Kapitalismus

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Kapitalismus ist eine Gesellschaftsform, die im Zuge der französischen Revolution aufkam. In Paarung mit der sogenannten Demokratie und dem damit verbundenen Ergebnis der Plutokratie hat sich der Kapitalismus als die Gesellschaftsform mit der größten Innovations-, aber auch mit der größten Zerstörungskraft erwiesen. Vorboten waren die Napoleonischen Kriege, die die europäische Ordnung zerstörten und die letztlich in zwei kapitalistischen Weltkriegen gegen das Deutsche Reich gipfelten, die zur Selbstvernichtung des Abendlandes führten.

Der Begriff Kapitalismus ist heutzutage jedoch eine gebräuchliche Phrase, um ganz allgemein marktwirtschaftliche Systeme generell abzuwerten. Grundlagen des Kapitalismus sind eine Eigentumsordnung, die die freie Verfügung über das Privateigentum schützt, und ein durch staatliche Ordnung gesichertes, gleichwohl von staatlichen Eingriffen weitgehend freies Wirtschaftssystem auf der Basis des Marktmechanismus und der Selbststeuerung durch Angebot und Nachfrage. Der Kapitalismus geht davon aus, daß der Staat durch Eingreifen in wirtschaftliche Prozesse wie z. B. Geld- und Preispolitik die Entwicklung zum allgemeinen Wohlstand behindert. Wobei allerdings auf John Maynard Keynes die Vorstellung zurückgeht, daß der Staat kurzfristig Schulden machen müsse, in einer Wirtschaftskrise und wenn die Wirtschaft wieder floriert, diese dann zurückzahlen könne. Dies wird auch als Deficit-Spending bezeichnet, das sogar im Dritten Reich erfolgreich stattgefunden haben soll.

Zu den Vertretern der freien Marktwirtschaft gehören unter anderem Friedrich August von Hayek und Ludwig von Mises. In diesem Zusammenhang ist auch der Engländer Adam Smith zu nennen, der von einer „unsichtbaren Hand“ sprach, die die Marktvorgänge „lenken“ würde.

Der Begriff wurde seit Mitte des 19. Jahrhunderts immer mehr zum Schlagwort für einen krankhaften Zustand der Volkswirtschaften, bei dem das Kapital nicht mehr dem Volksganzen und damit der Wirtschaft dient, sondern sich zum Herrn der Wirtschaft aufschwingt und auf internationaler Grundlage mit Hilfe von Großbanken, Börsen, Kapitalverschiebungen sowie die Währung beeinflussenden Finanzmanövern usw. auch die Politik zu beherrschen sucht (→ Hochfinanz). Seinerzeit kam das negativ besetzte Schlagwort vom Manchester-Kapitalismus auf. Andere Ausdrücke dafür sind der Laissez-Faire-Kapitalismus bzw. der Nachtwächterstaat, in dem sich der Staat höchstens noch um Aufgaben wie Armee, Polizei und Justizverwaltung kümmert. Wobei heute in den VSA bereits Gefängnisse privatisiert wurden und selbst Aufgaben der Armee in die Hände privater Unternehmen gelegt wurden, z. B. im Irak.

Demzufolge schrieb bereits Oswald Spengler in seinem Buch „Preußentum und Sozialismus“ zu der alles entscheidenden Frage:

„Wir wissen jetzt, was auf dem Spiele steht: nicht das deutsche Schicksal allein, sondern das Schicksal der gesamten Zivilisation. Es ist die entscheidende Frage nicht nur für Deutschland, sondern für die Welt, und sie muß in Deutschland für die Welt gelöst werden: Soll in Zukunft der Handel den Staat oder der Staat den Handel regieren?“

Für den Kommunismus wurde der Kapitalismus zum Feindbegriff schlechthin. Die marxistische Auffassung, die im Sinne des klassenkämpferischen Gegensatzes von Kapital und Arbeit unter dem Kapitalisten den Unternehmer als Eigentümer von Produktionsmitteln versteht, ist irrig. Denn es muß streng unterschieden werden zwischen dem Unternehmer oder Betriebsführer als demjenigen, der die Unternehmung leitet und den Betrieb betreut und demjenigen, der lediglich Kapital in einem Unternehmen angelegt hat und arbeitsloses Einkommen bezieht. Diesbezüglich ist das Schlagwort vom Shareholder Value, also eines anonymen Aktienbesitzers, aufgekommen, der keine persönliche Bindung mehr an ein Unternehmen besitzt, sondern nur den größtmöglichen Gewinn aus seinem Aktienbesitz zu erzielen beabsichtigt. Ein heutiger „Manager“ besitzt diese Bindung aber für gewöhnlich auch nicht. Von ihm ist der persönlich auch im Verlustfall haftende Unternehmer zu unterscheiden. Der Nationalsozialismus sieht im Kapitalismus die liberaler Weltanschauung zugehörige Wirtschaftsform. Er fordert die Abschaffung des arbeits- und mühelosen Einkommens, da es Pflicht eines Staatsbürgers sein müsse, geistig und körperlich zu schaffen.

Der Nationalsozialismus prangerte seinerzeit das Leihkapital an und wies darauf hin, daß auch der Unternehmer von diesem abhängig ist. Heute wird auch wieder verstärkt – seit dem Aufkommen der Finanzkrise ab 2007 – zwischen der Realwirtschaft, die wirkliche Werte schafft, und dem Leihkapital, das auf Finanzprodukten beruht, denen keine wirklichen Werte gegenüberstehen, unterschieden. In Preußen gab es anfänglich durchaus Widerstand dagegen, daß auch der Staat sich durch Anleihen vom Leihkapital abhängig machen sollte. Am Ende unterwarf sich aber auch Preußen diesem System. Adolf Hitler wies in seinen frühen Reden, Anfang der 20er Jahre, auch darauf hin, daß bei Kriegsbeginn ein deutscher Soldat nur sein Leben lassen durfte für sein Vaterland, jemand, der Kriegsanleihen zeichnete, diese aber noch verzinst bekommen sollte.

In diesem Sinne hat Heinrich Claß bereits vor dem Aufkommen des Nationalsozialismus darauf hingewiesen, daß ein organisch gewachsenes und seiner sozialen Verantwortung gerecht werdendes Unternehmen wie Krupp nicht verstaatlicht werden sollte. Den sozialistischen Parteien wurde ausdrücklich vorgeworfen, daß sie unter dem Schlagwort der „Schlotbarone“ das werteschaffende Kapital anprangern würden, nicht aber das Leihkapital. Was auch darauf zurückgeführt wurde, daß Juden das geistige Fundament besagter Parteien schufen und das Leihkapital sich ebenfalls in den Händen von Juden befindet. Deshalb ist der Nationalsozialismus davon ausgegangen, daß es keinen wirklichen Gegensatz zwischen Kapitalismus und Bolschewismus gegegeben hat. Dies sahen die Nationalsozialisten schließlich durch die Weltkriegskoalition bestätigt, die ihnen schlußendlich gegenüberstand.

Nach 1945 ist das Schlagwort der „Sozialen Marktwirtschaft“ aufgekommen, das wesentlich mit dem Politiker Ludwig Erhard und seinem geistigen Vordenker Alfred Müller-Armack verbunden war. Diese Form der Marktwirtschaft sollte das deutsche Volk für den Kapitalismus und gegen den Bolschewismus einnehmen, in dem die sozialen Mißstände, zu denen das freie Spiel der Kräfte führt, wenn man keinen sozialen Ausgleich durchführt, durch diesen behoben werden.

Michael Hüther behauptet heute aber z. B., daß es in der BRD nie eine Soziale Marktwitschaft gegegeben habe, sondern immer nur eine Freie Marktwirtschaft wie in den VSA und England, wodurch er allerdings einen wesentlichen Teil der Nachkriegsgeschichte verneint.

Siehe auch

Literatur

Verweise

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