Löns, Hermann

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Hermann Löns.JPG

Hermann Löns (Lebensrune.png 29. August 1866 in Culm bei Bromberg in Westpreußen; Todesrune.png gefallen 26. September 1914 bei Loivre in der Nähe von Reims, Frankreich) war ein deutscher Journalist und Schriftsteller. Schon zu Lebzeiten war Löns, dessen Landschaftsideal die Heide war, als Jäger, Natur- und Heimatdichter sowie als Naturforscher und -schützer zum Mythos geworden.[1] Löns hat die literarische Darstellung von Tier und Natur erfunden. Er verwendete auch Pseudonyme, beim „Hannoverschen Anzeiger“ Fritz von der Leine und beim „Hannoverschen Tageblatt“ Ulenspiegel.

Hermann Löns setzte ab 1905 unter seine Unterschrift häufig das Zeichen der Wolfsangel, das aus diesem Grunde der „Verband der Hermann-Löns-Kreise“ heute in seinem Logo führt. Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde er als Nationaldichter verehrt.

Leben

Hermann Löns (links) mit seinem Bundesbruder, dem späteren Professor Dr. Max Franz Apffelstaedt (1863–1950), nach einer Mensur in Göttingen

Hermann Löns wurde als erstes von 14 Kindern des Gymnasiallehrers Friedrich Löns und dessen Frau Clara, geb. Cramer, in Kulm (Westpreußen) geboren und wuchs seit 1867 in Deutsch Krone auf, wo er 1873 eingeschult wurde. Einen Teil seiner Jugend- und Studentenjahre verbrachte er in Münster, nachdem sein Vater 1884 als Lehrer an das Gymnasium Paulinum versetzt worden war. Die Familie wohnte u. a. in der Johanniter-Kommende, dort war in den 1930er Jahren zeitweise Münsters Drei-Frauen-Museum (Annette von Droste-Hülshoff, Amalie von Gallitzin und Elisabeth Ney) untergebracht. Löns leistete 1882 seinen Militärdienst als Einjährig-Freiwilliger.

Nach dem Abitur am Gymnasium Paulinum 1887 studierte er Medizin, Naturwissenschaften und Mathematik in Münster, Greifswald und Göttingen. In Greifswald war er Mitglied der schlagenden Studentenverbindung „Turnerschaft Cimbria“ (1888 Ausschluß aus der Verbindung, weil er Schulden bei der Verbindung nicht begleichen konnte), in Göttingen gehörte er der „Landsmannschaft Verdensia“ an. 1889 wurde Löns dem Landsturm zugewiesen und kehrte auf Wunsch seines Vaters nach Münster zurück, wo er sich in Mathematik und Naturwissenschaften einschrieb. Er verfolgte wissenschaftliche Interessen als Weichtierkundler (Malakologe). Als naturwissenschaftlicher Forscher war Löns mit Hermann Landois und Fritz Westhoff befreundet. Zu seinen langjährigen Freunden gehörte auch Jans Rödiger, Jäger wie Löns und u. a. Verfasser von Zeitungsartikeln.

Der Schriftsteller

Hermann Löns in Hannover

Zwischen 1893 und 1909 arbeitete Hermann Löns bei verschiedenen Zeitungen in Hannover. Er schrieb Jagdgeschichten, Berichte aus der Heide und setzte sich für den Naturschutz ein. Der im Jahre 1910 erschienene historische Roman „Der Wehrwolf“ wurde einer seiner größten Erfolge.

Der Grabstein bei Walsrode mit der Wolfsangel
Schutz der Umwelt, Bewahrung von Volkstum und heimischer Flur, ist auch Gegenstand einer seiner schönsten und bedeutungsvollsten Geschichten, ‚Die Wallhecke‘. Nicht als Pseudoökologe oder Kathederschwärmer, nein, aus Seele und Sagen seines Volkes schöpfend, verleiht er seiner Schilderung des Gesichtes niedersächsischer und westfälischer Landschaft dichterische Gestaltung von seltener Ausdruckskraft. In dieser und ähnlichen Erzählungen tritt uns noch ein anderer Wesenszug von Hermann Löns entgegen: Seine Vorliebe für die Zeit unserer germanischen Vorfahren, für ihr Brauchtum und ihren Glauben an die alten Götter, an Wode, den wilden Jäger, oder Thor, den Donnerer, für Wehrhaftigkeit und harte Bauernarbeit. Das paßt ganz und gar zu seiner imponierenden nordisch-fälischen Erscheinung mit dem scharf geschnittenen Gesicht, der prominenten Nase und den stahlblauen Augen. Wie aus vielen seiner Geschichten erkennbar, steht Löns dem Christentum gleichgültig gegenüber. Seine seelischen Wurzeln reichen weiter zurück bis zu unserer heidnischen, germanischen Vorzeit mit ihren Göttern und Helden. Die blonden Männer oder Frauen mit blauen Augen, die er bevorzugt schildert, sind germanischen Blutes. Gerade beim zarten Geschlecht bewundert er die „strohblonde, rot- oder flachsblonde“ Maid. Mit warmen Worten preist er ihre natürliche Schönheit, schreckt aber auch nicht vor harten Bildern aus harter Vergangenheit zurück, wie z. B. in seiner Erzählung Frau Einsamkeit: ‚Ein Mensch begegnete uns, ein Mädchen, groß, blond, blauäugig ... Ob sie wohl wußte, wie schön sie war in ihrem selbstgewebten Rock, mit dem schlichten Haar? Der Hermann da oben schien sie zu grüßen, das Bauernmädchen, mit hochgerecktem, grünblitzendem Schwert, als eine Urtochter von denen, die als Mütter ihm Söhne gaben, Feinde zu würgen und Räuber zu schlachten, gleichgültig und erbarmungslos, wie es das Raubzeug verdient.‘“[2]

Erster Weltkrieg

Hermann Löns zum Gedächtnis aus der Zeitung „Wille zum Reich

Kurz nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges meldete sich Löns als Kriegsfreiwilliger. Nur durch Beziehungen gelang es ihm, als Soldat angenommen zu werden, denn er hatte keinen Militärdienst abgeleistet, befand sich in schlechtem gesundheitlichen Zustand und war bereits 48 Jahre alt. Löns kam als Infanterist zuerst in die 4., dann in die 3. Kompanie des Füsilier-Regiment „Feldmarschall Prinz Albrecht von Preußen“ (Hannoversches) Nr. 73 aus Hannover, dem später auch der Schriftsteller Ernst Jünger als Leutnant angehörte.

Er wollte direkt an die Kriegsfront und lehnte den ihm angebotenen Dienst als Kriegsberichterstatter in der Etappe beim Stab ab. Sein Kriegstagebuch wurde erst 1986 zufällig in einem VS-amerikanischen Archiv gefunden. Die verlustreiche Marneschlacht fand gerade zwei Wochen vor dem Eintreffen von Löns an der Front statt.

Tod

Bronzestatue des Heidedichters und Jägers Hermann Löns mit Teckel in Walsrode

Nach knapp einem Monat Kriegsdienst fiel Löns bei seinem ersten Sturmangriff gegen französische Truppen etwa 10 km nördlich von Reims.

„Er, der Sproß aus altem westfälischen Bauernstamme, gehörte zum Geschlechte derer, die nicht in den Betten sterben können, denen kein sanfter Strohtod‚ mit viel Gezappele und Athereinspritzungen‘ letztes Verlangen ist, sondern die sterben wollen, die Faust am Pfluge oder in der Faust das Schwert.“ — Dr. Friedrich Castelle

Grabstätte und Umbettung

Der Kompaniechef fertigte eine Skizze von Löns' ungefährer Grabstelle an. 1918 wurde ein deutsches Kommando zur Suche nach dem Löns-Grab in die Gegend geschickt. Anhand der Lageskizze errichtete es ein Kreuz mit einer Widmung für Löns. Nach der vorgeblichen Identifizierung der Erkennungsmarke von Löns 1934 wurden die am 5. Januar 1933 (ein Bauer hatte zuerst Stiefel, dann Skelett und Erkennungsmarke beim Pflügen gefunden) in Loivre in einem Einzelgrab des deutschen Friedhofs von Loivre bestatteten Gebeine auf Anordnung Adolf Hitlers unverzüglich in Frankreich exhumiert und nach Deutschland überführt. Dabei war nicht sicher geklärt, ob diese sterblichen Überreste wirklich die von Hermann Löns waren. SA-Angehörige entnahmen den Sarg 1934 in einer Nacht- und Nebelaktion aus der Friedhofskapelle in Fallingbostel und begruben ihn an der Straße Soltau-Hamburg beim Ort Barrl.

Die mit der SA rivalisierende Reichswehr grub den Sarg rund ein Jahr später wieder aus und bestattete ihn in einer würdevollen Veranstaltung am 2. August 1935 in Tietlingen bei Walsrode auf einem Grundstück des Heimatdichters und Bauern Wilhelm Asche. Dem Grab wurde eine Urkunde Adolf Hitlers mit einer Widmung seines Schaffens beigegeben. Es ist jedoch nicht sicher, ob sich im heutigen Grab die sterblichen Überreste von Hermann Löns befinden. Auf dem Grab befindet sich ein Findling, in den der Schriftzug Hier ruht Hermann Löns eingraviert wurde. Unter dem Namen befindet sich das von ihm gewählte Zeichen der Wolfsangel. Das Lied der Reiter-SABraune Husaren“ ist eine leicht abgeänderte Version von Löns’ „Husarenlied“, auch bekannt als „Rote Husaren“.

Familie

Löns war in erster Ehe seit dem 21. Januar 1893 mit Elisabeth Erbeck, gesch. Müller (1864–1922), verheiratet (er hatte sie 1889 in Münster kennengelernt, seit 1890 verlobt), von der er sich aber 1901 scheiden ließ. Die Ehe blieb nach fünf Fehlgeburten kinderlos. 1902, nachdem die Scheidung rechtskräftig geworden war, heiratete er in Hannover seine Arbeitskollegin und Verlobte Lisa Hausmann (1871–1955) und konvertierte vom katholischen zum evangelisch-lutherischen Glauben. Aus der Ehe ging ein Kind hervor, Sohn Dettmer (Lebensrune.png 15. Juni 1906; Todesrune.png 1. März 1968).

Zitate

  • „Ich bin Teutone hoch vier. Wir haben genug mit Humanistik, National-Altruismus und Internationalismus uns kaputt gemacht, so sehr, daß ich eine ganz gehörige Portion Chauvinismus sogar für unbedingt nötig halte. Natürlich paßt das den Juden nicht und darum zetern sie über Teutonismus. Das aber ist der Weg, die Wahrheit und das Leben.“[3]
  • „Mein rotestes Gelüste ist, eine Schlacht mitzumachen, aber mit der Waffe in der Hand, so eine, wo man das Weiße im Auge sehen kann beim Gegner.“[3]

Siehe auch

Werke

  • Lüttjemann und Püttjerinchen, Märchen, Nachdruck der Originalausgabe von 1924, Melchior-Verlag, ISBN: 978-3-941555-54-9, (Bestellmöglichkeit)

Prosa

  • Mein grünes Buch (1901), Jagdschilderungen (PDF-Datei)
  • Mein braunes Buch (1907), 21 Erzählungen aus der Heide (PDF-Datei) Für Nicht-USA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
  • Was da kreucht und fleucht: ein Tierbuch (PDF-Datei) Für Nicht-USA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
  • Der letzte Hansbur (1909), Bauernroman aus der Lüneburger Heide (PDF-Datei)
  • Dahinten in der Heide (1909), Niedersächsischer Roman (PDF-Datei) Für Nicht-USA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
  • Mümmelmann (1909), Ein Tierbuch (PDF-Datei) Für Nicht-USA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
  • Der Wehrwolf (1910), Eine Chronik aus dem Dreißigjährigen Krieg (in verschiedenen Formaten zum Herunterladen)
  • Das zweite Gesicht (1911), Eine Liebesgeschichte
  • Der zweckmäßige Meyer (1911), Ein schnurriges Buch. 20 Humoresken aus dem Naturleben (PDF-Datei) Für Nicht-USA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
  • Kraut und Lot (1911), Ein Buch für Jäger und Heger
  • Haidbilder (1912), Neue Folge von Mein braunes Buch
  • Auf der Wildbahn (1912), Jagdnovellen
  • Da draußen vor dem Tore (1912), Heimatliche Naturbilder (PDF-Datei) Für Nicht-USA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
  • Mein buntes Buch (1913), Naturschilderungen
  • Goldhals (1914), Ein Tierbuch für die Jugend
  • Widu (1917), Ein Tierbuch
  • Die Häuser von Ohlenhof (1917), Roman eines Dorfes
  • Wasserjungfern: Geschichten von Sommerboten und Sonnenkündern (1919) (PDF-Datei)
  • Aus Wald und Heide. Geschichten und Schilderungen für die Jugend (PDF-Dateien: S. 1-39, S. 40–79, S. 80–110)

Lyrik

  • Mein goldenes Buch (1901), Gedichtband
  • Mein blaues Buch (1909), Balladen und Romanzen PDF-Datei
  • Der kleine Rosengarten (1911), Gedichtband (PDF-Datei)
  • Auf der Lüneburger Heide, Text aus dem Gedichtband Der kleine Rosengarten – Vertonung Ludwig Rahlfs
  • Junglaub, Lieder und Gedichte (entstanden zwischen 1884 und 1890, posthum erschienen 1919)
  • Erwartung
  • Das Scheiden

Literatur

Verweise

Weltnetz

Filmbeiträge

Schriften

Fußnoten

  1. Von 1895 bis 1914 unternahm er immer Ausflüge in die Umgebung, insbesondere in die Lüneburger Heide, und ging seiner Jagdleidenschaft nach. Als erfolgreicher Journalist, Schriftsteller, Buchautor, Naturliebhaber und Heidedichter wurde er während dieser Jahre bekannt, genoß Anerkennung und verkehrte in angesehenen gesellschaftlichen Kreisen.
  2. Vgl.: Heinrich Piebrock: Hermann Löns – Dichter der Heide und deutscher Art, Verlag für Ganzheitliche Forschung, 1996
  3. 3,0 3,1 wdr.de: „Ich bin Teutone hoch vier“