Berthold, Rudolf

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Hauptmann Rudolf Berthold, vaterländischer Märtyrer und Opfer eines roten Lynchmordes

Oskar Gustav Rudolf Berthold (Lebensrune.png 24. März 1891 in Ditterswind, Unterfranken; Todesrune.png 15. März 1920 in Harburg an der Elbe) war ein deutscher Offizier der Preußischen Armee und des Deutschen Heeres, zuletzt Hauptmann der Fliegertruppe, Jagdflieger und Ritter des Ordens „Pour le Mérite“ im Ersten Weltkrieg. Das Flieger-As war Sieger in 44 Luftkämpfen und nach dem Krieg Führer einer Freiformation. Nach der Kapitulation seines Freikorps im Zuge des konservativen Lüttwitz-Kapp-Aufstandes wurde er mißhandelt und meuchlings ermordet.

Leben

Berthold, Rudolf-Unterschrift.jpg
Ärmelbzeichen der Eisernen Schar Berthold
Rudolf Bertholds Flugzeug mit der Schwertbemalung

Militär

Der junge Soldat, der nach dem Abitur das Kadettenkorps besuchte und am 30. Januar 1910 als Leutnant dem Infanterie-Regiment „Graf Tauentzien von Wittenberg“ (3. Brandenburgisches) Nr. 20 der Preußischen Armee in Wittenberg zugewiesen wurde, hatte schon vor Beginn des Krieges alle Flugprüfungen bestanden.

Erster Weltkrieg

Mit der Fliegerabteilung 23 zieht er ins Feld, zeichnet sich zuerst aus, als er während der Marneschlacht dem Generalobersten von Bülow die gefährlich klaffende Lücke zwischen den Armeegruppen Bülow und Muck meldet, und erhält das Eiserne Kreuz I. Klasse. Bald darauf wird seine Maschine bei einem Aufklärungsflug abgeschossen, er selbst bleibt unverletzt. Jetzt beginnt die Reihe seiner Erfolge. Am 2. April 1916 wird Leutnant Berthold zum erster Male im Heeresbericht erwähnt. Nach fünf Luftsiegen stürzt er Anfang Mai im Kampf mit einem Engländer ab. Schwere Schädelverletzung, Gehirnerschütterung, Beckenverletzung, Nasenbeinbruch und Oberschenkelbruch liegen vor, aber Berthold lebt und lehnt es entrüstet ab, in die Heimat geschickt zu werden:

„Und wenn ich in die Maschine getragen werden soll, ich will wieder fliegen!“

Das Erkennungszeichen an seinem Flugzeug ist ein beidseitig aufgemaltes flammendes weißes Schwert. Am 9. Oktober 1916 holt Berthold den achten Gegner vom Himmel. Nach diesem Siege schmückt auch ihn der Pour le Mérite. Ein Jahr später sind es 28 Erfolge. Da muß auch er dem Schicksal seinen Tribut zahlen. Der Schuß eines Engländers zerschmettert ihm den rechten Oberarm, der seitdem gelähmt bleibt. Aber Berthold lernt im Lazarett mit der Linken zu schreiben:

„Dann kann ich auch mit der linken Hand den Steuerknüppel führen.“

Trotz ständiger Schmerzen in dem noch nicht ausgeheilten Arm startet und siegt Berthold weiter. Nach mörderischem Kampf fällt der 35. Gegner. Beim 44. Abschuß stürzt aus 4.500 m Höhe seine Maschine in die Tiefe und zerschellt auf dem Dach eines alleinstehenden Hauses. Aufs Schwerste verwundet, auch der Oberarm ist wieder gebrochen, wird Berthold aus den Trümmern herausgeholt, aber er lebt. Halbwegs geheilt, will er wieder an die Front, da ist jedoch der Krieg gegen das deutsche Kaiserreich bereits zu Ende.

Nachkriegszeit

Bertholds Aufruf vom April 1919 sucht das Feuer der nationalen Begeisterung erneut zu wecken. Mit 1200 Söhnen seiner Heimat bildete er die „Eiserne Schar „Berthold““, zog mit ihr ins Baltenland und versucht zu retten, was nicht mehr zu retten ist.

Bildergalerie

Tod

Vom Pöbel ermordet

Die Baltikumkämpfer kehren in die Heimat zurück. Man verlangt die Auflösung der Schar. Berthold weigert sich, bezieht Quartier in einer Harburger Schule und wird vom aufgepeitschten Spartakistenmob belagert. Kluge Verhandlungen folgen. Berthold setzt freien Abzug für seine Leute durch und verläßt am nächsten Morgen an ihrer Spitze die Schule. Da stürzt die Menge über ihn her; einer der besten Söhne des Volkes wird in bestialischer Weise erschlagen!

„Sie fielen über ihn her, er wehrte sich, er schlug um sich, ein Kolbenhieb auf seinen bloßen Kopf ließ ihn umsinken. Er zog mühsam den Säbel, den er noch umgeschnallt trug, doch wurde der ihm entrissen. Er, halben Leibes an einen Laternenpfahl gelehnt, kämpfte um den Orden. Man riß ihn herunter, sie trampelten ihm auf die Beine, sie zerrten ihm den Rock ab, sie brachen ihm den mehrfach zerschossenen Arm. Berthold entriß einem Matrosen die Pistole, schoß ihn nieder, sie stürzten sich auf ihn, ein Messer gleißte, zerschnitt ihm die Kehle. Langsam verröchelte er, einsam, kämpfend in den Tod getrampelt, seine Mörder teilten sein Geld.“

Ernst von Salomon, als Angehöriger des Freikorps „Berthold“ dabei gewesen, hat das Geschehen in seinem Buch „Die Geächteten“ (Teil 1 Die Versprengten, Kapitel Putsch) sehr plastisch beschrieben. Hier eine andere, kurze Zusammenfassung:

„Am 15. März brachen in Leipzig, Magdeburg, Chemnitz, Halle, Kiel, Frankfurt am Main, Straßfurt, Hettstett und Bitterfeld Kämpfe aus. Im Verlauf des 16. März verschlimmerte sich die Lage. Es kam bereits überall zu spontanen Unmutsausbrüchen,“(Anm.: von SPD-Anhängern u. Gewerkschaften gegen den Kapp-Putsch)„die unverzüglich von den Spartakisten ausgenützt wurden. In Heimfeld bei Harburg sperrten die Mannschaften des 9. Genieregiments ihre Offiziere ein und verteilten Waffen an die Demonstranten. Ein Freikorps aus ehemaligen Baltikumkämpfern unter Hauptmann Berthold, einem schwerinvaliden Kampfflieger mit 55 Abschüssen, wurde in eine Schule eingeschlossen.“ (Anm.: das Freikorps befand sich auf dem Bahntransport nach Hamburg, als der Zug unversehens Halt machte; so beschloß Berthold mit den Männern in besagter Schule zu übernachten) „Die meuternden Soldaten und die roten Milizen, unterstützt von mehreren tausend bewaffneten Demonstranten, griffen das Gebäude an. Die Freikorpsleute“ (Anm.: rd. 700 an der Zahl) „mußten sich ergeben, als sie ihre Munition verschossen hatten und mehrere von ihnen bereits gefallen waren.“(Anm.: ihr Gepäck war im Zug geblieben, u. man hatte der Schule das Wasser abgedreht) „Die Angreifer stürzten sich nun auf die Entwaffneten,von denen mehrere verwundet waren. Als sich Hauptmann Berthold weigerte, seine Achselstücke und den Pour le Mérite abzunehmen,(!) wurde er getötet. Sein Körper lag nackt und blutüberronnen in einem Rinnstein. Sein Kopf war abtrennt, seine Arme waren vom Körper gerissen und seine Beine zermalmt. Die Volksmeute tanzte um den geschändeten Leichnam.“[1]

Der Tag wurde bekannt als der Harburger Blutsonntag.

Grab

Auf seinem Grabstein auf dem Berliner Invalidenfriedhof standen die Worte:

„Geehrt vom Feinde — erschlagen von deutschen Brüdern.“

Sein Grabstein, eine bronzene Platte, verschwand nach 1945. Heute erinnert nur noch ein einfacher Stein an den gefallenen mutigen Kämpfer gegen den Kommunismus auf deutschen Straßen.

Das ehemalige Grab:

Auszeichnungen

Literatur

  • Ludwig F. Gengler: Kampfflieger Rudolf Berthold, Sieger in 44 Luftschlachten, Erschlagen im Bruderkampfe für Deutschlands Freiheit, Biographie seines Lebens 1914-1918
  • Alfred Becker: Fliegerhauptmann Rudolf Berthold, Mager-Verlag 1934
  • Thor Goote : ... unvergleichlicher Franke ... Bild eines deutschen Soldaten, Westermann (1935)

Verweise

Fußnoten

  1. aus: Dominik Venner, Ein deutscher Heldenkampf, Die Geschichte der Freikorps 1918 – 1923, „Söldner ohne Sold“, Arndt-Verlag, 1989
  2. Militär St. Heinrich Orden Königreich Sachsen, Frontflieger.
  3. Ritter des Ordens Pour le Mérite – Angehörige der Deutschen Fliegertruppe