Lemm, Heinz-Georg

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Oberst Heinz-Georg Lemm; Autogrammkarte nach 1979 als Generalleutnant a. D. unterschrieben.

Heinz-Georg Lemm (Lebensrune.png 1. Juni 1919 in Schwerin; Todesrune.png 17. November 1994 in Ruppichteroth)[1] war ein deutscher Offizier der Wehrmacht, zuletzt Oberst des Heeres und Schwerterträger des Zweiten Weltkrieges sowie Generalleutnant der Bundeswehr.

Werdegang

Ritterkreuzverleihungszeremonie durch Oberstleutnant (ggf. Oberst) Joseph Stuppi
Eichenlaubträger Heinz-Georg Lemm.jpg

Nachdem Lemm 1936 sein Abitur gemacht hatte, trat er als Fahnenjunker in das in Schwerin stationierte Infanterie-Regiment 27 der 12. Infanterie-Division ein. 1938 nach Besuch der Kriegsschule München wurde er zum Leutnant befördert und anschließend als Rekrutenoffizier und Reiterzugführer eingesetzt.

Zweiter Weltkrieg

Anfang 1945 wurde der 25jährige Lemm zum jüngsten Oberst der deutschen Wehrmacht befördert. Im April 1945 geriet er während eines Spähtruppunternehmens in VS-amerikanische Kriegsgefangenschaft, seine Division kapitulierte nur Stunden darauf.

Nachkriegszeit

Nach zehn Monaten wurde er aus der Kriegsgefangenschaft entlassen, daraufhin jedoch von sowjetischen Soldaten erneut gefangengenommen und kehrte erst 1950 aus sowjet-bolschewistischer Kriegsgefangenschaft nach Deutschland zurück.

Bundeswehr

1957 (ggf. 1958) wieder in die Deutsche Bundeswehr eintreten, stieg Heinz-Georg Lemm 1963 zum Brigadegeneral auf und kommandierte bis 1965 die Panzergrenadierbrigade 7 der 3. Panzerdivision in Hamburg. Ab 1970 bereits Generalmajor, befehligte er in Folge die 5. Panzerdivision in Diez (10. September 1970 bis 15. Januar 1974), ehe er 1974 als Generalleutnant Chef des Truppenamtes der Bundeswehr wurde.

OdR und RdS

Lemm wurde am 30. September 1979 in den Ruhestand verabschiedet und wurde im selben Jahr, als Nachfolger des Schwerterträgers Horst Niemack, Ehrenpräsident der Ordensgemeinschaft der Ritterkreuzträger. Bis 1985 war er Präsident des Rings deutscher Soldatenverbände (RdS) und danach bis 1988 deren Ehrenpräsident.

Tod

Generalleutnant a. D. Heinz-Georg Lemm verstarb 1994 und wurde in der Grabstätte seiner ersten Frau beigesetzt.

Familie

Lemm heiratete im Krieg seine Verlobte Gertrud „Gert“ von Cardinal, die lange Jahre treu auf ihn wertete, bis er wieder aus der Gefangenschaft entlassen wurde. „Gert“ verstarb im Juni 1984. Lemm, nun Witwer, heiratet e 1992 zum zweiten Mal im Alter von 72 Jahren. Seine zweite Gemahlin war die die Witwe von Ritterkreuzträger Oberst a. D. Christian Lotze.

Schlachtenteilnahme

Auszeichnungen (Auszug)

Nachkriegszeit

Bildergalerie

Schriften

  • Soldaten des Heeres in ihrer Geschichte – Vorträge von Generalleutnant Heinz-Georg Lemm, Amtschef des Heeresamtes, 1977

Verweise

Fußnoten

  1. Oberst Lemm, Heinz-GeorgDas-Ritterkreuz.de
  2. Das Füsilier-Regiment 27 wurde am 10. Dezember 1942 aufgestellt. Das Regiment entstand durch die Umbenennung des Infanterie-Regiment 27. Das Regiment wurde als Traditionsträger des Füsilier-Regiments „Kaiser Wilhelm“ Nr. 90 Rostock aufgestellt. Das Regiment unterstand der 12. Infanterie-Division und kämpfte an der Ostfront. Nach weiteren schweren Verlusten bei Demjansk mussten im April 1943 zuerst die 7. und 8. Kompanie aufgelöst werden. Am 17. September 1943 wurde dann das ganze II. Bataillon aufgelöst und auf das I. und III. Bataillon verteilt werden. Eine Neuaufstellung des Bataillons erfolgte erst im August 1944. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte das Regiment im Nordabschnitt der Ostfront weitere schwere Verluste hinnehmen müssen. Ende 1943 nahm es an der Abwehrschlacht an der Newel teil. Im Januar 1944 wurde das Regiment zur 3. Panzer-Armee nach Witebsk verlegt. Nach einer kurzen Ruhepause ging es zur 4. Armee bei Mogilew. Dort wurde das Regiment mit der 12. Infanterie-Division im Kessel von Mogilew eingeschlossen und zerschlagen. Die offizielle Auflösung erfolgte im Juli 1944. Im August 1944 wurde das Regiment aus seinen Resten neu aufgestellt und der 12. Volks-Grenadier-Division für den Einsatz im Westen unterstellt. Das neu aufgestellte Regiment wurde im September 1944 in den Kampfraum Aachen geworfen, wo es den amerikanischen Vormarsch im Hürtgenwald zum Stehen bringen konnte. Am 30. September wurde das Grenadier-Ausbildungs-Bataillon 473 eingegliedert. Während der Ardennenoffensive war das Regiment dem I. SS-Panzerkorps „Leibstandarte“ unterstellt. Während der schweren Kämpfe bei Malmédy-Eisenborn verblutete das Regiment zum zweiten Male. Die anschließenden Rückzugskämpfe führten die Reste über Aachen in den Ruhrkessel, wo sie im April/Mai 1945 in amerikanische Gefangenschaft gingen. Für die Ersatzgestellung der beiden Regimenter war das Grenadier-Ersatz-Bataillon 27, später Füsilier-Ersatz-Bataillon 27, zuständig.