Blick nach Rechts

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Blick nach Rechts

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Verweis www.bnr.de
Registrierung nicht erforderlich
Sprachen deutsch

Der Blick nach Rechts (BnR) ist eine im Weltnetz betriebene linksextreme Agitationsplattform des „Instituts für Information und Dokumentation e. V.“ Die Geschäftsidee des Vereins besteht in der Veröffentlichung von Aussagen, Meinungen, Verdächtigungen, Beschuldigungen und Rufmordkampagnen mit Bezug zu dem politischen Kampfbegriff „Rechtsextremismus“. Eine Hauptverantwortliche ist die BRD-Blockparteien-Funktionärin Ute Vogt (SPD), die den Titel „Schirmherrin“ trägt.

Geschichte

Gegründet wurde der „Blick nach Rechts“ 1980 als Antifa-Blatt von dem westdeutschen Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit (Mfs) der DDR[1] Kurt Hirsch. Wie u. a. der Historiker Hubertus Knabe in seinem Buch „Der diskrete Charme der DDR: Stasi und Westmedien“ schreibt, nutzte das MfS vielfältige Kanäle zur Propaganda in Westdeutschland, darunter auch den Blick nach Rechts. Den extrem links stehenden Politaktivisten Kurt Hirsch, der zeitweilig auch Mitglied der Kommunistischen Partei Österreichs (KPÖ) war, hatte das MfS 1970 „auf ideologischer Basis“ als Inoffiziellen Mitarbeiter (Deckname „Helm“) angeworben. Über den Kampf gegen Rechtsextremismus hinaus war es seine Aufgabe, konservative Politiker (meist von der CDU/CSU) und antikommunistische Organisationen (wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte) als „rechtsextrem“ zu brandmarken. Dazu publizierte Hirsch zahlreiche Schriften und Wahlkampfbroschüren, die vom MfS über den „Presseausschuß der Demokratischen Initiative“ (PDI) mit über 300.000 Mark finanziert wurden.

1983 erklärte Hirsch unerwartet den Bankrott der Zeitung. Durch die Hilfe der SPD, die sein Archiv aufkaufte und ihm fortan ein monatliches Gehalt für seine publizistische Arbeit zahlte, konnte Hirsch den „Blick nach Rechts“ 1984 wiederbeleben.

Willy Brandts ehemaliger Kanzleramtschef Klaus-Henning Rosen erhielt 1987 einen Hinweis auf die MfS-Verbindungen von Hirsch. Obwohl Rosen sofort den „Verfassungs“schutz alarmierte, ließen die Sozialdemokraten Hirsch bis zum Mauerfall für sich weiterarbeiten. Nach dem Zusammenbruch der DDR und der Öffnung der Akten des MfS leitete die Generalbundesanwaltschaft ein Verfahren gegen Hirsch ein. Eine Anklage wurde mit Rücksicht auf den Gesundheitszustand Hirschs nicht mehr erhoben. Wenig später verstarb Kurt Hirsch.

Herausgeber und Autoren

Unter der „Schirmherrin“, der BRD-Blockpartei-Politikerin Ute Vogt (SPD), firmiert als Herausgeber der Journalist Helmut Lölhöffel vom Institut für Information und Dokumentation e. V., Träger ist die Berliner Vorwärts Verlagsgesellschaft mbH. Mitarbeiter sind verschiedene Politologen, Journalisten und Zuträger des Verfassungsschutzes wie Armin Pfahl-Traughber und Gernot Modery.

Eine feste Autorenliste gibt der BNR nicht an, man setzt anscheinend auf freie Mitarbeiter. Darunter waren:

Struktur und Angebot

Die Zeitschrift erschien von 1984 bis 2004 als gedruckte Ausgabe und erscheint seither als Online-Magazin. Die Online-Ausgabe ist für namentlich und mit E-Mail-Adresse registrierte Benutzer, die einen Monatsbeitrag entrichten und dafür ein Paßwort erhalten, lesbar. Sie erscheint alle zwei Wochen, d. h. mit bis zu 26 Ausgaben jährlich. Diese sind für Jahresabonnenten auch als „e-paper“ erhältlich.

Die Weltnetzseite ist in vier Hauptrubriken unterteilt:

  • BNR aktuell für aktuelle Meldungen, Veranstaltungshinweise, Aktionstips
  • ein Archiv, das bis 1996 zurück alle Ausgaben enthält. Viele ausführliche Archivartikel sind ihrerseits kostenpflichtig, für Jahresabonnenten stehen alle Artikel kostenlos zur Verfügung.
  • eine Seite „Interaktiv“, auf der man Leserbriefe lesen und schreiben, Projekte gegen „Rechtsextremismus“ anmelden und Bekannte als Leser des BNR werben kann
  • eine Seite „Aktiv“ mit einem ständig aktualisierten Veranstaltungskalender zu Aktionen, einer Liste von Initiativen und Projekten, Propaganda und Spielen gegen „Rechtsextremismus“

Sofort zugängliche Unterrubriken sind

  • „brandaktuell“ mit Hinweisen auf themenrelevante Tagesnachrichten,
  • „Meinung“ mit Leserbriefen und Kommentaren zu solchen Ereignissen,
  • „Hintergrund“ mit Hintergrundinformationen dazu,
  • eine Inhaltsangabe der jeweils aktuellen Ausgabe.

Eine interne Suchfunktion ermöglicht das Auffinden von sämtlichen Artikeln des Archivs und der aktuellen Ausgabe zu einem Suchbegriff, gestaffelt nach Relevanz. Aus Sicherheitsgründen wird das Suchergebnis sofort nach Aufruf einer Einzelseite wieder gelöscht.

Leserbriefe können nicht anonym, sondern nur mit einem Minimum persönlicher Daten verfaßt werden; über den Abdruck entscheidet die BNR-Leserbriefredaktion.

Kritik

Konservative Medien und die CDU/CSU-Bundestagsfraktion übten Kritik an dem Desinformationsdienst.

Am 28. September 2004 stellte die CDU/CSU-Fraktion im Bundestag eine kleine Anfrage bezüglich einer Förderung linksextremistischer Gruppierungen durch das Ministerium Otto Schilys (SPD). Auf sieben Seiten erkundigten sich die CDU-Politiker nach den Hintergründen der Förderung. Kritisiert wurden Verweise in der Empfehlungsliste des Blick nach Rechts sowohl auf die „Antifaschistische Aktion Eckernförde“ wie auf die „Antifa Görlitz“. Beide Organisationen fanden zu dieser Zeit auch in der Broschüre „Extremistische Bestrebungen im Internet“ des Bundesinnenministeriums Erwähnung. In der Unionsanfrage heißt es, die Vielzahl der Verweise zu „offenkundig linksextremistischen Bewegungen, die auch in Verfassungsschutzberichten erwähnt werden, zeigt aber, daß der Blick nach Rechts eine mit Steuergeldern finanzierte Plattform auch für die Verbreitung linksextremistischer Parolen unter dem Etikett der Bekämpfung des Rechtsextremismus ist“.[4][5][6]

Siehe auch

Literatur

  • Lars Normann: Rechts im Spiegel von Links: Die Zeitschrift „blick nach rechts“ als Symptom politischer Kultur der Bundesrepublik Deutschland. Grin Verlag, 2013, ISBN 978-3638918763
  • Frank Böckelmann: Jargon der Weltoffenheit. Was sind unsere Werte noch wert? Edition Sonderwege bei Manuscriptum, Manuscriptum Verlagsbuchhandlung, Waltrop und Leipzig 2014, ISBN 978-3-937801-96-4
  • Norbert Borrmann: Warum rechts? Vom Wagnis, rechts zu sein. Eine Streitschrift. Regin-Verlag, Kiel 2011, ISBN 978-3-941247-33-8

Verweise

Fußnoten