Christianisierung

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Unter Christianisierung versteht man die in der Regel gewaltsame Einführung des Christentums vor allem in Europa.

Im 8. Jahrhundert führte Karl der Große umfangreiche Kriege zur Christianisierung des germanischen Siedlungsraumes durch und setzte damit die großenteils unter Anwendung von militärischer Gewalt durchgeführten Bekehrungsmaßnahmen von Missionaren wie z. B. Bonifatius fort. Zu diesem Zweck legte die römisch-katholische Kirche ihre hohen Feiertage auf hohe, ursprünglich traditionell naturreligiös motivierte Festtage der Germanen, um den vorchristlichen Artglauben zu zerstören. Während der Sachsenkriege unterwarf Karl der Große die Sachsen und ließ im Jahr 780 eine den Sachsen hochheilige Irminsulsäule bei der Eresburg in Westfalen (in der Nähe der heutigen Orte Stadtberge, Marsberg und Eresberg) zerstören, womit der traditionelle Germanenglaube gebrochen werden sollte.[1]

Als christianisiert galt ein Raum dann, wenn die Tributpflicht gegenüber dem Erzbischof wirksam durchgesetzt war. Hinter diese fiskalische Tatsache treten alle Glaubensfestlegungen weit zurück, weil das Ritual auf Latein durchgeführt wurde, Schriftlichkeit im Frühmittelalter kaum verbreitet war und die eigenständige Lektüre von Bibeltexten von der Katholischen Kirche verboten wurde. Der Verlauf der Christianisierung läßt sich – neben den urkundlichen Quellen – auch archäologisch gut beschreiben, da die Christen in ihrem Einflußgebiet die Feuerbestattung abschafften und die (hygienisch bedenkliche) Erdbestattung einführten.

Adolf Hitler über die Christianisierung

Die Christianisierung der Germanen brachte eine grundlegende Änderung in dem völkischen Leben der deutschen Stämme. Adolf Hitler führte auf dem Reichsparteitag 1935 über die Bedeutung der Christianisierung für die weitere Entwicklung des deutschen Volkes aus:

„Ohne den Blick auf die antiken Staaten des Altertums und ohne die weltanschauliche Hilfe des Christentums würden keine germanischen Staatenbildungen zu jener Zeit denkbar gewesen sein. Das Schicksal Europas aber und der übrigen Welt wäre, soweit es sich um die weiße Rasse handelt, dann nicht ausdenkbar und heute jedenfalls nicht vorzustellen.


Gegenüber den ausschließlich divergierenden Tendenzen der einzelnen Stämme bot sich im Christentum die erste bewußt empfundene und betonte Gemeinsamkeit. Es gab damit eine mögliche religiös-weltanschauliche Basis ab für den Aufbau einer Staatsorganisation, die stammesmäßig nicht einheitlichen Charakters war und sein konnte. Dieser Weg war aber geschichtlich notwendig, wenn überhaupt aus den zahllosen deutschen Stämmen am Ende doch ein Deutsches Volk kommen mußte. Denn erst auf dieser, wenn auch zunächst nur religiös und staatlich geschaffenen Plattform konnte im Laufe vieler Jahrhunderte die Abschleifung und Überwindung der ausschließlichen Stammeseigenarten erfolgen zugunsten gefundener, wenn auch blutmäßig ursächlich vorhandener Elemente einer gemeinsamen Herkunft und damit einer inneren Zusammengehörigkeit. So wie aber jede Geburt mit Schmerzen verbunden ist, so ist auch die Geburt von Völkern nicht schmerzlos.
Wer will die Geschichte anklagen, daß sie einen Weg ging, den die Vorsehung nicht besser wählen konnte, um am Ende das von uns Anklägern selbst erwünschte Ergebnis zu fordern und zu erreichen. Es war daher in dieser Periode der deutschen Volkwerdung der Gegensatz zwischen Staatsidee, Staatsziel und Volkstum damals ein zwangsläufiger, bedauerlich, aber notwendig, solange nicht das Volkstum aus der unbewußten Beengung der Stämme hinauswuchs und überging in die erst langsam empfundene und endlich als notwendig und natürlich erkannte Ebene der Nation. Die Männer aber, die in diesem Prozeß geschichtliche Vollstrecker waren, handelten im Auftrag einer Vorsehung, die wollte, daß wir Deutsche zu einem Volk wurden.
Zwei Erscheinungen erheben sich hier heraus zur Höhe unumstößlicher Tatsachen: 1. das Christentum bot dieser ersten germanischen Staatenbildung, d. h. dieser ersten Zusammenfassung aller deutschen Stämme zu einer höheren Einheit, das weltanschaulich religiöse und damit moralische Ideengut. Es stürzte, was fiel, weil es fallen mußte, wenn unser Volk aus den Wirrnissen jener kleinen Stammesexistenzen zur Klarheit und Kraft einer größeren staatlichen und damit volklichen Einheit emporsteigen wollte. 2. Das von der antiken Staatsidee her inspirierte Königtum als Ablösung des früheren Herzogswesens führte zu einer tauglicheren Organisation, und vor allem zur stabilen Erhaltung des Geschaffenen.
Duch viele Jahrhunderte fand auf der Ebene dieser beiden Erscheinungen die staatliche, d. h. äußerlich organisatorische Zusammenfassung der deutschen Stämme statt. Unzählig sind die Opfer, die dieser Prozeß erforderte, tragisch das Schicksal zahlreicher dabei Gestürzter und Gefallener. Wie groß aber auch die Irrungen und Wirrungen in diesen Zeiten gewesen sein mögen, in diesem Pendelschlag und Wellenspiel der Jahrhunderte vollzog sich dennoch unter schmerzvollen Wehen die Geburt der Deutschen Nation.“[2]

Das Urteil Friedrich Nietzsches

Der deutsche Philosoph Friedrich Nietzsche, Verfasser des Werkes „Der Antichrist“ (1888), resümiert zur Christianisierung:

„Aber wie sah hinterdrein ein solcher ‚verbesserter‘, ins Kloster verführter Germane aus? Wie eine Karikatur des Menschen, wie eine Mißgeburt: er war zum ‚Sünder‘ geworden, er stak im Käfig, man hatte ihn zwischen lauter schreckliche Begriffe eingesperrt … Da lag er nun, krank, kümmerlich, gegen sich selbst böswillig; voller Haß gegen die Antriebe zum Leben, voller Verdacht gegen alles, was noch stark und glücklich war. Kurz, ein ‚Christ‘. (…) Das verstand die Kirche: sie verdarb den Menschen, sie schwächte ihn – aber sie nahm in Anspruch, ihn ‚verbessert‘ zu haben...“[3]

Eine jüdische Stimme zu den Wirkungen

Zu Auswirkungen der Christanisierung schrieb 1928 der Verfasser jüdischen Schrifttums Marcus Eli Ravage:[4]

„Unsere Stammes-Sitten wurden der Kern Eures Sitten-Gesetzes. Unsere Stammes-Gesetze lieferten das Material für die Fundamente all Eurer erhabenen Verfassungen und Rechtssysteme. Unsere Legenden und Volkssagen sind die heiligen Botschaften, die Ihr Euren lauschenden Kindern mit geheimnisvoller Stimme leise zuflüstert. Eure Gesang- und Gebetbücher sind mit den Werken unserer Dichter angefüllt. Unsere Nationalgeschichte ist ein unentbehrlicher Teil des Unterrichts geworden, den Eure Pfarrer, Priester und Lehrer erteilen. Unsere Könige, unsere Propheten und unsere Krieger sind Eure Heldengestalten. Unser früheres Ländchen wurde Euer Heiliges Land. Unsere nationale Literatur ist Eure Heilige Bibel. Was unser Volk dachte und lehrte, wurde unlöslich verwoben in Eure eigene Sprache und Tradition, so daß keiner unter Euch als gebildet gelten kann, der nicht mit unserem volkseigenen Erbgut vertraut ist.
Jüdische Handwerksleute und Fischer sind Eure Lehrer und Heiligen, deren Bild in zahllosen Statuen verewigt wurde und zu deren Angedenken unzählige Kathedralen errichtet wurden. Ein jüdisches Mädel ist Eurer Ideal der Mutterschaft und des Frauentums. Ein jüdischer Rebellen-Prophet ist der Mittelpunkt Eurer Gottesverehrung. Wir haben Eure Götzen niedergeworfen, Euer rassisches Erbe beiseitegedrängt und dafür unseren Gott und unsere Tradition untergeschoben. Keine Eroberung in der Weltgeschichte läßt sich auch nur im entferntesten mit der ganzen Arbeit vergleichen, die wir leisteten, da wir Euch uns untertan machten.“

Siehe auch

Literatur

  • Hans Dennhöfer / Karl Koch: Geschichte der Christianisierung Deutschlands, 1934
  • Hanns Rückert: Die Christianisierung der Germanen. Ein Beitrag zu ihrem Verständnis und ihrer Beurteilung, 1934
  • Arno Mulot: Frühdeutsches Christentum. Die Christianisierung Deutschlands im Spiegel der Ältesten deutschen Dichtung, 1935
  • Irmgard Michelsen: Tausend Jahre Seelenmord, 2., überarb. Aufl., Heft 6 Schriftenreihe der Artgemeinschaft e.V.
  • Klaus Bemmann: Die Religion der Germanen. Die Religion der Deutschen, bevor sie Christen wurden, Phaidon-Verlag, Essen 1998, ISBN 3888510945
  • Karlheinz Deschner:
    • Kriminalgeschichte des Christentums, Band 4: Frühmittelalter. Von König Chlodwig I. (um 500) bis zum Tode Karls „des Großen“ (814). Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1994, ISBN 3498013009
    • Kriminalgeschichte des Christentums, Band 5: Das 9. und 10. Jahrhundert. Von Ludwig dem Frommen (814) bis zum Tode Ottos III. (1002). Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1997. ISBN 3498013041
    • Der gefälschte Glaube. Eine kritische Betrachtung kirchlicher Lehren und ihrer historischen Hintergründe. Knesebeck & Schuler, München 1988, ISBN 3-453-01231-3; unveränderte Neuauflage zum 80. Geburtstag: Knesebeck, München 2004, ISBN 3-89660-228-4
  • Catherine Nixey: Heiliger Zorn: Wie die frühen Christen die Antike zerstörten, Deutsche Verlags-Anstalt, 2019, ISBN 978-3421047755 [400 S.] – linkskonforme Sicht, Die christliche Zerstörung der klassischen Welt (Buchbesprechung)

Verweise

Fußnoten

  1. Ausführlich Konrad Fichtel: Roms Kreuzzüge gegen Germanien. 1200 Jahre Grausamkeiten, Ausplünderung und Überfremdung. Grabert-Verlag, Tübingen 2004, ISBN 3878472099, S. 248 ff.; zur Irminsul [1]
  2. Dr. Paul Blankenburg / Max Dreyer: Nationalsozialistischer Wirtschaftsaufbau und seine Grundlagen, Deutscher Verlag für Politik und Wirtschaft, Berlin, 2. Auflage 1936, S. 11
  3. Friedrich Nietzsche: Götzen-Dämmerung (1888), Kap. Die „Verbesserer“ der Menschheit, Nr. 2 (Auslassung ohne Klammern sowie Kursivsetzung im Original)
  4. Volltext siehe Ein tatsächlicher Anklagefall gegen die Juden