Brexit

Aus Metapedia
Wechseln zu: Navigation, Suche
Plakat zum britischen EU-Mitgliedschaftsreferendum 2016

Brexit ist ein Kunstwort – zusammengesetzt aus den Wörtern „Britain“ (eng. | dt. Britannien) und „Exit“ (eng. | dt. Ausgang, Austritt). Es bezeichnet das Vorhaben des Austritts Großbritanniens aus der EU. Am 23. Juni 2016 sprachen sich 51,9 % der Teilnehmer einer Volksabstimmung zu dieser Frage hierfür aus. In Umsetzung dieses Ergebnisses erklärte die Premierministerin des Vereinigten Königreichs Theresa May am 29. März 2017 den Austritt ihres Landes aus der EU zum 29. März 2019.

May und das globalistische Politpersonal im britischen Unterhaus verhinderten den Vollzug jedoch durch politische und parlamentarische Ränkespiele im Zusammenwirken mit höchsten EU-Instanzen. Offiziell besteht das erklärte Ziel des Landes, die EU-Mitgliedschaft zu beenden, fort. Am 20. Januar 2019 gründete Nigel Farage die neue Brexit-Partei.

Der Brexit wurde am 31. Januar 2020 um Mitternacht nach 47 Jahren Mitgliedschaft vollzogen. Der EU-Austritt des britischen Königreichs als erstes Mitglied wird von Brexit-Anhängern als regelrechter Aufbruch in eine neue Ära der Selbstbestimmung und Unabhängigkeit gesehen.

Ankündigung im Januar 2013

„The Sun“ berichtete im März 2016, daß die Königin des Vereinigten Königreiches den Austritt aus der EU befürwortet.

Der britische Premierminister David Cameron kündigte im Januar 2013 an, im Falle seiner Wiederwahl 2015 bis spätestens 2017 ein Referendum über den Verbleib seines Landes in der EU abhalten zu wollen. Nach der britischen Unterhauswahl im Mai 2015 wurden Spekulationen bekannt, denen zufolge Cameron das Referendum bereits 2016 abhalten könnte.[1] Der Volksentscheid über den EU-Verbleib Großbritanniens findet am 23. Juni 2016 statt. Nur zwei Jahre nach der Aufnahme Großbritanniens in die EU (damals noch als EWG bezeichnet) hatten die Briten bereits 1975 über diese Frage abstimmen dürfen und sich mit 67,2 % für den Verbleib in derselben entschieden.[2]

Camerons Ankündigung gilt als politische Reaktion auf die Wahlerfolge von Nigel Farage und seiner UKIP-Partei. Eine Folge des Austritts Großbritanniens aus der EU könnte sein, daß die Bewegung zur Loslösung Schottlands vom Vereinigten Königreich – worüber im September 2014 bereits eine für die Initiatoren negativ abgelaufene Volksabstimmung stattfand –, neuen Zulauf bekommt.[3]

Durchführung im Juni 2016

Donald Trump begrüßt den Austritt Großbritanniens aus der EU, er gehörte nach dem Referendum zu den ersten Gratulanten.

Der Londoner Oberbürgermeister und Camerons Parteikollege Boris Johnson zeigte sich spätestens seit Februar 2016 als Unterstützer des Brexits. Die EU-Führung hatte zuvor der britischen Regierung einige Zugeständnisse gemacht – aber keine echten harten Reformen –, um das Land in der EU zu halten, dazu zählten beispielsweise etwas großzügigere Übergangsfristen für ausländische Sozialleistungsbezieher in Großbritannien und Sonderregelungen für das britische Pfund. Zwischenzeitig erklärten sechs Regierungsmitglieder ebenfalls ihre Sympathie für einen EU-Austritt.[4]

Die Scottish National Party unter Führung von Nicola Sturgeon, der Minsterpräsidentin Schottlands, sprach sich klar gegen ein Ausscheiden Großbritanniens aus der EU aus und ging davon aus, daß ein Austritt des Landes einem weiteren Versuch zur Loslösung Schottlands vom Vereinigten Königreich neuen Auftrieb geben werde.[4] Wer das Wahlergebnis analysiert, sieht sofort die drastisch überwiegenden „Remain“-Stimmen (für den Verbleib) in Schottland. Dazu muß man Folgendes wissen: Die Scottish National Party ist die mächtigste Partei in Schottland und hat ein sozialdemokratisches Profil. Das ist wesentlich. Die Austrittsabstimmung 2014 in Schottland (Austritt aus Großbritannien in dem Fall) war durch und durch sozialdemokratisch motiviert.

Die Pro-Brexit-Gruppe „Leave.EU“ bezeichnet BRD-Umvolkungskanzlerin Angela Merkel im Oktober 2019 als Kraut

Die Austrittsforderung beinhaltete Subventionsforderungen an Brüssel, sie hat die Idee des Nationalbewußtseins nur ausgebeutet — und ist im übrigen damals gescheitert. Beim Brexit 2016 ging es aber eben nicht darum, mehr Subventionen aus Brüssel zu erpressen, sondern vielmehr darum, die Idiotie des Subventionszirkus endlich zu beenden. Natürlich gab es in der unmittelbaren Folge des Brexit Preissprünge bei Gold und Silber, einen spürbaren Börsensturz, Währungsturbulenzen um das Pfund und viel Geschrei. Die Großinvestoren heizten all das noch bewußt an (um ihren NWO-Zielsetzungen Nachdruck zu verleihen, aber auch, um jetzt billig einkaufen zu können; viel Lug und Trug also). Der Brexit ist eine wichtige historische Wende des frühen 21. Jahrhunderts, aber zugleich kann die Brexit-Abstimmung vom 23. Juni 2016 für jeden folgenden makro-ökonomischen Zusammenbruch als „Ursache“ benannt werden von denjenigen Bankierskreisen, die die Krise fabrizieren und ausnutzen.[5] In einem Zeitfenster von mindestens sechs Monaten kann ein Euro-Crash, ein Italien-Crash, ein Frankreich-Crash, ein Deutsche-Bank-Crash usw. den britischen Wählern, die für den Brexit gestimmt haben, in die Schuhe geschoben werden. Das ökonomisch, historisch und politisch so gut wie ahnungslose Publikum der BRD-Staatspropagandasender wie z. B. ARD und ZDF wird jede diesbezügliche grobe Lüge völlig naiv und fest glauben.

Am 23. Juni 2016 stimmten 51,9 % der Briten für den Brexit, woraufhin David Cameron seinen Rücktritt als Premierminister ankündigte. Die Wahlbeteiligung lag bei rund 72 %.[6]

Satirische Illustration (David Dees)

Austrittserklärung aus der EU im März 2017

Am 29. März 2017 erklärte die Premierministerin des Vereinigten Königreichs Theresa May in Umsetzung des Ergebnisses der Volksbefragung in einem Brief an den obersten Repräsentanten der EU, Donald Tusk, den Austritt ihres Landes aus der EU. Er soll im März 2019 wirksam werden. Maßgebend für das Verfahren ist Artikel 50 der EU-Verfassung.

Großbritannien wird als das nach der BRD wirtschaftlich stärkste Land der EU den Rücken kehren, was erhöhte Zahlungen der BRD an das Gebilde zur Folge haben wird. Der Austritt ist in der Wirkung so, als wenn auf einen Schlag die 20 kleinsten von 28 Mitgliedern das EU-Gebilde verließen.[7]

2018 personeller Wechsel bei der Brexit-Gestaltung

Nach dem Rücktritt des bisherigen britischen Brexit-Ministers David Davis, beauftragte Premierministerin Theresa May am 9. Juli 2018 den Juden Dominic Raab mit der politischen Verhandlung und Vertragsgestaltung des Austritts aus der EU. Auch er trat zurück.

NWO auf Zerstörungskurs des britischen Willens zum Brexit

Theresa May agierte während ihrer Amtszeit als Premierministerin ganz im Sinne der NWO, indem sie die Briten müde vor dem Brexit und so willfährig für die EU machte. Auf die Lösung „harter Brexit“, d. h. Austritt ohne Vertragsbindungen, welche an die EU fesseln, können die Befürworter des Austritts nur noch bedingt hoffen.

Verhandlungen laufen im Dezember 2020 aus

Nach dem Nullergebnis des Treffens von Boris Johnson mit EU-Präsidentin von der Leyen wird eine Einigung zwischen der englischen Regierung und der EU-Zentrale unwahrscheinlicher. Daß am 1. Januar ein harter Brexit Realität wird, ist ohnehin nicht mehr zu vermeiden, obwohl die Politiker „aus Verantwortung“ noch etwas weiterverhandeln werden.

Zitate

  • „Washington hat nicht die Absicht, Großbritannien den Austritt aus der Europäischen Union zu erlauben. Schließlich hat Washington nicht 60 Jahre lang darauf hingearbeitet, ganz Europa unter seine Kontrolle zu bringen, um dann zuzulassen, dass Demokratie dies alles zunichtemacht. Die amerikanische Notenbank Federal Reserve, ihre Verbündeten an der Wall Street sowie die Vasallen der japanischen und Europäischen Zentralbank werden auf den Niedergang des Britischen Pfundes und britischer Aktien wetten. Die verkommenen und korrupten Medien werden den Wertverlust dann als ›Urteil der Märkte‹ hochspielen, die Entscheidung der Briten sei ein Fehler gewesen. Sollte Großbritannien dann letztlich doch zugestanden werden, die EU zu verlassen, werden die zwei Jahre andauernden Verhandlungen dazu benutzt werden, England so eng an die EU zu binden, dass der Austritt praktisch nur dem Namen nach erfolgt.“Paul Craig Roberts[8]
  • „Unter normalen globalen, wirtschaftlichen Umständen dürfte ein Brexit den Rest Europas wirklich nicht interessieren. Aber das würde voraussetzen, dass die EU finanztechnisch stabil da steht; dass ihre Banken solvent sind; dass die Schuldenstände sich in einem überschaubaren Rahmen bewegen; dass die EU ein supranationales Konstrukt ist, das erfolgreich und durchdacht wäre, dann wäre der Schaden, den eine ›Ja‹-Abstimmung auslösen könnte, wahrlich nicht der Rede wert. Aber das ist eben nicht der Fall. Die EU steht am Rande des ökonomischen Zusammenbruchs. Denn wenn ein kleines Mitgliedsland wie Griechenland Zweifel an der Stabilität der gesamten EU säen kann, dann ist irgendetwas an der Struktur marode. [...] Stand jetzt kann es sich Brüssel nicht erlauben, dass nur ein einziges Mitglied austritt – egal ob groß oder klein. Und ein Brexit würde auch Folgen für den Rest der Welt haben – inklusive den USA. Denn durch das brillant-destruktive Programm der gegenseitigen Abhängigkeiten und des Globalismus, die unser Finanzsystem seit Jahrzehnten bestimmen, haben wir ein System der Schwäche aufgebaut. Kein noch so großes Land im globalen System hat die Werkzeuge, um ohne die anderen zu existieren. Was die logische Konsequenz in sich trägt, dass das ganze System implodiert, wenn ein Teilstück daraus zusammenbricht. Es mag ein wahrliche idiotisches System sein, was da in den letzten Jahren aufgebaut wurde. Aber die Idiotie beinhaltet eben auch, dass wir die Realität akzeptieren müssen, dass es absichtlich so konstruiert wurde, dass es an einem bestimmten Punkt scheitern muss. [...] Bei all dem hier Geschriebenen sollten wir aber auch immer im Hinterkopf behalten, dass der Brexit nur ein ›Spiel für die Massen‹ sein könnte. Wir haben in den letzten Jahren so viele Geschehnisse dieser Art erlebt. So viele, dass viele kritische Zeitgenossen schon zynisch geworden sind, so als könnte das System ewig gestützt werden. Aber letztlich geht es immer um das perfekte Timing. Alle Fundamentaldaten zeigen, dass die Weltwirtschaft den Weg nach unten eingeschlagen hat – egal, was die Zentralbanken und internationalen Financiers auf lange Sicht alles tun. Die einzige Frage ist, ob sie denken, dass jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen ist den Stecker an der letzten verbliebenen (Aktien-)Blase zu ziehen oder nicht. Ein erfolgreicher Brexit könnte ein perfekter Sündenbock sein, um den nächsten Etappenschritt einzuläuten.“ — Konjunktion.info[9]
  • „Nach Angaben von Sharelynx.com flossen in diesem Jahr bislang 25 Milliarden $ in die Gold-ETFs, -fonds und -börsen: Das stellt unzweifelhaft unter Beweis, dass die Nachfrage der durchschnittlichen Investoren nach Goldanlageprodukten stark gestiegen ist. Dennoch repräsentiert der Goldsektor nur einen winzigen Teil des gesamten Marktes. Allein die 400 reichsten Menschen dieser Welt haben am letzten Freitag 127 Milliarden $ verloren, nachdem die britischen Wähler für den Austritt aus der Europäischen Union gestimmt hatten. Noch interessanter ist allerdings die Tatsache, dass der Verlust von 127 Milliarden $, den die Superreichen an einem einzigen Tag gemacht haben, ausgereicht hätte, um alle Gold- und Silber-ETFs sowie sämtliche Edelmetallfonds dieser Erde aufzukaufen! Aktuell haben die Gold-ETFs und -fonds weltweit einen Gesamtwert von 108 Milliarden $, während die Silber-ETFs und -fonds auf gerade einmal 16 Milliarden $ kommen. Der Gesamtwert sämtlicher auf Gold und Silber basierender ETFs und Fonds beläuft sich somit auf 124 Milliarden $. Anders gesagt haben die reichsten der Reichen an nur einem Tag mehr als den gesamten Markt für Gold- und Silber-ETFs und -fonds verloren.“Steve St. Angelo: Die finale Wende am Goldmarkt, GoldSeiten, 9. Juli 2016

Filmbeiträge

Nigel Farage wird im EU-Parlament bei Abschiedsrede zum Brexit Mikro stummgeschaltet (30. Januar 2020)

Siehe auch

Verweise

Englischsprachig
Karikaturen

Fußnoten

  1. Cameron plant EU-Referendum schon für 2016, FAZ, 12. Mai 2015
  2. Junge Freiheit, 3/15, S. 7
  3. In Europa geht das „Brexit“-Gespenst um, FAZ, 2. Mai 2015
  4. 4,0 4,1 Junge Freiheit, 9/16, S. 9
  5. Eine treffliche Analyse dieses Zusammenhangs findet sich auf der Netzseite Konjunktion-Info: „Der Ton und die Stimmung bei diesem US-Wahlkampf ist ähnlich dem vor dem Brexit-Referendum. Menschen auf der linken Seite des politischen Spektrums werden dazu gebracht den Globalismus zu unterstützen, als ob dieser eine Voraussetzung für Frieden und Harmonie wäre. Während auf der rechten Seite des Spektrums die Menschen als isolationistische Barbaren dargestellt werden, die den globalen Wohlstand aller aufs Spiel setzen. Unterstützer des Brexits wurden als alt, rückwärtsgewandt, selbstsüchtig und als potenzielle Rassisten bezeichnet. Gegner des Brexits dagegen als jung, gebildet und von der älteren Generation schikaniert und ihrer Zukunft beraubt, weil man ihnen den Globalismus wegnehmen würde. Unterstützer Trumps werden als alt, rassistisch, ungebildet und mit Angst vor dem Wandel der Zeit dargestellt. So als würden sie nicht begreifen, dass wir heute das Jahr 2016 haben. Gegner Trumps sind dagegen ›der akademischen und weltoffenen Schicht‹ angehörig, die alles dafür gibt, einen neuen Hitler zu verhindern. Während das Brexit-Referendum immer näher rückte, zeigten Umfragen einen großen Vorsprung der Brexit-Gegner, was dazu führte, dass alle annahmen, dass der Brexit scheitern würde. Jetzt im Vorfeld der US-Wahlen ist die Hochleistungspresse auch voll von Umfragen, die in den meisten Fällen einen Sieg Clintons über Trump prognostizieren. Ich weiß natürlich, dass diese Umfragen nicht viel Aussagekraft besitzen, aber hier geht es allein um die Analogie zum Brexit-Referendum.“ Vgl. die gesamte Darstellung: Finanzkollaps: Eliten werden uns als Schuldige ausmachen oder Was haben Trump und der Brexit gemeinsam? Konjunktion.info, 13. Oktober 2016
  6. Die EU versagt, die EU stirbt, Junge Freiheit, 24. Juni 2016
  7. Hans-Werner Sinn in einer wirtschaftlichen Berechnung; mit gleicher Aussage Holger Steltzner: Verlierer des Brexits, FAZ, 29. März 2017
  8. Paul Craig Roberts: Der Zusammenbruch der westlichen Demokratie, Kopp Online, 1. Juli 2016 Verweis defekt, gelöscht oder zensiert!
  9. Brexit: Welche Strategie verfolgen die Globalisten mit dem Referendum? Konjunktion.info, 23. Juni 2016