17. SS-Panzergrenadier-Division „Götz von Berlichingen“

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Eiserne Faust: Truppenkennzeichen der Division

Die 17. SS-Panzergrenadier-Division „Götz von Berlichingen“ war eine Panzergrenadier-Division der Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg. Sie war nach dem Reichsritter Götz von Berlichingen benannt und bestand von Oktober 1943 bis Mai 1945. Sie ging im Juni 1944 im Rahmen der Reichsverteidigung in den Abwehrkampf gegen die alliierte Invasion.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Kämpfe waren gekennzeichnet durch die immense materielle Überlegenheit des Gegners. Trotzdem stemmte sich diese junge Truppe der Übermacht immer wieder entgegen, sie schlug zu und versetzte dem Feind empfindliche Verluste. Sie wurde dezimiert, zersprengt und neu aufgestellt, doch ihre verzweifelten Anstrengungen, die Heimat zu verteidigen, erlahmten bis zum Schluß nie. In den 17 Monaten ihres Bestehens kämpfte sie vorwiegend gegen Verbände der VS-amerikanischen Armee, bis ihre Soldaten im Mai 1945 den bitteren Weg in die Kriegsgefangenschaft antreten mußten.

Einsatzgebiete

  • Dezember 1943 (Balkan)
  • Januar 1944 bis Mai 1944 (Frankreich)
  • Juni 1944 bis Juli 1944 (Normandie; → Schlacht um Carentan)
  • August 1944 (Champagne)
  • September 1944 bis Februar 1945 (Saarpfalz)
  • April 1945 (Franken und Alpenvorland)

Wehrmachtberichte (Auszug)

Der Wehrmachtbericht vom 29. Juli 1944 meldete:

„In den schwere Kämpfen im Raum St. Lo – Lassay haben sich in den letzten Wochen in Abwehr und Gegenangriff besonders ausgezeichnet: Die 17. SS-Panzergrandier-Division ‚Götz von Berlichingen‘ unter Führung ihres schwer verwundeten Kommandeurs Brigadeführer Ostendorff und seines Vertreters Standartenführer Baum, die 353. Infanterie-Division unter Führung ihres Divisionskommandeurs Generalleutnant Mahlmann, das Fallschirmjäger-Regiment 5 unter seinem Kommandeur Major Heinz Becker, das Fallschirmjäger-Regiment 9 unter seinem Kommandeur Major Kurt Stephani und das Fallschirmjäger-Regiment 15 unter seinem Kommandeur Oberstleutnant Gröschke.[1]

Gliederung

  • SS-Panzergrenadier-Regiment 37
  • SS-Panzergrenadier-Regiment 38
  • SS-Artillerie-Regiment 17
  • SS-Panzer-Abteilung 17
  • SS-Sturmgeschütz-Abteilung 17
  • SS-Flak-Abteilung 17
  • SS-Pionier-Bataillon 17
  • SS-Panzer-Aufklärungs-Abteilung 17
  • SS-Nachrichten-Abteilung
  • Kommandeur der SS-Divisions-Nachschubtruppen 17
  • SS-Sanitäts-Abteilung 17
  • SS-Panzer-Instandsetzungs-Abteilung 17
  • SS-Wirtschafts-Bataillon 17
  • SS-Feldpostamt 17
  • SS-Kriegsberichter-Zug 17
  • SS-Feldgendarmerie-Kompanie 17
  • SS-Feldersatz-Bataillon 17

Kommandeure

Das Kriegstagebuch

Wehrgeschichtlich interessant ist das Kriegstagebuch (KTB) der Division. Das bis zum 16. März 1945, in den Anlagen bis zum 4. Mai geführte KTB wurde kurz darauf vergraben. Die Stahlblechkiste wurde 1988 wiederentdeckt (vermutlich in einer Kiesgrube). Da die Entdecker mehr Interesse an Geld statt an staatlicher „Wissenschaft“ hatten, gingen die auch noch 17 Leitz-Ordner erst über den Umweg der Truppenkameradschaft der 17. Division an das Bundesarchiv Militärarchiv, das die geforderte Summe nicht bezahlen wollte. Bis auf die angerosteten Klammern waren alle 8.000 Blatt sowie 200 Karten und Skizzen in gutem Zustand und wurden vor „Verstaatlichung“ kopiert. Abgesehen davon, daß bei einer der spät aufgestellen Divisionen kaum ein KTB bearbeitungsreif war für die Abgabe an das Kriegsarchiv der Waffen-SS oder das Heeresarchiv Potsdam, um dann durch Brand oder Plünderung verlorenzugehen, gab es hier auch keine Möglichkeit der korrigierenden Eingriffe durch bestimmte Personengruppen nach 1945.[2]

Literatur

  • Kriegstagebuch der 17.SS-Panzer-Grenadier-Division „Götz von Berlichingen“, Verlag: Vdm Heinz Nickel, ISBN 978-3880141063
  • Helmut Günther: Das Auge der Division, Die Aufklärungsabteilung der 17. SS-Panzer-Grenadier-Division „Götz von Berlichingen“
  • Hans Stöber: Die Eiserne Faust. Chronik der 17. SS-Panzergrenadierdivision „Götz von Berlichingen“, ISBN 978-3-942145-19-0 (Bestellmöglichkeit)

Verweise

Fußnoten

  1. Die Wehrmachtberichte 1939–1945, Band 3, 1. Januar 1944 bis 9. Mai 1945, Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG, München 1985, S. 181, ISBN 3-423-05944-3
  2. Wallwey: 1945 vergraben – 1988 ausgegraben. In: Zeitschrift für Heereskunde: Heft 355. 1991. S. 88f.


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