Riexinger, Bernd

Aus Metapedia
Wechseln zu: Navigation, Suche
Bernd Riexinger

Bernd Riexinger (Lebensrune.png 30. Oktober 1955 in Leonberg) ist Geschäftsführer des Bezirks Stuttgart der Gewerkschaft ver.di und Mitglied des geschäftsführenden Landesvorstands der Linkspartei in Baden-Württemberg. Seit dem 2. Juni 2012 bildet er mit Katja Kipping eine Doppelspitze im Vorsitz seiner Partei.

Werdegang

Bernd Riexinger wurde am 30. Oktober 1955 im baden-württembergischen Leonberg geboren. Er stammt nach eigenen Worten aus einem „klassischen Arbeiterhaushalt“.[1] Riexinger absolvierte nach dem Besuch der Haupt- und Handelsschule eine Ausbildung als Bankkaufmann bei der Bausparkasse Leonberg.[2] Allerdings engagierte er sich schon früh im Betriebsrat und war zehn Jahre lang – bis 1991 – bei der Leonberger Bausparkasse hauptamtlich als Vertreter der Belegschaft unterwegs. Dann wechselte er zur Gewerkschaft und übernahm 2001 die Geschäftsführung des ver.di-Bezirks Stuttgart. Zunächst arbeitete Riexinger, der sich seine Übernahme nach der Lehre vor dem Arbeitsgericht erstritten hatte, in seinem erlernten Beruf, ehe er von 1980 bis 1990 als freigestellter Betriebsrat der Leonberger Bausparkasse tätig war, bei der es 1983 im Kampf um die „35-Stunden-Woche“ zum Streik kam. 1991 wurde Riexinger hauptamtlicher Sekretär bei der Gewerkschaft Handel, Banken und Versicherungen (HBV). Riexinger gehörte zu den Initiatoren der Protestbewegung gegen die „Agenda 2010“. Er gründete mit Gleichgesinnten den Landesverband der Wahlalternative Arbeit und soziale Gerechtigkeit (WASG).

Positionen

  • Riexinger hatte im Oktober 2013 Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) einen „Haßprediger“ genannt. „Friedrich versucht, die AfD rechts zu überholen“. „So wird ein Klima erzeugt, das braune Banden ermutigt. Ein Innenminister, der sich als Haßprediger betätigt, ist eine Gefahr für die innere Sicherheit.“[3]

Mitgliedschaften

  • Initiative zur Vernetzung der Gewerkschaftslinken (IVG)

Familie

Riexinger lebte lange in Stuttgart zusammen mit seiner Lebensgefährtin und deren Tochter. Nach seiner Wahl zum Parteichef nahm er sich auch eine Wohnung in Berlin.

Verweise

Fußnoten

  1. sueddeutsche.de, 15. Juni 2012
  2. Bereits während der Lehre hatte er sich als gewählter Jugendvertreter für die Rechte der Auszubildenden eingesetzt.
  3. sagte Riexinger der Mitteldeutschen Zeitung. Hintergrund ist Friedrichs Weigerung, das europäische Asylrechtssystem wesentlich zu verändern. Die bestehenden Regeln zur Aufnahme illegaler Einwanderer sollen „selbstverständlich“ weiter bestehen bleiben, sagte er der Süddeutschen Zeitung. In Deutschland kämen auf eine Million Einwohner etwa 950 Asylbewerber, in Italien hingegen knapp 260, sagte Friedrich. „Das zeigt, daß die Erzählungen, daß Italien überlastet ist mit Flüchtlingen, nicht stimmen.“ Zahlreiche deutsche Lobbyverbände verlangen dagegen eine noch stärkere Aufnahme von Asylbewerbern. Für neuen Zündstoff hatte ein Schiffsunglück vor Lampedusa gesorgt, bei dem zahlreiche illegale Einwanderer aus Somalia und Eritrea ertranken. „Ich finde es absolut inakzeptabel, daß Innenminister Friedrich die Tragödie vor Lampedusa nutzt, um Stimmung gegen Flüchtlinge zu machen“, empörte sich Riexinger.