Form veröffentlicht. Seine Schilderung erklärt jedenfalls das lange Warten der damaligen NS-Regierung auf die sogenannten „Wunderwaffen“ und erklärt zudem den schnellen Vorstoß VS-amerikanischer Truppen durch Thüringen in Richtung Prag, die in der sogenannten „Operation Paperclip” die Fertigung der Flugscheiben für die VSA sicherstellen sollten. Weder die Original-Konstruktionszeichnungen noch das gerade rechtzeitig ausgeflogene Fluggerät soll dabei in deren Hände gefallen sein.

Der Hitler-Verehrer Miguel Serrano glaubte bzw. behauptete zu seinen Lebzeiten, daß das Dritte Reich in der Arktis weiterbestehe. Er war lange Vorsitzender der „Nationalsozialistischen Partei Chiles“ und gilt als Vordenker des esoterischen Hitlerismus.

„Nazi-Ufos” finden sich auch in den von BRD-Behörden indizierten Schriften Jan van Helsings.

Der deutsch-kanadische Revisionist Ernst Zündel hat unter dem Pseudonym Christof Friedrich die beiden Bücher „Ufos: Nazi-Geheimwaffen?” und „Hitler am Südpol” verfaßt. Norbert Jürgen Ratthofer ist vor allem in Österreich bekannt. Mit seinem Buch „Lichtreiche auf Erden” vertritt er rechtsesoterisch-ufologische Thesen.

Ufo-Kurier

Der „Ufo-Kurier“, ein führendes Magazin der Ufo-Beobachter im deutschen Territorium wird zusammen mit patriotischer Literatur vertrieben. Der wichtigste Dachverband im deutschen Raum war die „Deutsche Ufo-/Ifo-Studiengesellschaft” (DUIST). Die DUIST war Mitglied der Hermann-Oberth-Gesellschaft. Hermann Oberth, der deutsche Raketenpionier, war Ehrenvorsitzender der DUIST.

Galerie

Siehe auch

Literatur

  • Karl Heinz Fuchs / Friedrich Wilhelm Kölper: Militärisches Taschenlexikon. Fachausdrücke der Bundeswehr. Athenaum Verlag, Bonn 1958 (Stichwort: Fliegende Scheibe)
  • Hans Altmann (Hg.): Eine deutsche Legende, 1999 (PDF-Datei)
  • J. A. Epp: Die Realität der Flugscheiben. 2002 ISBN 3-89539605-2
  • Gilbert Sternhoff: Die dritte Macht. Kopp-Verlag, ISBN 3-938516-17-8
  • Jürgenson, Johannes, Das Gegenteil ist wahr – Band 2 – UFOs und Flugscheiben als Waffen im Kampf um die globale Macht, Argo 2003, ISBN 3980820645 (PDF-Datei)
  • D. H. Haarmann
    • Geheime Wunderwaffen 1 – Zerrbild zwischen Täuschung und Tatsachen, Hugin 1983 (PDF)
    • Geheime Wunderwaffen 2 – Und sie fliegen doch!, Hugin 1983 (PDF)
    • Geheime Wunderwaffen 3 – Über den Krieg hinaus, Hugin 1985 (PDF|PDF)
  • Helmut Grimm: Die Flugscheiben des Deutschen Reichs im Endkampf – Wir sind nicht allein! (PDF-Datei)
  • Gernot L. Geise: Flugscheiben – Realität oder Mythos?, Michaels-Verlag, ISBN 3-89539-611-7
  • Nick Cook: The Hunt for Zero Point, Century/Random House, London 2001

Germar RudolfVon Reichsflugscheiben, Deutscher Physik und dem Perpetuum Mobile, in: VffG 5(4) (2001), S. 459-463 [HTML| PDF]

Verweise

Zeitungsberichte

Fußnoten

  1. Floating Mystery Ball Is New Nazi Air Weapon in: New York Times, 14. Dezember 1944. (Vorschau|PDF)
  2. Balls of Fire Stalk U.S. Fighters In Night Assaults Over Germany in: New York Times, 1. Januar 1945. (Vorschau|PDF)
  3. Spiegel.png  Umerziehungsliteratur: ArtikelSie fliegen aber doch, Der Spiegel, 13/1950, 30. März 1950, S. 33
  4. Bild, 6. Dezember 2004: Historiker enthüllen Hitlers geheime UFO-Pläne (Faksimile).
  5. Karl Heinz Fuchs / Friedrich Wilhelm Kölper: Militärisches Taschenlexikon. Fachausdrücke der Bundeswehr, Athenaum Verlag, Bonn 1958, Fliegende Scheibe
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