Höpfner, Wilhelm

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Wilhelm Höpfner

Wilhelm Höpfner (Lebensrune.png 22. August 1868 in Quakenbrück; Todesrune.png 16. April 1951 in Hildesheim) war ein deutscher Offizier der Kaiserlichen Marine und der Vorläufigen Reichsmarine, zuletzt Konteradmiral.

Werdegang

Kaiser Wilhelm II. (oben) verläßt nach einem Besuch das Großlinienschiff SMS „Oldenburg“, ihm voraus (unten) der Kommandant Kapitän zur See Wilhelm Höpfner. Mit der „Oldenburg“, Flaggschiff der 2. Division, nahm Höpfner im Verband des I. Geschwaders der Deutschen Hochseeflotte an der Seeschlacht vor dem Skagerrak teil. Hier versenkte die „Oldenburg“ einen Zerstörer der Royal Navy. Während der Schlacht wurde das Kriegsschiff nur geringfügig beschädigt, erlitt aber sieben Gefallene (3. Artillerieoffizier Kapitänleutnant Eduard Rabius, Oberleutnant Hans Aue und Leutnant zur See Friedrich Schwickerath sowie drei Matrosen und ein Signalmast) und acht Verwundete (darunter Kommandant Höpfner und Korvettenkapitän Stegemann. Kapitänleutnant Hans Adam und Leutnant Bernhard wurden sehr schwer verwundet, ebenfalls verwundet wurden der Schiffssteuermann, ein Oberbootsmannsmaat und zwei Obersignalgasten. Hans Adam (Lebensrune.png 15. November 1884) ist kurz darauf auf S. M. Lazarettschiff „Sierra Ventana“ seinen schweren Verwundungen erlegen.
  • 15. April 1887 Kadett
    • Eintritt und die Kaiserliche Marine und Kommandierung zur Marineschule
  • 19. April 1888 Seekadett
    • Bordausbildung auf dem Schulschiff SMS „Gneisenau“, einer Gedeckten Korvette der Bismarck-Klasse
    • Borddienst auf der neuen SMS „Irene“; Ab dem 10. September ging sie auf eine Mittelmeerreise und schloß sich dem Übungsgeschwader mit dem Flaggschiff SMS „Kaiser“ dort an, um Kaiser Wilhelm II. nach Athen zur Hochzeit seiner Schwester Sophie mit Kronprinz Konstantin von Griechenland am 28. Oktober zu begleiten.
  • 23. Mai 1890 Unterleutnant zur See
    • erneut zur Marineschule kommandiert
    • zur Disposition des Inspekteurs der I. Marineinspektion in Kiel
    • Dienst auf dem S. M. Schiffsjungen-Schulschiff „Nixe“, vorübergehend auf der Mittelmeer-Station, später auf der ostamerikanischen Station.
      • Ab 1. April 1892 war die Nixe wieder in Dienst, wobei auf der längeren Mittelmeerreise im Sommer Typhus an Bord ausbrach. Im September 1892 nahm sie am Flottenmanöver teil, ehe sie am 23. September 1892 zu einer Winterreise nach Westindien auslief. Dieses Muster von kurzen Ausbildungsfahrten mit neuen Schiffsjungen und Kadetten im Frühjahr gefolgt von einer langen Auslandsreise und (oft) von der Teilnahme an den Herbstmanövern des folgenden Jahres blieb auch in den folgenden Jahren die Norm.
  • 10. April 1893 Leutnant zur See
    • Adjutant der 2. Abteilung der I. Matrosen-Division
    • Kommandant des S. M. Torpedoboots „S. 5“ (Schul-Torpedoboot der Inspektion des Torpedowesens)
    • Dienst auf dem S. M. Kreuzer II. Klasse „Deutschland“ beim Kommando der II. Division des Kreuzergeschwaders
  • 9. Oktober 1899 Kapitänleutnant
    • Kommandant des S. M. Torpedoboots „S. 90“ (Depeschenboot der Ostasiatischen Station)
    • Erster Offizier auf der SMS „Gefion“
    • Chef der D. (I.) Torpedobootsdivision der Ostsee bei der II. Torpedobootsflottille, zugleich Kommandant des Divisionsboots S. M. Torpedoboot „D. 3“
    • Lehrer an der Marineschule
  • 21. März 1905 Korvettenkapitän
  • 6. August 1909 Fregattenkapitän
  • 27. Januar 1911 Kapitän zur See
    • 1911 geschäftsführender Gouverneur in Tsingtau bis zum Eintreffen von Alfred Meyer-Waldeck
    • 1912 zur Verfügung des Chefs der Marinestation der Nordsee
    • 22. September 1913 Kommandant des Großlinienschiffs der Helgoland-Klasse SMS „Oldenburg“
    • 1. Juni 1916 leicht bis mittelschwere Verwundung, linker Fuß, linke Schulter, Gesicht und rechter hinterer Oberschenkel (er unterschrieb aber weiterhin Schlachtberichte und Meldungen – u. a. 4. und 8. Juni 1916 – an das OKM), nach Rückkehr in den Hafen übernahm Heinrich Löhlein
      • bis 31. März 1917 Lazarett und Genesung
    • 1. April 1917 bis 24. August 1917 Chef der Militärischen Abteilung (A. I.) im Reichsmarineamt
    • 25. August 1917 bis 10. Dezember 1917 erkrankt, zur Disposition des Staatssekretärs des Reichsmarineamtes
    • 11. Dezember 1917 bis 17. Januar 1918 mit der Führung der II. Marine-Inspektion beauftragt
    • 18. Januar 1918 bis 9. November 1918 Chef der II. Marine-Inspektion
  • 28. April 1918 Konteradmiral
    • 1. Februar 1919 bis 30. Juni 1919 mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Marinekommissars für den Kaiser-Wilhelm-Kanal beauftragt
    • 1. Juli 1919 bis 7. November 1919 Marinekommissar für den Kaiser-Wilhelm-Kanal
    • 17. Juli 1919 zur Disposition gestellt
    • 24. November 1919 verabschiedet

Familie

Wilhelm war der Sohn von Adolph Georg Theophilius Höpfner (Lebensrune.png 21. Oktober 1839 in Linden, Provinz Hannover; Todesrune.png 1933 Buxtehude) und dessen Frau Mathilde Antonie Emma, geb. Humbert-Droz (Lebensrune.png 15. Januar 1835 in Berlin). Er hatte fünf Geschwister, darunter Luise Marie Charlotte Emilie Emma (verheiratet Hastedt; Lebensrune.png 5. Februar 1866 in Buxtehude), Adolf Heinrich Anton Höpfner und Emma Johanna Maria „Mieze“ (verheiratet Krüger; 1874–1945).

Ehe

Höpfner heiratete 1902 seine Verlobte Eugenie von Weihe (Lebensrune.png 6. August 1876 in Bötersheim). Aus der Ehe sind zwei Kinder entsprossen:

  • Elisabetha Emma Marie Irmelis Hedwig Hanna Jutta (Lebensrune.png 14 Januar 1903) ∞ Friedrich Adolf Karl August Roderich Freiherr von Oeynhausen (1877–1953), Herr auf Gut Grevenburg in Sommersell bei Nieheim, Jurist, Oberregierungsrat und Leiter des Finanzamtes in Hildesheim, Politiker, Ehrenritter des Johanniterordens. 1933 Ehrenbürger von Büren, SS-Führer und von 1933 bis 1943 .Regierungspräsident des preußischen Regierungsbezirks Minden in der Provinz Westfalen. Die gemeinsame Tochter Ulrike (Lebensrune.png 1935) war Patenkind Adolf Hitlers und Heinrich Himmlers.
  • Ursula (1904–2008) ∞ 2. September 1932 in Hildesheim Hermann Karl(-)Theodor Ritter und Edler von Rogister (Lebensrune.png 29. Juni 1903 in Saarburg, Reichsland Elsaß-Lothringen, Herr auf Gut Bötersheim bei Tostedt), vermutlich ein Sohn, ggf. ein Neffe des Generalmajors Friedrich Ritter und Edler von Rogister (1864–1935); aus der Ehe sind zwei Kinder entsprossen: Margarethe Eugenie Carola-Theodora (später verheiratet von Alvensleben) und Dominik (Lebensrune.png 1938). Sohn Dominik, der nach dem Tode des Vaters gemeinsam mit seiner Frau Beate, geb. Tönnis, das Gut erbte, trug den Namen seines Onkels Dominik Ritter und Edler von Rogister, der am 23. Januar 1917 bei Verdun als Leutnant der Fliegertruppe in der Flieger-Abteilung Nr. 9 gefallen war. Thilo von Rogister, Urenkel des Konteradmirals, erbte das Gut dann von seinem Vater.

Auszeichnungen (Auszug)