Deutscher Gruß

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Adolf Hitler, Olympische Sommerspiele 1936 in Berlin.jpg

Der Deutsche Gruß (auch Hitlergruß) ist der nationalsozialistische Gruß durch Heben des gestreckten rechten Armes bis auf Augenhöhe.

Inhaltsverzeichnis

Erläuterung

Hanna Reitsch mit Deutschem Gruß
Scholtz-Klink, Himmler, Heß (SA-Gruß), von Schirach und Artur Axmann auf der Großkundgebung des HJ-Landdienstes im Berliner Sportpalast am 13. Februar 1939
Eduard VIII. bringt der noch jungen Elisabeth II., ihrer Mutter und ihrer Schwester Margaret 1933 den Deutschen Gruß bei

In den VSA ist dieser Gruß als „Bellamy Salute“ (Bellamygruß) bekannt. Von 1892 bis 1942 war dieser Gruß Teil des Rituals beim Treuegelöbnis gegenüber der Flagge und der Republik der Vereinigten Staaten von Amerika (engl.: Pledge of Allegiance) und beim Singen der Nationalhymne. Wegen des von Duce Benito Mussolini wieder eingeführten „salute romana“ (Römischer Gruß) und wegen des Hitlergrußes schlug Präsident Franklin D. Roosevelt vor, diesen Brauch zu ändern. Der VS-Kongreß setzte den Vorschlag im Dezember 1942 um.

Ursprung

Der Deutsche Gruß wird auf eine schon bei den Germanen gebräuchliche Grußformel als Waffengruß mit Ger oder Speer zurückgeführt. Während des Mittelalters und bis in die Neuzeit hinein wurde bei deutschen Kaiserkrönungen zudem der rechte Arm gehoben und dabei laut „Vivat!“ (dtsch.: Er lebe!) gerufen.

Deutscher Gruß bis 1945

Während des nationalsozialistischen Deutschlands war der Deutsche Gruß die übliche Grußform zwischen Volksgenossen; es war freigestellt, dabei die Worte „Heil Hitler“, „Sieg Heil“ oder einfach nur „Heil!“ oder auch gar nichts zu sagen. Andere Worte waren aber gleichzeitig mit dem deutschen Gruß nicht zu sagen. Beim Grüßen Hitlers wurde „Heil mein Führer!“ ausgerufen.

Innerhalb der SA wurde der SA-Gruß präsentiert, bei dem der gestreckte rechte Arm ebenfalls auf Augenhöhe erhoben wurde, während die linke Hand das Koppel umfaßte.

Der Deutsche Gruß, welcher bereits vor der nationalsozialistischen Revolution zur Begrüßung zwischen NSDAP-Mitgliedern üblich war, wurde ab 1933 vor dem Händeschütteln vollzogen. Am 22. Mai 1933 wurde zwischen den Verbänden der SA, der SS und des Stahlhelms diese Grußpflicht eingeführt. Für die Soldaten der Reichswehr (ab 1934 Wehrmacht) war er ebenfalls angeordnet, sofern keine Kopfbedeckung getragen wurde. Mit Rundschreiben vom 13. Juli 1933 ordnete Wilhelm Frick allen Reichsbehörden und Landesregierungen an, den deutschen Gruß für den dienstlichen Bereich einzuführen.

Unter den Nationalsozialisten wurde die Bedeutung des Grußes zum offiziellen Grußritual des deutschen Volkes erweitert. Im Zuge allgemein steigender Wertschätzung und Autorität Adolf Hitlers brachten zahlreiche Deutsche, jedoch auch sehr viele Nicht-Deutsche aus dem Ausland, mit diesem Deutschen Gruß vielfach ihre Verehrung des Führers zum Ausdruck; es handelte sich dabei nicht um einen staatlich oktroyierten Personenkult um den Führer und Reichskanzler Hitler.

Deutscher Gruß nach 1945

Nach 1945 wurde der Deutsche Gruß im okkupierten Deutschland durch die Siegermächte verboten. In der BRD ist die Verwendung des Deutschen Grußes und anderer Formen (etwa „Mit Deutschem Gruße“ oder der SS-WahlspruchMeine Ehre heißt Treue“) durch § 86a des Strafgesetzbuches (→ Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen) unter Strafe gestellt. Entsprechende Paragraphen finden sich auch im Strafgesetzbuch der Republik Österreich.

Eine geregelte Ausnahme ist ausschließlich das Zeigen zur „Berichterstattung über die Geschichte“, das z. B. in der BRD laut § 86 Absatz 3 StGB nicht strafbar ist.

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Widerstandsgruß

Zur Umgehung dieses Verbotes entstand in den 1970er Jahren der sogenannte Widerstandsgruß, fälschlicherweise auch Kühnengruß genannt nach Michael Kühnen. Der rechte Arm wird beim Widerstandsgruß gestreckt und der Daumen, der Zeigefinger und der Mittelfinger werden abgespreizt. Die anderen Finger bleiben angewinkelt. Es entsteht ein „W“ für „Widerstand“. Oft wird jedoch auch nur der Daumen abgespreizt. Auch dieser Widerstandsgruß wird von den BRD-Strafgerichten, da dem Hitlergruß zum Verwechseln ähnlich, als strafbar gemäß § 86a Absatz 2 Satz 2 des StGB angesehen.

Siehe auch

Verweise

Fußnoten

  1. Tatsächlich wird hier in der militärischen Formation („Richt Euch“) der Abstand zum Kameraden rechts durch den ausgestreckten Arm gemessen, um die Aufstellung der Ehrengarde (Honor Guard) zu vollenden.
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