Hallervorden, Dieter

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Dieter Hallervorden (2008)

Dieter Hallervorden (Lebensrune.png 5. September 1935 in Dessau) ist ein deutscher Komiker, Moderator, Kabarettist, Schauspieler, Sänger und Theaterleiter. Er hat sich eng mit dem Judentum verbunden und betreibt zunehmend pro-jüdische und antideutsche Propaganda.

Werdegang

Herkunft

Dieter Jürgen („Didi“) Hallervorden wurde am 5. September 1935 in Dessau/Anhalt geboren. Seine Eltern sind die Arzthelferin Susanne und der Diplom-Ingenieur Kurt, der Flugzeugkonstrukteur bei den Junkers Flugzeug- und Motorenwerken in Dessau war. Er hat zwei Schwestern, Renate und Margot. Sein Großvater Hans Hallervorden war von 1920 bis 1938 und von 1946 bis 1948 Gartendirektor der Joachim-Ernst-Stiftung im Wörlitzer Park.

Ausbildung

Dieter besuchte die Grundschule in Dessau, bevor die Familie die Stadt wegen der Luftangriffe während des Zweiten Weltkrieges verlassen mußte und nach Quedlinburg in den Harz verzog. Nach dem Ende des Krieges kehrte die Familie nach Dessau zurück, wo er die Grundschulzeit als einer der Besten des Landkreises beendete. Dennoch wollten ihn die Behörden der DDR anfangs nicht zur Oberschule zulassen. Nur durch den Einsatz seines Vaters wurde diese Entscheidung nach einigen Wochen rückgängig gemacht, weshalb er sein Abitur erst 1953 im Alter von 17 Jahren absolvierte.

Nach dem Abitur studierte er an der Humboldt-Universität in Ost-Berlin Romanistik und Publizistik (u. a. bei dem jüdischen Philosophen Victor Klemperer). 1958 ging er in den Westen der Stadt (West-Berlin) und setzte dort sein Studium mit dem zusätzlichen Fach Theaterwissenschaften fort. Seine Bewerbung als Schauspielschüler wies die jüdisch inspirierte Max-Reinhardt-Schule damals „mangels Talent“ ab. Daraufhin nahm Hallervorden privaten Schauspielunterricht bei Marlise Ludwig. Neben dem Studium arbeitete er unter anderem als Fremdenführer für ausländische Touristen, Bauhilfsarbeiter, Bierfahrer und Gärtner. Außerdem trat er der Burschenschaft Rugia Berlin bei.

Wirken

Dieter Hallervorden arbeitete als Synchronsprecher (u. a. für den jüdischen Starkomiker Marty Feldman), ehe er sich dem Kabarett „Die Bedienten“ anschloß. Im Dezember 1960 gründete er in West-Berlin das satirische Kabarett „Die Wühlmäuse“, welches sich trotz starker Konkurrenz erfolgreich behauptete. Gemeinsam mit seiner ersten Frau Rotraud Schindler machte Hallervorden ein politisches Kabarett, das ihm nach eigener Überzeugung lange den Zugang zum Fernsehen verwehrte.

Schon bald nach Gründung der „Wühlmäuse“ mit teilweise linksgerichteten und zeitgeistkonformen Kabarettinszenierungen folgten Fernseh- und Filmauftritte, unter anderem in dem damals hohe Zuschauerquoten erreichenden Fernsehfilm „Das Millionenspiel“ (1970), in welchem er den Gangsterboß Köhler spielte. In den Serien „Abramakabra“, „Grand Gala“ und „Das Läster-Lexikon“ spielte er als Satiriker und Komiker. Der kommerzielle Durchbruch folgte 1975 mit der Fernsehreihe „Nonstop Nonsens“ (als Didi Meisenkaiser) im Süddeutschen Rundfunk, die bis zu ihrem Ende 1980 Rekordquoten erreichte. Zu den bekanntgewordenen Nonstop-Nonsens-Sketchen zählen der „Zumsel“, „Palim-Palim“ und „Die Kuh Elsa“.

Des weiteren brachte Hallervorden einige kommerziell erfolgreiche Tonträger heraus, häufig mit einfach gehaltenen Parodien auf bekannte Unterhaltungsschlager. Die am meisten verkauften Titel waren „Ich bin der schönste Mann in unserer Mietskaserne“ (1976), „Du, die Wanne ist voll“ (1978, Duett mit Helga Feddersen, Parodie auf „You’re the One That I Want“), „Fatima – heut ist Ramadan“ (1979), „Super-Dudler“ (1980, Parodie auf „Super Trouper“ von ABBA), „Punker Maria“ (1981, Parodie auf „Santa Maria“), „Tierischer Tango“ (1981) und „Der Würger vom Finanzamt“ (1982).

Ab 1980 entdeckte Hallervorden verstärkt das Kino für sich, oft als Drehbuchautor und Schauspieler in Personalunion. Insgesamt drehte er bis 1992 zehn Kinofilme. Die Hauptfigur „Didi“ wurde schnell zu seinem Markenzeichen und „Didi“ zu seinem Spitznamen.

1992 kehrte er zum Kabarett zurück, zunächst auf Sat.1 mit 21 Folgen der Sendung „Spottschau“ und von 1994 bis 2003 in der ARD mit „Hallervordens Spott-Light“. Oftmals spöttelte er in politisch korrekter, gewöhnlicher Kabarettmanier, worin er sich mitunter kaum von seinen zahlreichen Fernsehkollegen unterschied. Für die ARD moderierte er von 1996 bis 1997 die Sendung „Verstehen Sie Spaß?“ und produzierte 2000 zwölf Folgen der Familienkomödie „Zebralla“. Seit 2005 gehört er zur Gruppe der „Comedy-Falle“ auf Sat.1, in der er Personen mit versteckter Kamera hereinlegen muß.

Nach dem Ende von „Spott-Light“ verabschiedete er sich vorerst vom Fernsehen. Mit seinem musikalischen Soloprogramm „Mit dem Gesicht“ sowie mit den Boulevardkomödien „Dinner für Spinner“ und „Die Nervensäge“ (beide von Francis Veber) spielte er in seinem Theater „Die Wühlmäuse“ in Berlin und im Anhaltischen Theater in seiner Heimatstadt Dessau.

Ab 2013 spielte er gemeinsam mit Harald Effenberg vor stets ausverkauftem Haus sein autobiographisches Kabarettprogramm „Stationen eines Komödianten“.

Seine Autobiographie „Wer immer schmunzelnd sich bemüht“ erschien zu seinem 70. Geburtstag Anfang September 2005.

Im September 2008 betätigte sich Hallervorden für den KI.KA als Synchronsprecher für die Zeichentrickserie „Cosmic Quantum Ray“, in der er der Figur des „Professor Gehirnkopf“ seine Stimme leiht.

Hallervorden und das Judentum

Im Dezember 2008 mietete Hallervorden das Schloßpark-Theater in Berlin-Steglitz für zehn Jahre von der Stadt Berlin. Dieses war verkommen und bedurfte einer Renovierung. Für diese Renovierung wollte Hallervorden Gelder auftreiben, da er selbst nicht die nötigen Mittel dafür besaß. Die Finanzierung vermittelte die jüdische Schauspielerin Katarina Thalbach aus jüdischen Quellen. Die Renovierung kostete 2.100.000 €. Anschließend durfte Hallervorden das Schloßpark-Theater fünf Jahre lang mietfrei betreiben.

Am 1. September 2009 eröffnete Hallervorden wieder das Schloßpark-Theater mit einer Aufführung, in der zum Dank die jüdischen Schauspieler Ilja Richter und Katarina Thalbach auftraten. In der Folge wurde das Schloßpark-Theater ein Ort, an dem eine Reihe deutschfeindlicher Schauspieler auftraten. Unter anderem fiel die Premiere mit dem homosexuellen Dirk Bach aus, weil dieser zuvor an den Folgen seiner sehr ungesunden Lebensweise verstorben war.

Hallervorden verstieg sich in der Folgezeit immer mehr zu deutschfeindlichen Aussagen. Er und Hardy Krüger riefen zudem am 23. Mai 2014 dazu auf, bei der folgenden EU-Wahl keine rechten Parteien zu wählen.[1]

Zu seinem 80. Geburtstag im Jahr 2015 ließ sich Hallervorden den Fernsehfilm „Chuzpe – Klops braucht der Mensch!“ auf den Leib schreiben. Darin spielt er den Juden Edek Rotwachs, der BRD-systemgemäß Holocaust-Überlebender ist und nach seiner Emigration nach Australien und dem Tod seiner Familie nach Berlin zurückkehrt und ein Restaurant eröffnen möchte. Selbstverständlich wurde die Geschichte noch mit einem Multi-Kulti-Brei überzogen.

Politisch korrekter Druck auf Hallervorden

Hallervorden wurde im Januar 2012 von politisch korrekten Umerziehern[2] wegen seiner Inszenierung „Ich bin nicht Rappaport“ am Berliner Schloßpark-Theater mit dem Vorwurf des „Rassismus“ konfrontiert. Hallervorden erklärte daraufhin, für so etwas sei in seiner Gedankenwelt absolut kein Platz. Weder er noch sein Hauptdarsteller Joachim Bliese (der in der Inszenierung Schwarz geschminkt ist) würden sich über „schwarze Mitbürger“ lustig machen.[3][4]

Im Januar 2015 kritisierten Lobbyorganisationen[5][6][7] und Monopolmedien, daß Hallervorden die U-Bahn-Ansage zur Haltestelle „Mohrenstraße“ in Berlin übernahm.[8]

Anläßlich der Romy-Preisverleihung im Jahr 2015 kommentierte Hallervorden den Erhalt des Preises mit:

„Ich führe die österreichische Romy heim ins Reich.“

Dies brachte ihm eine anonyme Anzeige wegen angeblicher NS-Wiederbetätigung ein.[9]

Filmbeiträge

Dieter Hallervorden – Deutsch für Türken
Dieter Hallervorden – Ihr macht mir Mut (in dieser Zeit)

Filmographie/Fernsehschau

  • 1969: Mehrmals täglich (auch: Darf ich Sie zur Mutter machen?) (Darsteller)
  • 1969: Die Hochzeitsreise auch Eine Nervensäge gegen alle (Darsteller)
  • 1970: Das Millionenspiel (Fernsehen)
  • 1972: Was? (Regie: Roman Polanski; mit Marcello Mastroianni und Sydne Rome)
  • 1972: Tatort: Rattennest (Fernsehen)
  • 1973: Abramakabra (Fernsehserie)
  • 1973: Kara Ben Nemsi Effendi (Fernsehserie)
  • 1974: Mein Onkel Benjamin (Fernsehen)
  • 1974: Der Springteufel (Fernsehen)
  • 1975–1980: Nonstop Nonsens (Fernsehserie)
  • 1980: Mein Gott, Willi! (Fernsehen)
  • 1981: Stachel im Fleisch (Darsteller)
  • 1980: Ach du lieber Harry (Darsteller und Drehbuch)
  • 1981: Alles im Eimer (Darsteller)
  • 1981: Onkel & Co. (Fernsehen; 2 Teile)
  • 1982: Welle Wahnsinn (Serie, Darsteller und Drehbuch)
  • 1983: Der Schnüffler (Darsteller)
  • 1983: Zelleriesalat (Fernsehserie)
  • 1983: Wunderland (Fernsehen; Nebenrolle als Till Eulenspiegel)
  • 1984: Didi – Der Doppelgänger (Doppelrolle)
  • 1985: Didi und die Rache der Enterbten (Darsteller – 7 Rollen)
  • 1986: Didi auf vollen Touren (Darsteller und Drehbuch)
  • 1985–1986: Didi – Der Untermieter – Die Nervensäge (Fernsehserie)
  • 1987: Laus im Pelz (Darsteller)
  • 1987: Didi – Der Experte (Darsteller)
  • 1987: Die Didi-Show (Fernsehserie)
  • 1989: Bei mir liegen Sie richtig (Darsteller)
  • 1991: Alles Lüge (Darsteller)
  • 1996–1997: Verstehen Sie Spaß? (Fernsehschau)
  • 2000–2001: Zebralla! (Fernsehserie)
  • 1994–2003: Hallervordens Spott-Light (Darsteller und Drehbuch)
  • 2005–2007: Die Comedy-Falle (Fernsehschau)
  • 2006: La Isla Bonita – Armee der Stille (Darsteller)
  • 2008: 1½ Ritter – Auf der Suche nach der hinreißenden Herzelinde (Darsteller)
  • 2010: In aller Freundschaft
  • 2011: Kissenschlacht (Fernsehfilm)
  • 2011: Die zertanzten Schuhe
  • 2011: SOKO Stuttgart: Tödliches Idyll
  • 2012: Zettl – Unschlagbar Charakterlos
  • 2012: Das Mädchen und der Tod (Het Meisje en de Dood)
  • 2012: Das Kind
  • 2013: SOKO 5113: Wasserraten
  • 2013: Lindenstraße
  • 2013: Die Spätzünder 2 – Der Himmel soll warten
  • 2013: Sein letztes Rennen
  • 2014: Die Dienstagsfrauen – Sieben Tage ohne
  • 2014: Quisas almadan ölmə
  • 2014: Honig im Kopf
  • 2015: Tiefe Wunden
  • 2015: Chuzpe – Klops braucht der Mensch!
  • 2016: Ostfriesisch für Anfänger
  • 2017: Rock my Heart

Synchronisation

Als Synchronsprecher lieh er u.a. Marty Feldman in dessen Fernsehserie Marty die deutsche Stimme. Ebenso lieh er sämtlichen Figuren in der Kinderserie Wombles / Die Wombles (produziert 1973 und 1975) die deutsche Stimme. Für den Zeichentrickfilm Asterix und die Wikinger synchronisierte er die Stimme von Kryptograf.

BRD-Referenzen und Auszeichnungen

  • 1981: Bambi (für „Nonstop Nonsens“)
  • 1982: Goldene Ehrenmütze der Großen Brühler KG Fidele Bröhler – Falkenjäger blau-gold von 1973 e.V.
  • 1996: Telestar – Beste Moderation Unterhaltung (für „Verstehen Sie Spaß?“)
  • 2003: Deutscher Comedypreis – Ehrenpreis
  • 2005: Bayerischer Kabarettpreis – Ehrenpreis
  • 2006: Ehrenbürger der Stadt Dessau
  • 2009: Berliner Bär (B.Z.-Kulturpreis)
  • 2009: Steiger Award
  • 2009: Goldener Vorhang für sein Lebenswerk
  • 2009: Prix Pantheon (Sonderpreis der Jury in der Kategorie Reif und bekloppt)
  • 2010: Krefelder Krähe – Ehrenpreis der Kabarettgruppe „Die Krähen Krefeld“
  • 2015: Romy[10]
  • 2015: Bambi (für Honig im Kopf) in der Kategorie Ehrenpreis der Jury
  • 2015: Satire-Stern auf dem Walk of Fame des Kabaretts

Mitgliedschaften

Hallervorden ist Ehrenmitglied im Verein Deutsche Sprache (VDS) und Mitglied der Freien Demokratischen Partei (FDP).

Familie

Dieter Hallervorden hat vier Kinder: Sohn Adrian (Lebensrune.png 1963) und Tochter Nathalie (Lebensrune.png 1966) aus seiner ersten Ehe mit Rotraud Schindler sowie eine weitere Tochter Laura (Lebensrune.png 1986) und Sohn Johannes (Lebensrune.png 1998) von seiner zweiten Frau Elena Blume. Er wohnt abwechselnd in Château de Costaérès auf einer Insel vor der bretonischen Küste und in Berlin.

Hallervorden verbindet eine langjährige Freundschaft mit seinem beruflichen Partner Ralf Gregan.

Verweise

Fußnoten

  1. RBB-Videotext vom 23. Mai 2014
  2. „Die ‚Initiative Schwarze Deutsche‘ kritisiert die Rollenbesetzung. In der Haltung des Theaters zeige sich die ‚völlige Ignoranz betreffs rassistischer Traditionen und ihres historischen Kontextes‘, bemängelte Sheila Mysorekar. Auch die linksextreme Weltnetzseite publikative.org, die aus dem npd-blog.info hervorgegangen und von Patrick Gensing verantwortet wird, kritisierte die Darstellung. In einem Beitrag beklagen Andreas Strippel und Andrej Reisin das angeblich ‚rassistische Stilmittel‘. Die Theaterführung wolle offenbar nicht verstehen, „‚daß ein rassistischer Diskurs nicht nur in der rüden Pöbelei von Hardcore-Rasse-Theoretikern zu finden ist, sondern, daß eben auch Praktiken wie Blackface den Ausschluß aus der Mehrheitsgesellschaft befördern‘.“ – Junge Freiheit, 10. Januar 2012
  3. Dieter Hallervorden weist Rassismus-Vorwurf zurück, Deutschlandradio Kultur, 10. Januar 2012
  4. „‚Denken wir die Vorwürfe zu Ende: Darf Hallervorden einen Juden spielen, obwohl er kein Jude ist?‘, fragt Hallervorden in seiner Erklärung. ‚Darf Sigmar Gabriel sich für Maßnahmen gegen den Hunger in der Welt einsetzen, obwohl er über Leibesfülle verfügt?‘, heißt es weiter. ‚›Rappaport‹ ist seit etwa 25 Jahren auf dem Spielplan deutscher Bühnen und x-mal wurde die Rolle des schwarzen Midge von einem Weißen gespielt‘, erklärte Hallervorden. ‚Wir haben nicht etwa mutwillig nach einem Weißen für die Rolle des 80-jährigen Midge gesucht, sondern wir haben vom schauspielerischen Standpunkt aus nach der bestmöglichen Lösung gefahndet. Ein Schwarzer stand seinerzeit nach unseren Recherchen nicht zur Verfügung.‘ Hallervorden riet seinen Kritikern: ‚Leute, lest das Stück – dann werdet ihr erkennen, daß es glücklicherweise gar keinen Raum für Rassismus bietet. Macht euch erst mal kundig, bevor die Sicherungen durchbrennen, nur weil ihr auf einem Plakat einen Weißen seht, der schwarz geschminkt ist.‘ Dennoch nehme er ‚schweren Herzens‘ zur Kenntnis, daß sich, ohne daß dies je Absicht des Theaters gewesen sei, Menschen verletzt fühlen. ‚Wir werden auf deren Gefühle Rücksicht nehmen, indem wir uns Gedanken über eine andere Form der Werbung machen.‘“ – 3sat, 10. Januar 2012
  5. u. a. der Verein „Berlin Postkolonial“
  6. Die „Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland“ will eine Umbenennung der „Mohrenstraße“ in „Nelson-Mandela-Straße“.
  7. Christian Kopp vom Verein Berlin Postkolonial sagt dazu: „Soll die Black Community Berlins provoziert werden, oder warum wählt man ausgerechnet diesen fragwürdigen Komiker aus, um den kolonialrassistischen Stationsnamen einzusprechen?“ Kopp, dessen Verein sich eine kritische Würdigung der Spuren des Kolonialismus in Berlin zur Aufgabe gemacht hat, bezieht sich auf die Debatte um das 2012 von Hallervorden am Schlossparktheater inszenierte Stück „Ich bin nicht Rappaport“ von Herb Gardner, in dem ein weißer Joachim Bliese mit viel schwarzer Schminke die Rolle des Midge spielte. Für dieses sogenannte „Blackfacing“ war Hallervorden von Berliner Vertretern der schwarzen Community kritisiert worden. Ihn jetzt als BVG-Ansager für die „Mohrenstraße“ zu hören, ist da für manche ein Affront.
  8. Politisch korrekte Umbenennungsdiskussion. Hallervorden spricht als Prominenter die Haltestellenansage – Zitat Hallervorden: „Ich habe mir die Ansage nicht ausgesucht. [...] Ich habe das arglos gemacht. Das in Verbindung zu bringen mit ,Rappaport‘ ist völlig abwegig. [...] So wie die Mohrenstraße umbenannt wird, sage ich sie neu an.“ Die Berliner Verkehrsbetrieben: „Die Haltestelle heißt so, weil sie sich auf dieser Straße befindet. [...] Die Straße hieß schon immer so.“
  9. Anzeige wegen NS-Wiederbetätigung gegen Dieter Hallervorden erstattet, Vienna.at, 6. Mai 2015
  10. Hallervorden sagte bei der Preisverleihung in Österreich, er wolle Romy „heim ins Reich“ führen – Zitat: „Diese österreichische ,Lola’ führe ich heim ins Reich“.