Adolf Hitler über das Christentum

Aus Metapedia
Wechseln zu: Navigation, Suche

Der nachfolgende Quellentext ist eine Zusammenstellung privater Äußerungen des Führers Adolf Hitler über Christentum und Kirche aus den Jahren 1941/42. Er wurde – unter Beiseitelassung aller im Weltnetz kursierenden Kompilationen und Zitate – für Metapedia anhand der Überlieferung von Henry Picker in dessen Werk „Hitlers Tischgespräche“ besorgt. Das Quellendokument enthält in annähernder Vollständigkeit die wesentlichen Aussagen und Stellen zu den erwähnten Gesprächsgegenständen.

Vorbemerkung

Thema

Katholisch getauft und aufgewachsen, äußerte sich Adolf Hitler in den Anfangsjahren der nationalsozialistischen Bewegung, d. h. seit 1920, noch freundlich über das Christentum und bekannte sich zu ihm. In diesem Sinn erhielt das 25-Punkte-Programm der NSDAP in Punkt 24 den Programmsatz: „Die Partei als solche vertritt den Standpunkt eines positiven Christentums, ohne sich konfessionell an ein bestimmtes Bekenntnis zu binden.“

Im Verlaufe seines Lebens wandte sich Hitler, zu einem Teil noch verstärkt durch politische Einsichten und Erfahrungen, von dieser Religion und ihren Kirchen ab. Zur Exkommunikation, die Hitler nach eigenem Bekunden ohne weiteres in Kauf genommen hätte, kam es nicht, gleichfalls nicht zum Kirchenaustritt.

Quelle

Die nachfolgenden Zitate entstammen einzig dem Werk „Hitlers Tischgespräche“. Hierin hat der Jurist Henry Picker private Äußerungen Adolf Hitlers vereint, die dieser in der Zeit vom 21. Juli 1941 bis zum 11. März 1942 getätigt hatte, und sie nach dem Zweiten Weltkrieg (1951) in Buchform herausgebracht.[1] Gesprächsgegenstände waren unter vielen anderen Religionsfragen, das Christentum, die Kirchen und das mit der katholischen Kirche 1933 abgeschlossene Reichskonkordat. Picker zog den Text aus den Originalstenogrammen des Ministerialrats Heinrich Heim, des Adjutanten Martin Bormanns.

Von März bis Juli 1942 hatte Picker eine Stellung als juristischer Mitarbeiter Hitlers im Führerhauptquartier; bei Verhinderung Heims war ihm die Protokollierung übertragen. Es handelt sich bei den „Tischgesprächen“ jedoch um eine Auswahl aus Heims Notaten. Anspruch auf Vollständigkeit erheben die Aufzeichnungen Heinrich Heims selbst, die von Werner Jochmann 1980 in deutscher Sprache herausgegeben wurden: „Adolf Hitler – Monologe im Führerhauptquartier 1941–1944“. Von Heinrich Heim mitgeteilte Aussagen Hitlers betreffen – anders als bei Picker – noch zusätzlich die Zeitspanne vom 13. Juni 1943 bis zum 30. November 1944, welche aber nur 16 Buchseiten ausmachen.

Pickers Zusammenstellung erlaubt nach Einschätzung des Historikers David Irving einen glaubhaften Einblick in private Ansichten Hitlers in diesem Zeitraum.[2] Bemängelt wurden vom Herausgeber der Notate Heims aber auch „Fehler und Flüchtigkeiten“ Pickers.[3]

Formales

Die Datumsschreibweise entspricht der Vorlage.

Quelle
Folgender Text ist eine Quellenwiedergabe. Unter Umständen können Rechtschreibfehler korrigiert oder kleinere inhaltliche Fehler kommentiert worden sein. Der Ursprung des Textes ist als Quellennachweis angegeben.

Adolf Hitler über Christentum und Kirche (Auszug aus „Hitlers Tischgespräche“ 1941–42)

7. VI. 1942 abends

Adolf Hitler (1889–1945)

(…) Er sei ehrlich genug, zuzugestehen, daß auch er drauf und dran gewesen sei, in kirchlichen Dingen Ordnung zu schaffen. Er habe nämlich versucht, durch Einsetzung eines Reichsbischofs die unklaren Verhältnisse der evangelischen Kirche zu bereinigen. Gerade der Blick auf Spanien lasse ihn heute aber froh sein, daß seine Bemühungen vergeblich gewesen seien und die Vorsehung damit wieder einmal einen seiner Fehler habe mißlingen lassen. Denn wer garantiere, daß nicht der Reichsbischof irgendwann mit dem Papst auf Deutschlands Kosten „Schmuli“ getrunken hätte?!

Wie geschickt es die Kirche, insbesondere die katholische Kirche, verstehe, sich beim Träger der politischen Macht ein harmloses Ansehen zu geben und sich einzuschmeicheln, das habe er beim ersten Besuch des Bischofs Bertram nach der Machtübernahme erlebt. Bertram habe in seiner Ansprache in so feierlicher Weise demütige Grüße der Kirche überbracht, daß man, wenn man es nicht am eigenen Leibe erfahren hätte, hätte glauben können, es sei nie ein Nationalsozialist seiner Überzeugung wegen von der Kirche ausgeschlossen, verfolgt oder in seiner Totenruhe beeinträchtigt worden.

Mit solch einem demütigen Getue habe sich die Kirche stets in die Macht eingeschlichen und sich auch bei den deutschen Kaisern, von Karl dem Großen an, eingeschmeichelt.

Ihre Technik sei die Technik raffinierter Frauen, die sich zunächst brav stellten, um sich ein gewisses Vertrauen beim Manne zu schaffen, dann die Zügel allmählich anzögen und sie schließlich so straff in die Hand nähmen, daß der Mann ganz nach ihren Wünschen tanzen müsse.

Bei einigem diplomatischem Geschick brächten es solche Frauen ja bisweilen bei ihren Männern – ebenso wie die katholische Kirche bei den deutschen Kaisern – sogar fertig, daß diese sich trotz des Nasenringes, an dem sie geführt würden, in ihrem Handeln als Subjekt und nicht als Objekt fühlten. (...)[4]


27. I. 1942 abends

Staat und Gesellschaft in Krisenzeiten

(…) Wäre das Christentum nicht gekommen, wer weiß, wie sich die Geschichte Europas gestaltet hätte. Rom würde Europa ganz erobert haben, und der Hunnensturm wäre an den Legionen zerschellt.

Durch das Christentum ist Rom gebrochen worden, nicht durch Germanen und Hunnen. Was der Bolschewismus heute auf materialistisch-technischer Grundlage in Szene setzt, hat das Christentum auf theoretisch-metaphysischer Grundlage vollbracht.

Wenn die Krone den Thron wackeln sieht, greift sie nach der Unterstützung des Mobs. Man täte besser, von Konstantin, dem Verräter, und Julian, dem Treuen, zu sprechen, statt den einen den Großen und den anderen den Abtrünnigen zu nennen. Was das Christentum gegen Julian geschrieben hat, ist dasselbe Wortgeblödel, welches das jüdische Schrifttum über uns ergossen hat, während die Schriften des Julian reine Wahrheiten sind. (...)[5]


21. VII. 1941 nachmittags – Wolfsschanze

Deutsch-nordisches und südliches Christentum

(…) Luther [war] durchaus nicht darauf aus, die Menschheit an den Buchstaben der Schrift zu binden; es gibt eine ganze Reihe von Äußerungen, in denen er gegen die Schrift Stellung nimmt, indem er feststellt, sie enthielte vieles, was nicht gut ist.

Auch der Protestantismus hat Hexenverbrennungen gekannt, während man sie in Italien so gut wie nicht findet. Der Südländer geht viel leichter an die Dinge des Glaubens heran. Auch der Franzose bewegt sich völlig ungezwungen in der Kirche, während man bei uns schon Gefahr läuft, aufzufallen, wenn man nicht niederkniet.

Andererseits: Daß Luther es gewagt hat, sich gegen den Papst und das System der Kirche aufzulehnen! Das war die erste Revolution.

Und mit der Bibelübersetzung hat er an die Stelle unserer Dialekte die deutsche Sprache gesetzt, also Charakter und Geist der Nation in einheitlichen Zeichen verlautbart.

Es ist auffallend, wie verwandt die Entwicklung Deutschlands und Italiens verläuft. Die Sprachschöpfer standen gegen die Universalherrschaft des Papstes: Dante und Luther. Die Nationen wurden zur Einheit geführt gegen die dynastischen Interessen durch einen Mann. Sie sind zum Volk geworden gegen die Wünsche des Papstes.[6]


24. X. 1941 abends

Kirche, Religion und Wissenschaft

Es gibt kein Wesen, keine Substanz, aber auch keine menschliche Institution, die nicht eines Tages altert. Jede Institution muß aber an ihre Unvergänglichkeit glauben, wenn sie sich nicht selbst aufgeben will. Der härteste Stahl wird müde, sämtliche Elemente zersetzen sich. Und so sicher die Erde einmal vergeht, so sicher gehen sämtliche Institutionen eines Tages zugrunde.

Alle diese Erscheinungen gehen wellenförmig, keinen geraden Weg, sondern nach oben oder nach unten. Die Kirche liegt in immerwährendem Streit mit der freien Forschung. Es gab Zeiten, in denen der Widerstand der Kirche so groß war gegen die Forschung, daß Explosionen erfolgten. Darauf hat sich die Kirche zurückgezogen. Und die Wissenschaft hat an Schlagkraft verloren.

Heute wird um 10 Uhr in der Religionsstunde die Schöpfungsgeschichte mit den Worten der Bibel erzählt, während in der Naturkundestunde um 11 Uhr die Entwicklungstheorie vertreten wird. Beides widerspricht sich absolut. Ich habe als Schuljunge den Widerspruch empfunden und mich darin verbohrt und habe dem Professor der zweiten Stunde vorgehalten, was der der ersten Stunde gesagt hat, so daß die Lehrer in Verzweiflung gerieten! Die Kirche hilft sich damit, daß sie erklärt, die Darstellung der Bibel sei sinnbildlich zu verstehen. Würde einer vor 400 Jahren das behauptet haben, so wäre er unter frommen Gesängen geröstet worden.

Weil sie nunmehr tolerant ist, hat die Kirche gegenüber dem Zustand des vorigen Jahrhunderts wieder an Boden gewonnen. Sie nützt dabei aus, daß es im Wesen der Wissenschaft liegt, grundsätzlich der Wahrheit nachzustreben. Die Wissenschaft ist nichts weiter als eine Leiter, die man erklimmt. Mit jeder Stufe sieht man ein bißchen weiter. Aber an das Ende der Dinge sieht auch die Wissenschaft nicht. Stellt sich heraus, daß das jüngst für wahr Gehaltene auch nur eine Teilerkenntnis ist, mit welcher das Tor der Ewigkeit nicht aufgerissen ist, so erklärt die Kirche: wir haben es ja gleich gesagt! Aber: die Wissenschaft kann nicht anders. Denn wollte sie dogmatischen Charakter annehmen, so würde sie selbst Kirche. Wenn man sagt, der Blitz würde vom lieben Gott gemacht, so ist das nicht unrichtig. Sicher ist aber, daß der liebe Gott den Blitz nicht so dirigiert, wie es die Kirche behauptet. Die Definition der Kirche ist ein Mißbrauch der Schöpfung für irdische Zwecke. Die wirkliche Frömmigkeit ist dort, wo das tiefste Wissen über die Unzulänglichkeit des Menschlichen wohnt.

Wer Gott nur in einer Eiche oder in einem Tabernakel sieht und nicht im Gesamten, der kann nicht tief innerlich fromm sein, er bleibt im Äußern stecken und, wenn es blitzt und donnert, fürchtet er, erschlagen zu werden zur Strafe dafür, daß er dieses oder jenes Gebot übertreten hat. Liest man Streitschriften aus dem französischen 17. und 18. Jahrhundert oder die Unterhaltungen Friedrichs des Großen mit Voltaire, dann muß man sich schämen über den Tiefstand unserer heutigen Gespräche.

Die Wissenschaft ist eben wieder an einem gewaltigen Abschnitt der Frage angelangt, ob überhaupt zwischen dem Organischen und Anorganischen in der Natur ein substanzieller Unterschied besteht: Man hat Körper vor sich und weiß nicht, soll man sie zum Organischen oder Anorganischen rechnen.

Da wird die Kirche erst schreien, dann hält sie still und lehrt das ihrige neben dem andern. Neben der gigantischen Gewalt der naturgeschichtlichen Forschung wird aber eines Tages das Dogma verblassen. Es ist das auch logisch. Wenn das menschliche Hirn einen Schritt weiter denkt und das Glück hat, etwas von dem gewaltigen Schleier zu lüften, dann kann es nicht ohne Folgen bleiben. Die zehn Gebote sind Ordnungsgesetze, die absolut lobenswert sind. Da durchdringen sich Kirche und Religion. (…)

Die Autorität der kirchlichen Oberen beruht darauf, daß ihre Lehre zum Dogma erhoben ist, und die Kirche würde sich selber aufgeben, hielte sie nicht fest an ihrer dogmatisch gebundenen Lehre. (…)

Tatsache ist, daß wir willenlose Geschöpfe sind, daß es eine schöpferische Kraft aber gibt. Das leugnen zu wollen, ist Dummheit. (...)[7]


25. I. 1942 nachmittags

(…) Entwicklung und Zukunft der christlichen Religion

Verfolgt man unsere Religion in ihre Anfänge zurück, so findet man sie menschlicher. Die Religionen sind, glaube ich, dadurch entstanden, daß man Bilder der Erinnerung, die zu Schemen verblaßt waren, begrifflich gefaßt und intellektuell mit den Vorstellungen umgeben hat, die der Kirche dazu dienen, an der Macht zu bleiben. Die Zeit von der Mitte des dritten bis zur Mitte des siebzehnten Jahrhunderts, das ist sicher die grausamste Epoche menschlichen Tiefstandes überhaupt gewesen: Blutdurst, Gemeinheit und Lüge haben diese Zeit beherrscht.

Ich bin nicht der Meinung, daß etwas bleiben muß, was einmal war. Die Vorsehung hat dem Menschen die Einsicht gegeben, damit er nach seiner Einsicht handle. Die Einsicht zeigt, daß die Herrschaft der Lüge gebrochen werden will. Sie zeigt aber auch, daß man das jetzt nicht kann. Um die Lüge nicht mitmachen zu müssen, habe ich Kirchen und Partei getrennt gehalten. Ich schrecke vor dem Kampf nicht zurück, den ich, wenn es darauf ankommt, auszufechten habe, und werde sofort handeln, falls die Prüfung ergibt, daß es geschehen kann.[8]


11. XI. 1941 abends

Überwindung statt Zerstörung der christlichen Kirche

Die Partei tut gut, sich von der Kirche fernzuhalten. Feldgottesdienste hat es bei uns nie gegeben. Lieber, sage ich mir, lasse ich mich eine Zeitlang exkommunizieren oder verbannen. Die Freundschaft der Kirche kommt einem teuer zu stehen. Denn habe ich Erfolg, so muß ich mir nachher sagen lassen, durch den Segen der Kirche hast Du es erreicht. Da mache ich die Sache schon lieber ohne Segen, und es wird mir keine Rechnung vorgelegt. (…)

Das Priestertum kann gefährlich werden, wenn es einem Staat schlecht geht. Dann sammelt es gern die negativen Kräfte und schafft damit Unruhe: Was haben die Päpste doch den deutschen Kaisern für Schwierigkeiten bereitet! (…)

Als im Altertum die Plebejer für das Christentum mobilisiert wurden, hatte die Intelligenz mit der antiken Kultur nichts mehr zu tun. Heute kann niemand mehr die Lehre der Kirche als solche ernst nehmen, der mit der Naturforschung vertraut ist: Was im Widerspruch steht mit den Naturgesetzen, kann nicht von Gott sein, und der liebe Gott macht mit dem Blitzstrahl auch vor der Kirche nicht halt. Die ganz wesentlich auf die antiken Anschauungen aufgebaute religiöse Philosophie der katholischen Kirche steht unter dem Niveau der Wissenschaft der heutigen Menschheit. In Italien und Spanien kann das noch einmal enden mit dem Gurgelabschneiden.

Das will ich für uns nicht. Was sind wir glücklich, daß der Parthenon noch steht, das Pantheon und die anderen Tempel, obwohl wir mit der religiösen Seite dieser Tempel gar nichts mehr zu tun haben. Wie schön wäre es, wenn wir noch mehr davon hätten! Wir würden deshalb nicht in Gefahr sein, Zeus anzubeten.

Bei uns ist es ähnlich: Wir haben aus dem Mittelalter keine anderen Dokumente großer Art als die der Kirche. Mit einem einzigen Bildersturm beseitige ich alles, was seit dem 5. bis 17. Jahrhundert bei uns entstanden ist. Ich schaffe eine Lücke! Und um wie vieles würde die Welt ärmer!

Ich weiß nichts über das Jenseits und bin ehrlich genug, das zu bekennen. Andere behaupten, davon etwas zu wissen, ohne daß ich ihnen nachweisen kann, es sei anders. (...)

Da alle Erschütterungen von Übel sind, erachte ich es für das Schönste, wenn wir die Einrichtung der Kirche allmählich durch eine geistige Aufklärung überwinden und ihren Tod schmerzlos machen könnten. Das Allerletzte könnten Frauenklöster sein.

Eine Verinnerlichung ist für die Menschen etwas ganz Wunderbares. Es handelt sich nur darum, daß man das Giftige herausbringt. In dieser Hinsicht ist in den letzten paar Jahrhunderten schon viel geschehen. Man muß den Männern von der Kirche klarmachen, daß ihr Reich nicht von dieser Welt ist. Wunderbar, wie Friedrich der Große[9] sich gegen den Versuch wendet, in den Staat hineinzuregieren: Die Randbemerkungen, die er an Eingaben von Pastoren hinschreibt, sind zum Teil salomonisch weise Urteile, die vernichtend sind. Jeder General sollte dies in die Hand bekommen. (...)

Die Zeitenwende der Kirche ist gekommen. Es dauert noch einige Jahrhunderte, dann geschieht durch Evolution, was nicht durch Revolution geschieht. Jeder Gelehrte, der etwas entdeckt hat, haut ein Stück von der Basis weg. Es tut einem oft leid, daß man in einer Zeit lebt, in der einem noch nicht bewußt ist, wie die neue Welt aussieht.[10]


13. XII. 1941 nachmittags

Christentum oder Religion der Rasse[11]

Der Krieg wird ein Ende nehmen. Die letzte große Aufgabe unserer Zeit ist dann darin zu sehen, das Kirchenproblem noch zu klären. Erst dann wird die deutsche Nation ganz gesichert sein.

Ich kümmere mich nicht um Glaubenssätze, aber ich dulde auch nicht, daß ein Pfaff sich um irdische Sachen kümmert. In der Jugend stand ich auf dem Standpunkt: Dynamit! Erst später sah ich ein, daß man das nicht übers Knie brechen kann. Es muß abfaulen wie ein brandiges Glied. Die gesunde Jugend ist bei uns.

Gegen eine absolute Staatskirche, wie sie die Engländer haben, habe ich nichts. Aber es kann nicht wahr sein, daß man auf die Dauer durch ein Dogma die Welt halten kann. Erst im sechsten, siebenten, achten Jahrhundert ist unseren Völkern durch die Fürsten, die es mit den Pfaffen hielten, das Christentum aufgezwungen worden. Vorher haben sie ohne diese Religion gelebt. Ich habe sechs SS-Divisionen, die vollständig kirchenlos sind und doch mit der größten Seelenruhe sterben.

Christus war ein Arier. Aber Paulus hat seine Lehre benutzt, die Unterwelt zu mobilisieren und einen Vorbolschewismus zu organisieren. Mit dessen Einbruch geht die schöne Klarheit der antiken Welt verloren. Was ist das für ein Gott, der nur Wohlgefallen hat, wenn die Menschen sich vor ihm kasteien?

Ein ganz klares, einfaches Beispiel: Der liebe Gott setzt die Voraussetzung für den Sündenfall. Nachdem es mit Hilfe des Teufels endlich geklappt hat, bedient er sich einer Jungfrau, um einen Menschen zu gebären, der durch seinen Tod die Menschheit erlöst.

Der Mohammedanismus könnte mich noch für den Himmel begeistern. Aber wenn ich mir den faden christlichen Himmel vorstelle! Da hat man einen Richard Wagner auf der Erde gehabt, und drüben hört man nichts als Halleluja und Palmwedeln, Kinder im Säuglingsalter und alte Menschen! Ein Insulaner verehrt wenigstens noch Naturkräfte. Ein Neger mit seinem Fetisch ist ja einem, der an das Wunder der Verwandlung glaubt,[12] turmhoch überlegen. Manchmal verliert man die ganze Achtung vor der Menschheit. Nicht vor der Masse. Die hat nie etwas anderes gelernt! Aber daß Parteiminister und Generale überzeugt sind, daß wir ohne den Segen der Kirche nicht siegen können! Dreihundert Jahre kämpfen die Deutschen nun schon, ob man im Abendmahl Gott in einerlei oder zweierlei Gestalt zu sich nimmt.

Unsere religiöse Ebene ist schon die schmählichste, die es überhaupt gibt.[13] Auch das Christentum der Japaner ist eine in ihre Welt abgewandelte Angelegenheit. Die Japaner tun sich leicht. Sie besitzen eine Religion, die sie auf die Natur zurückführt. Den Jenseitsgedanken des Christentums kann ich nicht ersetzen, weil er nicht haltbar ist. Der Ewigkeitsgedanke aber wird in der Art fundiert. Geist und Seele gehen gewiß wieder zurück in das Gesamtreservoir wie der Körper. Wir düngen damit als Grundstoff den Fundus, aus dem neues Leben entsteht. Über das Warum und Weshalb brauche ich mir den Kopf nicht zu zerbrechen. Ergründen werden wir das Wesen der Seele nicht.

Wenn es einen Gott gibt, dann gibt er nicht nur das Leben, sondern auch die Erkenntnis. Reguliere ich auf Grund der mir von Gott gegebenen Einsicht mein Leben, dann kann ich mich irren, aber ich lüge nicht.

Das körperlich gedachte Jenseits der Kirche scheitert schon daran, daß jeder, der herunterzuschauen gezwungen wäre, ein Martyrium hätte: Er müßte sich totärgern über die Fehler, welche er die Menschen immerfort begehen sähe.

H. St. Chamberlains Fehler war, an das Christentum als eine geistige Welt zu glauben. Der Mensch legt überall seinen menschlichen Maßstab an: Was größer als er ist, nennt er groß, was kleiner ist, nennt er klein. Fest steht: Irgendwo in der Weltskala sitzen wir drin. Die Vorsehung hat den einzelnen geschaffen in seiner Art, und damit ist viel Freude gegeben. Denn wir können nichts anderes tun, als uns an dem freuen, was wir schön finden. Ich strebe einen Zustand an, in dem jeder einzelne weiß, er lebt und stirbt für die Erhaltung seiner Art! Die Aufgabe ist, den Menschen so zu erziehen, daß er der größten Verehrung würdig ist, wenn er Besonderes tut zur Erhaltung des Lebens seiner Art.

Es ist gut, daß ich die Geistlichen nicht hineingelassen habe in die Partei. Am 21. März 1933Potsdam – war die Frage: Kirche oder nicht Kirche? Ich hatte den Staat gegen den Fluch der beiden Konfessionen erobert. Wenn ich damals angefangen hätte, mich der Kirche zu bedienen – wir sind an die Gräber gegangen, während die Männer des Staates in der Kirche waren –, so würde ich heute das Schicksal des Duce teilen. Für sich ist er ein Freigeist. Aber er hat mit Konzessionen begonnen, während er sich besser wie ich mehr nach der revolutionären Seite gewandt hätte. Ich würde im Vatikan einmarschieren und die ganze Gesellschaft herausholen. Ich würde dann sagen: „Verzeihung, ich habe mich geirrt!“ – Aber sie sind weg!

Immerhin, unsere Sache ist es nicht, daß die Italiener oder Spanier das Christentum verlieren.[14]


17. II. 1942 mittags

Antike Welt und Christentum

Das Phänomen der Antike – der Untergang der antiken Welt – war die Mobilisierung des Mobs unter dem Motto Christentum, wobei dieser Begriff damals mit Religion so wenig zu tun hatte wie der marxistische Sozialismus heute mit der Lösung der sozialen Frage.

Das Juden-Christentum hat die Antike nicht verstanden: Die Antike strebte nach Klarheit, die Forschung war frei. Die Gottesvorstellung war im Brauchtum verankert, aber nicht gebunden. Wir wissen gar nicht, ob über das Weiterleben nach dem Tode eine bestimmte Vorstellung bestand. Es war wohl mehr die Vorstellung von der Unverlierbarkeit der Materie an sich: In den Wesen, die leben, repräsentiert sich das ewige Leben. Es werden ähnliche Gedankengänge gewesen sein, wie wir sie bei den Japanern und Chinesen finden in der Zeit, wo das Hakenkreuz bei ihnen auftaucht.

Das Christentum hat die Idee gebracht, daß das Leben seine Fortsetzung im Jenseits findet: Man kann das Leben im Diesseits ausrotten, weil es im Jenseits weiterblüht, während in Wirklichkeit der Mensch doch aufhört damit, daß er diese seine Form verliert. Unter dem Motto Religion hat der Jude die Unduldsamkeit dahin gebracht, wo vorher nichts als Toleranz, als wahre Religion war: Jene wunderbare menschliche Einsicht, jene souveräne Haltung einerseits, das demütige Gefühl des Begrenztseins alles menschlichen Könnens und Wissens andererseits, die noch dem unbekannten Gott Altäre bauen. Der gleiche Jude, der damals das Christentum in die antike Welt eingeschmuggelt und diese wunderbare Sache umgebracht hat, er hat nun wieder einen schwachen Punkt gefunden: das angeschlagene Gewissen unserer Mitwelt. In den Spalt des sozialen Gefüges hat er sich hineingezwängt, um ein paar Revolutionen in die Welt zu schleudern. Ein Friede kann aber nur kommen über eine natürliche Ordnung. Die natürliche Ordnung setzt voraus, daß die Nationen sich so ineinanderfügen, daß die befähigten führen. Der Unterlegene erhält damit mehr, als er aus eigenem hätte erreichen können. Wir dürfen nicht sagen, daß der Bolschewismus schon überwunden ist. Je gründlicher die Juden hinausgeworfen werden, desto rascher ist die Gefahr beseitigt. (...)[15]


27. II. 1942 mittags

Von Gott, seiner heutigen Mission und der Toleranz der Zukunft

(…) Wir wissen, daß das Christentum nur eine ganz kurze Epoche der Menschheit umfaßt. Gott schafft die Menschen. Zu Menschen wurden wir durch die Todsünde. Die Voraussetzung dazu hat Gott den Menschen gegeben. 500.000 Jahre sieht er zu, wie sie da reinrasseln. Da fällt es ihm ein, seinen eingeborenen Sohn zu schicken. Ein Mordsumweg, kolossal beschwerlich der ganze Vorgang!

Die anderen glauben das nicht. Mit Gewalt muß ihnen das aufgezwungen werden. Wenn der liebe Gott an der Erkenntnis ein Interesse hätte, wozu dann die Knieschienen und Daumenschrauben? Nun kommt dazu, daß unter den Katholiken der größte Teil das selber gar nicht glaubt. Nur die alten Weiblein gehen in die Kirche, weil sie der irdischen Lust entsagen müssen. Das ist lauter dürres Holz! Zu gewinnen ist dabei nichts.

Das, was der Mensch vor dem Tier voraushat, der vielleicht wunderbarste Beweis für die Überlegenheit des Menschen ist, daß er begriffen hat, daß es eine Schöpferkraft geben muß! Man braucht nur durch ein Teleskop oder durch ein Mikroskop zu sehen: Da erkennt man, daß der Mensch die Fähigkeit hat, diese Gesetze zu begreifen. Da muß man aber doch demütig werden! Wird diese Schöpferkraft mit einem Fetisch identifiziert, dann bricht die Gottesvorstellung zusammen, wenn der Fetisch versagt.

Warum überhaupt kämpfen, wenn es mit Gebet zu machen ist? Im spanischen Konflikt hätte die Kirche sagen müssen, wir verteidigen uns durch die Kraft unseres Gebets. Sie haben aber die Heiden, die Marokkaner, finanziert, mittels deren die heilige Kirche sich ihr Leben erhalten hat.

Wenn ich ein armer Teufel bin und (in der Sterbestunde) keine Zeit mehr habe, zu bereuen: Aus! Habe ich vorher zehn Mark gehabt und die (der Kirche) vorausbezahlt, dann: Ja! Das soll der Schöpfer der Welt gewollt haben? Wenn ein kleines Bauernweibchen oder ein kleiner Prophet das glaubt, gut, da sage ich gar nichts. Aber wenn Leute, die intelligent sind, einem Aberglauben huldigen! Dafür hat man Hunderttausende gefoltert. Und das mit der Predigt der Liebe!

Ich glaube, daß nicht auf die Dauer die Wahrheit unterdrückt werden kann. Sie muß siegen! Ich kann mir vorstellen, daß es auf dem Gebiet ein Zeitalter der absoluten Toleranz geben wird. Ich kann daher nur sagen, es soll jeder nach seiner Fasson selig werden! Die antike Zeit hat diese Toleranz gehabt: Zu den einzelnen Göttern hat niemand versucht, einen anderen zu bekehren.

Ich gehe nicht in die Kirche, um den Gottesdienst zu hören. Ich sehe mir nur die Schönheit des Bauwerks an. Ich möchte nicht der Nachwelt überliefert werden als einer von denen, die hier Konzessionen gemacht haben. Ich weiß, daß der Mensch in seiner Fehlerhaftigkeit tausend Dinge falsch machen wird. Aber entgegen dem eigenen Wissen etwas falsch tun, das kommt nicht in Frage! Ich fühle mich wohl in der geschichtlichen Gesellschaft, in der ich mich befinde, wenn es einen Olymp gibt. In dem werden sich die erleuchtetsten Geister aller Zeiten finden.

Wie wir am 21. März 1933 zur Kirche gehen sollten, habe ich mich geweigert. Ich habe mich in der Partei nie darum bekümmert, welcher Konfession meine Umgebung war. Ich möchte auch nicht, wenn ich beerdigt werde, im Umkreis von zehn Kilometern einen Geistlichen sehen. Wenn mir ein solcher helfen könnte, dann würde ich an der Vorsehung verzweifeln. Ich handle entsprechend dem, was ich erkenne und begreife. Ich kann nicht verhindern, daß so einer still betet, aber Fluch dulde ich nicht.

Ich verzichte auf deren Gebet.

Ich bin auf Grund höherer Gewalt da, wenn ich zu etwas nötig bin. Abgesehen davon, daß sie mir zu grausam ist, die seligmachende Kirche! Ich habe noch nie Gefallen gefunden daran, andere zu schinden, wenn ich auch weiß, daß es ohne Gewalt nicht möglich ist, sich in der Welt zu behaupten. Es wird nur dem das Leben gegeben, der darum am stärksten ficht. Das Gesetz des Lebens heißt: Verteidige dich!

Die Zeit, in der wir leben, ist die Erscheinung des Zusammenbruchs dieser Sache. Es kann 100 oder 200 Jahre noch dauern. Es tut mir leid, daß ich wie Moses das Gelobte Land nur aus der Ferne sehen kann.

Wir wachsen in eine sonnige, wirklich tolerante Weltanschauung hinein: Der Mensch soll in der Lage sein, die ihm von Gott gegebenen Fähigkeiten zu entwickeln. Wir müssen nur verhindern, daß eine neue Lüge entsteht: die bolschewistische Welt. Sie muß zerbrechen.[16]


4. IV. 1942 mittags

Japanische Staatsphilosophie

Beim Mittagessen kam die Sprache auf die Staatsreligion oder besser Staatsphilosophie der Japaner. Hitler erklärte: Die Staatsphilosophie der Japaner, die heute einer der wesentlichsten Ausgangspunkte ihrer Erfolge sei, habe sich nur deshalb als Lebensgrundlage des japanischen Volkes gehalten, weil man sie beizeiten vor dem Gift des Christentums bewahrt habe.

Ebenso wie für den Mohammedanismus sei auch für die japanische Staatsreligion Inhalt des Glaubens kein Terrorismus, sondern die Hoffnung auf die Glückseligkeit. Der Terrorismus sei überhaupt ein von dem Christentum ausgebreiteter Glaubenssatz der Juden und habe auch bei uns die Gemüter nur verwirrt. Denn alle terroristischen Vorstellungen auf dem Gebiet des Glaubens seien nur geeignet, die Menschen vom Optimismus abzuziehen und sie zu bodenloser Feigheit zu erziehen.[17]


7. IV. 1942 abends — Wolfsschanze

Kirche und Staat

Im Verlauf des Abendessens bezeichnete Hitler es als Skandal, daß die Kirchen vom deutschen Reich im Gegensatz zu allen ausgesprochen katholischen Ländern – Spanien ausgenommen – außerordentlich hohe Staatszuschüsse erhalten.

Wenn er sich nicht irre, bekämen die Kirchen auch heute noch 900 Millionen Reichsmark. Dabei bestehe ein Hauptteil der Pfaffenarbeit im Unterminieren der NS-Politik, wie ja die katholische Kirche stets versucht habe, sich in Zeiten nationaler Anspannung auf Kosten der deutschen Allgemeinheit rücksichtslos machtmäßige Positionen zu erwerben.

Die Not der deutschen Kaiser und des Reichs sei für die Pfaffen nie ein Anlaß gewesen, ihre deutsche Gesinnung unter Beweis zu stellen, sondern stets nur, ihre egoistischen Geschäfte zu betreiben. Es sei deshalb wirklich zu bedauern, daß ein so gewaltiger Mann wie Luther, der die katholische Kirche so stark in ihren Grundfesten erschüttert habe, nur Epigonen als Nachfolger gefunden habe. Andernfalls wäre es niemals möglich gewesen, die katholische Kirche in Deutschland noch einmal auf eine wenigstens einigermaßen solide Basis zurückzuführen und damit ihren Bestand bis in die heutige Zeit hinein zu sichern.

Er überlege sich ernstlich, ob man die bisher der Kirche gezahlten Millionen nicht zum größten Teil benutzen solle, um im Osten Wehrbauernhöfe einzurichten. Himmler habe ihm gesagt, daß solch ein Hof sich für 23.000 Mark herrichten und mit dem nötigen Inventar ausstatten lasse. (…)

Der katholischen Kirche möchte er eigentlich nur einen Höchstbetrag von 50 Millionen zuwenden. Dieser sei am besten an die Kirchenfürsten zu zahlen, denen man die Verteilung anheimstellen könne, da eine gerechte Verteilung bei der Kirche ja wohl als verbürgt angesehen werden dürfe. Mit diesen 50 Millionen würde man mehr erreichen als mit den bisher gezahlten 900 Millionen. Denn: Da die Kirchenfürsten über sie nach eigenem Gutdünken verfügen dürften, würden sie ihm nach den geschichtlichen Erfahrungen dieses Betrages wegen besonders gewogen sein. Er stehe auch auf dem Standpunkt, daß man jeden Kirchenfürsten, der sein Leben genießen wolle, um Gottes willen nicht stören solle. Gefährlich seien nur die hohläugigen fanatischen Asketen.

Nach diesem Kriege werde er Maßnahmen treffen, die der katholischen Kirche die Nachwuchsgewinnung außerordentlich erschweren würden. Er würde dann nicht mehr zulassen, daß Kinder sich bereits mit zehn Jahren für den Eintritt in geistliche Orden entschieden, wo sie noch gar nicht wissen, was sie mit dem Zölibat usw. alles auf sich nehmen. Nach dem Kriege würde nur der sich zum geistlichen Beruf entschließen können, der das 24. Lebensjahr vollendet und Arbeitsdienst und Wehrdienst hinter sich habe. Wer dann noch das Zölibat auf sich nehmen wolle, der möge mit Gott Priester werden. Es gäbe ja auch Verrückte, die ihm für die Parteiführerschaft den Unsinn des Zölibats vorgeschlagen hätten. (...)[18]


9. IV. 1942 abends


Wer stützt die Moral eines Volkes?

Beim Abendessen bemerkte Hitler, daß es doch eigentlich eigenartig sei, daß so christliche Völker wie die Engländer und Amerikaner trotz all ihrer Gebete so starke Schläge von den Japanern als ausgesprochenen Heiden erhielten. Offenbar sei der Kirchengott doch nicht so sehr mit den Betschwestern in England und den USA, sondern mit den japanischen Helden.

Es sei ja auch kein Wunder, daß die Japaner aus ihrer religiösen Einstellung heraus größere Erfolge erzielten als die christlichen Engländer und Amerikaner. Denn bei ihnen gelte die höchste Verehrung des ganzen Volkes den „Helden“, die mit ihrem Leben den höchsten Einsatz für das Dasein und die Größe ihrer Nation erbringen. In den christlichen Kirchen dagegen gelte die höchste Verehrung sogenannten „Heiligen“, z. B. Leuten, die es eine Anzahl von Jahren fertiggebracht hätten, auf einem Bein zu stehen, oder die, statt sich in ihrem Leben hübsche Mädchen anzulachen, auf Dornen schliefen. Hier stimme, wie in so vielem bei der Kirche, offenbar die Rechnung nicht.

Es sei auch kein Wunder, daß das von der katholischen Kirche verbreitete Christentum nicht den Optimismus, sondern den Pessimismus predige und die Menschen im Gegensatz zu der japanischen Staatsphilosophie nicht durch den dauernden Hinweis auf die Glückseligkeit im Jenseits hochreiße, sondern durch das ständige Ausmalen von Höllenqualen bedrücke.

Schon bei einem Kind könne man im Alter von drei Jahren Angstvorstellungen erzeugen, die es im Leben nicht wieder verliere. Wieviel Leute hätten als Erwachsene eine gewisse Scheu vor dunklen Räumen oder überhaupt vor der Dunkelheit, da sie als kleine Kinder durch die Vorstellung, daß in dunklen Räumen ein Bumann, ein Dieb oder dergleichen sei, geängstigt worden seien!

Ebenso wie derartige Angstgefühle schwer aus den Menschen wieder herauszubekommen seien, sei es auch schwer, einen Menschen von all den Qualvorstellungen wieder zu befreien, die die katholische Kirche in jungen Jahren in ihn hineinhämmere. Dabei müsse jeder vernünftige Mensch, der der Sache einmal auf den Grund gehe, feststellen, daß diese Art Kirchenlehren Mären seien. Denn wie sei es möglich, daß der Mensch in der Hölle gestochen, gebraten und sonstwie schikaniert werde, obwohl doch der Körper an einer Auferstehung allein schon auf Grund des ganz natürlichen Verwesungsvorganges unmittelbar nicht teilhaben könne? Was sei es weiter für ein Unding, den Himmel als erstrebenswert hinzustellen, wenn in ihn nach Ansicht der Kirche diejenigen in erster Linie hineinkommen, die sich im Leben nicht bewährt haben, z. B. geistig zurückgeblieben seien. Es könne doch wirklich kein Vergnügen sein, dort alle die anzutreffen, über deren Dummheit man sich trotz des Bibelwortes „Selig sind, die da geistig arm sind“ schon zu Lebzeiten geärgert habe. Und wie könne es einen Menschen reizen, im Himmel nur unansehnliche und geistig fade Frauen zu finden?

Dann heiße es, daß nur der in den Himmel komme, der möglichst wenig Sünden auf dem Gewissen habe. Obwohl die Sündenzahl sich, je älter man werde, desto stärker vermehre, sei aber kein Geistlicher bereit, schon in jüngeren Jahren aus dem Leben zu scheiden, sondern selbst die 60jährigen Kardinäle versuchten noch, ihr diesseitiges Leben soweit als irgend möglich zu verlängern.

Viele vernünftige Leute hielten heute an der Kirche nur deshalb fest, weil sie auf dem Standpunkt ständen, der Mensch brauche einen Halt im Leben und — bevor kein Ersatz für die Kirche da sei — sei die Kirche trotz all ihrer Mängel doch immer noch besser als gar nichts. Menschen, die diese Überlegung anstellten, vergäßen leider, daß die Moral nicht durch die erzieherische Arbeit der Kirche in der Bevölkerung durchgesetzt werde, sondern durch den machtmäßigen Einfluß. Wenn die Kirche, dem Gesetz der Liebe folgend, nur Liebe gepredigt hätte, um ihre sittlichen Auffassungen zu verwirklichen, wäre sie sicher nicht weit gekommen. Sie hätte deshalb auch nach dem alten Kirchengrundsatz, daß die Linke nicht wissen möge, was die Rechte tue, ihre Sittengesetze durch größte Brutalität – u. a. durch Tausende von Verbrennungen wertvoller Menschen – durchgesetzt. Wir seien heute viel menschlicher als die Kirche.

Das Gebot: „Du sollst nicht töten“ setzten wir durch, indem wir den Mörder hinrichten, während die Kirche, solange sie die Exekutivgewalt gehabt habe, ihn in der gräßlichsten Weise zu Tode gemartert, ja gevierteilt habe.

Die Moral eines Volkes zu erhalten, sei eine Aufgabe, die der Staatsmann ebensogut wie jede Kirche lösen könne. Er müsse nur die dem Volk in seiner gesündesten Schicht innewohnenden sittlichen Auffassungen zu Gesetzen erheben und hinter diese Gesetze klar und eindeutig die Macht stellen.[19]


5. VI. 1942 mittags

Wissenschaft und Bibel

Beim Mittagessen kam zur Sprache, daß es in Finnland eine ungewöhnlich große Zahl von Geisteskranken gibt. Als Ursache für diese Anfälligkeit wurde der Einfluß des Nordlichts genannt, außerdem aber auf die bei den Finnen besonders stark ausgeprägte religiöse Grübelei hingewiesen. Da in Finnland die Gehöfte 50 bis 100 Kilometer auseinanderliegen, die Menschen daher vor allem im Winter zur Einsamkeit verurteilt sind und dann das Bedürfnis haben, sich geistig zu beschäftigen, ist die besonders starke Religiosität nicht zu verwundern.

Hitler bemerkte dazu, daß es nur bedauerlich sei, daß diese Religiosität keine andere geistige Grundlage zur Verfügung habe als die jüdische Rabulistik der Bibel. Denn religiöse Menschen, die in der Einsamkeit eines langen Winters letzte Klarheit in ihren religiösen Vorstellungen suchten und dabei die Bibel zu Hilfe nähmen, müßten geistig verkrüppeln; sie seien gezwungen, in dieses Werk einen Sinn hineinzubringen, obwohl keiner da sei. Infolgedessen bohrten sie sich in irgendwelche Gedankengänge förmlich hinein und verfielen schließlich, wenn sie nicht ganz besonders widerstandsfähig seien, in religiösen Wahn.

Es sei ein Jammer, daß die Bibel ins Deutsche übersetzt und so in ihrer ganzen Rabulistik dem Volke zugänglich gemacht worden sei. Solange die Weisheit, insbesondere des Alten Testaments, lediglich in der lateinischen Kirchensprache überliefert gewesen sei, habe keine Gefahr bestanden, daß vernünftige Leute durch das Bibelstudium zu geistigen Störungen kämen. Dadurch, daß die Bibel aber Allgemeingut geworden sei, seien einer Fülle von Menschen religiös aufgemachte Gedankengänge nahegebracht worden, die sie – in Verbindung mit der typisch deutschen Eigenart des Grübelns – zu einem Großteil mit der Zeit in religiösen Wahn hätten verfallen lassen. Da bei der katholischen Kirche noch hinzugekommen sei, daß ihre Priester Wahnsinnige als Heilige gepriesen hätten, seien Bewegungen wie die der Flagellanten (Geißler) im deutschen Mittelalter unausbleiblich gewesen.

Als vernünftiger Deutscher müsse man sich geradezu an den Kopf fassen, daß deutsche Menschen so zu einem Verhalten hätten gebracht werden können, wie wir es bei den heulenden türkischen Derwischen und bei den Negern belächelten. Dabei müsse es einen besonders erbosen, daß – während in weiten anderen Teilen der Erde religiöse Lehren wie die des Konfuzius, des Buddha und des Mohammed eine unleugbar breite geistige Basis für religiös denkende Menschen geboten hätten – deutsche Menschen auf theologische Darlegungen hereingefallen seien, die jeder ehrlichen Tiefe entbehrten. (...)[20]


4. VII. 1942 abends

Die Politik gegenüber dem Vatikan

Hitler erörterte das Problem der diplomatischen Beziehungen des Deutschen Reichs zum Vatikan. Er sei durchaus nicht der Meinung, daß wir bei einer Zurruhesetzung unseres derzeitigen Vertreters am Vatikan eine Neubesetzung dieses Botschafterpostens ins Auge fassen müßten. Denn die Beziehungen Deutschlands zum Vatikan gründeten sich auf das Konkordat.[21] Das Konkordat aber sei seinerzeit in Fortsetzung der Länderkonkordate abgeschlossen und daher mit dem Aufgehen der Länder in das Deutsche Reich[22] eigentlich hinfällig geworden. Die Tatsache, daß das Konkordat die Länderkonkordate zur Grundlage habe, sei nämlich nicht integrierender, sondern wesentlicher Bestandteil des Konkordats. Seines Erachtens sei es daher eine absolut selbstverständliche Rechtsfolge der Aufhebung der Länderhoheitsrechte bzw. ihrer Überführung auf das Reich, daß sich die sogenannten auswärtigen Beziehungen des Vatikans zu uns erübrigten.

Mit Rücksicht auf den Krieg habe er diese Auffassung noch nicht praktisch verwirklicht. Andererseits habe er aber den Bemühungen des Vatikans gegenüber, das Konkordat auch auf die neuen Reichsgebiete auszudehnen, keinerlei Entgegenkommen gezeigt. Das Saargebiet, das Sudetenland, Böhmen und Mähren, der Reichsgau Danzig-Westpreußen, der Warthegau, ein Großteil Schlesiens sowie das Elsaß und Lothringen hätten heute zur römisch-katholischen Kirche keinerlei staatsvertraglich geregeltes Verhältnis. In ihnen müßten die Kirchenangelegenheiten also rein gebietlich geordnet werden.

Wenn der geschäftige Nuntius des Vatikans beim Auswärtigen Amt vorstellig werde, um durch dessen Vermittlung irgendwelchen Einfluß auf die Kirchenverhältnisse in den neuen Reichsgebieten zu gewinnen, habe man ihn daher abzuweisen. Man müsse ihm auseinandersetzen, daß in Ermangelung eines besonderen Konkordats die Regelung der Kirchenverhältnisse in diesen Gebieten ausschließlich Angelegenheit des örtlichen Vertreters der Staatshoheit, also des Reichsstatthalters und des örtlich höchsten Chefs der in dem betreffenden Gebiet vorhandenen kirchlichen Vereinigung sei. An sich wäre es natürlich besser gewesen, der Nuntius hätte sich diese Auskunft von Minister Lammers geholt. Leider habe sich aber das Auswärtige Amt in seinem ständigen Drang nach neuen Kompetenzen von dem päpstlichen Legaten übertölpeln und einschalten lassen. Nun möge es zusehen, wie es aus der Sache wieder herauskomme.

Konkordate zur Regelung des Verhältnisses von Staat und Kirche

Für die Entwicklung des Verhältnisses zwischen Staat und Kirche sei es von unserem Standpunkt aus durchaus erfreulich, daß fast in der Hälfte des Reichs Regelungen ohne die zentrale Fessel des Konkordats durch die Reichsstatthalter — also gebietlich — vorgenommen werden könnten. Denn reichseinheitliche Regelungen könnten die von uns [ange]strebte Bereinigung des Verhältnisses Staat/Kirche nur erschweren, da die katholische Kirche immer bemüht sei, unseren schwächsten Punkt, also die Vereinbarung, in der ihren Wünschen am meisten entsprochen worden sei, zur allgemeinen Norm zu machen; d. h. bei einer Reichsregelung müßten wir uns nach dem schwächsten Glied unserer Kette, also nach jenem Gebiet richten, das weltanschaulich am weitesten zurückliege. Bei gebietlicher (gauweiser) Regelung hätten wir diesen Nachteil nicht. Denn bei gebietlichen Regelungen könnten die Gauleiter ja nach dem Zustand der weltanschaulichen Auflockerung ihrer Gaubevölkerung in seinem Sinne Schritt für Schritt weitergehen.

Wenn er auch sonst von den Amerikanern nicht viel halte, in diesem Zusammenhang müsse er sie doch loben. Ihre Staatsmänner hätten die Arbeit der Kirche wirklich auf eine vernünftige Basis gestellt, indem sie ihr im Rahmen der üblichen Vereinsmöglichkeiten ihren Lebensbereich zugewiesen hätten. Da sie der Kirche außerdem aus Staatsmitteln keinen Pfennig zahlten, stände die gesamte Geistlichkeit hinter ihnen und sänge ihr Loblied.

Kein Wunder! Da der Pfarrer leben wolle, durch freiwillige Spenden aber nicht allzuviel hereinbekomme, sei er mehr oder minder stark auf Staatszuwendungen angewiesen. Habe er aber keinen Rechtsanspruch auf sie, so müsse er sie durch ein dem Staat wohlgefälliges Verhalten verdienen.

Wenn die deutsche Regierung einmal nicht mehr jährlich eine Milliarde an die Kirchen zahle, würden die Pfaffen ihr herausforderndes Wesen auch sehr bald ablegen und statt auf sie zu schimpfen und ihr unverschämt zu kommen, ihr „aus der Hand fressen“. Mit wesentlich geringeren Zuwendungen könne man dann die Geistlichkeit so dirigieren, wie es deutschen Wünschen entspräche. Man müsse die Zuwendungen dann nur auf einzelne Geistliche abstellen. (...)

Die Bestimmung über die Geldzuwendungen an die Kirche müsse, ebenso wie jede andere Vereinbarung, selbstverständlich ausschließlich Angelegenheit der Reichsstatthalter sein. Daß die Reichsstatthalter irgendwelche Verträge mit der Kirche abschließen würden, die gegen das Reich gerichtet sind oder dem Reichsinteresse Abbruch tun, brauche man nicht zu befürchten. Denn einmal habe man die Gauleiter ja fest in der Hand. Zum anderen seien die meisten Reichsstatthalter in diesen Dingen heute schon schärfer als er.

Nach Beendigung des Krieges werde es mit dem Konkordat aus sein. Er werde sich persönlich das Vergnügen machen, der Kirche alle jene Fälle vorzuhalten, in denen sie das Konkordat gebrochen habe. Man denke nur an die enge Zusammenarbeit der Kirche mit den Mördern Heydrichs! Diese hätten ja nicht nur in einer Prager Vorstadtkirche Unterschlupf gefunden, sondern von den mit ihnen zusammensteckenden Geistlichen sogar die Möglichkeit erhalten, sich im Altarraum zu verschanzen.

Die Entwicklung des Verhältnisses zwischen Staat und Kirche sei ein lehrreiches Beispiel dafür, wie Unvorsichtigkeiten eines Staatsmannes sich auf Jahrhunderte auswirken könnten. Als Karl der Große Weihnachten 800 in der Peterskirche in Rom im Gebet gekniet habe, habe der Papst ihm — bevor er zum Überlegen der Auswirkungen einer solchen symbolischen Handlung Zeit gehabt habe — schwupp: eine Krone aufs Haupt gesetzt. Dadurch, daß er es geschehen ließ, habe er seine Nachfolger einer Gewalt ausgeliefert, die ein vielhundertjähriges Martyrium über die deutsche Staatsführung und das deutsche Volk gebracht habe.

Da es zu allen Zeiten, also auch heute, maßgebliche Leute gebe, die so unvorsichtig seien, sich von anderer Seite eine goldene Krone aufhängen zu lassen, könne man gar nicht nachdrücklich genug auf die ungeheuren Wirkungen einer solchen, oft fast nebensächlich erscheinenden Geste hinweisen.

Es liege auf derselben Linie und sei ein ebensolcher Unsinn, wenn das Auswärtige Amt glaube, jede Note des Vatikans unbedingt beantworten zu müssen. Dadurch, daß man antworte, anerkenne man ja schon eine Befugnis des Vatikans, sich in innerdeutsche Angelegenheiten – wenn auch auf kirchlichem Gebiet - einzumischen und offiziell mit uns in Verbindung zu setzen. Was für gerissene Diplomaten die katholische Kirche in ihren maßgeblichen Männern zur Verfügung habe und welche Vorsicht ihnen gegenüber am Platz sei, lehre ja nicht nur die Geschichte, sondern auch die Gegenwart in einer Fülle von Beispielen. Als nach seinem Einzug nach Wien unter seinem Fenster ein ungeheures Gepfeife und Gejohle laut geworden sei und er dann erfahren habe, daß dies dem Wiener Kardinalerzbischof Innitzer gelte, der auf dem Wege zu ihm sei, habe er ein schuldbeladenes niedergedrücktes Pfäfflein erwartet. Statt dessen sei ein Mann von selbstbewußtestem Auftreten erschienen, der ihn mit so strahlendem Gesicht angesprochen habe, als ob er während der ganzen österreichischen Systemzeit nie auch nur einem einzigen Nationalsozialisten ein Härchen gekrümmt habe.

Er betone deshalb noch einmal, wenn man sich mit den Geistlichen ins Gespräch einlasse, erkenne man sie schon an.

Der päpstliche Nuntius, der bei den Neujahrsempfängen in Berlin als Doyen des Diplomatischen Korps die Begrüßungsansprache halte, versuche immer wieder, die Unterhaltung auf die Lage der Katholiken in Deutschland[23] zu bringen. Er gehe dem von vornherein aus dem Wege, indem er sich in der liebenswürdigsten und interessiertesten Weise nach dem Leberleiden des hohen Herrn erkundige und, wenn dieses Thema erschöpft sei, schleunigst die Begrüßung der übrigen Diplomaten beginne. Indem er sich auch sonst von dem päpstlichen Nuntius grundsätzlich nicht sprechen und ihn stets durch Lammers abwimmeln lasse, habe er sich jedem persönlichen Kontakt mit dem Vatikan zu entziehen vermocht. (...)

Wenn er – Hitler – in Kirchendingen vor der Öffentlichkeit schweige, so werde das von den schlauen Diplomaten der katholischen Kirche durchaus nicht mißverstanden. Er könne es sich daher auch vorstellen, daß ein Mann wie der Bischof von Galen wisse, daß nach Beendigung des Krieges mit ihm auf Heller und Pfennig abgerechnet werde. Wenn es ihm nicht gelinge, sich vorher in das Collegium Germanicum nach Rom berufen zu lassen, könne er auch versichert sein, daß ihm bei dieser Abrechnung kein Tüpfelchen vergessen werde.

Das Verhalten dieses Bischofs von Galen werde im übrigen ebenfalls ein Grund mit sein, das Konkordat sofort nach dem Kriege aufzuheben, an seine Stelle regionale Regelungen treten zu lassen und die vertraglich zugesicherten Geldmittel der Kirche sofort zu entziehen. Es werde seinen Reichsstatthaltern sicher ein Vergnügen sein, einem Bischof, der sich – vom staatlichen Standpunkt aus gesehen – auf Abwegen befinde, mitzuteilen, daß der Reichsgau wegen momentanen Geldmangels leider zu seinem allergrößten Bedauern die bisher von Fall zu Fall gegebenen Zuwendungen einstellen müsse. Da die Kirche, wenn sie auf Spenden angewiesen sei, keine zwei Prozent des heutigen Reichszuschusses einscheffle, werde jeder Bischof mit seinem Reichsstatthalter Kontakt zu halten suchen, um nach Beseitigung des Konkordats und damit des rechtlichen Zahlungstitels Geld zu bekommen.

Aufgabe des Reichsstatthalters sei es, nach dem Kriege klar erkennen zu lassen, daß er mit der Kirche ebenso wie mit allen anderen örtlichen Genossenschaften oder Vereinigungen verhandle, ohne dabei eine Einschaltung ausländischer Mächte und Kräfte zuzulassen. Der Nuntius könne dann getrost nach Rom zurückgehen und wir sparten uns die Unkosten für eine Vertretung am Vatikan. Nur das Auswärtige Amt werde sicher dem verlorengegangenen Botschafterposten nachweinen.[24]

Quelle: Henry Picker: Hitlers Tischgespräche im Führerhauptquartier 1941–42, Athenäum-Verlag, Bonn 1951


Zusammenfassung

  • Religion hat Berechtigung, Atheismus nicht. Religiöse Toleranz wie in der Antike ist das Ideal. Derjenige Mensch ist in religiöser Hinsicht der größten Verehrung würdig, der Besonderes zur Erhaltung des Lebens seiner Art leistet.
  • Bibel: Ein Jammer, daß Luther sie übersetzt hat, das hat religiösem Wahn Vorschub geleistet, wenn auch eine große sprachschöpferische Leistung. Jesus selbst war Arier (ansonsten kommentiert Hitler die religiöse Gestalt nicht), der Jude Paulus von Tarsus war der eigentliche Erfinder und Verbreiter des Christentums.[25]
  • Christentum: ohne religiöse Tiefe, ohne Überzeugungskraft, erbärmlich sogar gegenüber dem Mohammedanismus;[26] es kann anderen nur gewaltsam aufgezwungen werden (wie bei der Christianisierung Europas); ist Gift, geistig terroristisch aus seiner jüdischen Wurzel heraus; es zerrüttete das Römische Reich und ist der geistige Urheber des Bolschewismus. [Gleichwohl behielt Hitler es bei, allgemein von der „Vorsehung“ und vom „Herrgott“ zu sprechen – auch in öffentlichen Reden, auch nach 1942 –, teilweise in beschwörendem Ton.]
  • Die Kirche, besonders die katholische, ist herrschsüchtig, hinterhältig, grausam, verräterisch sowie verschlagen-anbiedernd gegenüber Mächtigen; sie soll als Einrichtung „abfaulen wie ein brandiges Glied“, nicht staatlicherseits beseitigt werden. Sie hat gewaltigen Schaden angerichtet, und zwar die ganze Geschichte der Deutschen hindurch. Verräterische Kirchenfunktionäre sind nach Kriegsende entsprechend zu behandeln. Zur Aufrechterhaltung der Moral des Volkes ist die Kirche keineswegs notwendig, sondern entbehrlich. Nach dem Krieg wird er ihre Nachwuchsgewinnung erschweren. Die Millionen Reichsmark an Staatsleistungen für die Kirchen sollten besser zur Schaffung von Wehrbauernhöfen im Osten verwendet werden.
  • Konkordat: Nach dem Krieg wird es damit aus sein; keine diplomatische Vertretung des Reichs mehr beim Vatikan; die Reichsebene wird mit kirchlichen Stellen nichts mehr zu tun haben; Kirchenfunktionäre sollen ihre Anliegen den Reichsstatthaltern vortragen, die auch über Gelddinge befinden sollen. Kirche erhält einen Status wie jede andere Vereinigung.[27]

Henry Picker, der aus privaten Äußerungen Adolf Hitlers als Erster ein Buch machte, war ein kirchentreuer Katholik. 1963 veröffentlichte er ein Werk über den Konzilspapst Johannes XXIII.; Pickers „Tischgespräche“ lassen einige scharfe antichristiche Aussagen Hitlers aus, etwa diese:

Schreibfeder.png

„Der schwerste Schlag, der die Menschheit getroffen hat, ist das Christentum; der Bolschewismus ist der uneheliche Sohn des Christentums; beide sind eine Ausgeburt des Juden.“

– ADOLF HITLER[28][29]


Siehe auch

Fußnoten

  1. Henry Picker: Hitlers Tischgespräche im Führerhauptquartier 1941–42, Athenäum-Verlag, Bonn 1951 [viele Auflagen]; hier zitiert als Picker
  2. „[T]he book is still in my view one of the best windows into the mind of Hitler himself“, [1]
  3. Werner Jochmann in der Einleitung zu Adolf Hitler: Monologe im Führerhauptquartier 1941–1944. Die Aufzeichnungen Heinrich Heims. Herausgegeben von Werner Jochmann. Sonderausgabe für den Gondrom Verlag, Bindlach 1988, S. 34
  4. Picker, S. 96 f.
  5. Picker, S. 198 f.
  6. Picker, S. 339
  7. Picker, S. 340–343
  8. Picker, S. 299
  9. Der Preußenkönig hielt Abstand zum Christentum. An seinen Bruder August Wilhelm schrieb er am 3. April 1753: „Wenn ich nicht zum Abendmahl gehe, so geschieht es, weil ich nicht auf dem Standpunkt des christlichen Glaubens stehe. Ich finde ihn widersinnig und möchte um nichts auf der Welt die Fehler, die ich schon habe, durch das Laster der Heuchelei vermehren.“ Zit. in: Karlheinz Deschner (Hg.): Das Christentum im Urteil seiner Gegner. Max Hueber Verlag, 1986, S. 147
  10. Picker, S. 343–345
  11. Siehe zum Gegenstand auch im Artikel Christentum den Abschnitt Christentum und biologische Gruppenzugehörigkeiten
  12. Wandlung/Verwandlung oder Transsubstantiation (lat. für „Wesensverwandlung“) bezeichnet in der christlichen Theologie die Wandlung von Brot und Wein in den Leib und das Blut Jesu Christi in der katholischen Messe.
  13. Vgl. zu heutigen Debatten, ob insbesondere im Zusammenhang mit weißer Selbstbehauptung Christlichkeit eine Verliererhaltung ist: Axe of Perun: All Christians Are Cucks, 2017 [117 S.] – E-Book – modern-rassenrealistische Abhandlung zum Christentum (2016/17)
  14. Picker, S. 348 f.
  15. Picker, S. 204 f.
  16. Picker, S. 351–353
  17. Picker, S. 354
  18. Picker, S. 355–357
  19. Picker, S. 358 f.
  20. Picker, S. 365 f.
  21. Siehe Katholische Kirche – Ausführungen zum Reichskonkordat
  22. Vgl. Gesetz über den Neuaufbau des Reiches vom 30. Januar 1934
  23. Im Original hier eine Fußnote mit längerem Text, von deren Wiedergabe abgesehen wird.
  24. Picker, S. 370–375
  25. Vgl. obigen Eintrag unter dem 13. XII. 1941
  26. Hitler verwendet diesen Begriff, nicht „Islam“.
  27. Urheber der Zusammenfassung: Metapedia
  28. Adolf Hitler: Monologe im Führerhauptquartier 1941–1944. Die Aufzeichnungen Heinrich Heims. Herausgegeben von Werner Jochmann, Bindlach 1988, Aufzeichnung vom 11./12.7.1941 (S. 141)
  29. Diese Verbindung stellte erstmalig zusammenhängend dar Dietrich Eckart: Der Bolschewismus von Moses bis Lenin – Zwiegespräch zwischen Adolf Hitler und mir, Hoheneichen-Verlag, München o. J. [1924, Verlags-Nachwort: „1. März 1924“; Druckvermerk: „Printed in England by COACHKARN LTD., London W1R 9DE“] (PDF-Datei, Hörbuch)