Geschlechtergleichmacherei

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Der Begriff Gender Mainstreaming (zu deutsch: Geschlechtergleichmacherei) bezeichnet das Ziel, die totale Gleichheit und somit die Auflösung der natürlichen Rollenverschiedenheit der Geschlechter auf allen gesellschaftlichen Ebenen durchzusetzen. Gender Mainstreaming unterscheidet sich von herkömmlicher Frauenpolitik dadurch, dass Mann und Frau gleichermaßen dem Konzept unterworfen werden sollen. Das Ziel wird in Deutschland von weiten Teilen des politischen Spektrums anerkannt und von der Bundesregierung unterstützt.

Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Begriffsgeschichte

Der Begriff wurde erstmalig 1984 auf der 3. UN-Weltfrauenkonferenz in Nairobi diskutiert und später auf der 4. Weltfrauenkonfernz in Peking propagiert. Bekannt wurde Gender Mainstreaming insbesondere dadurch, dass der Amsterdamer Vertrag 1997/1999 das Konzept zum offiziellen Ziel der Gleichstellungspolitik der Europäischen Union machte.

[bearbeiten] Kritik

Gender Mainstreaming tarne sich nach der Soziologin Gabriele Kuby mit dem Begriff der "Gleichstellung" von Mann und Frau, ziele aber auf die Destabilisierung der sexuellen Identität und damit der Identität überhaupt ab. Ein Mensch der nicht mehr wüsste wer er sei, nicht einmal, ober er Mann oder Frau sei, würde in eine existentielle Identitätskrise gestürzt, die ihn unfähig machen würde, einen positiven Beitrag zur Lösung der großen Probleme der Gegenwart und Zukunft zu leisten. [1]

Gender Mainstreaming unternimmt den Versuch, durch staatliche Repression einen neuen Menschen zu erziehen. Der Versuch, durch Zwang die menschliche Natur umzubilden ist ein Kennzeichen des Kommunismus und findet u.a. in den Propagandisten von Gender Mainstreaming seine Fortläufer, die darauf zielen einen Einheitsmenschen herzustellen. Presseberichte im Magazin Der Spiegel [2] und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung[3] setzen Gender Mainstreaming mit „Umerziehungsmaßnahmen“ gleich und kritisieren dabei, dass es hier um „Zerstörung von Identitäten“ geht. Als Beleg dient ein Text über ein pädagogisches Projekt des Berliner Trägers Dissens e.V., in dem eine pädagogische Intervention vom Verfasser in diesem Sinne analysiert wird. Auf der Interpretation des Spiegels wiederum baut Gerhard Amendt auf, der im Anschluss daran eine Kampagne gegen identitätskritische Jungenarbeit startete, mit der Begründung, „Identitätszerstörung“ sei weder ein wissenschaftlich begründetes noch anerkanntes Verfahren in der Sozialpädagogik, der Pädagogik, der Weiterbildung, Beratung oder Psychotherapie. Denn Identitätszerstörung oder nur deren -verwirrung führen zu „pathologischen Zuständen, die als leidvolle Desorientierung erlebt werden.“[4][5]. Laut Julia Roßhart hingegen ist die o.a. Mediendiskussion als Strategie zur Delegitimierung von feministischer und de/konstruktivistischer Kritik an Geschlechterverhältnissen anzusehen. Gender Mainstreaming stehe hier nur stellvertretend für diese Gesellschaftskritik, welche in den genannten Artikeln versucht werde, als irrelevant darzustellen.[6]

Die Kosten für die Einführung eines großen Bürokratieaparates stehen bei der praktischen Umsetzung von Gender Mainstreaming ebenfalls in der Kritik.

[bearbeiten] Einzelnachweise

  1. ^ Gabriele Kuby: Verstaatlichung der Erziehung - Bohrende Fragen an den Staat, Junge Freiheit Nr. 33/08, Seite 22
  2. ^ René Pfister: Der neue Mensch. In: Der Spiegel 1/2007
  3. ^ Volker Zastrow: Politische Geschlechtsumwandlung. FAZ, 20. Juni 2006
  4. ^ Stellungnahme von Prof. Dr. Gerhard Amendt zum pädagogischen Konzept der Identitätszerstörung bei Dissens e. V. Berlin: Ein weiterer Skandal in der Sozialpädagogik?
  5. ^ Stellungnahme von Dissens e.V. zum Spiegelartikel [1]
  6. ^ Roßhart, Julia: Bedrohungsszenario "Gender". Gesellschaftliches Geschlechterwissen und Antifeminismus in der Medienberichterstattung zum Gender Mainstreaming. Potsdam 2007. [2]

[bearbeiten] Siehe auch

[bearbeiten] Kritische Literatur

  • Gabriele Kuby: Die Gender Revolution - Relativismus in Aktion. fe-medienverlag, Kißlegg 2006, ISBN 3-939684-04-X
  • Gabriele Kuby: Verstaatlichung der Erziehung - Auf dem Weg zum neuen Gender-Menschen. fe-medienverlag, Kißlegg 2007, ISBN 978-3-939684-09-1
  • Ellen Kositza: Gender ohne Ende oder Was vom Manne übrigblieb, Edition Antaios, 2008

[bearbeiten] Verweise

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