Damsleth, Harald

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Harald Damsleth um 1949

Harald Damsleth (Lebensrune.png 16. August 1906 in Bremen; Todesrune.png 1. März 1971 in Oslo) war ein deutsch-norwegischer Plakatkünstler, Kriegsmaler, Kriegsberichterstatter, Zeichner und Grafiker. Wie unter anderem Ludwig Hohlwein zählte Damsleth zu den prominentesten und stilbildenden Vertretern der Reklamekunst. Er war seit der Gründung 1933 Mitglied der Nasjonal Samling. In seinen 40 Jahren als Künstler erschuf Damsleth über 5.000 Gemälde, Plakate und andere Werke. Zu seinen bekanntesten und propagandistisch beeindruckendsten Werken gehört „Kultur-Terror“, das auch als „Liberators“ bekannt ist und u. a. 1944 von der niederländischen SS-Zeitschrift „Storm SS“ veröffentlicht wurde.

Leben

Damsleth bei der Ausstellung „Nordmannafolket“ (Volk der Nordmänner)

Harald Damsleth wurde 1906 in Bremen geboren. Seine Eltern waren der norwegische Ingenieur Olaf Martinius Damsleth (1878–1957) und die Deutsche Katharina Elise Foss (1878–1917). Als sein Vater wieder nach Norwegen zurückkehrte, um bei der Firma „Fredrikstad Mekaniske Verksted“ zu arbeiten, blieb der junge Harald bei seiner Mutter, die jedoch 1917 verstarb. Anschließend mußte Harald zu seinem Paten, dem Bankdirektor Erling Sandberg, wo er lebte und aufwuchs. Nach dem Abitur zog es ihn wieder nach Deutschland, wo er von 1929 bis 1931 studierte und sich auch mit seiner zukünftigen Frau, die er dort kennengelernt hatte, verlobte.

Von 1931 bis 1938 arbeitete er freiberuflich für zahlreiche Werbefirmen sowie Zeitschriften und gestaltete Umschläge für Bücher. 1933 hatte er auch einen langen Auftrag in den Vereinigten Staaten. 1939 bekam er dann den Auftrag, in Neuyork den norwegischen Pavillon für die Weltausstellung 1939/40 zu gestalten. Walt Disney wurde auf ihn aufmerksam und bot dem begabten Künstler eine hochbezahlte Stelle in Los Angeles an, aber Damsleth kehrte mit seiner Familie zurück nach Oslo, wo er eine Stelle bei „Herolden Annonsebyrä A/S“ annahm. Der Direktor war Per Sandberg, Kommissar der Nasjonal Samling für die drei Revuetheater Oslos.

Nach dem Unternehmen „Weserübung“ wurde Damsleths Pate und Ziehvater Erling Sandberg in die Regierung von Josef Terboven berufen, nun erhielt Damsleth zunehmend öffentliche Aufträge. Seine beindruckenden Plakate wurden in großer Anzahl gedruckt. Damsleth und seine Mitarbeiter erhielten Großaufträge von Zeitungen und Zeitschriften, sie gestalteten Ansichtskarten, Medaillen, Kinowerbung, aber auch alle Vorlagen für die Briefmarken Norwegens. Er nahm an zahlreiche Messen und Ausstellungen teil. Bei der vierwöchigen Ausstellung „Norwegens Wiedererhebung“, die gemeinsam mit dem Reichstreffen am 25. September 1942 begann, war er der Hauptkünstler. Zuvor war er bei der Waffen-SS an der Ostfront als Kriegsberichter und Kriegsmaler gewesen. Seine Anwerbeplakate für die Freiwilligen-Legion „Norwegen“ haben in Sammlerkreise Kultstatus. Auch der Entwurf für das Frontkjemper-Abzeichen stammt von ihm.

Nachkriegszeit

Nach dem Krieg wurde Damsleth „Landesverrat“ vorgeworfen, am 15. Mai 1945 plädierte er auf „nicht schuldig“ und durfte weiterarbeiten. Er wurde 1947 von dem Verlag Børrehaug & Co. angestellt und konnte wieder Buchumschläge gestalten, darunter christliche Werke und Trivialliteratur wie James Bond. Seine Klienten von früher blieben weitgehend aus, die neuen bestanden darauf, daß er seine Werke nicht mehr mit dem eigenen Namen signieren sollte. Seine deutsche Frau, die schon lange als Norwegerin eingebürgert worden war, fühlte das ganze Ausmaß der gesellschaftlichen Verachtung nach dem Krieg, ähnlich den Norwegerinnen, die sich in einen deutschen Soldaten verliebt hatten (→ Liebschaften deutscher Besatzer im Zweiten Weltkrieg).

1950 wurde er dann erneut als „Landesverräter“ und „Kollaborateur“ angeklagt und diesmal zu fünf Jahren Arbeitslager verurteilt; nach zwei Jahren wurde er begnadigt, inzwischen war aber ein Großteil seiner Arbeit aus den Jahren 1940 bis 1945 zerstört worden. Die Kunstszene im Nachkriegs-Norwegen dämonisierte ihn derart, daß er beinahe völlig in Vergessenheit geriet.

Familie

Harald Damsleth heiratete seine deutsche Verlobte Liselotte Friedmann (1915–1995), die er während seines Kunststudiums in Deutschland kennengelernt hatte. Aus der Ehe sind drei Kinder entsprossen, darunter die Söhne Einar Wilhelm Damsleth und Olav Paul Klaus Damsleth.[1]

Plakate (Auswahl)

Verweise

Fußnoten