Deutsche Zwangsarbeiter

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Deutsche Mutter mit Sohn: vertrieben, mißhandelt und dann zur Zwangsarbeit für den Feind gezwungen

Bei den deutschen Zwangsarbeitern handelt es sich um deutsche Kriegsgefangene und verschleppte Zivilisten, die während und nach Ende des Zweiten Weltkrieges von den Siegermächten zur Zwangsarbeit gezwungen wurden. Die über 6 Millionen deutschen Toten dieser Untat stellen ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit dar, dennoch herrscht tiefes Schweigen in bezug auf die deutschen Opfer.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Über vier Millionen deutsche Soldaten und über zwei Millionen deutsche Zivilisten erlebten das Grauen und die Greueltaten der Sieger, der Bewacher, vorwiegend in der Sowjetunion sowie in der Sowjetischen Besatzungszone, Jugoslawien, Polen, Rumänien und der Tschechoslowakei, aber auch in Frankreich, Norwegen, Großbritannien und den Vereinigten Staaten sowie VS-amerikanischen Besatzungszonen.

Männer wurden gefoltert, ausgehungert, ermordet, Frauen ebenso, allerdings zusätzlich geschändet. Von den wenigen, die den Mangel und die Knochenarbeit, insbesondere im Osten (wie auf der Teheran-Konferenz beschlossen), überlebt hatten, kehrten die letzten 1955 heim, u. a. in Rumänien wurden Volksdeutsche 1956 immer noch verschleppt. Das für die Suche nach Vermißten zuständige Deutsche Rote Kreuz verzeichnet 1,3 Millionen deutsche Kriegsgefangene, deren Schicksal niemals geklärt werden konnte; sie gelten bis heute offiziell als vermißt. Wie viele Millionen Zivilisten – Männer, Frauen und Kinder – vermißt werden, wird nicht angegeben.

Massensterben in ausländischen Vernichtungslagern

Millionen deutsche Zivilisten wurden mit oder nach dem Ende des Krieges 1945 zur Zwangsarbeit in die Sowjetunion unter unmenschlichen Bedingungen verschleppt, darunter auch Kinder. Rund 500.000 deutsche Zivilisten aus den Oder-Neiße-Gebieten (Nieder- und Oberschlesien, Hinterpommern, Ostbrandenburg, Posen, West- und Ostpreußen) und Polen, 30.000 Sudetendeutsche und 160.000 deutsche Zivilisten aus Südeuropa wurden 1945 aus ihrer Heimat zur Zwangsarbeit in die UdSSR deportiert, um dort für Jahre ausgebeutet zu werden. Allein auf den Transporten nach Rußland starben bereits zehn Prozent der Deportationsopfer an Mißhandlungen, Hunger und Kälte. Aber der Transport war erst die Vorhölle: Fast die Hälfte der sogenannten Reparationsverschleppten starb in den Lagern. Über die entmenschlichten Zustände in den Kolyma-Lagern, die zu den schlimmsten der Sowjetunion zählten, berichtete eine Jüdin entsetzt und fragend über das Schicksal junger Frauen:

„Warum brachen die sowjetischen Offiziere, die die Siebzehnjährigen verhörten, den Mädchen die Schlüsselbeine und traten ihnen die Rippen mit schweren Militärstiefeln ein? Das Leben der Frauen in Kolyma war unglücklich, aber kurz.“

Der VS-amerikanische Gewerkschaftsbund stellte in seinem Manifest von 1947 ernüchtert fest:

„Paradoxerweise ist gerade jenes Land, das sich selbst ‚sozialistisch‘ nennt und dessen Regierungsform als ‚Arbeiterrepublik‘ bezeichnet wird, das Zentrum der umfangreichsten und schlimmsten Sklavenhaltung, die heute noch auf der Erde existiert.“

Bertrand Russel schrieb am 19. Oktober 1945 empört an die „Times“:

„In Osteuropa werden jetzt von unseren Verbündeten Massendeportationen in einem unerhörten Ausmaß durchgeführt. Man hat ganz offensichtlich die Absicht, viele Millionen Deutsche auszulöschen – nicht durch Gas, sondern dadurch, daß man ihnen ihr Zuhause und die Nahrung nimmt und sie einem langen schmerzhaften Hungertod ausliefert. Das gilt nicht als Kriegspakt, sondern als Teil einer bewußten ‚Friedenspolitik‘.“

Nicht nur in die Sowjetunion wurden Deutsche als Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen deportiert. Auch in Polen, der Tschechoslowakei und Jugoslawien gab es Zwangsarbeits- und Vernichtungslager für Millionen von Deutschen. Bis zu Ihrer Ausweisung durch diese Länder wurden praktisch alle Deutschen dort zur Zwangsarbeit herangezogen, auch außerhalb von Lagern.

In Polen und den polnisch besetzten Gebieten gab es in 1.255 Lagern mehr Tote als bei den Vertreibungstransporten. Allein im Lager Lamsdorf/Oberschlesien starben von 8.000 Insassen 6.048. Auch in anderen oberschlesischen Zwangsarbeitslagern herrschte unbeschreibliche Grausamkeit. Planmäßiges Erschießen von arbeitsunfähigen Alten und Kranken gehörte in verschiedenen Lagern zum Tagesgeschäft.

In der Tschechoslowakei wurden nach dem Krieg 2.061 Arbeits-, Straf- und Internierungslager unterhalten. Die Grausamkeiten in diesen Lagern waren unbeschreiblich. Allein im berüchtigten Hanke-Lager (Kreis Mährisch Ostrau) wurden bereits bis Anfang Juli 1945 350 Insassen zu Tode gefoltert. Die Methoden reichten vom Totprügeln bis zur chinesischen Art, nach der sich eine Ratte langsam in den Bauch des Gefolterten frißt.[1] Es spricht für sich, daß Überlebende dieser Lager des Schreckens über Nacht weiße Haare bekamen und andere geisteskrank wurden.

Die Zustände in den jugoslawischen Lagern waren eher noch schlimmer. Der Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes hat für diesen Raum 1.562 Lager und Gefängnisse ermittelt. Im Mai 1945 waren praktisch alle bis dahin noch dort lebenden Jugoslawiendeutschen in Lagern interniert und mußten Zwangsarbeit verrichten. Man unterschied offiziell Zentralarbeitslager, Ostlager und Konzentrationslager für Arbeitsunfähige. Die letzteren wurden inoffiziell auch End- oder Vernichtungslager genannt.

Allein im größten Lager dieser Art, Rudolfsgnad, sind von 33.000 Menschen nach den geretteten Aufzeichnungen eines Lagerarztes 9.503 Deutsche verstorben, davon 8.012 Erwachsene und 491 Kinder unter 14 Jahren. Namen wie Gakowo, Jarek oder Rudolfsgnad im damaligen Jugoslawien, Potulitz, Lamsdorf oder Schwientochlowitz in den deutschen Ostgebieten unter polnischer Herrschaft oder Theresienstadt und Olmütz-Hodolein in der CSR stehen für viele andere Zwangsarbeitslager in diesen Bereichen.

Deutsche Frauen und Mädchen, die in sowjetische Gefangenenlager verschleppt und zur Zwangsarbeit gezwungen worden waren, nun im Heimkehrlager Polte Nord, wo sie nach 14tägiger Quarantäne in ihre Heimatorte entlassen wurden. Das Grauen in den Händen der Bolschewisten hatte zwar ein Ende, die Erinnerungen aber blieben ein Leben lang.

All das geschah in einem Zeitraum, als beim Nürnberger Tribunal gegen „Nazigrößen“ Todesurteile auch wegen Deportationen und Zwangsarbeit ausgesprochen wurden.[2]

Sowjetische Verbrechen

Viele deutsche Zwangsarbeiter in der Sowjetunion waren inhaftierte Soldaten des Ostheeres. Zusätzlich dazu überließen die VS-Amerikaner und Briten (wie im Fall der Kosaken) den Sowjets einen Teil ihrer Gefangenen.

Der sowjetische Geheimdienst NKWD verschleppte unzählige Zivilisten. Ein Drittel der Entführten starb während der Haft oder beim Transport an Hunger, Seuchen und Kälte. Schon kurz nach Eroberungen durch die Rote Armee kam es zur Deportation deutscher Minderheiten. Zahllose Zivilpersonen, vor allem aus Rumänien und Jugoslawien, waren betroffen. Hier wurden im Dezember 1944 zehntausende Volksdeutsche im Alter von 18 bis 40 Jahren ergriffen, ein Großteil davon Frauen. 16 Prozent der Gefangenen überlebten die Arbeitslager des Donezbeckens nicht. 1945 waren es dann Hunderttausende.

Barbarei in Jugoslawien

Nach dem Einmarsch der Roten Armee und der nachrückenden jugoslawischen Partisaneneinheiten Titos war der in der Woiwodina verbleibende Teil der jugoslawiendeutschen Bevölkerung bereits in den ersten Wochen Massenerschießungen, Verhaftungen, grausamen Mißhandlungen, Plünderungen, Massenvergewaltigungen und Zwangsarbeit ausgeliefert. Die deutsche Volksgruppe in Jugoslawien wurde mit den Beschlüssen des „Antifaschistischen Rats der Nationalen Befreiung Jugoslawiens“ (AVNOJ) vom 21. November 1943 und am selben Datum 1944 ohne Gerichtsverfahren und unter Anwendung der These der Kollektivschuld, wonach die Volksdeutschen als Kriegsverbrecher galten, zu Feinden Jugoslawiens erklärt, entrechtet, enteignet, geschändet, abgeschlachtet.

Gegenüber der donauschwäbischen Bevölkerung entlud sich die Rache der „Sieger“, die Berichte der Greueltaten sind kaum zu ertragen. Am 29. November 1944 gab die Kommandantur der „Volksbefreiungsarmee des serbischen Banats, der Batschka und der Baranya“ den Befehl zur Internierung aller deutschen Männer zwischen 16 und 60 Jahren in Lager. Bis zum Frühjahr 1945 waren ca. 90 % der jugoslawiendeutschen Bevölkerung interniert. Als die Männer entledigt wurden, waren Frauen und Kinder Freiwild.

Wiedergutmachung

2002 lehnte der damalige Außenminister Joschka Fischer (Bündnis 90/Die Grünen) die von Edmund Stoiber geforderten Wiedergutmachungsleistungen für deutsche Zwangsarbeiter ab:

„Den Wind, den wir da säen würden, würden wir in Form eines Reparationsorkans ernten.“

19 überlebende Minenräumer in Frankreich (von über 50.000) haben im Jahr 2008 die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) angeschrieben. Eine Antwort kam vom Bundesverwaltungsamt:

„Forderungen aus Arbeitsleistungen ehemaliger deutscher Kriegsgefangener können nicht mehr geltend gemacht werden [...]“

Unter dem Aktenzeichen IIIB4-1.12.12.1. war die Causa bereits seit dem 29. September 1978 verjährt.

2011 lehnte Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) Wiedergutmachungsleistungen für deutsche Zwangsarbeiter ab. Friedrich rechnete mit bis zu 100.000 noch lebenden Berechtigten, und das Bundesinnenministerium hat keine Mittel für Zahlungen ab 5.000 Euro an jeden Betroffenen. Gemäß Innenminister Friedrich gelte die Zwangsarbeit als Massenschicksal, das nicht entschädigt werden könne. Der CDU-Innenpolitiker Wolfgang Bosbach meinte:

„Die deutschen Zwangsarbeiter haben auf Grund des erlebten Leids zumindest moralisch das Anrecht, in ähnlicher Weise entschädigt zu werden. Die Union muß in der Regierungsverantwortung das umsetzen, was sie in der Opposition aus gutem Grund gefordert hat.“

2003 forderte Petr Mares (Stellvertretender Minister für Forschung und Entwicklung und Menschenrechte der Tschechoslowakei) tschechische Wiedergutmachung für Sudetendeutsche Zwangsarbeiter. Dies stieß bei den Tschechen, ähnlich den Benes-Dekreten, naturgemäß auf taube Ohren.

Zitate

  • „Die Vertreibung von Millionen Deutscher ist das größte Verbrechen der Geschichte.“Pius XII.
  • „Heute empfingen wir einen Brief ... in dem uns gesagt wurde, den Juden besondere Behausungen zu geben. Wenn für Juden, warum nicht Katholiken, Mormonen usw.? [...] Wir übergeben auch an die Franzosen mehrere Hunderttausend Kriegsgefangene, um sie als Arbeitssklaven in Frankreich zu benutzen. Es ist amüsant, sich zu erinnern, daß wir die Revolution gekämpft haben, um die Menschenrechte zu verteidigen, und den Bürgerkrieg, um die Sklaverei abzuschaffen, und nun sind wir von beiden Prinzipien abgerückt.“George Smith Patton, Jr., Tagebucheintrag vom 29. August 1945[3]
  • „Ein besonders ernstes und wichtiges Kapitel, wichtig auch vom europäischen Standpunkt aus, ist das deutsche biologische Problem. Ich muß in diesem Zusammenhang zunächst von dem Problem der Vertriebenen sprechen. Es sind aus den östlichen Teilen Deutschlands, aus Polen, der Tschechoslowakei, Ungarn usw. nach den von amerikanischer Seite getroffenen Feststellungen insgesamt 13,3 Millionen Deutsche vertrieben worden. 7,3 Millionen sind in der Ostzone und in der Hauptsache in den drei Westzonen angekommen. 6 Millionen Deutsche sind vom Erdboden verschwunden. Sie sind gestorben, verdorben. Von den 7,3 Millionen, die am Leben geblieben sind, ist der größte Teil Frauen, Kinder und alte Leute. Ein großer Teil der arbeitsfähigen Männer und Frauen sind [sic!] nach Sowjetrußland in Zwangsarbeit verschleppt worden. Die Austreibung dieser 13 bis 14 Millionen aus ihrer Heimat, die ihre Vorfahren zum Teil schon seit Hunderten von Jahren bewohnt haben, hat unendliches Elend mit sich gebracht.“[4]Konrad Adenauer

Filmbeiträge

Deutsche Zwangsarbeiter – Verdrängte Tatsachen:

Siehe auch

Literatur

  • Thomas Goodrich: Höllensturm – Die Vernichtung Deutschlands, 1944–1947, Createspace Independent Publishing, 2015, ISBN 978-1517540241 [475 Seiten]
  • Heinz Nawratil: Die deutschen Nachkriegsverluste. Vertreibung, Zwangsarbeit, Kriegsgefangenschaft, Hunger, Stalins deutsche KZs, Ares-Verlag, Graz 2008, ISBN 9783902475497
  • Mečislav Borák: Internační tábor „Hanke“ v Moravské Ostravě v roce 1945. [Das Internierungslager „Hanke“ in Mährisch-Ostrau im Jahre 1945]. In: Ostrava. Příspěvky k dějinám a současnosti Ostravy a Ostravska. 18 (1997)
    • Übersetzung ins Deutsche in: Alfred Oberwandling (Hrsg.): Es begann am 1. Mai 1945 in Mährisch Ostrau. Zeitzeugenberichte über den Untergang der Deutschen nach mehr als sieben Jahrhunderten. Heimatkreis Mies-Pilsen, Dinkelsbühl 2008, ISBN 978-3-9810491-8-3

Verweise

Fußnoten

  1. Vgl.: Wiener Beobachter, 07-08/2007, Seite 2
  2. Quelle: „Regensburger Bistumsblatt“ Nr. 5/2000
  3. 96-book.png Google-BücherGeorge Smith Patton, Martin Blumenson (Hg.): The Patton Papers: 1940–1945, Da Capo Press, 2009, S. 522, ISBN 0786749741:
    „Today we received a letter ... in which we were told to give the Jews special accommodations. If for Jews, why not Catholics, Mormons, etc? [...] We are also turning over to the French several hundred thousand prisoners of war to be used as slave labor in France. It is amusing to recall that we fought the Revolution in defense of the rights of man and the Civil War to abolish slavery and have now gone back on both principles.“
  4. 23. März 1949: Rede vor der Interparlamentarischen Union in Bern; Kanzler Konrad Adenauer, „Erinnerungen“, „1945–1953“, S. 186
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