Groener, Wilhelm

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Karl Eduard Wilhelm Groener (Lebensrune.png 22. November 1867 in Ludwigsburg, Königreich Württemberg; Todesrune.png 3. Mai 1939 in Potsdam-Bornstedt) war ein deutscher Offizier der Preußischen Armee und des Deutschen Heeres, zuletzt Generalleutnant sowie Chef des deutschen Feldeisenbahnwesens im Ersten Weltkrieg und Reichswehrminister und Innenminister während der Zeit der sogenannten Weimarer Republik.

Leben

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Abstammung

Wilhelm Groener war ein Sohn des späteren Zahlmeisters im Dragoner-Regiment „Königin Olga“ (1. Württembergisches) Nr. 25 Karl Eduard Groener (Todesrune.png 1893) und dessen Ehefrau Auguste, geborene Boleg.[1]

Militärlaufbahn im Kaiserreich

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Groener trat nach dem Abitur als Fahnenjunker am 22. November 1884 in das Infanterie-Regiment „Alt-Württemberg“ (3. Württembergisches) Nr. 121 der Württembergischen Armee ein. Am 9. September 1886 erhielt er seine Beförderung zum Leutnant. Vom 3. April 1890 bis 30. September 1893 fungierte Groener als Bataillonsadjutant. Anschließend kommandierte man ihn bis zum 21. Juli 1896 zur Kriegsakademie nach Berlin. Er versah dann wieder Dienst in seinem Stammregiment, wurde am 1. April 1897 zum Großen Generalstab kommandiert und dort am 25. März 1898 Hauptmann. Als solcher war Groener ab dem 12. September 1902 für zwei Jahre Kompaniechef im Metzer Infanterie-Regiment Nr. 98, und dann versetzte man ihn ab dem 1. Oktober 1904 in den Großen Generalstab. Nachdem er am 27. Januar 1906 zum Major befördert worden war, folgte am 1. Juli 1907 die Kommandierung zum Generalstab des VII. Armee-Korps sowie am 10. September 1908 die Ernennung zum Ersten Generalstabsoffizier im Generalstab des XIII. (Königlich Württembergisches) Armee-Korps. Diesen Posten übte er die folgenden beiden Jahre aus und erhielt am 18. August 1910 das Kommando über das III. Bataillon des Infanterie-Regiments „Kaiser Friedrich, König von Preußen“ (7. Württembergisches) Nr. 125. Mit Wirkung zum 1. Oktober 1911 erfolgte dann seine abermalige Versetzung in den Großen Generalstab, wo er ein Jahr später zum Chef der Eisenbahn-Abteilung ernannt und in der Zwischenzeit am 13. September 1912 zum Oberstleutnant befördert wurde.

Erster Weltkrieg

Mit Ausbruch des Ersten Weltkrieges ernannte man Groener zum Chef des Feldeisenbahnwesen im Großen Hauptquartier. In dieser Funktion verantwortete er die Organisation der Truppentransporte und des Nachschubs sowie den weiteren Aus- und Neubau des Streckennetzes. Für seine Leistungen auf diesem Gebiet wurde er außer der Reihe am 26. Juni 1915 zum Generalmajor befördert, erhielt am 11. September 1915 den Orden „Pour le Merite“ und die Ehrenbürgerwürde seiner Geburtsstadt Ludwigsburg.

Ende Mai 1916 wechselte er ins Kriegsernährungsamt, am 1. November 1916 wurde er nach seiner Beförderung zum Generalleutnant zum Chef des Kriegsamtes im preußischen Kriegsministerium und stellvertretendem Kriegsminister ernannt; in dieser Funktion vertrat er die Vorlage des Hilfsdienstgesetzes vor dem Reichstag. Nachdem er in Konflikt mit der Obersten Heeresleitung (OHL) geraten war, wurde er im August 1917 als Kommandeur der 33. Division zu einem Frontkommando an die Ostfront versetzt und für seine Verdienste mit dem Stern zum Roten Adlerorden II. Klasse mit Krone und Schwertern ausgezeichnet.[2] Dort übernahm er am 23. Dezember 1917 das XXV. Reserve-Korps und wurde am 27. Februar 1918 mit der Führung des I. Armee-Korps beauftragt. Von dort erfolgte kurze Zeit darauf seine Versetzung zur Heeresgruppe „von Eichhorn“, wo Groener als Chef des Generalstabs fungierte.

Generalquartiermeister bei Kriegsende

Nach der Entlassung Erich Ludendorffs am 26. Oktober 1918 wurde Groener als neuer Erster Generalquartiermeister faktisch der Chef der OHL.[3] Er leitete den Rückmarsch und die Demobilisierung der deutschen Truppen von der Westfront in die Heimatstandorte. Ebenfalls war er maßgebend bei der Führung des Grenzschutz Ost. Am 15. Juli 1919 übernahm er die Kommandostelle Kolberg als Nachfolger von Paul von Hindenburg. Am 13. September 1919 nahm Groener seinen Abschied

Nachkriegszeit

Wilhelm Groener war 1920 bis 1923 mehrmals Verkehrsminister und 1928 bis 1932 Reichswehrminister, ab Oktober 1931 zugleich Innenminister. Im Kabinett Brüning war er neben dem Kanzler die beherrschende Persönlichkeit; sein scharfes Vorgehen gegen die NSDAP und ihre Organisationen, zuletzt das Verbot von SA und SS am 13. April 1932, machte ihm auch im bürgerlichen Lager, das auf Zusammenarbeit mit den Nationalsozialisten hoffte, Feinde. Sein Rücktritt als Reichswehrminister am 13. Mai 1932 konnte den Sturz der Regierung Brüning, mit dem er auch das Innenressort verlor, nicht aufhalten. Danach lebte Generalleutnant a. D. Groener zurückgezogen als Militärschriftsteller.

Familie

Wilhelm Groener war zweimal verheiratet; mit Helene Geyer (1864–1926) hatte er die Tochter Dorothea Groener-Geyer (1900–1986); mit seiner zweiten Frau Ruth Naeher-Glück, die er 1930 heiratete, hatte er einen Sohn, Walter Groener.

Beförderungen

Auszeichnungen und Ehrungen (Auszug)

Fußnoten

  1. Dorothea Groener-Geyer: General Groener. Soldat und Staatsmann. Societäts-Verlag. Frankfurt am Main 1955. S. 19
  2. Dorothea Groener-Geyer: General Groener – Soldat und Staatsmann, Societäts-Verlag, Frankfurt am Main 1955, S. 352
  3. Heinrich August Winkler: Der lange Weg nach Westen. Deutsche Geschichte 1806–1933, Bonn 2002, S. 168