Meyer-Waldeck, Alfred

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Kapitän zur See Meyer-Waldeck.jpg

Alfred Wilhelm Moritz Meyer, seit April 1903 Meyer-Waldeck (Lebensrune.png 27. November 1864 in Sankt Petersburg; Todesrune.png 25. August 1928 in Bad Kissingen) war ein deutscher Offizier, zuletzt Vizeadmiral der Kaiserlichen Marine sowie Gouverneur des deutschen Schutzgebietes Kiautschou.

Inhaltsverzeichnis

Werdegang

Kapitän zur See Meyer-Waldeck, Gouverneur von Kiautschou mit dem „Tsingtau“-Gedicht. „Deutsche Kriegszeitung“, 15. November 1914

Name

Im April 1903 erhielt Meyer durch den Landesdirektor des Fürstentums Waldeck und Pyrmont die Genehmigung zur Führung des Namens Meyer-Waldeck.

Kiautschou

Als Nachfolger von Oskar von Truppel wurde Kapitän zur See Meyer-Waldeck am 19. August 1911 Gouverneur von Kiautschou. Als am 23. August 1914 die japanische Kriegserklärung an das Deutsche Kaiserreich erfolgte, kam es zur Belagerung von Tsingtau. Bereits am 14. August 1914 stellte Japan das Ultimatum Kiautschou am 15. September 1914 zu räumen. Der Gouverneur Meyer-Waldeck trat an den Kaiser:

Einstehe für Pflichterfüllung bis zum Äußersten![1]

Gegen die 4.500 bis 4.800 Mann starke Besatzung kämpften drei japanische Divisionen, das entsprach 60.000 Mann, unter General Kamio, ein japanisches Blockadegeschwader und 2.000 britische Marineinfanteristen. Erst nachdem die Munitionsvorräte verbraucht waren, mußten die deutschen Truppen am 18. November 1914 kapitulieren. Allein Gunther Plüschow entkam mit einer Etrich-Rumpler „Taube“ als einziger Deutscher aus Tsingtau, er führte dabei die letzten Depeschen des Gouverneurs und die Spitze der Bataillonsflagge des III. Seebataillons mit sich. 76 Schwerverwundete wurden an die Briten abgegeben, die zwar keine Gefangenen gemacht hatten, aber gegenüber Japan das Abstellen von Gefangenen gefordert hatten. Die meisten Gefangenen wurden im Dezember 1919 und im Januar 1920 entlassen.

Familie

Am 11. Oktober 1898 heiratete Kapitänleutnant Meyer-Waldeck seine aus Charlottenburg stammende Verlobte Johanna Ney (1880–1964) in Kiel, wo auch ihr Sohn und ihre beiden Töchter geboren wurden:

  • Hans (1902–1965)
  • Hertha (1906–1919)
  • Dagmar (1908–2005; Dr. med.)

Beförderungen

Auszeichnungen (Auszug)

Verweise

Fußnoten

  1. zitiert in: Grosser Bilderatlas des Weltkrieges, Band 3, S. 268
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 2,5 2,6 2,7 2,8 Rangliste der Kaiserlich Deutschen Marine, Hrsg.: Marinekabinett, Mittler & Sohn, Berlin 1914, S.110
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