Grolitsch, Lisbeth

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Elisabeth[1] „Lisbeth“ Grolitsch (Lebensrune.png 8. August 1922 in Dessau; Todesrune.png 13. Juli 2017)[2] war eine deutsche Publizistin aus Österreich sowie Befürworterin einer völkischen und nationalsozialistischen Weltanschauung.

Briefkopf von Lisbeth Grolitsch, wohnhaft in Graz bis ca. 2010/12

Werdegang

Huttenbriefe vom August 2012, Leitartikel von der 90jährigen Lisbeth Grolitsch

Lisbeth Grolitsch war nach dem Beitritt Österreichs bis 1945 Mitglied, Führerin und schließlich Gau-Unterführerin des Bundes Deutscher Mädel (BDM).

Nachkriegszeit

Nach Kriegsende war sie Mitgründerin zahlreicher Organisationen, die mit Ausnahme der Wikingjugend vereinsrechtlich noch bestehen, darunter der Berliner Kulturgemeinschaft Preußen e. V., die Nationalistische Front, die Deutsche Kulturgemeinschaft und der Freundeskreis Ulrich von Hutten.

1983 gründete sie gemeinsam mit Otto Ernst Remer den bis heute aktiven Freundeskreis Ulrich von Hutten, welcher regelmäßig die Zeitschrift Huttenbriefe herausgibt. Seit Remers Tod im Jahre 1997 war Grolitsch alleinige Herausgeberin der Huttenbriefe, der Verlagssitz in Deutschland ist Stockstadt am Main und für Österreich (Hauptsitz der Schriftleitung) Graz. In den Huttenbriefen publizierten u. a. Völkerrechtler Hans Werner Bracht sowie die Juristen Horst Mahler und Jürgen Rieger. Weitere regelmäßige Autoren sind Herbert Schweiger und der österreichischen Publizist Lothar Greil.

Lisbeth Grolitsch trat für die Abschaffung des pseudo-demokratischen Mehrparteienparlamentarismus ein und befürwortete die während der Zeit des Nationalsozialismus zur Höchstform vollendete Volksgemeinschaft sowie ein Leben nach dem vorchristlichen germanischen Glauben.

Zum 80. Geburtstag

„Fast fünfhundert Jahre lang war Österreich das politische Herz Deutschlands. Für die heutigen Deutschen kaum mehr vorstellbar, so hat die Zeit des engen Zusammengehörigkeitsgefühls aller Deutschen doch erst vor etwa 55 Jahren durch die alliierte Umerziehung ihr langsames Ende gefunden. Heute gehört die Schar der bekennenden Deutsch-Österreicher zu einer oft belächelten, manchmal gar verfolgten kleinen Minderheit. Lisbeth Grolitsch, Schriftleiterin der kleinen, aber feinen Huttenbriefe und Vorsitzende verschiedener kleiner deutscher und deutsch-österreichischer Kulturvereine gehört dazu, womöglich auch ihre herausragendste und profilierteste Persönlichkeit. Sie feierte dieses Jahr in Graz ihren 80. Geburtstag. Den vorliegenden Band mit gesammelten Schriften aus den 35 Jahre ihres schriftstellerischen Wirkens darf man wohl gerne als ein Dankeschön ansehen, das sie ihrer treuen Leserschaft anbietet. Ohne Rücksicht auf politische Empfindlichkeiten steht Frau Grolitsch zu den von ihr als glückhaft erlebten Jahren im Großdeutschen Reich sowie zu ihrer fundamentalen Opposition gegen den materialistischen und hedonistischen Zeitgeist von heute. Aus der Tiefe geschichtlicher Erkenntnis und der Anmut historischer Größen, aber auch im Bewußtsein des ungeheuren Opferganges ihres Volkes im letzten Jahrhundert schöpft Grolitsch Mut und Zuversicht für ihre Vision von der kulturellen Renaissance des ganzen deutschen Volkes, seiner erneuten völkischen Selbstbewußtwerdung. Notwende ist deshalb Standortbestimmung, Zeugnis der Zeitgeschichte und Vision des Über-Lebens zugleich. Die einzelnen Abschnitte und Aufsätze des Buches sind leicht und unabhängig voneinander zu lesen. Das Buch ist eine seelische Tankstelle für all jene, die angesichts der überall immer mehr wütenden deutschen Selbstvernichtungswut einmal abschalten und Träumen wollen.“[3]

BRD-Propaganda gegen Grolitsch

Einband des Buches „Notwende

Am 13. Mai 2006 eröffnete der Berliner Dirigent Rolf Reuter gemeinsam mit Grolitsch einen „Singleiterkurs“ des Freundeskreises Ulrich von Hutten und hielt einige Vorträge vor dieser Organisation. Aufgrund des von mächtigen Kreisen ausgehenden Druckes distanzierte sich Reuter vom Gedankengut aller extremistischer Gruppierungen. Einer Forderung des Berliner SPD-Politikers Tom Schreiber, einem Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin, dem Dirigenten das Bundesverdienstkreuz abzuerkennen, wurde seitens des Bundespräsidialamtes nicht stattgegeben. Durch Reuters Vorträge vor dem Freundeskreis Ulrich von Hutten „Das deutsche Volkslied als Mutterboden der Hochkultur“ und „Anton Bruckner und die deutsche Volksseele“ kam Grolitschs Organisation in den Blickpunkt des öffentlichen Interesses.[4]

„Notwende“ – 2011 indiziert

Im Jahr 2002 veröffentlichte Grolitsch das Schlüsselwerk „Notwende“. Es ist, wie alle ihre sonstigen Publikationen, leider nicht direkt im Handel erhältlich, sondern nur über die Organisation selbst zu beziehen. Herausgegeben wurde das mehrere hundert Seiten umfassende Werk von der „Deutschen Kulturgemeinschaft“. In den dort abgedruckten Texten würdigt sie Adolf Hitler als mit „genialen Fähigkeiten“ ausgestatteten „Retter Europas“ und bewertet den Beginn des Zweiten Weltkrieges als Präventivschlag gegen die „ungeheure Kriegsschuld der USA und Englands“. Die Bundesrepublik charakterisiert sie als eine „von anderen Rassen und Völkern unterwanderte Gesellschaft als Ausgeburt einiger krankhafter Hirne von Politikern“.

Vom Erbe des Herzogtums Österreich

„Wie stark mußte das germanisch-deutsche Erbe im Volke der Ostmark lebendig sein, wenn die von alters her gesungenen Heldenlieder noch im 12. und 13. Jahrhundert aufgezeichnet werden konnten. Im Raum der Ostmark wurde das Nibelungenlied im ungestörten Gedächtnis des Volkes bewahrt, konnte aufgeschrieben werden und ist dem Deutschen Volke als Nationalepos erhalten geblieben, als im Westen des Reiches die Erinnerung an die alte Heldenzeit längst verblaßt war. Das Kudrunlied, die Heldenlieder von Biterolf, Dietleib, Walter und Hildegunde, von Ortmut, Wolfdietrich und Dietrich von Bern werden vom Volke wie vom Adel mit gleicher Begeisterung gehört und gesungen. Es bildet sich in Österreich geradezu ein besonderer Stil des Heldenliedes heraus und es bleibt lebendiges Kulturgut noch bis ins 14. und 15. Jahrhundert hinein.
In der Begeisterung für Dietrich von Bern wird die Erinnerung an den großen Gotenkönig Theoderich mit der Heldengestalt Siegfrieds verknüpft. Ist es nicht auch ein Beweis eines nie unterbrochenen germanisch-deutschen Zusammenhanges, daß germanisches Geschichts- und Sagengut in diesem Raum so unaustilgbar im Gedächtnis blieb? So stark, daß die Kirche für ihren Nachwuchs den Namen ‚Dietrich‘ verbot? Der Hof der Babenberger war Mittelpunkt des kulturellen Lebens. Und Träger der Dichtung im Herzogtum Österreich war der Spielmann. Daß die Spielleute geradezu einen eigenen Stand bilden konnten, zeigt ihre im Kunstleben der Zeit bedeutende Rolle. Die Namen der größten Spielleute des Mittelalters sind als große Dichter in die Walhall unserer Nation eingezogen: Walther von der Vogelweide und Neidhardt von Reuenthal, beide auch politisch-lyrische Dichter. Walther singt von deutscher Art und Minne, der reinen Sitte deutscher Frauen, vom deutschen Lande vom Rhein bis zur Etsch und bis zum Ungarnlande. Er stellt sich schützend vor Kaiser und Reich gegen päpstliche Anmaßung und den Übermut der Pfaffen.
Wie deutsch in Herz und Geist mußte Österreich sein, daß das Lebensgefühl seines großen Sängers ganz reichisch sein konnte und seine Lieder das allgemeine seelische Erlebnis der eigenen Art im Deutschen Volke widerspiegelten. Er schenkte dem Deutschen Volke das erste große vaterländische Lied. Auch im Minnesang stehen Österreich und Tirol an der Spitze des Reiches. Hier wird seine innige deutsche Ausdrucksweise besonders gepflegt. So dringt die deutsche Kultur einerseits mit dem Siedlungs- und Verteidigungswerk in immer stärkerem Ausgriff vor in den Südostraum, andere Völkerschaften in ihren Bann ziehend. Andererseits übernimmt sie besonders nach dem Süden hin eine Vermittlerrolle. Diese vermittelnde Stellung war so glückhaft, daß sich unser Volk wahrhaft nicht darüber beklagen kann. Denn es war für die ganze Nation ein Segen, daß im Grenzlanddeutschtum stets eine urwüchsige Liebe und Treue zum gesamten Volkstum lebte, das Althergebrachte treu bewahrt und mit schöpferisch-artsicherer Kulturkraft das andere, Neue, geprüft, gewogen und der eigenen Art gemäß umgewandelt wurde.
Das geschichtliche Zwischenspiel Ottokars II. von Böhmen, ermöglicht durch des Reiches Ohnmacht in der kaiserlosen Zeit, macht erneut deutlich, daß das Bestehen und Erstarken der Ostmark nur vom deutschen Mutterboden aus möglich war. Ottokar wird vom deutschen Heerbann, dem Ritterheer des staufischen Schwabens und Frankens unter Rudolf I. 1278 auf dem Marchfeld geschlagen. Damit fallen Böhmen und Österreich, Steiermark, Kärnten und Krain den Habsburgern zu. Rudolf I. strebt als deutscher Kaiser nach Erweiterung seines territorialen Besitzes und legt damit den Grundstein zur Hausmacht Habsburg, deren er als Führer des Reiches bedurfte, um seine beschworene Kaiserpflicht, allezeit Wahrer und Mehrer des Reiches zu sein, erfüllen zu können.“[5]

Werke (Auswahl)

  • Notwende – Aufsätze, Reden und Schriften im Kampf um eine neue Weltordnung in Kultur, Geschichte und Politik aus lebensgesetzlichem Denken (Netzbuch und PDF-Datei zum Herunterladen), Deutsche Kulturgemeinschaft, Graz 2002, ISBN 3-00-009944-1
  • Und dennoch: Das Volk, Deutsche Kulturgemeinschaft, Graz o. J.

Fußnoten

  1. 96-book.png PDF Verfassungsschutzbericht 2005, S. 121
  2. Nachruf auf Lisbeth Grolitsch, Deutsche Stimme, Oktober 2017, S. 13
  3. 96-book.png PDF Gianna Folkerts, Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung (Hg.): Zum 80. Geburtstag von Lisbeth Grolitsch, S. 479
  4. FAZ, Die Welt, Süddeutsche Zeitung, Der Spiegel im September 2007
  5. Lisbeth Grolitsch: Lebendiges Kulturerbe, in: „Notwende“, S. 120–121