Baasner, Hans

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Hans Baasner

Hans Baasner (Lebensrune.png 1. November 1916 in Groß Orsichau bei Briesen, Westpreußen ; Todesrune.png 21. März 1983 in Lüdenscheid) war ein deutscher Offizier der Wehrmacht, zuletzt Hauptmann der Luftwaffe und Ritterkreuzträger des Zweiten Weltkrieges. Er diente als Flakoffizier, Beobachter, Aufklärungsflieger, Kampfflieger, Jagdflieger und Geschwadergruppenführer mit über 300 Feindflügen.

Werdegang

Staffelkäpitan Putzka (rechts) mit Offizieren der 3. (Fern-)Staffel/Aufklärungsgruppe 121 in Stalino im März 1943; im Hintergrund Ritterkreuzträger Hans Baasner.

Militär

Hans Baasner trat am 1. Oktober 1936 der III. Abteilung des Flak-Regiments 2 in Stettin der Luftwaffe bei. In der Folge durchlief er 1938/1939 die Offiziers-Ausbildung beim Flak-Lehr-Regiment in Greifswald und wurde im August 1939 zum Batterieführer in der II. Abteilung des Flak-Lehr-Regiments in Hamburg ernannt, am 1. Januar 1940 wurde das Rangdienstalter als Leutnant mit Wirkung vom 1. September 1939 festgelegt.

Zweiter Weltkrieg

Hans Baasner II.jpg

Mit Beginn des Krieges wurde er als Adjutant zum Scheinwerfer-Regiment 1 nach Ostfriesland versetzt, wo er sich später zu einer fliegerischen Verwendung meldete. Inzwischen in der III. Abteilung des Flak-Lehr-Regiments 2 wurde er am 15. März 1940 zur Ausbildung als Beobachter an die Aufklärungsschule 1 nach Großenhain kommandiert, wurde anschließend als Beobachter am 2. September 1940 in die Ergänzungsstaffel/Aufklärungsgruppe Ob.d.L. und am 25. Februar 1940 in die 3. Fernaufklärungs-Staffel der Aufklärungsgruppe 121 an den Kanal versetzt. Dort nahm er bis zum Frühjahr 1941 an über 60 Feindflügen mit der Ju 88 teil, wobei er wertvolle Luftbilder anfertigte.

Ab Juni 1941 kam er im Südabschnitt der Ostfront zum Einsatz (Do 17 P und F sowie He 111 H) und zeichnet sich dort im Bereich des IV. Fliegerkorps bei zum Teil Einzeleinsätzen der Flugzeugbesatzung gegen stärkste Erd- und Luftabwehr aus. Nach Beförderung zum Oberleutnant 1942 wurde er am 21. September 1942 als Hilfsoffizier zum Generalkommando des IV. Fliegerkorps kommandiert und am 21. Oktober 1942 vorübergehend als Ic zum Befehlshaber der Luftflotte 4, Generaloberst von Richthofen, versetzt. Nach Einsätzen in Frankreich, über England, beim Balkanfeldzug und beim Ostfeldzug wurde ihm im März 1943 als Flieger-Beobachter das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen.

Flugzeugführer

Ab 8. Mai 1943 erhielt er als Offizier z. b. V. Ob.d.L. (seit dem 1. Juni 1943) an der Flugzeugführerschule A/B 41 in Frankfurt/Oder und an der Flugzeugführerschule (C) 6 in Kolberg eine Ausbildung zum Flugzeugführer. Am 1. Oktober 1943 wurde er mit RDA vom 1. April 1943 zum Hauptmann befördert. Ab dem 10. November 1943 weilte er an der Blindflugschule 4 (BFS 4) in Kopenhagen, die aber schon am 15. Oktober 1943 in Flugzeugführerschule B 34 umbenannt wurde.

Baasner wechselte nachdem er ab dem 29. März 1944 zunächst in der IV. Gruppe/Kampfgeschwader 6 (ab 5. April 1944 in der 11. Staffel) auf Ju 88 und Ju 188 E-1 geschult wurde, am 2. Juni 1944 zum Geschwaderstab des Kampfgeschwaders 6, um dort als Ia-Offizier eingewiesen zu werden. Am 12. August 1944 erhielt er das Kommando über die III. Gruppe/Kampfgeschwader 6, die zu diesem Zeitpunkt zur Auffrischung in Ahlhorn lag und mit Ju 188 A-14 Angriffe gegen die Invasionsfront flog. Nachdem am 19. Oktober 1944 der Befehl zur Umgliederung als Jagdverband befohlen war, wurde Hauptmann Baasner in Breslau-Rosenborn als Jagdflieger auf Bf 109 G und K umgeschult. Die III. Gruppe/KG (J) 6 befand sich danach in Prag-Rusin und wurde spärlich auf Fw 190 A-8 umgerüstet.

Endkampf

Am 31. Januar 1945 erhielt die als „Schwanengruppe“ bezeichnete III. Gruppe die ersten Me 262-Strahljäger des Geschwaders. Aber die neuen Zulieferungen an Me 262 ließen auf sich warten und trafen erst im März 1945 ein. Auch Baasner wurde auf diesen Typ umgeschult. Hermann Hogeback hatte zu diesem Zeitpunkt bereits Flugverbot. Im 26. März 1945 verließ Baasner die III. Gruppe/Kampfgeschwader (J) 6 und übernahm die Führung der I. Gruppe/Kampfgeschwader (J) 54, die ebenfalls in Prag-Rusin lag und im Reich und im Protektorat Böhmen und Mähren im Rahmen der Reichsluftverteidigung eingesetzt wurde.

Kriegsgefangenschaft

Bei Kriegsende geriet er mit den Resten seiner Gruppe in Graz in Kriegsgefangenschaft, aus der er bereits am 24. August 1945 entlassen wurde.

Auszeichnungen (Auszug)