Wolfsschanze

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Hitler und Mussolini besichtigen die Zerstörungen in der Wolfsschanze nach dem Attentat vom "20. Juli 1944"
Hitler und Mussolini besichtigen die Zerstörungen in der Wolfsschanze nach dem Attentat vom "20. Juli 1944"

Wolfsschanze war der Tarnname für das militärische Lagezentrum des Führungsstabes der deutschen Wehrmacht und eines der „Führerhauptquartiere“ während des Zweiten Weltkrieges in der Nähe von Rastenburg in Ostpreußen.

[bearbeiten] Geschichte

Den Decknamen gab Adolf Hitler der Anlage selbst, angelehnt an das von ihm verwendete Pseudonym „Wolf“, das er hauptsächlich in seiner privaten Korrespondenz der 1920er Jahre verwendet hatte. Ein weiterer Tarnname des Führerhauptquartiers Ost war „Görlitz“. Die Wolfsschanze entstand ab 1940 durch die Organisation Todt. Sie war in einen dichten Wald gebaut worden und zusätzlich durch nichtbrennbare Tarnnetze, einen speziellen tarnenden Mörtel und Flakstellungen gegen Flugzeugangriffe geschützt. Insgesamt wurden auf dem Gebiet zwischen 1940 und 1944 ca. 100 verschiedene Objekte und Gebäude errichtet. Die Baustelle hatte den Tarnnamen „Chemische Werke Askania“. Seit 1941, dem Beginn des Krieges gegen die Sowjetunion, war die Wolfsschanze der Hauptaufenthaltsort von Hitler.

Die Anlage umfasste insgesamt ca. 40 Wohn-, Wirtschafts- und Verwaltungsgebäude sowie 7 massive und 40 leichte Stahlbetonbunker. Die Decken der Bunker waren sechs bis acht Meter dick. Die Anlage verfügte außerdem über einen Bahnanschluss und besaß zwei Flugplätze. Sie war von einem 50 bis 150 Meter breiten Minengürtel und einem 10 km langen Stacheldrahtzaun umgeben. Es bestand ständige Funk- und Telefonverbindung nach Berlin und zu allen Frontabschnitten.

Hitler befand sich im Bunker Nr. 13 der spartanisch ausgelegten Anlage, im streng gesicherten Sperrkreis 1. Dort hielten sich neben den Kommandeuren der Wehrmacht auch hochrangige Vertreter der NSDAP auf. Insgesamt existierten drei Sperrkreise, für die man jeweils Passierscheine benötigte. Im Sperrkreis 2 befanden sich auch die Unterkünfte des Führerbegleitbataillons, die aus Holzbaracken bestanden. Im Führerhauptquartier hielten sich insgesamt weit über 2.100 Offiziere, Soldaten und Zivilpersonen dauerhaft auf.

Auf dem Gelände der Wolfsschanze verübte während einer Lagebesprechung Claus Schenk Graf von Stauffenberg das Attentat vom 20. Juli 1944 auf Hitler. Am 20. November 1944 verließ Hitler endgültig die Wolfsschanze, als die Rote Armee nur noch wenige hundert Kilometer entfernt stand. Die Bunker übernahm danach der Stab der 4. Armee von General Friedrich Hoßbach.

Als am 24. Januar 1945 die Rote Armee anrückte, wurden alle Objekte von der zurückweichenden Wehrmacht gesprengt. Laut Berechnungen wurden dafür bis zu 12 Tonnen Sprengstoff benötigt. Von 1945 bis 1955 wurden hier ca. 54.000 Minen entschärft.

[bearbeiten] Lageplan der Anlage

Lageplan der Wolfsschanze 1. Büro- und Wohngebäude der Leibwache Hitlers 2. Gebäude der Leibwache und des Sicherheitsdienstes 3. Notstromaggregat 4. Bunker 5. Gebäude des Reichspressechefs Otto Dietrich 6. Beratungsbaracke, Ort des nicht geglückten Attentats auf Hitler vom 20. Juli 1944 7. Sicherheitsdienst 8. Luftschutzraum für Gäste 9. Leibwache 10. Gebäude des stenografischen Dienstes 11. Sicherheitsdienst, erster Leibwächter Hitlers Rattenhuber, Chef der Polizeiabteilung Högl, Postgebäude 12. Fernschreibdienst 13. Garagen 14. Fahrdienst 15. Kino 16. Heizungsgebäude 17. Dr. Morell, Bodenschatz, Hewel, Voß, Wolff, Fegelein 18. Vorratslager 19. Gebäude von Martin Bormann, persönlicher Sekretär Hitlers 20. Luftschutzraum Bormanns und seines persönlichen Umfelds 21. Adjutantur Hitlers und der Wehrmacht, Personalamt der Wehrmacht 22. Casino II 23. General Alfred Jodl, Chef des Wehrmachtführungsstabes im Oberkommando der Wehrmacht 24. Feuerlöschteich 25. Dienstgebäude des Außenministeriums 26. Dr. Fritz Todt, nach seinem tödlichen Unfall: Albert Speer 27. Hotel der Leibwache 28. allgemein zugänglicher Luftschutzraum  mit Flak und MG-Einheiten auf dem Dach 29. Casino I 30. Neue Teestube 31. Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel, Chef des Oberkommandos der Wehrmacht 32. Alte Teestube  33. Gebäude von Reichsmarschall Hermann Göring,  34. Luftschutzraum Görings mit Flak, MG- und Reflektor-Einheiten 35. Vertretung des Oberkommandos der Luftwaffe 36. Vertretung des Oberkommandos der Kriegsmarine 37. Bunker  mit Flak-Station 38. Eisenbahnlinie Rastenburg-Angerburg
Lageplan der Wolfsschanze
1. Büro- und Wohngebäude der Leibwache Hitlers
2. Gebäude der Leibwache und des Sicherheitsdienstes
3. Notstromaggregat
4. Bunker
5. Gebäude des Reichspressechefs Otto Dietrich
6. Beratungsbaracke, Ort des nicht geglückten Attentats auf Hitler vom 20. Juli 1944
7. Sicherheitsdienst
8. Luftschutzraum für Gäste
9. Leibwache
10. Gebäude des stenografischen Dienstes
11. Sicherheitsdienst, erster Leibwächter Hitlers Rattenhuber, Chef der Polizeiabteilung Högl, Postgebäude
12. Fernschreibdienst
13. Garagen
14. Fahrdienst
15. Kino
16. Heizungsgebäude
17. Dr. Morell, Bodenschatz, Hewel, Voß, Wolff, Fegelein
18. Vorratslager
19. Gebäude von Martin Bormann, persönlicher Sekretär Hitlers
20. Luftschutzraum Bormanns und seines persönlichen Umfelds
21. Adjutantur Hitlers und der Wehrmacht, Personalamt der Wehrmacht
22. Casino II
23. General Alfred Jodl, Chef des Wehrmachtführungsstabes im Oberkommando der Wehrmacht
24. Feuerlöschteich
25. Dienstgebäude des Außenministeriums
26. Dr. Fritz Todt, nach seinem tödlichen Unfall: Albert Speer
27. Hotel der Leibwache
28. allgemein zugänglicher Luftschutzraum mit Flak und MG-Einheiten auf dem Dach
29. Casino I
30. Neue Teestube
31. Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel, Chef des Oberkommandos der Wehrmacht
32. Alte Teestube
33. Gebäude von Reichsmarschall Hermann Göring,
34. Luftschutzraum Görings mit Flak, MG- und Reflektor-Einheiten
35. Vertretung des Oberkommandos der Luftwaffe
36. Vertretung des Oberkommandos der Kriegsmarine
37. Bunker mit Flak-Station
38. Eisenbahnlinie Rastenburg-Angerburg
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