Picker, Henry

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Henry Picker (1912–1988)

Henry D. Picker (Lebensrune.png 6. Februar 1912 in Wilhelmshaven, Deutsches Reich; Todesrune.png 2. Mai 1988 in Starnberg) war ein deutscher Jurist. Bekannt wurde er als persönlich geladener Gast von Adolf Hitler im Führerhauptquartier und Protokollant von Hitlers Tischgesprächen.

Leben

Henry Picker wurde 1930 Mitglied der NSDAP, studierte Rechtswissenschaften und erlangte 1936 an der Universität in Kiel die Promotion zum Dr. jur. Im Alter von 25 Jahren wurde Picker 1937 Vorsitzender des Obersten Gerichts der Hitlerjugend; er gehörte zu den besten 36 Nachwuchsjuristen. Gegen den Willen Heinrich Himmlers wurde Picker im März 1942 zum Juristen des Führerhauptquartiers berufen. Da Adolf Hitler seit dem Jahr 1929 stets eine sehr großzügige Gastfreundschaft im Elternhaus Pickers genossen hatte, bestimmte Hitler ihn im März 1942 zu seinem ständigen Tischgast.

Zeitzeuge

Henry Picker zeichnete in der Zeit vom 21. Juli 1941 bis zum 11. März 1942 Hitlers Tischgespräche auf und gab diese in Buchform heraus.[1] Diese Aufzeichnungen fanden teilweise ohne Genehmigung Adolf Hitlers statt, was in der Nachkriegszeit zu juristischen Auseinandersetzungen führte. 1943 ging Picker zur Kriegsmarine und wurde nach der „Befreiung“ zwei Jahre von den Briten interniert, wo er eine schwere Behandlung erfuhr.[2] Picker schildert Hitler von einer Seite, die insbesondere von der BRD-Propaganda verschwiegen wird. Unabhängig davon kann Picker als jemand gelten, der die Kriegsziele der Alliierten nicht erfaßt hat und die von ihm selbst geschilderte Friedensliebe Hitlers nicht in den größeren historischen Zusammenhang stellen konnte. Möglich ist auch, daß Picker im Vorwort „politisch korrekte“ Textpassagen einbaute, um die Aufzeichnungen überhaupt veröffentlichen zu können.

Siehe auch

Werke

  • Darstellung und geistesgeschichtliche Deutung der neuen Strömungen in der Kriminalpolitik und die Überwindung des Schulenstreits – Die Zweckbestimmung der Strafe im Dritten Reich, Berlin 1935 (= Dissertation Universität Kiel 1936)
  • Hitlers Tischgespräche im Führerhauptquartier, Ullstein-Verlag, 1989, ISBN 3550076150 [Erstveröffentlichung 1951]
  • Johannes XXIII. – Der Papst der christlichen Einheit und des 2. vaticanischen Konzils, Blick-und-Bild-Verlag, Kettwig 1963

Verweise

Fußnoten

  1. Die Tischgespräche vom 21. Juli 1941 bis zum 11. März 1942 zog Picker aus den Originalstenogrammen des Ministerialrats Heinrich Heim (Adjutant Martin Bormanns) und nahm sie in sein Buch auf.
  2. Prominente ohne Maske, FZ-Verlag, 1986, ISBN 3924309019