Kulturmarxismus

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Kulturmarxismus bezeichnet die marxistischen Ausprägungen des kulturellen Lebens und beinhaltet die Kontrolle der kulturellen Bereiche wie Medien, Kunst, Theater, Film und anderer kultureller Institutionen in der Gesellschaft, zumeist mit dem Schwerpunkt auf Klassenumstülpung, Rassenverleugnung und Geschlechtergleichschaltung.

Inhaltsverzeichnis

Ursprung auf der Grundlage des Scheiterns

Der Kulturmarxismus entstand infolge der Entwicklungen des Ersten Weltkrieges. Nationale Solidarität, Kirchenzugehörigkeit, Familienbindungen oder auch die Hochschätzung gegenüber einem Monarchen – all dies erwies sich als ungleich kraftvoller und wirksamer als der von marxistischen Theoretikern eingeforderte „Klassenstandpunkt“ des „internationalen“ Arbeiters. Mit dem industriell bewirkten Massenwohlstand scheiterte die – noch aus dem 19. Jahrhundert her auf Elendspropaganda ausgerichtete – kommunistische „Arbeiter-Agitation“ vollständig. Die Marxisten der ultralinken Schule begannen deshalb, ihre verbrecherische Putschtheorie durch eine Theorie der kulturellen Pervertierung auszutauschen. Ein bis heute gebräuchlicher Name dieser Theorie geht auf den albanischstämmigen italienischen Kommunisten Antonio Gramsci zurück, der in seinen ab 1937 veröffentlichten Gefängnistagebüchern einen sogenannten „Marsch durch die Institutionen“ als erfolgversprechendes kommunistisches Kampfmittel forderte.

Die jüdischen Protagonisten der – in der BRD hofierten, verbeamteten und pensionsverwöhnten – Frankfurter Schule zerrütteten nach dem Zweiten Weltkrieg das deutsche Universitätsleben und propagierten dekadente Kultur, um europäische Traditionen zu vernichten, die Platz machen sollten für die kommunistische Herrschaftsagenda. Eine direkte Folgeerscheinung des Kulturmarxismus stellt die – gegenwärtig machtvoll soziale Kontrolle ausübende – politische Korrektheit dar. Desorientierte, kulturell entwurzelte Menschen ohne Familienbindungen und ohne jedes Herkunftsbewußtsein wenden sich automatisch an den Staat. So arbeitet der Kulturmarxismus mit dem Mittel der Entmündigung (auch durch schuldenfinanzierte Sozialleistungen) und einer immer weiter ausufernden staatlichen Einmischung ins persönliche Leben. Eine der Techniken des kulturmarxistischen Machterwerbs ist die strikte Vermeidung der Worte „Kommunismus“ und „kommunistisch“ und deren Ersetzung durch die Selbstbezeichnung „progressiv“.

„Kulturmarxismus“ bedeutet nicht „Kulturbolschewismus“

Als „Kulturbolschewismus“ wurde und wird jedes schulmäßig revolutionäre Vorgehen marxistischer Kader-Parteien bezeichnet, wenn sie den ideologischen und Kampfmustern der 1. bis 3. Kommunistischen Internationale folgen.

Nach einer (sehr verspätet in den deutschen Sprachraum eingedrungenen) von mehreren Wortbedeutungen ist das Wort „Kulturmarxismus“ demgegenüber als eine — im anglo-amerikanischen Sprachraum länger schon übliche und gängige — Bezeichnung für politische und gesellschaftliche Erscheinungen zu verstehen, die hierzulande seit je als „Neomarxismus“ oder oftmals auch als „68er-Kulturrevolution“ bezeichnet werden. Damit werden politische Einflußstrategien summarisch bezeichnet, die sich vom weltrevolutionären Modell der Kommunistischen Internationale formell und methodisch — nicht jedoch inhaltlich — verabschiedet haben.

Eine weltweit rezipierte Definition des Begriffs „Kulturmarxismus“ geht zurück auf den norwegischen Netztagebuchschreiber Fjordman (bürgerlich: Peder Jensen, geb. 1975), der persönlich im Zusammenhang mit den Breivik-Angriffen aus der Anonymität der Blogosphäre herausgerissen wurde und dessen Texte seither in alle Kultursprachen übersetzt werden.

Der Übergang von der Kommunistischen Internationale zum Neomarxismus

Als Übergang von der Kommunistischen Internationale zum Neomarxismus kann die – noch vor dem Zweiten Weltkrieg (1939–1945) – grundlegend veränderte politische Situation angesehen werden.[1] Lange Zeit war „Kommunismus“ ein bloßes Problem der russischen Innenpolitik (und Ungarns), der laute propagandistische „Internationalismus“ lediglich behauptet. Nachdem die kommunistische Revolution in Rußland die Machtverhältnisse auf den Kopf gestellt hatte (1917), erhofften sich die Marxisten zunächst, daß die westeuropäischen Länder gleichsam wie Dominosteine in die Hand kommunistischer Kaderparteien fallen würden. Das geschah jedoch überraschenderweise nicht. Die Arbeiterschaft, die inzwischen (insbesondere in Deutschland durch die Bismarckschen Sozialgesetze) zu spürbarem Wohlstand gelangt war, hatte erkennbar nicht das geringste Interesse an einer „Weltrevolution“ und auch nicht daran, sich mit „Proletariern aller Länder“ zu vereinigen. Die Loyalität gegenüber der Nation war weitaus größer als die gegenüber der sogenannten „Klasse“, und christliche Normbestände waren längst nicht geschleift.

Die marxistischen Berufstheoretiker, die enttäuscht dieses Fehlschlagen ihrer Erwartung auf eine weltweite Ausbreitung des Kommunismus analysierten, kamen zu der Erkenntnis, daß Nationalbewußtsein und Christentum die Haupthindernisse für jene angestrebte „Weltrevolution“ waren. Der ökonomische Marxismus war in Westeuropa gescheitert, die Arbeiterschaft wurde deswegen bereits von den marxistischen Vordenkern der 1920er Jahre als Träger der Weltrevolution abgeschrieben. Dafür wurde nun die Aufgabe angegangen, den Kommunismus vom Ökonomischen ins Kulturelle zu übertragen, etwas, das erstaunlich scheint, wenn man an der Vorstellung festhält, daß es Marx und den Marxisten doch vorgeblich um die Verbesserung der Lebensverhältnisse der Arbeiterschaft ging.

Für diesen Fall hätte sich die Weltrevolution ja erledigt, da es der Arbeiterschaft offenbar gut genug ging, um kein Interesse an einer Änderung oder erst recht an einer gewaltsamen – eben „revolutionären“ – Änderung der Verhältnisse zu zeigen. Die Geschichte der deutschen Sozialdemokratie kann exemplarisch dafür angesehen werden, wie eine Partei unablässig (buchstäblich über Jahrzehnte hin) von „Weltrevolution“ redet, auch Anti-Klerikalismus in radikalen Phrasen auf die Spitze treibt, aber in konkreter Regierungsverantwortung typischerweise von all dem nichts wissen will, ja, den Vorwurf der „Vaterlandslosigkeit“ so sehr scheut, daß sie allein mit diesem Wort zu einer biederen, einschläfernden und dirigistisch-hilflosen Politik bewogen werden kann.

„Freudo-Marxisten“ und „Freudo-Reichianer“

Als Kulturmarxismus gelten auch alle begrifflichen Mixturen aus linken (oder links gedeuteten) akademischen Moden des 20. Jahrhunderts. Eine Mischung zwischen Sigmund Freud und Karl Marx wird „Freudo-Marxismus“ genannt, weil so gesellschaftliche Phänomene mit Freudscher Psychoanalyse verbunden werden. Der Kulturrelativismus eines Claude Levy-Strauss wurde ebenfalls dankbar von marxistischen Theoretikern aufgenommen. Die Verknüpfung von Sexualtheorien eines Wilhelm Reich mit einem uminterpretierten Sigmund Freud schließlich gehört in die gleiche Verwandtschaft.

Aus heutiger Sicht erscheint es als besonders rätselhaft, wie ausgerechnet in der universitären Sphäre die Umkehrung des Inhalts der Schriften Freuds – in denen Freud ja fortwährend vor der barbarisierenden Wirkung jeder libertären Lockerung warnt – mit wissenschaftlicher Verbeamtung belohnt worden ist. Ohne feste Zitatkartelle und ohne verschworene Karrierekartelle ist eine solche Prämierung des pervertierten Schriftsinns im Grunde nicht vorstellbar.

Die Politik des „Dekonstruktivismus“

Zu den akademischen Modewörtern jenes Universitäts-Marxismus gehörte seit je der „Dekonstruktivismus“. Als kongnitives Konzept schon fragwürdig, wissenschaftlich unergiebig und bloß rhetorisch von Belang, führt dieses Schlagwort – aufs Politische übertragen – zu einer Kette von Zersetzungserscheinungen und Niedergang. Diese Übertragung besteht in der politischen Lüge, Millionen Zuwanderer seien unverzichtbar, um unsere Renten zu bezahlen und alle die Arbeiten zu verrichten, die wir nicht tun wollen, weil wir uns angeblich zu vornehm dazu vorkommen. Allen „westlichen“ Bürgern wird dies seit mehreren Jahrzehnten (aus ganz anderem Interesse heraus) erzählt. Übrigens: auch VS-Amerikanern wird erzählt, Mexikaner würden die Jobs tun, für die sich Amerikaner angeblich zu fein sind, und sogar die Russen sind mittlerweise dieser Lüge ausgesetzt, bei ihnen sind es irgendwelche Völkerschaften aus Zentralasien, die angeblich deshalb in Rußland sein müssen, weil Russen sich zu fein sind, usw. usf.

Was aber ist das zugrundeliegende Interesse einer solchen abwegigen Propaganda? In Wahrheit werden Menschen aus aller Welt und ohne Rücksicht auf die Folgen importiert, um hier für die aufgeheizte und unfriedliche Stimmung, für das Chaos zu sorgen, das für eine kommunistische Aufweichung vonnöten ist. Das Bild des selbstbewußten, tüchtigen Bürgers, der seinen Standort kennt und ihn auch entschlossen verteidigt, ist allen Marxisten ein unerträglicher Anblick. Geht man davon aus, daß Politiker aller Bundestagsparteien heute in der Weise der Kulturmarxisten agieren oder von Kulturmarxisten gesteuert werden, deren Ziel die Dekonstruktion von allem ist, was Menschen traditionell Halt gibt – Familie, Volk, Heimat, Nation, Religion –, dann ist das Beschriebene überhaupt nicht merkwürdig, sondern eben ein folgerichtiges Verhalten. Letztendlich wird das Zerstörungswerk in Chaos, Haß, von Nichtweißen ausgehende Rassenunruhen, in ethnische und Verteilungskriege einmünden, gegen die wir als haltlos gemachte und vereinzelte Individuen – häufig ohne Familie und fast immer ohne ein Gefühl für Volksgemeinschaft und spirituelle Kraft – hoffnungslos verloren sind.

Totalitäre „Korrektheit“ als politisches Instrument

Theodore Dalrymple (geb. 1949) ist ein britischer politischer Schriftsteller jüdischer Herkunft mit konservativer und antiliberaler Ausrichtung seiner Arbeiten. An prominenter Stelle im Werk „Europa verteidigen“ knüpft Fjordman an dessen folgende Textpassage an und zitiert ihn:

„Political Correctness ist kommunistische Propaganda im Kleinen. Während meiner Studien kommunistischer Gesellschaften bin ich zu der Erkenntnis gelangt, dass es nicht der Zweck kommunistischer Propaganda war, zu überzeugen oder zu überreden oder gar zu informieren, sondern zu demütigen; und deshalb war sie umso besser, je weiter sie von der Realität entfernt war. Wenn Menschen gezwungen sind, zu schweigen, wenn ihnen die offensichtlichsten Lügen erzählt werden, oder – schlimmer noch – wenn sie gezwungen sind, diese Lügen auch noch selber zu wiederholen, dann verlieren sie ein für alle Mal ihren Sinn für Redlichkeit. Sich mit offensichtlichen Lügen einverstanden zu zeigen, bedeutet, dass man mit der Schlechtigkeit kooperiert und auf ein gewisse Art auch selber schlecht wird. Die Kraft, sich irgendetwas zu widersetzen, bröckelt dadurch oder wird sogar ganz zerstört. Eine Gesellschaft von kastrierten Lügnern ist leicht zu kontrollieren. Ich denke, wenn man die Political Correctness untersucht, wird man feststellen, dass sie den gleichen Effekt hat, und das ist auch beabsichtigt.“[2]

Diese Feststellungen überraschen in mehrfacher Hinsicht. Die fremdsprachige Wendung „Political Correctness“ wurde jahrelang (vor der Millenniumswende) eigentlich nur in gebildeten Milieus verwendet, und da auch nur scherzhaft. Als eine Erinnerung daran, wie fern doch jede Beschreibung von Zuständen in den Vereinigten Staaten für europäische Ohren eigentlich klingen muß. Seither ist die Wendung „Political Correctness“ in die hiesige Comedy-Kultur eingewandert und dient wiederum vorwiegend der plakativen Kennzeichnung unerbetener Belehrungen und eines lachhaft-rigiden Moralismus unter Feministinnen und anderen nicht ernstzunehmenden Personen. So die oberflächliche Wahrnehmung.

Der Tonfall der finalen Enteignung

Faktisch redet ein Theodore Dalrymple aber von „Kastration“, von „fehlender Reinlichkeit“, von „kommunistischer Propaganda“, von „Kontrolle“, „Lüge“ und „Demütigung“; alles in gerade sechs kurzen Sätzen. Das ist nun ein gänzlich anderer Tonfall als etwa abendliche Fernsehunterhaltung ihn aufweist. Aufgrund seines familiären Hintergrundes kennt Dalrymple die kommunistische Geschichtshoffnung gleichsam von innen her. Neben dem, was öffentlich gesprochen wird, hört er deshalb immer auch eine Art Obertonreihe von mitgemeinten und mitgedachten Vorstellungen, wenn von „Diktatur des Proletariats“ die Rede ist – oder eben eine sogenannte „sexuell deutbare Kommunikation“ angeprangert wird, wo vordem (in älteren Zeiten) vielleicht keine Idee von Sexualität jemals konnotiert worden ist. Fjordman entwickelt aus dieser Einleitung seine schlüssige Beschreibung des Kulturmarxismus als einer totalitären Ideologie.

Jene „politische Korrektheit“ ist eben nicht etwa eine Art der überzogenen Höflichkeit, sondern statt dessen deren Gegenteil: ein Zwangssystem normierten Denkens und Sprechens nämlich, das strikt egalitären Prämissen folgt, und das in den Techniken seiner Durchsetzung alle Friktionen von Zersetzung, Chaos, Willkür, Krisenverwendung und Lüge einsetzt. Dies gilt, weil diese Ideologie keineswegs eine höfliche oder rücksichtsvolle Sprache gegenüber allen Menschen einfordert, sondern immer nur gegenüber manchen. Altmodischer Anstand hingegen fordert sie gegenüber allen Menschen gleichermaßen. Es ist ein Zeichen von edlem Charakter und guter Erziehung, den Straßenkehrer in der gleichen höflichen Sprache anzusprechen wie den Bürgermeister.

Wer daraufhin linke Studenten beobachtet, wie sie etwa mit Reinigungspersonal sprechen (falls sie – selten genug – doch einmal morgens um acht ihre Universität aufsuchen sollten), erlebt eine prägende, deutliche Erfahrung! Und dann erst die Feindmarkierung: Gegenüber bestimmten Personen erfordert die Sprachform der „politischen Korrektheit“ sogar eine ausgesprochen unhöfliche bis vulgäre Sprache, zum Beispiel Begriffe wie „tumber doitscher Stammtisch“, „braune Brühe“, „rassistisches Schwein“ (→ Rassismusvorwurf), „antisemitisches Arschloch“ und dergleichen mehr.

Es geht einem solchen Politikstil nie um menschliche Werte oder um gerechte Verhältnisse. Dafür steht der Level des erzeugten Hasses viel zu hoch. Es geht vielmehr einerseits um eine angestrebte Eine-Welt-Regierung, für die die EUdSSR offenkundig eine Art Blaupause darstellt, andererseits um die schleichende Enteignung kleinerer und mittlerer Betriebe zugunsten der großen internationalen Wirtschaftskonglomerate und vor allem zugunsten von Banken, die dann Politiker als Marionetten für ihre Zwecke kaufen können. Dieses „Kaufen“ bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, daß Politiker Bestechungsgelder erhalten, es bedeutet eher, daß man mit beliebig viel Geld die Medien beherrschen kann, und damit den Ruf eines jeden steuerfinanzierten Politikers, der von der vorgegebenen – kulturmarxistischen – Linie abweicht, so ruinieren kann, daß ihn so gut wie kein Mensch mehr wählt. Das ist heute voll verwirklicht. Demokratie heißt bei uns nicht „Herrschaft des Volkes“, sondern „Herrschaft der Medien“, denn die Mehrheit läßt sich unter allen Umständen gefügig machen, und eine Mehrheit genügt in der Demokratie.

Siehe auch

Literatur

Verweise

Fußnoten

  1. Diese Darstellung folgt in zahlreichen Formulierungen einem im Sommer 2011 auf dem Blog „As der Schwerter“ von „Osimandia“ anonym veröffentlichten ideenhistorisch exakten Text.
  2. Theodore Dalrymple zitiert nach: Fjordman, Europa verteidigen. Zehn Texte. Herausgegeben von Martin Lichtmesz und Manfred Kleine-Hartlage. Verlag Antaios, Schnellroda 2011, ISBN 978-3-935063-66-1; S. 85f.
  3. Ersatzquelle: [1], The Truthseeker, 29. Juli 2017
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