Gebrüder Zukertort

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Bei den Gebrüdern Zukertort handelt es sich um Johannes (1886–1969) und Karl (1889–1982), beide zuletzt hochdekorierte deutsche Generäle des Heeres der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg. Die Gebrüder, Angehörige der Sächsischen Armee, des Deutschen Heeres, der Reichswehr und der Wehrmacht, wurden im Dritten Reich ursprünglich als „Halbjuden“, und somit Mischlinge 1. Grades, eingestuft, erhielten aber bei Verabschiedung des Blutschutzgesetzes im Reichstag von Adolf Hitler persönlich jeweils eine Deutschblütigkeitserklärung.

Abstammung

Die Gebrüder Zukertort waren die Söhne von des renommierten Stenographen Adolf Christian Zukertort (Lebensrune.png 25. März 1850 in Warschau; Todesrune.png 4. Januar 1895 in Arco, Tirol), der an seit 1869 an der Universität Breslau und seit 1870 an der Universität Berlin Mathematik und Naturwissenschaften studierte. Er war einer der vorzüglichsten Theoretiker und der tüchtigsten Praktiker der Gabelsberger'schen Schule. Er gründete 1877 die „Deutschen Blätter für Stenographie“ und veröffentlichte in ihnen eine große Menge fachwissenschaftlicher Aufsätze, besonders zur Theorie und Kritik des Gabelsberger'schen Systems. Ihr Großvater war Gottlieb Jan Zukertort (1801–1887), einem seit 1833 zum evangelischen Christentum konvertierter Jude. Ihr Onkel, der ältere Bruder des Vaters, war Schachmeister Johannes Hermann Zukertort (1842–1888 ), der als Sanitäter im Französisch-Deutschen Krieg diente und nach eigen Aussagen unter anderem den Roten Adlerorden und das Eiserne Kreuz II. Klasse erhalten haben will.

Kurzbiographien

Generalleutnant Johannes Zukertort
Armeeoberkommando 11 an Generalleutnant Zukertort

Generalleutnant Johannes Zukertort

Stellvertretendes Generalkommando IV. Armeekorps an Generalleutnant Zukertort

Johannes Zukertort wurde 29. April 1886 in Berlin geboren und verstarb am 7. März 1969 in der DDR. Über die Motive des Artillerieoffiziers, nach Krieg und Kriegsgefangenschaft in der Ostzone zu leben, obschon sich die Familie im Westen befand, ließ sich nicht ermitteln, eine kommunistische Gehirnwäsche während der Gefangenschaft erscheint möglich. Er scheint Mitglied der Christlich-Demokratischen Union Deutschlands (DDR) gewesen zu sein und verfaßte Schriften über die „moralische Schuld“ und den „westdeutschen Monopolkapitalismus’“.

„Johannes Zuckertort [sic!] trat nach seiner Kadettenausbildung am 1. April 1905 mit dem Charakter als Fähnrich in die Königlich Sächsische Armee ein. Der ältere Bruder vom späteren Generalmajor Karl Zuckertort kam dabei zum 1. Königlich Sächsisches Fußartillerie-Regiment Nr. 12. Bei diesem wurde er nach dem Besuch der Kriegsschule am 15. Januar 1906 zum Leutnant befördert. Sein Patent wurde dabei auf den 15. Juli 1904 datiert. Als solcher wurde er dann als Batterieoffizier im 1. Königlich Sächsisches Fußartillerie-Regiment Nr. 12 eingesetzt. Kurz vor Beginn des 1. Weltkrieges Anfang August 1914 gehörte er dann als Oberleutnant zum 2. Königlich Sächsisches Fußartillerie-Regiment Nr. 19. Bereits im Winter 1914/15 wurde er dann zum Hauptmann befördert. Im 1. Weltkrieg wurde er nicht nur verwundet, was sich in der Verleihung des Verwundetenabzeichens in Schwarz widerspiegelte. Im Ersten Weltkrieg wurden ihm neben beiden Eisernen Kreuzen noch einige andere Auszeichnungen verliehen. Er wurde dann 1919 als Hauptmann in das Reichsheer übernommen. Sein Rangdienstalter wurde dabei auf den 27. Januar 1915 festgelegt.
Beim 200.000 Mann-Übergangsheer im Frühjahr 1920 gehörte er dann zum Generalstab der Reichswehr-Brigade 19. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr wurde er dann in den Stab vom Artillerieführer IV in Magdeburg übernommen. Bei diesem wurde er dann auch die ersten Jahre als Generalstabsoffizier eingesetzt. Spätestens ab dem Frühjahr 1924 wurde er dann im Stab der III. (Sächs.) Abteilung vom 4. Artillerie-Regiment in Dresden eingesetzt. Im Frühjahr 1925 gehörte er dann zum Stab der I. (Preuß.) Abteilung vom 4. Artillerie-Regiment in Halberstadt. Im Frühjahr 1926 gehörte er dann zur 1. Batterie vom 4. Artillerie-Regiment ebenfalls in Halberstadt. Auch bei seiner Beförderung zum Major am 1. April 1927 gehörte er noch zu dieser Batterie. 1927/28 wurde er dann in den Stab der III. Abteilung vom 6. (Preuß.) Artillerie-Regiment nach Hannover versetzt. 1928/29 wurde er dann in den Stab der Festung Königsberg versetzt. Am 1. Dezember 1930 wurde er dann zum Kommandeur der II. (Sächs.) Abteilung vom 4. Artillerie-Regiment in Bautzen ernannt. Als solcher wurde er am 1. Oktober 1931 zum Oberstleutnant befördert. Am 1. Februar 1934 wurde er zum Oberst befördert. Als solcher wurde er am 1. April 1934 zum Kommandeur vom 4. Artillerie-Regiment in Dresden ernannt.
Bei der Erweiterung der Reichswehr zur Wehrmacht wurde er als solcher dann am 1. Oktober 1934 zum Kommandeur vom Artillerie-Regiment Dresden ernannt. Bei der Enttarnung der Verbände wurde er am 15. Oktober 1935 zum Kommandeur vom Artillerie-Regiment 4 in Dresden ernannt. Am 1. April 1937 wurde er zum Generalmajor befördert. Als solcher wurde er dann als Artillerie-Kommandeur 4 (Arko 4) eingesetzt. Am 10. November 1938 wurde er dann dafür als Nachfolger von Generalleutnant Max Pfeffer zum Artillerie-Kommandeur 20 (Arko 20) in Hamburg ernannt. Bei Ausbruch des 2. Weltkrieges im Sommer 1939 wurde er noch immer in dieser Funktion eingesetzt. Er wurde mit seinem Stab dem Generalkommando XXII. Armeekorps (mot.) zuerst für den Polenfeldzug zugeteilt. Auch im Westfeldzug im Frühjahr 1940 wurde er noch unter dem XXII. Armeekorps (mot.) eingesetzt. Am 1. Februar 1941 wurde er zum Generalleutnant befördert. Kurz vor dem Beginn des Ostfeldzuges unterstand er mit seinem Stab dann dem LIV. Armeekorps. Mit diesen nahm er dann am Angriff auf Südrussland teil. Zum 1. Januar 1942 wurde er dann durch die Umbenennung seines Stabes zum Höheren Artillerie-Kommandeur 306 (HArko 306) ernannt. Er wurde dann mit diesem unter der 11. Armee beim Angriff auf Sewastopol eingesetzt. Am 16. Januar 1942 wurde ihm für seine vorherige Tätigkeit das Deutsches Kreuz in Gold verliehen. Später wechselte sein Stab in der Unterstellung zur 6. Armee. Ende November 1942 gab er sein Kommando als HArko 306 an Generalmajor Helmuth Huffmann ab. Er wurde dafür als Nachfolger General der Flieger Karl Eberth zum Höheren Artillerie-Kommandeur 301 (HArko 301) ernannt. Mitte Januar 1944 gab er sein Kommando als HArko 301 an Generalmajor Karl Thoholte ab. Er wurde jetzt in die Führerreserve versetzt. Am 30. Mai 1944 wurde er aus dem aktiven Dienst der Wehrmacht verabschiedet.“[1]

Auszeichnungen (Auszug)

Schriften (Auswahl)

Generalmajor Karl Zukertort

Oberst Karl Zukertort, erster Kommandeur des Panzer-Regiments 5 der 3. Panzer-Division

Karl Zukertort wurde am 5. Juli 1889 in Berlin geboren. Nach seiner Verabschiedung 1941 aus der Panzertruppe lebte er von seiner Pension. Nach der Kapitulation der Wehrmacht geriet er für kurze Zeit in westalliierte Kriegsgefangenschaft. Er verstarb 1982 in Freudenstadt.

„Karl Zuckertort [sic!] trat nach seiner Kadettenausbildung am 1. April 1905 mit dem Charakter als Fähnrich in die Königlich Sächsische Armee ein. Der jüngere Bruder vom späteren Generalleutnant Johannes Zuckertort kam dabei wie dieser zum 1. Königlich Sächsisches Fußartillerie-Regiment Nr. 12. Bei diesem wurde er nach dem Besuch der Kriegsschule am 20. Juni 1910 zum Leutnant befördert. Sein Patent wurde dabei auf den 20. Juni 1908 datiert. Als solcher wurde er dann als Batterieoffizier im 1. Königlich Sächsisches Fußartillerie-Regiment Nr. 12 eingesetzt. Kurz vor Beginn des 1. Weltkrieges Anfang August 1914 gehörte er dann aber zum 2. Königlich Sächsisches Fußartillerie-Regiment Nr. 19. Im Ersten Weltkrieg wurden ihm neben dem Ritterkreuz des Königlich Preußischen Hausordens von Hohenzollern mit Schwertern und beiden Eisernen Kreuzen noch einige andere Auszeichnungen verliehen. Er wurde dann 1919 als Hauptmann in das Reichsheer übernommen. Sein Rangdienstalter wurde dabei auf den 18. August 1917 festgelegt. Beim 200.000 Mann-Übergangsheer im Frühjahr 1920 war er mit der Führung der Kraftfahr-Abteilung 19 der Reichswehr-Brigade 19 beauftragt. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr wurde er dann in die 4. Kraftfahr-Abteilung übernommen. Bei dieser wurde er dann auch die ersten Jahre als Kompaniechef eingesetzt. Spätestens ab dem Frühjahr 1924 wurde er dann im Reichswehrministerium (RWM) in Berlin eingesetzt. Dort gehörte er zur Heeres-Geräteabteilung (Wa3). Bei dieser verblieb er dann auch die nächsten Jahre.
Bei der Umgliederung des Reichswehrministeriums wurde er dann 1925/26 in das Heeres-Waffenamt (WaA) übernommen. Auch bei diesem wurde er dann wieder mehrere Jahre eingesetzt. 1928/29 wurde er dann in den Stab der 4. Kraftfahr-Abteilung nach Dresden versetzt. Bei diesem wurde er dann über ein Jahr eingesetzt. Am 1. November 1930 wurde er zum Major befördert. Als solcher wurde er dann zum Kommandeur der 4. Kraftfahr-Abteilung in Dresden ernannt. Diese Position behielt er dann die nächsten Jahre. Am 1. Mai 1934 wurde er zum Oberstleutnant befördert. Bei der Erweiterung der Reichswehr zur Wehrmacht wurde er am 1. Oktober 1934 zum Kommandeur vom Kommandostab Zossen ernannt. Bei der Enttarnung der Verbände wurde am 15. Oktober 1935 aus diesem Stab der Regimentsstab vom Panzer-Regiment 5 gebildet. Er wurde dann auch zu dessen erstem Kommandeur ernannt. Am 1. April 1936 wurde er als solcher bereits zum Oberst befördert. Als solcher wiederum gab er Ende September 1937 sein Kommando über das Panzer-Regiment 5 ab. Dafür wurde er ab dem 1. Oktober 1937 im Heeres-Waffen-Amt (WaA) beim Oberkommando des Heeres (OKH) zum Abteilungsleiter der Kraftfahrgeräteabteilung (Wa I Rü 6) in Berlin ernannt. In dieser Funktion wurde er dann auch nach Beginn des 2. Weltkrieges im Sommer 1939 weiter eingesetzt. Dabei hieß seine Abteilung dann aber ‚Panzerkampfwagen und Zugkraftwagen Abteilung‘ (Wa I Ru W u G 6) . Als solcher wurde er am 1. März 1940 zum Generalmajor befördert. Nach dem Westfeldzug wurde er am 1. Juli 1940 zum Leiter der Dienststelle des Heeres-Waffen-Amtes (HWA) in Paris ernannt. Am 31. Juli 1941 wurde er aus unbekannten Gründen aus der Wehrmacht verabschiedet.“[2]

Auszeichnungen (Auszug)

Zur Verleihung des Militär-St.-Heinrichs-Orden als Batterieführer an der Kriegsfront hieß es:

„Oberleutnant Zukertort hat mit seiner Batterie in der Sommeschlacht 1916 4 1/2 Monate lang, in den Stellungskämpfen bei Roye und den Kämpfen an der Oise hervorragende Erfolge in der Artilleriebekämpfung gehabt. Seiner Batterie wurde beim Ausscheiden aus den einzelnen Verbänden die besondere Anerkennung in deren Tagesbefehlen ausgesprochen, zuletzt durch Tagesbefehl der 233. Infanteriedivision vom 30. April 1917. Oberleutnant Zukertort hat in diesen Kämpfen stets persönlich das Feuer geleitet, besonders in den schweren Kampfzeiten an der Somme 6 Wochen ohne Ablösung im Beobachtungsstand unter dem täglichen schwersten Feuer, und hat in diesen Kampfabschnitten zahlreiche Beweise hervorragender Tapferkeit erbracht.“

Siehe auch

Fußnoten