Friedeburg, Hans-Georg von

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Admiral von Friedeburg spricht zur Besatzung von U 68; hinter von Friedeburg steht der in Posen geborene Korvettenkapitän Merten, U-Flottillenchef und selbst ehemaliger Kommandant von U 68.

Hans-Georg Friedrich Ludwig Robert von Friedeburg (Lebensrune.png 15. Juli 1895 in Straßburg (Elsaß); Todesrune.png Freitod 23. Mai 1945 in Flensburg-Mürwik) war ein deutscher Offizier der Kaiserlichen Marine, der Reichsmarine und der Kriegsmarine, zuletzt Generaladmiral und Oberbefehlshaber der Marine im Zweiten Weltkrieg.

Leben und Wirken

Hans-Georg von Friedeburg auf U 35
Von Friedeburg (Mitte) bei der Teilkapitulation des Nordwestraums (rechts Bernard Montgomery)
Konteradmiral Gerhard Wagner, General-Admiral Hans-Georg von Friedeburg (Mitte) und General der Infanterie Eberhard Kinzel nach den Kapitulationsverhandlungen in der Lüneburger Heide

Abstammung

Von Friedeburg entstammte einer badischen Soldatenfamilie. Er war der Sohn des Generals Karl von Friedeburg und seiner Ehefrau Elisabeth Adelheid Agnes Hedwig, geb. Kayser. Sein Großvater hatte die Tochter des Generalleutnants Robert von Kayser geheiratet, deren Mutter Adelheid die Tochter des jüdischen Professors Dr. Karl Kuh war.

Erster Weltkrieg

Von Friedeburg, in die Seeoffizierscrew IV/1914 der kaiserlichen Marine eingereiht, nahm an Bord der SMS „Kronprinz“ an der Skagerrakschlacht gegen die britische Flotte teil. Im Juli 1916 wurde er Leutnant zur See und kam ein Jahr später zur neuen U-Boot-Waffe.

Zwischenkriegszeit

Nach dem Zusammenbruch des Reiches im November 1918 startete er ein Studium der Jurisprudenz und Nationalökonomie. Mit der neuen Ordnung der Revolutionäre und der Republik konnte von Friedeburg nichts anfangen. Getreu der Devise „Wir wissen wer wir sind. Wir bleiben war wir waren.“ blieb er von sozialistischen Strömen unberührt. Von der Notwendigkeit einer starken Seemacht für Volk und Reich überzeugt, fühlte er sich verpflichtet, daß „unsere Flaggen und Wimpel wieder machtvoll draußen auf den Ozeanen wehen.“ Als Offizier der Reichsmarine absolvierte er 1925/26 eine aufsehenerregende Schiffsreise um die Welt, worüber er in seinem Buch 32.000 Seemeilen auf blauem Wasser Bericht erstattete.

Durch seine sehr guten Beurteilungen bei der Marine stand von Friedeburg schon bald an der Spitze seiner Crew. Seine tadellose Erziehung und einwandfreien gesellschaftlichen Formen empfahlen ihn für die Verwendung als Adjudant. Weiters eignete er sich besonders zur Menschenführung, hatte eine schnelle Auffassungsgabe, gutes Organisationstalent, Eifer und Tatkraft. Ausgestattet mit solchen Fähigkeiten und Begabungen erhielt er ab April 1929 den Dienstposten eines Kapitänleutnants und Verbindungsoffiziers der Marine beim Wehrkreiskommando I in Königsberg. Dort lernte er im Herbst des selben Jahres den Kommandeur des Wehrkreises von Blomberg und den evangelischen Wehrkreispfarrer Ludwig Müller kennen. 1933 wurde er im Range eines Korvettenkapitäns Marineadjutant von Reichswehrminister von Blomberg.

Zweiter Weltkrieg

Bei Kriegsbeginn 1939 erhielt er die Beförderung zum Chef der Organisationsabteilung beim Befehlshaber der U-Boote, Dönitz. 1943 wurde er Kommandierender Admiral der U-Boote.

Als Karl Dönitz am 1. Mai 1945 sein Amt als deutsches Staatsoberhaupt antrat wurde von Friedeburg im Rang eines Generaladmirals, bislang vorletzter Oberbefehlshaber der Kriegsmarine. In dieser Eigenschaft unterzeichnete er am 4. Mai 1945 die Teilkapitulation im Nordwestraum und am Ende des Krieges die bedingungslose Übergabe der Wehrmacht in Reims (Westmächte) bzw. in Berlin-Karlshorst (Sowjetunion).

Freitod

Kirchlicher Heiratseintrag, 1920
Grabstätte auf dem Friedhof Adelby in Flensburg

Als er die ehrlose und rechtswidrige Gefangennahme der deutschen Staats-und Militärführung durch die Briten in Flensburg erleben mußte, nahm er sich das Leben. Sein Leichnam wurde mit der Reichskriegsflagge bedeckt.

Familie

Leutnant zur See von Friedeburg, Sohn des Generalmajors a. D. Ludwig von Friedeburg, ehelichte am 21. August 1920 in der Schweriner Paulskirche seine Verlobte Ursula Laura Riccarda Anneliese Gertrud Hanna von Harlem (Lebensrune.png 16. Februar 1899 in Neustadt-Glewe; Todesrune.png 18. Juni 2004 in Bad Honnef). Seine verwitwete Gemahlin Ursula heiratete 1954 seinen Freund und Crew-Kameraden Konteradmiral a. D. Otto Kähler.

Kinder

Sein Sohn, Ludwig-Ferdinand von Friedeburg (Prof. Dr. phil., Marineoffizier, Soziologe, Professor, Politiker, Abgeordneter, Kultusminister),[1] bei Kriegsende noch einige Tage der jüngste U-Boot-Kommandant der Kriegsmarine, profilierte sich Anfang der 1970er Jahre als kulturmarxistischer Bildungsideologe für die BRD-Blockpartei SPD; zeitweilig verwaltete er das Kultusressort in Hessen.[2] Sein zweiter Sohn Kapitänleutnant der Reserve Friedrich-Ferdinand von Friedeburg (1926–1991)[3] war ebenfalls Marineoffizier, Industrieller, Journalist, UN-Korrespondent und Dozent, der als Landesvorsitzender des Bundes Europäischer Jugend die Besetzung von Helgoland zum Schutz gegen britische Zerstörung leitete.

Zur Erinnerung

Peter Hild schrieb am 23. Mai 2017 anläßlich des Todestages bei Facebook:

„Heute vor 72 Jahren wurde der letzte Oberbefehlshaber der Kriegsmarine durch die britischen Kriegssieger völkerrechtswidrig abgelöst, in Gefangenschaft genommen, gedemütigt und in den Tod getrieben. Sein Leichnam wurde am Dienstsitz der bis zum 23. Mai 1945 amtierenden letzten deutschen Reichsregierung in Flensburg-Mürwik von Churchills Schergen geschändet. 24 Tage nach dem Freitod der beiden deutschen Reichskanzler Hitler und Goebbels und der Abwendung vom NS-Führerstaat und Rückkehr zur Weimarer Staatsverfassung wurde völkerrechtswidrig die letzte deutsche Reichsregierung unter Reichspräsident Dönitz und Reichskanzler Graf Schwerin von Krosigk von den Kriegssiegern ausgehebelt und verhaftet, obwohl diese ohne Nationalsozialisten amtierte und Verbrechen des NS-Staates bereits am ahnden war.
Der in Straßburg geborene Generaladmiral Hans-Georg von Friedeburg (1895-1945) war Träger des Deutschen Kreuzes in Silber (6.6.42) und des Ritterkreuzes des Kriegsverdienstkreuzes mit Schwertern (17.1.45). Er unterzeichnete am 4. und 9. Mai 1945 als Vertreter der zu Wasser kämpfenden Soldaten die Bedingungslose Kapitulation der Großdeutschen Wehrmacht (nicht des Deutschen Reiches, wie es die BRD-Geschichtsschreibung, Politik und Lügenmedien zum Nachteil Deutschlands verfälschen!) in Reims und Berlin-Karlshorst.
Der Bruder seines Vaters, Friedrich (1866-1933), war Generalleutnant der Alten (preußischen) Armee, General a la suite Seiner Majestät Kaiser Wilhelm II. und letzter Kommandeur des 1. Garde-Regiments zu Fuß in Potsdam. Der Träger des Pour le Mérite ruht hinter Schloß Sanssouci auf dem Friedhof des Krongutes Bornstedt. ‚Semper talis‘ (= immer die Gleichen) und ‚Seine Augen schauen auf die Treuen im Lande‘ steht auf dem marmornen Grabkreuz über seiner würdigen Ruhestätte. Der Bruder des Vorigen, also des Geschändeten Vater, Karl (1862-1924), war preußischer Generalmajor der Reichswehr.
Des Entehrten Söhne Ludwig (1924-2010) und Friedrich (1926-91) waren wie der Vater Kriegsmarine-Soldaten und auf U-Booten eingesetzt. Friedrich wurde Journalist und beteiligte sich als letzter Patriot derer von Friedeburg am Schutz der deutschen Insel Helgoland und gegen die englischen Pläne einer Zerstörung. Ludwig war der jüngste Kommandant der U-Boot-Waffe. Er stieg zum hessischen Generalstaatsanwalt auf und war 1969-74 Kultusminister in Hessen für die SPD. Er gehörte dem Kreis der umerziehenden Frankfurter Schule (der US-Exilanten Horkheimer, Marcuse, Adorno) und dem Institut für Sozialforschung (IfS) an. Der geschändete letzte Oberbefehlshaber der Kriegsmarine hatte eine Schwester namens Annemarie Elisabeth Adelheid Agnes (1894-1989).“

Beförderungen

Ursula Kähler, verwitwete von Friedeburg, geb. von Harlem, Todesanzeige 2004

Auszeichnungen (Auszug)

Bildergalerie

Verweise

Fußnoten

  1. Friedeburg, Ludwig Ferdinand Heinrich Georg Friedrich von
  2. Prominente ohne Maske - Drittes Reich, FZ-Verlag 1998, ISBN 3924309396
  3. Friedeburg, Friedrich-Ferdinand von
  4. 4,0 4,1 Reichswehrministerium (Hg.): Rangliste der Deutschen Reichsmarine, Mittler & Sohn, Berlin 1929, S. 46