Globalismus

Aus Metapedia

Wechseln zu: Navigation, Suche
Schema „Stützpfeiler des Globalismus“[1]

Der Begriff Globalismus umfaßt zunächst alle Ideen, Ziele, Bemühungen und Maßnahmen, die auf weltweit, also international, ausgerichtete Lösungen hinauslaufen. In spezifischer Bedeutung des Begriffs benennt Globalismus eine – als Ergebnis ökonomischer „Wissenschaft“ oder als bloße technische Notwendigkeit propagierte – gewollte Einebnung kultureller Besonderheiten.

Inhaltsverzeichnis

Globalismus als NWO-Strategie

Diese interessengeleitet in Umlauf gebrachten Vorstellungen sind durchweg ideologisch; das heißt, sie verdecken aktiv ihre interessengeleitete Natur (und sind weder als wissenschaftlich anzusehen noch als technisch alternativlos). Globalismus äußert sich in seiner autoaggressiven Extremform als radikaler Antinationalismus; denn er figuriert als Gegensatz nicht allein zum traditionellen Nationalismus und Patriotismus, sondern bekämpft, schädigt und zerstört jegliches Nationalbewußtsein, jede nationale Selbstachtung und jeden nicht den Kategorien von Markt und Reklame unterworfenen kulturellen Impuls.

In seiner spätmodernen Irrsinnsform bedeutet Globalismus: die totale Auflösung aller Ebenen der menschlichen Identität und die Umformung jedes Einzelnen zu einem gesichts-, geschlechts- und wurzellosen Konsum- und Arbeitssklaven. Kurzgefaßt ist der Globalismus ein Hauptstrang der Ideologie der Neuen Weltordnung. Er spiegelt sich in politischen Forderungen, in scheinprivaten institutionellen Organisationsformen (→ NGO) und in zahlreichen apologetischen Veröffentlichungen einer konzernabhängigen Lügenpresse wider.

Die Brechstange des Utopismus

Der tagespolitische Globalismus, mit seinen „abgegebenen“ Regierungskompetenzen und mit seiner Wirtschaftsgesetzgebung ausschließlich im Interesse global operierender Konzerne, beruft sich zu seiner Rechtfertigung auf alte philosophische und staatsphilosophische Überlegungen, die sich bis zur Aufklärungsphilosophie Immanuel Kants und weiter bis zu Platon und Aristoteles zurückverfolgen lassen. Aristoteles hat eine (verlorengegangene) Sammlung von Stadtverfassungen veröffentlicht, also echte Vielfalt dokumentiert und analysiert, er hat zugleich aber auch Zyklen des Politischen als universelles Modell der Abfolge von Herrschaftsformen geschildert. Die gesamte abendländische Denktradition hat immer wieder über eine globale Lösung des Problems nachgedacht, Weltfrieden und eine humane menschengemäße Gesellschaft zu schaffen.

Das Individuum kann nicht alles und jedes leisten, es muß auch getragen sein von Systemstrukturen, die nicht einfach nur Bändigung, In-Schach-Halten, Reglementierung, Niederdrückung, Zurechtweisung und Mundtotmachung sind, sondern die Freiheitsgarantien setzen. Es geht der Staats- und Rechtsphilosophie dabei um die Grundfrage, ob Menschen überhaupt frei sein können, ohne in ewigen Krieg zu fallen. Kants Schrift „Zum ewigen Frieden“ zeigt diesen Optimismus der Freiheitsfähigkeit, den – von Thomas Hobbes bis Friedrich Nietzsche – andere herausragende Denker strikt zurückweisen im Rahmen ihrer pessimistischen Anthropologie, die ein freies Raubtier Mensch als notwendig raubendes und kriegerisches Wesen sehen (und Menschen insgesamt als nur oberflächlich vom animalischen Drang entwöhnte Lebewesen).

Jeder humanistische Universalismus benötigt jedoch einen kulturellen Träger. Einfach allen zu sagen, ihr seid jetzt universellen Gesetzen unterworfen und ihr braucht deshalb auch keine nationale Regierung, liquidiert jeden möglichen kulturellen Träger gesunder Ideen – folglich ist Globalismus eine kulturvernichtende, krebsförmig wuchernde und lebenswidrige Ideologie.

In der Moderne griffen überstaatliche und staatliche Mächte solche universellen Gedanken und Konzepte auf, um ihren interessegeleiteten politischen Zielen näherzukommen. Entsprechend lancierte man ähnliche Gedanken als Forderung nach einer neuen Weltordnung – zur angeblich möglichen Sicherung des globalen Friedens und der „Menschenrechte“ – und brachte sie in polit-strategische und kulturell-rechtliche Konzepte ein. Ein wichtiges praktisches Ergebnis auf institutioneller Ebene sind die Vereinten Nationen, welche jedoch vorrangig bestimmten Staaten und überstaatlichen Mächten dienen.

Ziele

Die globalistische Ideologie hat über inzwischen vergangene lange Zeiträume die Vision der einen Welt entwickelt, mit

  • einem Weltmarkt
  • einer Weltwährung
  • einer Weltgesellschaft, Weltzivilisation und einer Weltethik
  • einer Weltelite
  • einem Weltstaat und einer Weltregierung („global governance“)
  • einer Weltpolizei
  • einer Weltrechtsprechung

Teil des Globalismus sind auch Bestrebungen, die Schranke zwischen staatlichem Handeln und dem Tun konzernförmiger Akteure in der öffentlichen Wahrnehmung zu verwischen sowie in der Bevölkerung die Idee zu verankern, ökonomisches Handeln sei aus sich selbst immer gerechtfertigt (bedürfe keiner politischen Einfassung) und multinationale Großfirmen seien letztlich die „besseren“ Staaten.

Abgrenzung

Vom Globalismus unterscheiden sich drei weitere Grundbegriffe, die einen unmittelbaren Zusammenhang bilden und sich entsprechend gegenseitig bedingen: Globalisierung, Globalität und Globalisten. Dabei bedeutet

  • Globalismus die Ideologie,
  • Globalisierung den Prozeß,
  • Globalität den Zustand und
  • Globalisten den Träger.

Globalisierung beschreibt im Grunde den Prozeß der weltweiten Veränderung der Wirtschaftsformen seit den Anfängen des Welthandels und der Industrialisierung. Der Schwerpunkt dieser Veränderungen wird deutlich an der inzwischen erreichten Qualität sowie der Geschwindigkeit des Prozeßverlaufs in den letzten 50 Jahren.

Im Globalisierungsprozeß zeigt sich der Neoliberalismus und seine unausgesprochene Zielsetzung, eine Weltmarktherrschaft monopolistisch zu errichten. Ehemals souveräne Staaten sollen wie Unternehmen geführt werden, somit rein materialistische Produktionserfordernisse das menschliche Handeln auf der Welt bestimmen, und es sollen der Wille bzw. das Streben gewachsener Völker verdrängt oder ganz ersetzt werden.

In immer wiederholten Propagandaschleifen wird in den Systemmedien die Natürlichkeit, die Notwendigkeit und der unbezweifelbare Modernisierungscharakter der Globalismusbestrebungen hervorgehoben. Diese Beschwörungen ähneln in auffälliger Weise der kommunistischen Ideologie, die seit ihrer grundlegenden Formulierung durch den Juden Karl Marx den Sozialismus als wissenschaftlich begründeten Ablauf, sein Voranschreiten als historisch notwendig, zwangsläufig und „gesetzmäßig“ propagierte.

Wäre Globalismus keine Ideologie, dann müßten die betreffenden Parolen nicht unentwegt eingeschärft und jede Widerrede dagegen ins Pathologische und sittlich Wertlose gesetzt werden. Es ist jedoch schwer vorstellbar, daß die Auffassung, Traditionen seien per se etwas Falsches, Schlechtes und Abzuschaffendes (weil Großkonzerne „die besseren Lösungen“ haben), sich tatsächlich durchsetzen wird. Wer heute lebt, hat vielmehr ein geschärftes Gehör für Marketing-Floskeln und sieht auch, was für ein läppischer, verhäßlichter Design-Kram an die Stelle tritt, wo es einmal echte europäische Kunst und Architektur gab. Dieses planvolle Wegwerfen des Wertvollen (zugunsten des Minderwertigen, das überall zur Norm erhoben wird) kann sich als Vorlage für einen „Aufstand der Kulturen“ erweisen.[2]

Zitate

  • „In allen Varianten ist der Globalismus eine Waffe gegen Europa, gegen seine Identität, seine Stellung in der Welt, seine wirtschaftliche Unabhängigkeit. Der Globalismus ist der Ausdruck der Tagträume vom ‚Ende der Geschichte‘. Seine Beweihräucherer vergöttlichen [...] die Migrationsströme nach Europa, die Globalisierung der Finanznetzwerke usw. und merken dabei nicht, daß die Realitäten der Völker, der Stämme und der althergebrachten religiösen Überlieferungen immer stärker sein werden.“Guillaume Faye (2006)[3]
  • „Wir sind im Krieg! Ein Krieg auf Leben und Tod: der Krieg der Globalisten gegen die Völker, der Krieg  der Willkür gegen das Recht, der Krieg des Nomadismus gegen die Verwurzelung, der Krieg des Goldes und der Handelsobjekte gegen das Blut und den Boden, der Krieg des Gleichheitswahnes, der Vermischung und der Auflösung gegen den Willen zur Rasse, zur Kultur und zur Höherentwicklung. Der gleiche Krieg hat vor mehr als 2000 Jahren zwischen Athen und Jerusalem begonnen und hat seitdem nie aufgehört. Der Feind beschwört heute die finale Schlacht herauf. Dieser Krieg zwischen US-Jerusalem, mit unvorstellbaren Mitteln und Waffen ausgerüstet und Athen, das seelisch und geistig  die gesamte weiße Welt unfaßt, kommt in seine entscheidende Phase.“Pierre Krebs (2012)[4]
  • „Wir müssen gegen den Nationalismus kämpfen, wir haben die Pflicht, den Populisten nicht zu folgen, sondern ihnen den Weg zu blockieren. [...] Die Grenzen sind die schlimmste Erfindung, die Politiker je gemacht haben.“Jean-Claude Juncker als EU-Kommissionschef beim Europäischen Forum Alpbach in Österreich, August 2016[5]
  • „Stell dir vor, es ist Krieg, und keiner sieht hin. Diese bigotte Technik des Verdrängens hat – seit der Beteiligung Deutschlands am völkerrechtswidrigen Krieg gegen Jugoslawien – Hochkonjunktur. Deutschland spielt in der NATO seit 1999 eine aktive Rolle, wenn es darum geht, die imperialen Ziele der USA global umzusetzen.“Ken Jebsen[6]
  • „Amerikas Streben nach Vorherrschaft sieht die Destabilisierung und Zerstörung von Ländern durch kriegerische Akte, verdeckte Operationen zur Unterstützung terroristischer Operationen, Regimewechsel und wirtschaftliche Kriegsführung vor. Letzteres schließt die Durchsetzung verheerender makroökonomischer Reformen in hochverschuldeten Ländern sowie die Manipulation der Finanzmärkte, den künstlich herbeigeführten Zusammenbruch bestimmter Währungen, die Privatisierung von Staatseigentum, die Durchsetzung von Wirtschaftssanktionen sowie das Auslösen und die Verstärkung von Inflation und Schwarzmärkten ein. Gerade die wirtschaftlichen Dimensionen dieser militärischen Agenda müssen genau verstanden werden. Krieg und Globalisierung stehen in einem engen inhaltlichen Zusammenhang. Die militärischen und geheimdienstlichen Operationen werden parallel zu einem Prozess der wirtschaftlichen und politischen Destabilisierung der ins Visier geratenen Länder in allen größeren Weltregionen durchgeführt. [...] Zur Schwächung und dem allmählichen Verschwinden des Prinzips der nationalen Souveränität hat auch die Gründung der Welthandelsorganisation (WTO) 1995 beigetragen. Die allgemeine Entwicklung ging in Richtung weltweiter ›Freihandelsabkommen‹ wie TTIP und TPP, die, sollten sie tatsächlich verabschiedet werden, staatliche Politik im Kern völlig in die Hände international agierender Großkonzerne verlagern würden.“Michel Chossudovsky[7]

Siehe auch

Filmbeiträge

Das Ende der deutschen Wirtschaft (YouTube-Kanal: Alexander Benesch)

Literatur

Verweise

Fußnoten

  1. Quelle: Edmund Sawall: Der Globalismus und die Zukunft der Nationalstaatlichkeit, in: Gesellschaft für freie Publizistik (Hg.): Deutschland wird leben, 2001, ISBN 39800541150, S. 84–105
  2. Vgl. das gleichnamige Buch von Alain de Benoist
  3. Guillaume Faye: Wofür wir kämpfen. Manifest des europäischen Widerstandes. Das metapolitische Hand- und Wörterbuch der kulturellen Revolution zur Neugeburt Europas. Veröffentlichungen des Thule-Seminars e.V.: Reihe Thule-Polemos; Bd. 2. [Kassel]: Ahnenrad der Moderne 2006, ISBN 3-935562-10-1, S. 142
  4. Der Aufbruch der Ethno-Sozialisten, Vortrag bei der Europäischen Aktion, 2. Dezember 2012
  5. Manfred Kleber: Juncker: „Grenzen sind die schlimmste Erfindung“, Berlin Journal, 22. August 2016
  6. Ken Jebsen in seiner Einleitung zu einem Telefon-Interview mit Willy Wimmer: KenFM am Telefon: Willy Wimmer über die Wiedereinführung deutscher Grenzkontrollen, YouTube (Kanal: wwwKenFMde), 13. September 2015
  7. Michel Chossudovsky: Neoliberalismus und die Globalisierung des Krieges – Amerikas Streben nach Vorherrschaft, Kopp Online, 20. Juni 2016
Meine Werkzeuge
In anderen Sprachen