Hochhuth, Rolf

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Rolf Hochhuth (rechts) und David Irving (1966)

Rolf Hochhuth (geb. 1. April 1931 in Eschwege; gest. 13. Mai 2020 in Berlin) war ein deutscher Dramatiker und ein maßgeblicher Anreger des Dokumentartheaters. Schriftstellerisch setzte er sich oftmals mit der nationalsozialistischen Zeit und mit aktuellen politischen und sozialen Fragestellungen auseinander. Dabei stellt er Personen der Zeitgeschichte innerhalb der Zeitumstände dar und verbindet sie mit erfundenen Figuren.

Werdegang

Rolf Hochhuth, ev., wurde als Sohn eines Schuhfabrikanten geboren. Mit der mittleren Reife verließ er das Realgymnasium und machte anschließend eine Lehre im Sortimentsbuchhandel. Er arbeitete als Gehilfe in verschiedenen Buchhandlungen in den Städten Marburg, Kassel, München und war während dieser Zeit (1951–1955) als Gasthörer an den Universitäten in Heidelberg und München eingeschrieben.

Wirken

Der enthüllende Schriftsteller Rolf Hochhuth begann 1955 seine Laufbahn als Lektor beim Bertelsmann-Konzern.[1] Während seiner Verlagstätigkeit (bis 1963) gab er verschiedene Werkausgaben und Erzählanthologien heraus. Ein Erfolg wurde u. a. die Wilhelm-Busch-Ausgabe (1959). Seit Ende 1963 lebt er als freier Autor in Riehen bei Basel. Zu Anfang förderten Karl Jaspers und Walter Muschg dort seine literarische Arbeit.

Rolf Hochhuth ist einer der erfolgreichsten und umstrittensten deutschen Dramatiker der Nachkriegszeit und gilt als einer der bedeutendsten Vertreter des dokumentarischen Theaters. Seine umfangreich recherchierten Dramen haben meist einen starken gesellschaftspolitischen Zug.

Sein erstes Theaterstück „Der Stellvertreter“ erfreute die Umerzieher in Ost und West, weil es den deutschfreundlichen Papst Pius XII. als Mitschuldigen der Judenverfolgung denunzierte.[2] Der Begründer des Holocaust-Revisionismus Paul Rassinier schrieb daraufhin eine Antwort auf das Stück Hochhuths mit dem Titel „Operation Stellvertreter“ (1966). Das nächste Stück verärgerte einige West-Umerzieher, da „Soldaten“ eine Attacke gegen Winston Churchill darstellte. In „Guerillas“ klagte Hochhuth sozialkritisch die VSA an. Mit seinen „Juristen“ wühlte er die Vergangenheit des Ministerpräsidenten Hans Filbinger auf, der schließlich zurücktreten mußte. Das 1980 erschienene Stück „Ärztinnen“ wurde in der DDR verfilmt. 1980 erhielt Hochhuth den Geschwister-Scholl-Preis. Die Dotation von 20.000 D-Mark reichte er an die ehemalige DFU-Vorsitzende Renate Riemeck weiter. Im selben Jahr lieh er seine Feder als Berater und Autor der deutschsprachigen „Penthouse“-Ausgabe, einem Magazin „kapitalistischer Dekadenz“ (O-Ton Ost), in dem auch enthüllt wird: vorzugsweise junge Mädchen.

Dramatiker Rolf Hochhuth mischte sich 1985 in die Diskussion über den 40. Jahrestag der Kapitulation ein. Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtete am 12. Mai 1985:

„Er sagte, die Deutschen hätten ‚als Angehörige der für den Krieg allein haftbaren Nation wenig zu fordern‘. Der Sieg der Alliierten sei ‚der uneigennützigste Sieg der Weltgeschichte‘ gewesen. Hochhuth stellt mit Blick auf die Sowjetunion die Frage: ,Mit welchem Recht verlangt eigentlich eine Nation, die von ihr überfallene Nachbarnation, in der in diesem Krieg 20 Millionen Menschen totgemacht wurden, habe die Verpflichtung, den endlich Besiegten die Demokratie zu bringen?‘ “

Kontroversen

Hochhuth unterstützt David Irving

Im März 2005 geriet Rolf Hochhuth in die Schlagzeilen, da er in einem Interview mit der rechtskonservativen Wochenzeitung Junge Freiheit den britischen Publizisten David Irving verteidigt hatte, der mehrfach gerichtlich als Holocaustleugner verurteilt (München 1993, London 2000, Wien 2006) und in Deutschland mit einem Einreiseverbot belegt worden war. Hochhuth sagte: „Irving ist ein fabelhafter Pionier der Zeitgeschichte, der großartige Bücher geschrieben hat. Ganz zweifellos ein Historiker von der Größe eines Joachim Fest. Der Vorwurf, er sei ein Holocaustleugner, ist einfach idiotisch!“[3] Gegenüber dem Berliner Tagesspiegel bekräftigte Hochhuth die Parteinahme einen Tag später. Hier sagte er, daß Irving „sehr viel seriöser (sei) als viele deutsche Historiker“. Irving, mit dem er eine persönliche Freundschaft pflege, sei ein „ehrenwerter Mann“. Dabei hatten ihn seine Interviewpartner jeweils direkt mit revisionistischen Aussagen von Irving konfrontiert. Bereits eine Frage in dem Junge-Freiheit-Interview hatte gelautet: „Aber Herr Hochhuth, immerhin behauptet Irving, in Auschwitz hätte es keine Gaskammern gegeben. Er hat flapsig formuliert, in Gaskammern seien dort ‚weniger Menschen umgekommen als 1969 auf dem Rücksitz Edward Kennedys‘ – und da saß bekanntlich nur dessen Freundin.“ Darauf antwortete Hochhuth: „Da hat er seiner nicht ganz unbritischen Neigung zum schwarzen Humor auf zynische Weise freien Lauf gelassen. Wahrscheinlich ist er wahnsinnig provoziert worden, ehe er das gesagt hat. Als Historiker ist er ein absolut seriöser Mann.“ Der Publizist Ralph Giordano bezeichnete die Äußerung Hochhuths als „eine der größten Enttäuschungen der letzten 60 Jahre. Es gibt keinen Akt des Nachtretens, der den Ermordeten im Deutschland nach 1945 erspart geblieben wäre“. Paul Spiegel, der damalige Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, betonte seinerzeit: „Wenn Hochhuth den Briten als angeblich seriösen Wissenschaftler in Schutz nimmt, macht er sich dessen Position zu eigen und leugnet damit selbst den Holocaust“.

Nur unter massivem Druck der Öffentlichkeit, insbesondere des Zentralrats der Juden, rückte Hochhuth eine Woche später von seinen Stellungnahmen ab und entschuldigte sich, nachdem er zuvor noch ausdrücklich jedes Wort der Reue abgelehnt hatte. Er habe nicht den Rechten das Wort reden und die Gefühle der jüdischen Bürger verletzen wollen. Die späten Äußerungen David Irvings seien ihm nicht bekannt gewesen (dpa, 26. Februar 2005). Der Umstand, daß die Entschuldigung so spät und nur unter Druck zustande gekommen war, ließ Kritiker an der Aufrichtigkeit der Reue zweifeln.

Die Berufung auf Uninformiertheit bezüglich der Rolle David Irvings, die jedem Zeitungsleser aufgrund ausführlichster Berichterstattung bekannt war, markiert zudem eine merkwürdige Diskrepanz zu der investigativen Anlage seiner Texte, die die Aufklärung von NS-Unrecht zum Gegenstand haben. Daß Hochhuth über Jahre hinweg keinen der zahlreichen Zeitungsartikel über seinen persönlichen „Freund“ gelesen haben wollte, war für Beobachter schwer nachzuvollziehen. Zudem war Hochhuth während des Skandals von Pressevertretern mehrfach auf Rolle und Äußerungen Irvings hingewiesen worden. Spätestens in dem einwöchigen Zeitraum zwischen Tätigung der Aussage und nachgereichter Entschuldigung hätte Hochhuth Zeit gehabt, Irvings Äußerungen nachzulesen. Die Entschuldigungsbegründung, er sei nicht informiert gewesen, gilt daher als kaum glaubwürdig.

Ralph Giordano relativierte später seine frühere massive Verurteilung und bekundete Hochhuth in einem in der Berliner Zeitung veröffentlichten Artikel seine Solidarität. Giordano schrieb u. a.:

Rolf Hochhuth hat, um es vorsichtig auszudrücken, in Sachen Irving vollkommen daneben gehauen – richtig. [...] Nachdem ich also Rolf Hochhuth laut und deutlich gerüffelt hatte, wo er's verdient hat, versichere ich ihn von dieser Stelle aus genauso klar, daß er in der langwährenden Auseinandersetzung um die Naziepoche für mich, den Überlebenden des Holocaust, ein Bundesgenosse war, ein Bundesgenosse ist und ein Bundesgenosse bleiben wird.

In direkter Folge der Kontroverse um das Hochhuth-Interview lehnte es die Deutsche Verlags-Anstalt (DVA) ab, Hochhuths Autobiographie zu verlegen. Der DVA-Verleger Horbach begründete dies damit, „Hochhuth könne nicht mehr in einem Verlag seine Autobiographie oder autobiographische Schriften veröffentlichen, der selber sehr viele jüdische Autoren im Programm hat“. Allerdings hatte keiner dieser Autoren einen solchen Schritt verlangt, und auch unter den Hochhuth-Kritikern fand sich keiner, der dies forderte oder auch nur billigte. Vielmehr regte sich öffentlicher Protest gegen diese Entscheidung. Kritik übten neben Ralph Giordano auch Eva Menasse, Tilman Jens, Joachim Güntner und andere. Es wurde vor allem argumentiert, daß Hochhuth sich entschuldigt habe und ein Lebenswerk nicht durch eine einzige Äußerung zerstört werden könne.

Irrtümer über Hans Filbinger

Am 11. April 2007 hielt Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) eine Trauerrede für seinen Amtsvorgänger Hans Filbinger. In dieser Rede sagte er: „Es gibt kein Urteil von Hans Filbinger, durch das ein Mensch sein Leben verloren hätte. Und bei den Urteilen, die ihm angelastet werden, hatte er entweder nicht die Entscheidungsmacht oder aber nicht die Entscheidungsfreiheit, die ihm viele unterstellen.

In seiner am 13. April 2007 in der Süddeutschen Zeitung erschienenen Reaktion („Der Lügner“) bezeichnet Hochhuth diese Aussage Oettingers als „Eine unverfrorene Erfindung“ und beklagt zur Untermauerung die „Tragödie des Matrosen Walter Gröger“, den Hans Filbinger angeblich „persönlich noch in britischer Kriegsgefangenschaft hat ermorden lassen“. Filbinger, so Hochhuth, sei ein „sadistischer Nazi gewesen, da er als Richter den Matrosen Walter Gröger angeblich nach dem „längst durch die totale Kapitulation“ beendeten Krieg in einem britischen Kriegsgefangenenlager zum Tode verurteilt habe und sich für eine Exekution Grögers von den Briten „zwölf Gewehre“ geliehen habe.

Schnell stellte sich jedoch heraus, daß Hochhuths Darstellung falsch und teilweise erfunden war und möglicherweise auf einer Verwechslung der Fälle Gröger und Petzold beruhte. Weder war der Krieg zu Ende, als Gröger am 16. Januar 1945 verurteilt wurde, noch geschah dies alles in britischer Kriegsgefangenschaft (die Hinrichtung fand am 16. März 1945 in Oslo statt), noch war Filbinger im Fall Gröger der Richter. Die zwölf geliehenen Gewehre gab es ebenfalls nicht. „Hochhuth hat den Fall Gröger anscheinend mit dem Fall des Flakartilleristen Petzold verwechselt, den Filbinger in der Tat am 29. Mai 1945 in britischer Kriegsgefangenschaft verurteilte, wegen ‚Unbotmäßigkeit, Gehorsamsverweigerung und Widersetzung‘, zu sechs Monaten Gefängnis. [...] [Laut H. zeige die] Tatsache, daß er [Filbinger] ein sadistischer Nazi war. [...][Doch] die Tatsache, die diese Tatsachenbehauptung stützt, ist keine“, kommentierte Feuilletonchef Patrick Bahners in der F.A.Z..

Die Weltnetz-Version des Artikels „Der Lügner“ von Hochhuth wurde am 13. April 2007, einen Tag nach dem Erscheinen, von der Süddeutschen Zeitung wieder gelöscht. Die Stellungnahme der Süddeutschen Zeitung:

Die Darstellung des Schriftstellers Rolf Hochhuth in der Süddeutschen Zeitung vom 13. April („Der Lügner“), Filbinger habe Gröger in britischer Gefangenschaft ermorden lassen, ist dagegen falsch. Die bekannte Aussage Hochhuths aus dem Jahr 1978 , Filbinger habe ‚sogar noch in britischer Gefangenschaft einen deutschen Matrosen mit Nazi-Gesetzen verfolgt‘, bezieht sich auf den Fall Petzold. Für eine Stellungnahme war Hochhuth am Freitag nicht zu erreichen.

Die Fälle Gröger und Petzold werden bei Günther Gilessen sowie bei Wolfram Wette ausführlich behandelt. Die Bewertung der beiden Fälle ist umstritten, wie die Darstellungen von Gillessen und Wette exemplarisch zeigen.

Weiterhin behauptete Hochhuth in dem Artikel, das Landgericht Stuttgart habe Filbinger als „furchtbaren Juristen“ bezeichnet. Das Gericht hatte jedoch lediglich geurteilt, bei diesem Ausspruch Hochhuths über Filbinger handele es sich um ein Werturteil (also keine Tatsachenbehauptung), das vom Grundrecht auf freie Meinungsäußerung gedeckt sei, weshalb Filbinger keinen Anspruch auf seine Unterlassung habe.

Grass-Kritiker erklärt Austritt aus Akademie der Künste

Der Dramatiker Rolf Hochhuth erklärte am 6. Mai 2012 seinen Austritt aus der Berliner Akademie der Künste. Grund sei eine Debatte über das umstrittene israelkritische Gedicht von Günter Grass (mit dem Titel „Was gesagt werden muss“), das Anfang April für bundesweite Diskussionen gesorgt hatte. Seine Austrittserklärung sei mit der Überschrift „Ich weigere mich, zwischen Antisemiten zu sitzen“ versehen. Er habe verhindern wollen, daß auf der gestrigen Vollversammlung der Akademie überhaupt über das Grass-Gedicht diskutiert werden sollte, denn er habe befürchtet, daß die Diskussion einseitig zugunsten des Irans und der Palästinenser verlaufen würde. Bei dem Grass-Gedicht, so Hochhuth weiter, handele es sich um einen Text, den „sehr gern – der 1946 in Nürnberg gehängte – Julius Streicher in seinem ‚Stürmer‘ gedruckt hätte“. Da seine Argumente von der Akademie nicht gehört worden seien, sei er, „die Türe schlagend“, hinausgegangen.

In einem Brief an die Zeitungen „Die Welt“ und „Münchner Merkur“ schrieb Hochhuth im April 2012, er schäme sich als Deutscher und attackierte Grass, er sei geblieben, was er freiwillig geworden sei: „der SS-Mann, der das 60 Jahre verschwiegen hat“. „Nie gab es einen meisterhafteren Tartuffe (Molieres Betrüger) als Dich!“, so Hochhuth weiter. Grass hatte in seinem Gedicht „Was gesagt werden muss“ Israel vorgeworfen, mit seiner Iran-Politik den Weltfrieden zu gefährden.[4]

Fernsehauftritte

Während eines Fernsehauftrittes in der „Talk-Show“ von Harald Schmidt äußerte Hochhuth, daß die jungen Menschen, insbesondere im Süden Europas, eigentlich eine Revolution gegen die bestehende Weltordnung durchführen müßten. Danach wurde in den Systemmedien die Frage gestellt, ob dies ein Aufruf zur Revolution gewesen sei. Bei einem anderen Fernsehauftritt Hochhuths in der Sendung von Anne Will äußerte der Schriftsteller, daß Wolfgang Schäuble „eigentlich ins Zuchthaus gehöre“, weil dieser angeblich Untergebene hatte bespitzeln lassen oder dies vorhatte. In der Sendung von Sandra Maischberger nahm Hochhuth zudem Otto von Bismarck gegen den Vorwurf des Fernsehmoderators Jean Pütz in Schutz, daß dieser Kolonien begründet habe. Hochhuth äußerte dazu, daß Bismarck ein Gegner von Kolonien gewesen sei, was aber nur teilweise zutrifft.[5]

Mitgliedschaften

Hochhuth ist Mitglied des P.E.N.-Zentrums Deutschland, der Akademie der Künste in Berlin (1986–2012) und der Bayerischen Akademie der Schönen Künste in München (seit 1989).

Privates

Hochhut war mehrfach verheiratet. Er hat drei Kinder, darunter den Juristen Martin Hochhuth (Lebensrune.png 1960).

Auszeichnungen

Literarische Werke

  • 1963: Der Stellvertreter (über die Rolle von Papst Pius XII im Zweiten Weltkrieg)
  • 1964: Die Berliner Antigone. Novelle
  • 1967: Soldaten, Nekrolog auf Genf (Tragödie; über den Bombenkrieg gegen Deutschland)
  • 1970: Guerillas (Tragödie; behandelt einen fiktiven Staatsstreich in den VSA)
  • 1971: Die Hebamme (Komödie; behandelt Vetternwirtschaft und soziale Benachteiligung in einer fiktiven nordhessischen Kleinstadt)
  • 1971: Krieg und Klassenkrieg. Studien
  • 1974: Inselkomödie (Komödie; ursprünglicher Titel: „Lysistrate und die NATO“; Paraphrase der Aristophanes-Komödie vor dem Hintergrund der geplanten Errichtung eines VS-Raketenstützpunktes auf einer ägäischen Insel)
  • 1974: Zwischenspiel in Baden-Baden
  • 1976: Entfernte Verwandte (Monolog)
  • 1976: Tod eines Jägers. ISBN 3499250683 (zur Person Ernest Hemingways und der Literaturszene der 1960er Jahre)
  • 1978: Eine Liebe in Deutschland. lieferbare Ausgabe: Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek 1983 ISBN 3-499-15090-5 – verfilmt von Andrzej Wajda
  • 1979: Juristen („Drei Akte für sieben Spieler“; zum gesellschaftlichen und politischen Einfluß von Altnazis in Deutschland)
  • 1980: Ärztinnen (zum Thema Medikamententests und Praktiken der Pharmaindustrie)
  • 1982: Räuber-Rede. Drei deutsche Vorwürfe: Schiller, Lessing, Geschwister Scholl
  • 1982: Spitzen des Eisbergs. Betrachtungen, Dialoge, Essays, Skizzen
  • 1984: Judith (über die chemische Wiederbewaffnung der VS-Armee und die Person Ronald Reagans)
  • 1985: Atlantik-Novelle. Erzählungen
  • 1987: Täter und Denker. Profile und Probleme von Cäsar bis Jünger
  • 1987: War hier Europa? Reden, Gedichte, Essays
  • 1987: Alan Turing. Erzählung
  • 1988: Jede Zeit baut Pyramiden. Erzählungen und Gedichte
  • 1989: Unbefleckte Empfängnis (zum Thema künstliche Befruchtung)
  • 1990: Sommer 14 (ein breit angelegtes Drama zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges)
  • 1991: Menzel. Maler des Lichts
  • 1991: Panik im Mai (Sammelband; sämtliche Gedichte und Erzählungen)
  • 1991: Von Syrakus aus gesehen, gedacht, erzählt
  • 1992: Tell gegen Hitler. Historische Studien
  • 1993: Wessis in Weimar
  • 1994: Julia oder der Weg zur Macht. Erzählung
  • 1996: Und Brecht sah das Tragische nicht. Plädoyers, Polemiken, Profile
  • 1996: Effis Nacht. Monolog
  • 1996: Wellen. Artgenossen, Zeitgenossen, Hausgenossen
  • 2000: Hitlers Dr. Faust. Tragödie
  • 2000: Das Recht auf Arbeit. Drama
  • 2001: Anekdoten und Balladen
  • 2001: Einsprüche! Zur Geschichte, Politik und Literatur
  • 2001: Die Geburt der Tragödie aus dem Krieg. Frankfurter Poetik-Vorlesungen
  • 2002: Gasherd und Klistiere oder Die Urgroßmutter der Diätköchin. Novelle
  • 2003: Nachtmusik
  • 2004: McKinsey kommt (über den als „neoliberal“ bezeichneten „Zeitgeist“) ISBN 3-423-13134-9
  • 2004: Nietzsches Spazierstock
  • 2005: Familienbande
  • 2005: Livia und Julia. ISBN 3-784-42982-3
  • 2006: Das Rolf Hochhuth Lesebuch. Herausgegeben von Gert Ueding. dtv, München 2006. ISBN 978-3-423-13432-3
  • 2006: Heil Hitler (Tragikomödie)

Filmbeiträge

Rolf Hochuth verläßt ein Fernsehstudio, nachdem er wegen seiner Ansichten über Dresden und den englischen Luftmarschall Bomber Harris vom Fernsehmoderator Friedrich Wilhelm Küppersbusch in die Nähe der FAP gerückt wurde:

Hochhuth nimmt Stellung zur Mitgliedschaft in der NSDAP

Hochhuth fordert den Austritt der BRD aus der NATO

Verweise

Fußnoten

  1. 1955 trat Rolf Hochhuth als Lektor in den Bertelsmann-Lesering ein.
  2. Hochhuth sorgte 1963 für weltweites Aufsehen, als er mit seinem literarischen Debüt, dem Drama „Der Stellvertreter“, Papst Pius XII. wegen seiner unentschiedenen Haltung gegenüber dem Nationalsozialismus angriff.
  3. [1] Die Würde des Ortes respektieren. Der Schriftsteller Rolf Hochhuth über seinen Vorschlag für ein Bombenkriegsmuseum, David Irving und Winston Churchill. Interview mit Rolf Hochhuth in der JF vom 18. Februar 2005
  4. 33-cabinet.png Abgerufen am 7. April 2012. Archiviert bei WebCite®.Rolf Hochhuth schreibt an GrassMerkur-Online, 7. April 2012
  5. Tatsächlich hat Otto von Bismarck aber ab 1884 ein deutsches Kolonialreich begründet, obwohl es von ihm ein Zitat gibt, in dem er sinngemäß sagt, daß Kolonien seinerzeit in Spanien und Portugal nur noch als Versorgungsposten für Personen, die in der Heimat ausgedient hätten, gut gewesen seien und man deshalb auf die Gründung von Kolonien verzichten sollte, da sie einem Land mehr Kosten verursachen würden, als sie ihm an Nutzen einbringen. Nach dem deutschen Sieg im Deutsch-Französischen Krieg von 1871 verzichtete er aber darauf, von Frankreich die Abtretung von dessen Kolonien an Deutschland zu fordern.
  6. Laudatio für Rolf Hochhuth anläßlich der Verleihung des ersten Geschwister-Scholl-Preises 1980 für „Eine Liebe in Deutschland“ von Armin Eichholz
  7. Basler Goethe Stiftung