Mackensen, Eberhard von

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Der begabte Feldherr Eberhard von Mackensen

Friedrich August Eberhard von Mackensen (Lebensrune.png 24. September 1889 in Bromberg; Todesrune.png 19. Mai 1969 in Neumünster in Schleswig-Holstein) war ein deutscher Offizier der Preußischen Armee, des Deutschen Heeres, der Freikorps, der Reichswehr und der Wehrmacht, zuletzt Generaloberst des Heeres und Oberbefehlshaber der 14. Armee.

Leben

Eichenlaubträger General der Kavallerie Friedrich August Eberhard von Mackensen in seinem Panzerspähwagen (Funk- und Kommando-Ausführung) an der Ostfront im Gespräch mit einem Major der Artillerie (unten)
Wetzlarer Anzeiger vom 28.5.1942
Mackensen, Eberhard von.jpg

Von Mackensen trat am 1. Oktober 1908 als Fahnenjunker in das Danziger 1. Leib-Husaren-Regiment Nr. 1 (Totenkopfhusaren) des XVII. Armee-Korps (Kommandierender General war sein Vater) ein und wurde 1910 Leutnant. Mit seinem Regiment diente er dann im Ersten Weltkrieg, wurde am 23. August 1915 verwundet und wurde im März 1917 zum Generalstab kommandiert, war ab dem 18. Februar 1918 im Generalstab der Heeresgruppe „von Scholtz“ (Balkan) und ab dem 7. Januar 1919 im Generalstab beim Oberkommando Grenzschutz Nord.

Reichswehr

Nach dem Kriege wurde er in die Reichswehr übernommen. Er diente:

  • 17. März 1920 Adjutant der 3. Kavallerie-Brigade
  • 10. Januar 1922 Chef der 1. Schwadron des 5. (Preuß.) Reiter-Regiments, Belgard an der Persante (Pommern)
  • 1. Oktober 1924 kommandiert zum Reichswehrministerium; in der Heerestransportabteilung (T 7) des „Truppenamts“
  • Frühjahr 1927 kommandiert in den Generalstab des Gruppenkommandos 1 (unter General der Infanterie von Loßberg), Berlin
  • Frühjahr 1928 kommandiert zum Reichswehrministerium; in der Heeresabteilung (T 1) des „Truppenamts“ (unter Oberstleutnant Hermann Geyer)
  • 1. Oktober 1929 im Generalstab der 1. Kavallerie-Division, Frankfurt/Oder
  • 1. Oktober 1932 Chef der Heerestransportabteilung im RWM, zugleich Chef des Stabes der Kavallerie-Inspektion
  • 1. November 1933 Chef des Stabes des Kavallerie-Korps

Wehrmacht

Panzergeneral Eberhard von Mackensen (1889-1969).jpg

Am 16. Mai 1935 wurde er als Oberst Chef des Stabes des X. Armeekorps in Hamburg, am 1. April 1937 Kommandeur der 1. Kavallerie-Brigade in Insterburg, am 10. November 1938 z. b. V. beim Heeresgruppenkommando 5 in Wien und am 1. Mai 1939 Chef des Generalstabs des Heeresgruppenkommandos 5 in Wien unter Generaloberst Wilhelm List.

Chronologie des Zweiten Weltkrieges

  • 1. September 1939 Chef des Generalstabs der 14. Armee
  • 13. Oktober 1939 Chef des Generalstabs der 12. Armee (durch Umbenennung)
  • 15. Januar 1941 Kommandierender General des III. Armeekorps
  • 21. März 1941 Kommandierender General des III. Armeekorps (mot.) (30. Januar 1942 – 11. April 1942 auch als Gruppe „von Mackensen“ bezeichnet)
  • 21. Juni 1942 Kommandierender General des III. Panzerkorps (18. Juni 1942 – 9. Juli 1942 erneut als Gruppe „von Mackensen“ bezeichnet)
  • 22. November 1942 Oberbefehlshaber der 1. Panzer-Armee
  • 5. November 1943 Oberbefehlshaber der 14. Armee in Italien (→ Fall Achse)
  • 5. Juni 1944 Führerreserve

Während des Zweiten Weltkrieges war er u. a. Kommandierender General eines Panzerkorps im Osten und nahm am Vormarsch durch die Ukraine teil. Am 27. Juli 1941 wurde er mit dem Ritterkreuz geehrt. Er erkämpfte mit der 1. Panzerarmee im Mai 1942 den erneuten Durchbruch durch die sowjet-bolschewistischen Linien in der Kesselschlacht bei Charkow, wofür er das Eichenlaub zum Ritterkreuz erhielt.

„Am 21. März 1941 wurde das Generalkommando zum Generalkommando III. Armeekorps (motorisiert) umbenannt und umgegliedert. Ab dem 22. Juni 1941 nahm das III. Armeekorps im Rahmen der 6. Armee/Heeresgruppe Süd am Rußlandfeldzug teil. Aus Galizien heraus durchbrach es die Stalinlinie und marschierte anschließend in den Raum Shitomir. Ende Juli erreichte es den Dnjepr bei Dnjepropetrowsk und marschierte von dort aus nach Mariupol und im November 1941 bis in den Raum Rostow am Don. Nach dem durch einen russischen Gegenangriff erzwungenen Rückzug aus Rostow lag das Korps im Winter 1941/42 am Mius, bevor es im Mai 1942 an der Schlacht um Charkow als Gruppe ‚von Mackensen‘ (III. Panzer- und LI. Armeekorps) beteiligt war. Von Februar bis April und im Juni 1942 auch als Gruppe von Mackensen bezeichnet. Am 21. Juni 1942 wurde der Stab zum Generalkommando III. Panzerkorps umbenannt.“

Als Generaloberst übernahm er im Sommer 1943 die Führung der 14. Armee in Italien und hatte die Aufgabe, den von den Alliierten bei Nettuno, südwestlich von Rom, gebildeten Brückenkopf abzudämmen. Er konnte auf Dauer den Vormarsch des Gegners jedoch nicht aufhalten, zumal italienische Partisanen seine rückwärtigen Verbindungen zerstörten. Deshalb griff er nach einem neuerlichen terroristischen Bombenanschlag auf deutsche Soldaten hart durch und erteilte den Befehl zur kriegsrechtlich zulässigen Erschießung von Partisanenunterstützern als Vergeltung für das Massaker an der Via Rasella, das unter Rosario Bentivegna an deutschen Soldaten verübt worden war. Diese Vergeltung, als angebliches „Massaker in den Ardeatinischen Höhlen“ bezeichnet, führte jedoch zu seiner Versetzung in die Führer-Reserve, da Adolf Hitler diese Maßnahme nicht angeordnet hatte und das eigenmächtige Vorgehen trotz seiner kriegsrechtlichen Zulässigkeit kritisierte.

Eichenlaub

Bei der Kesselschlacht bei Charkow entfalteten sich die schnellen deutschen Verbänden als Speerspitze eines Blitzkrieges im Osten. Am 17. Mai 1942 holte die Armeegruppe von Kleist zum Gegenschlag aus, starke Luftunterstützung lieferte das IV. Fliegerkorps. Von Mackensens III. Panzerkorps überraschte die Truppen der 9. und 57. Sowjetarmee. Die deutsche Infanterie konnte ganze Bataillone des Feindes auf einmal vernichten. Von Mackensens 14. und 16. Panzerdivisionen schlugen mit brutaler und präziser Wucht zu. Die Einbrüche wurden schnell zu Durchbrüchen erweitert. Am 22. und 23. Mai wurden die 6. und 57. Sowjetarmee vollends eingeschlossen. Tagelang tobten schwerste Ausbruchskämpfe, die von Mackensen jederzeit zurückwerfen konnte. Die 1. Gebirgs-Division mußte auf dieser „Straße des Todes“ einen hohen Blutzoll zahlen (431 Gefallene), allerdings wurden alleine am Abschnitt der Gebirgsjäger 8.000 tote Bolschewisten gezählt.

Generalfeldmarschall von Bocks Verbände siegten glänzend. Am 28. Mai meldete der Oberbefehlshaber der Heeresgruppe Süd 22 russische Schützen-, 7 Kavallerie-Divisionen, 14 Panzer- und Mot.-Brigaden zerschlagen. 239.000 Rotarmisten gefangengenommen, über 70.000 Feinde tot, darunter zahlreiche Generäle. 1.250 Panzer, 540 Flugzeuge und 2.026 Geschütze erbeutet. Die Wehrmacht erlitt 5.000 Gefallene, die dann bei der bevorstehenden Sommeroffensive, dem Unternehmen „Braunschweig“, fehlen sollten.

Nikita Sergejewitsch Chruschtschow nannte das Umdrehen der Schlacht, die die Rote Armee schon als Sieg gesehen hatte, die größte deutsche Leistung im Ostfeldzug. Von Mackensen erhielt für seinen Einsatz an der gepanzerten Speerspitze das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes.

Nachkriegszeit

Bei Kriegsende geriet von Mackensen in englische Kriegsgefangenschaft. Am 30. November 1945 wurde er in Rom wegen angeblicher Morde zum Tode verurteilt, die Strafe wurde im Juli 1947 in lebenslängliche Haft umgewandelt. Sein Verteidiger war der ehemalige Generalrichter Hans Keller, Chefrichter beim OB Südwest und Heeresgruppenrichter C, dann Dr. Laternser. Dort schrieb er sein Gedicht „Mögt Ihr den preußischen Staat zerschlagen“. Im Oktober 1952 wurde er jedoch überraschend freigelassen, weil sein Vorgehen unter Kriegsbedingungen nicht strafwürdig gewesen war.

Chronologie einer Hatz

  • 18.–30. November 1946 Prozeß vor britischem Militärgericht in der Aula der Universität von Rom. Anklage wegen des „Massakers in den Fosse Ardeatine“
  • Dezember 1946 Verlegung nach Wolfsberg/Österreich
  • 6. Mai 1947 unbegründetes Todesurteil
  • 29. Juni 1947 Umwandlung in lebenslängliche Haft, dann in 21 Jahre Haft im Zuchthaus Werl
  • 26. März 1949 Petition durch Dr. Hans Laternser an die Briten, nachdem der „Mörder von Marzabotto“, SS-Obersturmbannführer Herbert Kappler (Kommandeur der Sicherheitspolizei (SiPo) und des SD in Rom), am 20. Juli 1948 freigesprochen wurde, soweit er im Rahmen eines Führerbefehls handelte. Damit erfolgte im Nachhinein Exkulpierung der Generäle in diesem Verurteilungsfall. Dr. Laternser vertrat seit September 1948 neben Generalfeldmarschall Kesselring auch die Interessen Eberhard von Mackensens und Generalleutnant Mälzers.
  • 28. März 1950 die Briten verwerfen die Petition
  • 2. Oktober 1952 Freilassung

Tod

Drei Tage nach dem Tod von Generalobere a. D. Eberhard von Mackensen fand am 22. Mai 1969 eine Trauerfeier samt militärischer Ehren mit unzähligen Gästen auf dem Friedhof von Groß-Vollstedt (Kreis Rendsburg-Eckernförde) statt. Die Trauerrede hielt Generalmajor Dr. Karl Schnell, Kommandeur der 6. Panzergrenadierdivision der Bundeswehr in Neumünster.

Familie

Der Feldherr war der zweite Sohn des Generalfeldmarschalls August von Mackensen und dessen Gemahlin Dorothea „Doris“ Mathilde Eugenie Rudolfine, geb. von Horn (1854–1905) Sein Bruder war Dr. iur. Hans Georg Viktor von Mackensen.

Ehe

Hauptmann von Mackensen heiratete am 9. Dezember 1919 seine Verlobte Margarete Amanda Mackensen (1895–1989), sie bekamen zwei Söhne, der jüngere, August-Viktor Klaus (Lebensrune.png 14. Februar 1923; Oberleutnant a. D. und Buchhändler in Wuppertal) starb am 27. Februar 2010 in Darmstadt.

Auszeichnungen (Auszug)

Beförderungen

Verweise