Nebe, Arthur

Aus Metapedia
(Weitergeleitet von Arthur Nebe)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Georg Elser beim Verhör durch Arthur Nebe

Arthur Nebe (geb. 13. November 1894 in Berlin; gest. 3. oder 21. März 1945 [die Angaben über das Todesdatum variieren[1]] ebenda) war ab 1937 als Reichskriminaldirektor der Chef des Reichskriminalpolizeiamtes.

Nach dem Attentat auf Adolf Hitler vom 20. Juli 1944 wurde er zum Tode verurteilt und hingerichtet.

Leben

Er wurde in Berlin als Sohn eine Volksschullehrers geboren, besuchte das Gymnasium und trat nach dem Abitur und Teilnahme am Ersten Weltkrieg wo er das EK I erhielt, in den Polizeidienst ein. Als fähiger und routinierter Beamter stieg er innerhalb der Kriminalpolizei zunächst zum Leiter der Berliner Kriminalpolizei und 1933 zum Chef des Reichskriminalpolizeiamtes auf. Nach der Gleichschaltung der deutschen Polizei, die bis dahin Länderangelegenheit war, wurde er Amtschef des Amtes V (Kriminalpolizei) des Reichssicherheitshauptamtes (RSHA). Er war Leiter der „Sonderkommission Bürgerbräuattentat“.

Durch Hans Bernd Gisevius, den er seit 1933 kannte, war er in Verbindung mit Polizeipräsident Wolf Gf. Helldorff, General Hans Oster und anderen gekommen, von deren Plänen zur Beseitigung Hitlers er seit 1940 unterrichtet war; noch vor dem 20. Juli 1944 warnte er Goerdeler vor einer Verhaftung und stand nach dem Attentat bereit, den Staatsstreich durch Kriminalbeamte zu unterstützen. Am 24. Juli verschwand N. und konnte sich bis zum 16. 1. 1945 verborgen halten.

Nach kurzer Haft im KZ Buchenwald wurde er am 2. März vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und am nächsten Tag hingerichtet. In der Verhandlung begründete N. die Unterstützung der „Widerstandsbewegung“ mit den Erfahrungen bei der Bearbeitung schwerer Korruptionsfälle, die Richter aber, die ihm wegen ehebrecherischer Beziehungen moralische Verkommenheit vorwarfen, sahen – nicht grundlos – den Ehrgeiz, auch nach einer Niederlage seine Stellung zu behaupten, als Motiv.[2]

Fußnoten

  1. „Am 12. April 1945 überreichte man ihr (seiner Frau) ein Papier des Oberreichsanwalts mit der Nachricht vom Tode ihres Mannes.“ DER SPIEGEL 14/1950: Das Spiel ist aus - Arthur Nebe Vorsicht! Umerziehungsliteratur im antideutschen Sinne!
  2. vgl.: Deutsche Biographie Vorsicht! Umerziehungsliteratur im antideutschen Sinne!