Tanz auf dem Vulkan

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FILM

Tanz auf dem Vulkan.jpg
Filmdaten
Originaltitel: Tanz auf dem Vulkan
Produktionsland: Deutsches Reich
Erscheinungsjahr: 1938
Laufzeit: 86 Minuten
Sprache: Deutsch
Filmproduktion: Majestic-Film GmbH
Erstverleih: Tobis-Filmkunst GmbH
IMDb: deueng
Stab
Regie: Hans Steinhoff
Regieassistenz: Rudolf Hilberg
Drehbuch: Hans Rehberg,
Hans Steinhoff,
Peter Hagen
Produzent: Werner Kortwich
Produktionsleitung: Bruno Lopinski
Musik: Theo Mackeben
Ton: Adolf Jansen
Kamera: Ewald Daub
Standfotos: Kurt Wunsch
Bauten: Rochus Gliese,
Bruno Lutz,
Hermann Asmus
Kostüm: Arno Richter
Aufnahmeleitung: Veit Massary,
Kurt Heinz
Herstellungsleitung: Werner Kortwich
Schnitt: Martha Dübber
Besetzung
Darsteller Rolle
Gustaf Gründgens Komödiant Debureau
Sybille Schmitz Gräfin Heloise Cambouilly
Gisela Uhlen Schauspielerin Angèle Destouches
Ralph Arthur Roberts König Karl X.
Theo Lingen Graf Cambouilly
Hans Leibelt Prinz Louis Philippe
Will Dohm Theaterdirektor Pomponille
Erich Ziegel Fürst Sulluc
Hadrian Maria Netto Polizeipräfekt Gravon
Elsa Wagner Pauline Pomponille
Wolf Trutz Schauspieler Renard
Franz Weber Gardobier Gaston
Franz Nicklisch Debureaus Freund Larbaud
Walter Werner Debureaus Freund Maurac
Hilde Hildebrand Gräfin X
Paul Bildt Mönch
Ernst Dernburg Baron am Königshof
Robert Dorsay Theaterintendant
Erich Dunskus Gefängniswärter
Doris Krüger Tochter des Gastwirts
Werner Segtrop Hausmeister Georgieff
Werner Schott Soldat
Daisy Spies Bühnentänzerin
Werner Stock Theaterangestellter
Gretl Theimer Schirmverkäuferin
Heinz Wemper Henkersknecht
Ernst Legal Dr. Thibaud
Karl Platen Prinz Louis Philippes Diener Theodor
Heinrich Schroth Prinz Louis Philippes Vertrauter
Hans Schneeberger Adjutant des Königs
Jac Diehl Soldat
Fred Becker Solotänzer
Bruno Ziener Logenschließer
Conrad Curt Cappi Theaterportier
Max Harry Ernst Theaterarbeiter - Pariser Bürger
Louise Morland Theaterbesucherin
S. O. Schoening 1. Theaterbesucher
Max Wilmsen 2. Theaterbesucher
Willi Schur Plakatkleber
Eduard Bornträger Königsfreundlicher Pariser Bürger
Egon Brosig Flugblattlesender Pariser Bürger
Karl Meixner Aufwiegler
Fred Köster Lakai bei Graf Cambouilly
Ernst-Albert Schaah Lakai beim Ball
Michael von Newlinski
Sepp Rederer

Tanz auf dem Vulkan ist eine deutsche Spielfilm von 1938. Der Film wurde vom 21. Mai bis August 1938 gedreht. Die Uraufführung fand am 16. Dezember 1938 in Berlin (Capitol) statt.

Handlung

Quelle
Folgender Text ist eine Quellenwiedergabe. Unter Umständen können Rechtschreibfehler korrigiert oder kleinere inhaltliche Fehler kommentiert worden sein. Der Ursprung des Textes ist als Quellennachweis angegeben.
Der Regisseur Hans Steinhoff bespricht mit Sybille Schmitz eine Szene

Auch schon im Jahre 1830 war Paris die Stadt des Lichtes, des Reichtums, des Glanzes. Aber nur nach außen. Im Inneren herrscht Unzufriedenheit. Karl der X. unterdrückt das Volk. Ihm fehlt jedes Verständnis für die Bedürfnisse seines Volkes. Sein brüchiges Wahlgesetz bevorzugt die Reichen und setzt sich über die sozialen Nöte der breiten Massen hinweg. Kein Wunder - dieser König wird gehaßt! Geliebt wird sein Vetter Louis Philippe. Diese liebenswürdige Sonderling versteht das Volk, weiß was im not tut.

Noch ein Mann steht im allgemeinen Interesse der Öffentlichkeit: Debureau. Der Schauspieler des Theaters Funambules. Er ist der Liebling der Pariser. Er ist der Magnet des Theaters, das in jeder seiner Vorstellungen bis zum letzten Platz gefüllt ist. Aber sonderbare Dinge scheinen in der Gegend des Theaters vor sich zu gehen. Flugzettel mit Spottversen auf den König werden den Passanten zugestreckt, werden im Theater ins Publikum geworfen, erscheinen mit aufreizenden Zeichnungen als Plakate in den Straßen. Die Polizei ist machtlos. Sie kann weder die Zettelverteiler und noch viel weniger den geheimnisvollen Urheber derselben fassen.

Es ist Debureau. Im Keller einer Taverne werden die Zettel nach seinen Angaben gedruckt und nach seinen Befehl unters Volk gebracht. Unter das Volk, das ihn vergöttert. Aber nicht nur unter dem Volk hat er seine Anhänger - auch in den höchsten Kreisen wird er geehrt und geliebt. Prinz Louis Philippe hört gern die Ratschläge Debureaus, der in Kunst und Politik gleich genial ist. So wird Debureau in der Politik der gefährliche Gegenpart des Königs. - Und wie das Geschick es einmal will - auch in der Liebe. Beide lieben die Gräfin Heloise, die Gattin des Höflings Camboully.

Wie in der Politik steht dem König auch in der Liebe seine Macht zur Verfügung. Er braucht dem lächerlichen Ehemann nur einen Wink zu geben - Heloise muß ihn zum Diensten sein. Heloise genießt das Leben ebenso gern im Schatten der Macht wie im Schatten der Kunst. Debureau ist dem eitlen Wesen völlig verfallen. Er leidet furchtbar unter dieser Leidenschaft - und Eifersucht. Aber er kann von Heloise nicht lassen. Er vernachlässigt seine Freunde - seinen Beruf - und seine hören Mission. Vergebens sucht ihn eine kleine Schauspielerin aufzurütteln. Angela gibt ihn - aber was vermag diese reine Liebe gegen die rasende Leidenschaft?

Eines Abends besucht der König das Theater Funambules. Heloise sitzt in seiner Loge. Debureau kann kein Auge von dieser Loge lassen. König Karl unterhält sich während der Vorstellung mit seiner Begleiterin, ohne auf das Spiel auf der Bühne im geringsten zu achten. Debureau fühlt sich als Künstler und auch als Menschen auf das tiefste verletzt. Er verliert die Gewalt über sich - und singt offen und frech einen Spottvers auf den König nach dem anderen. - Ein ungeheurer Skandal und der Haftbefehl gegen Debureau ist die Folge. Nur in der Maske Louis Philipps kann Debureau entkommen. In den Straßen Paris hält er als Prinz Louis Philippe aufrührerische Reden - eilt in später Nacht zu Heloise um sie zur gemeinsamen Flucht zu überreden. Aber so weit geht ihr ihre Liebe nicht.

In Hause der Gräfin wird er verhaftet. Debureau Schicksal scheint besiegelt. Angela dringt bis zum König vor. - Und muß aus dessen Munde das Todesurteil vernehmen. Sie als zu Debureau Freunden - bringt Ihnen die Schreckensnachricht. Fieberhaft bereiten diese den letzten Schlag gegen den verhasßen Herrscher vor. Und an dem Morgen, an dem Debureau zu Guillotine gefahren wird, erhebt sich das Volk - und schüttelt unter der Führung seines Idols das Joch des Tyrannei ab. Unter jubelnder Begeisterung wird Debureau der die große Liebe Angeles nun endlich begriffen hat, auf den Schultern hoch über den Köpfen der singenden und schreien Massen weg von der Guillotine durch Paris getragen.


Filmplakat

Der Film

Lied


Gustaf Gründgens: Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da