Arthur Wellesley, Herzog von Wellington

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Arthur Collen-Wellesley, erster Herzog von Wellington (1. Duke of Wellington; Lebensrune.png vermutlich 1. Mai 1769 in Mornington House, 24 Upper Merrion Street, Dublin, Irland; Todesrune.png 14. September 1852 in Walmer Castle bei Deal, Kent) war Offizier, Feldmarschall und herausragender britischer Feldherr der napoleonischen Zeit sowie nach dem Wiener Kongreß britischer Außen- und Premierminister. Er war u. a. Geheimer Kabinettsrat, Constable of the Tower (5. Februar 1827–1852) und Gouverneur von Plymouth (9. Oktober 1819–1827), Lord Warden of the Cinque Ports, seit 1818 General-Feldzeugmeister und seit 1820 Lord-Statthalter von Hampshire. Herzog von Wellington war nicht nur Inhaber zahlreicher britischer, sondern auch deutscher (u. a. Königreich Preußen, Königreich Bayern und Kaisertum Österreich) Orden und Ehrenzeichen, darunter Ritter des Königlich Preußischen hohen Ordens vom Schwarzen Adler.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Herzog von Wellington (links) bedankt sich beim Retter und Waffengefährten Feldmarschall von Blücher kurz nach 21 Uhr am 18. Juni 1815 am Gasthof „La Belle Alliance“.

Der Name Arthur Wellesley Herzog von Wellington ist unlösbar mit der englischen Geschichte während der Epoche der Napoleonischen Kriege und der restlichen Restaurationszeit verknüpft. Für die Militärlaufbahn bestimmt, nahm Wellington in Indien an den großen Kämpfen hervorragenden Anteil, die die englische Herrschaft dort endgültig festigte. Sein militärischer Ruf war bereits so begründet, daß man ihn auf den europäischen Kriegsschauplatz berief, wo er von 1808 bis 1813 mit wechselndem Erfolg die Feldzüge auf der Pyrenäenhalbinsel führte.

Schlacht bei Belle Alliance

Arthur Wellesley Herzog von Wellington (1769-1852).jpg
Arthur Wellesley Herzog von Wellington (1769-1852) II.jpg
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Wellington siegte mit seinen alliierten Truppen und vor allem dank der Truppen der Preußischen Armee unter dem Generalfeldmarschall Gebhard Leberecht von Blücher, Fürst von Wahlstatt im Verband der Siebten Koalition über Napoleon Bonaparte in der Schlacht bei Belle Alliance.

Die insgesamt für den Feldzug gegen Napoleon zur Verfügung stehenden Kräfte waren 93.218 Mann, die Wellington Armee bestand aus

Von nun an begann die Wandlung des Offiziers zum Diplomaten, der am Wiener Kongreß (erster britischer Botschafter seit 1. Februar 1815) teilnahm und sich für die Bourbonen einsetzte. Wellington blieb in der Folgezeit Oberkommandierender und wurde 1828 Premierminister. Noch lange wurde die englische Innenpolitik durch ihn in allen entscheidenden Fragen beeinflußt, wobei ihn eine erstaunliche Wandlungsfähigkeit auszeichnete, durch die er sich durchaus zur Anerkennung vorher bekämpfter Maßnahmen bereit fand, sobald er von deren Notwendigkeit überzeugt war.

Titel in Deutschland

Arthur Collen-Wellesley, Herzog von Wellington (sowohl in Großbritannien als in Irland seit 3. Mai 1814), Herzog von Vittoria (zum Sieges-Herzog am 18. Dezember 1813 ernannt), Herzog von Cindad-Rodrigo (1812–1852), Herzog und Fürst von Waterloo in den Niederlanden (1815–1852), Herzog von Brumoy, Vicomte von Wellington (1809–1852), Baron von Douro (1809–1852), Marquis Douro und Wellesley seit 3. Mai 1814), Marquis von Torres-Wedras (1812–1852), Graf von Vimeira in Portugal (1811–1852), Grand erster Classe in Spanien und Pair von England.[2]

Familie

Am 10. April 1806, da war er Abgeordneter, heiratete er seine Verlobte Catherine Pakenham (Lebensrune.png 14. Januar 1773), aus der Ehe sind die zwei Söhne Arthur (1807–1884) und Charles (1808–1858) entsprossen, vier weitere Kinder adoptierte das Paar. Catherine Sarah Dorothea Wellesley, Herzogin von Wellington verstarb am 24. April 1831 nach schwerer Krankheit.

Mitgliedschaften (Auswahl)

  • Mitglied des Privy Council
  • Mitglied der Royal Society

Beförderungen

Auszeichnungen und Ehrungen (Auszug)

Orden aus deutschen Landen

Feldmarschall ehrenhalber

Ehrung durch das Königreich Preußen

Wellington war ehrenhalber Generalfeldmarschall der Preußischen Armee. Nach seinem Tode wurde ihm sowohl ein englischer als auch ein für ihn besonders angefertigter preußischer Marschallstab mit ins Grab gelegt.

Weitere

Feldmarschall der Kaiserlich Russischen Armee und der k. k. Armee sowie Portugals und der Niederlande.

Ehrenoberst, Regimentsinhaber und Chef

  • Oberst des königlichen britischen Grenadier-Regiments der Garde zu Fuß (Grenadier Guards) 1827–1852
  • Oberst en Chef (Colonel-in-chief) bzw. Oberstinhaber der Schützen-Brigade (Rifle Brigade) 1820–1852
  • Inhaber des kaiserlich russischen Infanterie-Regiments Smolensk
  • Inhaber des k. k. österreichischen Infanterie-Regiments No. 42
  • Chef des 28. preußischen Infanterie-Regiments 18. April 1826 bis 14. September 1852

Zitate

  • „Die Geschichte einer Schlacht schreiben? Man könnte genauso gut die Geschichte einer Ballnacht schreiben wollen.“
  • „Das größte Unglück ist eine verlorene Schlacht, das zweitgrößte eine gewonnene.“
  • „Nichts außer einer verlorenen Schlacht kann halb so melancholisch stimmen wie eine gewonnene Schlacht.“
  • Geschichte ist jene Fabel bzw. Lüge, auf die man sich geeinigt hat.“
  • „Ich kenne keine Frau, die an Liebeskummer gestorben wäre. Sie alle werden ohne größere Schwierigkeiten damit fertig und sehen dabei noch bezaubernd aus.“
  • „Verschiebe nicht auf morgen, was du auch heute tun kannst, denn wenn es dir heute Spaß macht, kannst du es morgen wiederholen.“
  • „Erfahrung ist die Summe der Fehler, die man gemacht hat.“
  • „Das Glück dient der Tüchtigkeit.“
  • „Ich wollte, es würde (wäre) Nacht oder die Preußen kämen.“
  • „Ich will Nacht oder Blücher!“

Fußnoten

  1. Zusammensetzung der Armee Wellingtons
  2. Der Elephanten-Orden und seine Ritter, Kopenhagen 1846, Seite 146
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