Gottberg, Curt von

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Ritterkreuzträger Curt von Gottberg

Curt Gustav Friedrich Walther von Gottberg (zuweilen auch: Kurt; Lebensrune.png 11. Februar 1896 in Preußisch Wilten; Todesrune.png 31. Mai 1945 bei Flensburg) war ein deutscher Offizier des Deutschen Heeres (Leutnant), der Freikorps (Marine-Brigade „Ehrhardt“), der Vorläufigen Reichswehr (verabschiedet im April 1920 als Oberleutnant), der SA und der SS, zuletzt SS-Obergruppenführer und General der Waffen-SS, seit 2. Dezember 1944 stellvertretender Befehlshaber des Ersatzheeres sowie Ritterkreuzträger im Zweiten Weltkrieg.

Werdegang

Präsident des Weißruthenischen Zentralrats Radaslau Astrouski (Radoslav Ostrovsky) und Carl von Gottberg
Curt von Gottberg zeichnet die im April 1907 im Gouvernement Minsk geborene weißrussische Ärztin und Jugendführerin (ab Mitte 1942 leitete sie die Versorgung der Kinder im Weißruthenischen Selbsthilfewerk. Am 22. Juni 1943 wurde sie Vorsitzende der Mädchenorganisationen des Weißruthenischen Jugendwerks) Nadseja Abramawa (Nadezhda Abramova) aus.[1]

Zweiter Weltkrieg

Parade der SS-Polizei-Regimenter bzw. Ordnungspolizei der Kampfgruppe „von Gottberg“, Unabhängigkeitsplatz in Minsk, 1943 (Ablichtung vom Dach des Weißen Hauses der Regierung aus)

Von Gottberg war mit als Kommandeur der Kampfgruppe „von Gottberg“ Experte für die Bandenbekämpfung. Er vereinigte vom März 1943 bis zum Juli 1944 die höchste zivile und militärische Gewalt in Weißruthenien in Personalunion. 1943 wurde er von Erich von dem Bach-Zelewski für das Deutsche Kreuz in Gold, 1944 von Generalfeldmarschall Ernst Busch, Oberbefehlshaber der Heeresgruppe Mitte, für das Ritterkreuz für dessen Erfolge bei den Unternehmen „Frühlingsfest“ und „Regenschauer“ vorgeschlagen.

Während des Zusammenbruchs der Heeresgruppe Mitte wurde er Anfang Juli 1944 zum Höheren SS- und Polizeiführer (HSSPF) für Rußland-Mitte und Weißruthenien befördert. Vom 7. August 1944 bis zum 18. Oktober 1944 war von Gottberg Kommandierender General des XII. SS-Armeekorps.

Endkampf

Von Gottberg wurde seit März 1945, zusätzlich zu seiner Aufgabe der Bewachung des Reichseisenbahnnetzes im Kampf gegen Fahnenflüchtige, von Joseph Goebbels mit der Remobilisierung von bereits aus der Wehrmacht entlassenen Soldaten für den Endkampf um Deutschland betraut.

Tod

Von Gottberg soll am 31. Mai 1945 bei Flensburg in britischer Kriegsgefangenschaft Suizid begangen haben, um eine völkerrechtswidrige Auslieferung an die Bolschewisten zuvorzukommen.

Familie

Curt von Gottberg war der Sohn von Walter Gustav Anton Ferdinand von Gottberg (1870–1945) und dessen Gemahlin Agnes, geb. Freiin von der Goltz (1869–1923). Curt war zweimal verheiratet, mit Leonie Magdalene Emma Leonie von Gottberg und dann mit Charlotte, geb. Kniep. Mit beiden Ehefrauen hatte er jeweils drei Kinder:[2]

  • Christa-Viktoria Agnes Elisabeth (∞ von Janson)
  • Johanna Frieda Erika (∞ von Glasow)
  • Elisabeth von Gottberg (Lebensrune.png 1923; Todesrune.png 1942 als DRK-Schwester an der Ostfront)
  • Peter Lorenz von Gottberg (1930–1941)
  • Rasmus Heinrich Ernst von Gottberg
  • Hans-Wittich von Gottberg

Mitgliedschaften

SS-Beförderungen (absteigend)

Auszeichnungen (Auszug)

Verweise

Fußnoten

  1. Abramawa wurde im Sommer 1944 nach Deutschland ausgeflogen. 1945 heiratete, blieb in Deutschland als aktive weißrussische Exilantin, arbeitete am Münchener Institut zur Erforschung der UdSSR e. V., wo sie sich mit den Themen Atheismus und Religion auseinandersetzte und verstarb in München am 18. Februar 1979.
  2. Curt Gustav Friedrich Walter von Gottberg
  3. Dienstaltersliste der Waffen-SS vom 1. Juli 1944. Lfd. Nr. 21a (als Kurt von Gottberg)