Gendersprech

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Genderterror hat nun auch die deutsche Schriftsprache erreicht. Jüngst hat der Bundesgerichtshof eine Klage abgewiesen, mit der eine achtzigjährige Sparkassenkundin erreichen wollte, von ihrer Bank auch in Formularen mit einer explizit weiblichen Endung angesprochen zu werden. Der Widerstand wächst:

„Moralisch getriebene Eingriffe in die Alltagssprache missfallen nicht nur Schriftstellern und Intellektuellen, sondern auch der großen Mehrheit der Deutschen. Das geht aus einer repräsentativen Studie des Meinungsforschungsinstituts Insa-Consulere im Auftrag des Vereins Deutsche Sprache hervor. Demnach fühlen sich mehr als 60 Prozent der Befragten von der Gendersprache belästigt. Debatten über die sprachlich-grammatische Gleichheit, die über den Genderstern oder Neuschöpfungen von Berufsbezeichnungen erreicht werden sollen, halten Frauen genauso wie Männer mehrheitlich für überflüssig und übertrieben.“[1]

Bei Gendersprech handelt es sich um die politisch-korrekte sowie grammatisch falsche Gender- oder Geschlechtssprache (geschlechtergerechte Sprache), dem Neusprech des Genderterrors, der sich vor allem in der Schriftsprache niederschlägt.

Erläuterung

Gendersprech-Auswüchse; bemerkenswert bzw. bezeichnend ist die Tatsache, daß man selten bis gar nicht negativ besetzte Genderismen findet: Mörder*innen, Vergewaltiger*innen, Kinderschänder*innen, Rauschgifthändler*innen, Gewalttäter*innen, Betrüger*innen, Bolschewisten*innen, Nazi*innen, Antifa*innen, Linksterrorist*innen usw. … solche Attribute werden von den Frauen gerne den Männern überlassen.
AfD zu Gendersprech
Gender-Gaga: „Die Dudin“
Der Wahn kennt keine Grenzen.
Vereinzelte Schulen in Frankreich ersetzen Mutter und Vater zugunsten von „Elter 1“ und „Elter 2“, um „Homosexuelle nicht zu diskriminieren“.
Sachsen hat 2021 Gender-Sonderzeichen an Schulen verboten.

Der Wahn der Gendersprach-Philister artete schon am Anfang des 21. Jahrhunderts aus, als Begriffe wie Politiker, Schüler, Mediziner uvm., die schon beide Geschlechter beinhalten (geschlechtsneutrale Personenbezeichnung), mit „Innen“ (Binnen-I) ergänzt wurde: PolitikerInnen (Politiker/-innen), SchülerInnen (Schüler/-innen), MedizinerInnen (Mediziner/-innen) usw. Das jedoch war der „LGBT-Community“ nicht „gendersensibel“ genug, denn zu den männlichen und weiblichen Attributen sollten noch das Geschlechtsneutrum (es) hinzukommen. So kam man auf die wahnwitzige Idee, dem schon wahnwitzigen „Innen-Diktat“ einem wahnwitzigen Sternchen, dem „Gendersternchen“, hinzuzufügen, um es den Geschlechtsleugnern und -zweiflern recht zu machen. Nun las man Politiker*innen, Schüler*innen, Mediziner*innen usw. Behörden fingen damit an, Texte zu gendern, Verlage „genderten“ ihre Autoren, ohne dies mit ihnen abzusprechen.

„Ein Sternchen unterbricht deutlich den Leseprozess bzw. erzeugt Irritationen beim Fixationsprozess. Bei manchen Schriftarten steht das Sternchen auf oder oberhalb (*) der x-Linie, bei anderen wiederum auf der Grundlinie […], was der Schriftsatzästhetik oft nicht unbedingt förderlich ist. Das Sternchen entspricht dem Prinzip einer ‚lauten Auszeichnung‘, die vom Rezipienten bereits bemerkt wird, bevor das Auge die ausgezeichnete Textpassage erreicht hat.“ — Typograph Wolfgang Beinert in seinem „Typolexikon“, September 2021

Trotz des politischen und sozialen Drucks der Geschlechtergleichschaltung-Bolschewisten zeigte sich relativ schnell, daß das deutsche Volk diese Sprachentartung mit einer großen Mehrheit ablehnt. Manche vorauseilende Verfechter des grundsatzlosen Gendersprechs ruderten zurück, andere beharren auf die unästhetische Sprachverwirrung. 2020 führt der Rechtschreibduden das Sternchen als „vom amtlichen Regelwerk nicht abgedeckte“ Möglichkeit des „geschlechtergerechten Sprachgebrauchs“ auf. 2021 lehnte der Rat für deutsche Rechtschreibung die Aufnahme des Gendersterns ins offizielle Regelwerk ab. Die Gesellschaft für deutsche Sprache lehnte die Anerkennung das Sternchen sowie andere Genderzeichen oder Gender-Pausen vollständig ab.

„Die orthografische und grammatische Richtigkeit und Einheitlichkeit, die (Vor-)Lesbarkeit und die Verständlichkeit eines Textes stehen jedoch an erster Stelle und müssen auch in einer diskriminierungsfreien Sprache gewährleistet sein. Die GfdS rät daher ausdrücklich davon ab, das Gendersternchen und ähnlich problematische Formen zu verwenden.“

Im Jahr 2020 führte das Leibniz-Institut für Deutsche Sprache eine Analyse des Kern-Textkorpus des Rats für deutsche Rechtschreibung durch, um die Häufigkeiten der Varianten geschlechtergerechter Schreibung für den Ausdruck Bürger im Zeitraum von 1995 bis 2019 zu ermitteln – etwa 2 Mio. Treffern für die generische Maskulinform standen insgesamt nur 15.500 Treffer für „mehrere Geschlechter kennzeichnende Schreibungen“ gegenüber (weniger als 0,01 %, Häufigkeitsklasse 16, Frequenzklasse II), durchgehend angeführt vom Binnen-I. Im März 2021 erklärte der Rat für deutsche Rechtschreibung (RdR) – eingesetzt von sieben deutschsprachigen Ländern –, keine Empfehlung auszusprechen zur Aufnahme von Schreibweisen mit Sonderzeichen in das amtliche Regelwerk der deutschen Sprache. Im Mai empfahl das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration in der 3. Auflage seiner Broschüre Freundlich, korrekt und klar – Bürgernahe Sprache in der Verwaltung:

„Verwenden Sie bitte keine Schrägstriche, Klammern, großes ‚Binnen-I‘ oder Sternchen. Formulierungen in Vorschriften und sonstigen Schriftstücken müssen so abgefasst sein, dass sie z. B. bei mündlichen Verhandlungen oder Beratungen zitierfähig sind und vorgelesen werden können.“

Im März 2021 erklärte der „Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband“ (DBSV) in seinen aktualisierten Richtlinien: „Gendern durch Sonderzeichen und Typografie […] ist nicht zu empfehlen.“ Im Juni 2021 haben acht der größten deutschsprachigen Nachrichtenagenturen (dpa, epd, KNA, Reuters, APA, AFP, SDA, SID) entschieden, keine Genderzeichen zu nutzen. Anfang September 2021 erließ Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien (CDU) ein Verbot der Nutzung von Genderzeichen an den Schulen; genau wie Binnen-I und Schrägstrich ohne Ergänzungsstrich seien sie als Rechtschreibfehler anzusehen. Empfohlen werden weiterhin Beidnennung und geschlechtsneutrale Formulierungen.

Die Hamburger CDU gab im Mai 2021 bekannt, den Behörden Gender-Sprache verbieten lassen zu wollen. An sächsischen Schulen sollen künftig keine Sonderzeichen für eine geschlechterneutrale Sprache mehr verwendet werden. Ein entsprechendes Schreiben an die Schulleiter sei vor Beginn des neuen Schuljahres verschickt worden, erklärte eine Sprecherin des Kultusministeriums auf Anfrage im August 2021.[2]

Der Gender-Wahn macht sogar vor dem Alphabet nicht halt – und wird jetzt auch von einer ProfessorIN kritisiert! Dass Schüler, Firmen und Ämter künftig politisch korrekt buchstabieren sollen, hält Soziologie-Professorin Ulrike Ackermann für eine absurde „Sprachreinigung“: „Die Menschen sollen umerzogen werden.“ Hintergrund: Bisher wird das ABC beim Diktieren durch Namen (Anton, Berta, Cäsar, Dora) veranschaulicht. Weil dabei 16 männliche, aber nur 6 weibliche Vornamen verwendet werden, soll für die seit 1890 gebräuchliche „Buchstabiertafel“ eine neue Regelung her. Begründung des mit Steuergeldern geförderten Instituts für Normung (DIN): „Das entspricht nicht der heutigen Lebensrealität.“ Da es jedoch unmöglich sei, „alle relevanten ethnischen und religiösen Gruppen geschlechtergerecht ausgewogen“ darzustellen, sollen ab Mitte 2022 Städtenamen (Augsburg, Berlin, Cottbus, Düsseldorf) verwendet werden.[3]

Verein Deutsche Sprache

Aus Sorge um die zunehmend durch Geschlechtergleichschaltung bestimmte Sprache haben sich im Frühjahr 2019 in einem Appell des „Vereins Deutsche Sprache“ mit Monika Maron, Wolf Schneider, Walter Krämer und Josef Kraus prominente Personen an die Öffentlichkeit gewandt. Die im Weltnetz veröffentlichte Petition unter der Überschrift „Schluß mit dem Gender-Unfug“ richtet sich gegen die Zerstörung der deutschen Sprache. Etwa 200 Professorenstellen beschleunigen die „Genderisierung der Sprache“ mit Steuergeldern. An diesen Lehrstühlen werden auch Theorien zur Bildung und Sexualerziehung entworfen.

„Aus Sorge um die zunehmenden, durch das Bestreben nach mehr Geschlechtergerechtigkeit motivierten zerstörerischen Eingriffe in die deutsche Sprache wenden sich Monika Maron, Wolf Schneider, Walter Krämer und Josef Kraus mit diesem Aufruf an die Öffentlichkeit: Die sogenannte gendergerechte Sprache beruht erstens auf einem Generalirrtum, erzeugt zweitens eine Fülle lächerlicher Sprachgebilde und ist drittens konsequent gar nicht durchzuhalten. Und viertens ist sie auch kein Beitrag zur Besserstellung der Frau in der Gesellschaft. Der Generalirrtum: Zwischen dem natürlichen und dem grammatischen Geschlecht bestehe ein fester Zusammenhang. Er besteht absolut nicht. Der Löwe, die Giraffe, das Pferd. Und keinen stört es, dass alles Weibliche sich seit 1000 Jahren von dem Wort ‚das Weib‘ ableitet. Die lächerlichen Sprachgebilde: Die Radfahrenden, die Fahrzeugführenden sind schon in die Straßenverkehrsordnung vorgedrungen, die Studierenden haben die Universitäten erobert, die Arbeitnehmenden viele Betriebe. Der Große Duden treibt die Gendergerechtigkeit inzwischen so weit, dass er Luftpiratinnen als eigenes Stichwort verzeichnet und Idiotinnen auch. Und dazu kommt in jüngster Zeit als weitere Verrenkung noch der seltsame Gender-Stern. Nicht durchzuhalten: Wie kommt der Bürgermeister dazu, sich bei den Wählerinnen und Wählern zu bedanken – ohne einzusehen, dass er sich natürlich ‚Bürgerinnen- und Bürger­meister‘ nennen müsste? Wie lange können wir noch auf ein Einwohnerinnen- und Einwohnermeldeamt verzichten? Wie ertragen wir es, in der Fernsehwerbung täglich dutzendfach zu hören, wir sollten uns über Risiken und Nebenwirkungen bei unserm Arzt oder Apotheker informieren? Warum fehlt im Duden das Stichwort ‚Christinnentum‘ – da er doch die Christin vom Christen unterscheidet? Und dann tragen solche Verzerrungen der Sprache nicht einmal dazu bei, den Frauen zu mehr Rechten zu verhelfen. Auch im Grund­gesetz gibt es dafür kein Indiz: In 13 Artikeln spricht es 20mal vom Bundeskanzler, zusätzlich auch vom ‚Gewählten‘ und vom ‚Vorgeschlagenen‘. Den mehrfachen Aufstieg von Angela Merkel zur Bundeskanzlerin hat dies nicht behindert, und eine mögliche neue Bundeskanzlerin fühlt sich inmitten dieses Missstands offensichtlich ziemlich wohl. Also appellieren wir an Politiker, Behörden, Firmen, Gewerkschaften, Betriebsräte und Journalisten: Setzt die deutsche Sprache gegen diesen Gender-Unfug wieder durch!“[4]

Erstunterzeichner

Schnell hatten mehr als 50.000 Sprachschützer die Petition unterschrieben. Die 100 Erstunterzeichner sind:

  • Dr. Prinz Asfa-Wossen Asserate, Bestsellerautor und politischer Analyst
  • Prof. Dr. Günter Bamberg, Statistiker
  • Susanne Baumstark, Redakteurin und Sozialpädagogin
  • Dr. Max Behland, Journalist und Publizist
  • Dr. Katrin Bibiella, Kirchenmusikerin und Literaturwissenschaftlerin
  • Birgit Cirullies, Leitende Oberstaatsanwältin a. D.
  • Dr. Dr. h. c. Karl Corino, Journalist und Publizist
  • Friedrich Denk, Schriftsteller und Rechtschreibrebell
  • Kai Diekmann, Journalist und Publizist
  • Dr. Herrmann Dieter, Toxikologe
  • Prof. Dr. Heinrich J. Dingeldein, Germanist
  • Prof. Dr. Rainer Dollase, Psychologe
  • Prof. Dr. Roland Duhamel, Literaturwissenschaftler
  • Günter Ederer, Journalist
  • Lucie Eschricht, stv. Vorsitzende der VDS-AG Gendersprache
  • Prof. Dr. Ingeborg Fialová, Germanistin
  • Dr. Kurt Gawlitta, Schriftsteller
  • Prof. Dr. Carl Friedrich Gethmann, Philosoph
  • Prof. Dr. Dr. h. c. Helmut Glück, Germanist
  • Minister a. D. Dr. Thomas Goppel,
  • Prof. Dr. Andrea Gubitz, Wirtschaftswissenschaftlerin
  • Peter Hahne, TV-Moderator und Bestseller-Autor.
  • Prof. Dr. Holger Haldenwang, Wirtschaftswissenschaftler
  • Dieter Hallervorden, Kabarettist
  • Prof. Dr. Ullrich Heilemann, Wirtschaftswissenschaftler
  • Annette Heinisch, Rechtsanwältin und Publizistin
  • Dr. Horst Hensel, Schriftsteller
  • Prof. Dr. Thomas Hering, Wirtschaftswissenschaftler
  • Judith Hermann, Schriftstellerin
  • Minister a. D. Walter Hirche
  • Landesrat Südtirol a. D. Dr. Bruno Hosp
  • Prof. Dr. Thomas Jost, Wirtschaftswissenschaftler
  • Dr. Hans Kaufmann, Autor
  • Werner Kieser, Unternehmer
  • Wulf Kirsten, Lyriker
  • Prof. Dr. Hans Peter Klein, Biologe
  • Angelika Klüssendorf, Schriftstellerin
  • Ferdinand Knauß, Journalist und Historiker
  • Prof. Dr. Jan Körnert, Wirtschaftswissenschaftler
  • Prof. Dr. Walter Krämer, Vorsitzender des Vereins Deutsche Sprache
  • Josef Kraus, langjähriger Präsident des Deutschen Lehrerverbandes
  • Prof. Dr. Malte Krüger, Ökonom
  • Dr. Tomas Kubelik, Autor und Pädagoge
  • Günter Kunert, Lyriker
  • Reiner Kunze, Lyriker
  • Dr. Klaus Leciejewski, Schriftsteller und Unternehmensberater
  • Dr. Theo Lehmann, Evangelist und Buchautor
  • Irina Liebmann, Schriftstellerin
  • Dr. Hans-Georg Maaßen, ehem. Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz
  • Monika Maron, Schriftstellerin
  • Prof. Dr. Xenia Matschke, Wirtschaftswissenschaftlerin
  • Helmut Matthies, Theologe und Journalist
  • Dr. Rolf Massin, DAAD-Lektor
  • Dr. Christoph Morgner, Theologe
  • Katja Lange-Müller, Schriftstellerin
  • Sibylle Lewitscharoff, Schriftstellerin
  • Prof. Dr. Helmut Lütkepohl, Ökonometriker
  • Sabine Mertens, Unternehmerin
  • Kammersängerin Prof. Edda Moser
  • Prof. Dr. Horst Haider Munske, Germanist
  • Dieter Nuhr, Kabarettist
  • Prof. Dr. Dr. h. c. Reinhard Olt, Sprachwissenschaftler und Publizist
  • Prof. Dr. Ali Osman Öztürk, Germanist
  • Prof. Dr. Werner Patzelt, Politologe
  • Prof. Dr. Heinz-Dieter Pohl, Sprachwissenschaftler
  • Dr. Philip Plickert, Journalist
  • Dr. Franz Rader, Gesandter i. R.
  • Dr. Karsten Rinas, Deutsch-Dozent
  • Prof. Dr. Armin Rohde, Ökonom
  • Prof. Dr. Roland Rollberg, Betriebswirt
  • Rosemarie Saalfeld, Übersetzerin
  • Rüdiger Safranski, Bestsellerautor und Publizist
  • Prof. Dr. Hartmut Schmidt, Betriebswirt
  • Prof. Dr. Günther Schmitz, Germanist
  • Lilo Schneider, Übersetzerin
  • Peter Schneider, Schriftsteller
  • Wolf Schneider, Träger des Medienpreises für Sprachkultur und Deutschlands bekanntester Journalistenausbilder
  • Eberhard Schöck, Unternehmer und Stifter des Kulturpreises Deutsche Sprache
  • Sabine Schöck, Lyrikerin
  • Katharina Schüller, Unternehmerin
  • Prof. Torsten Schulz, Autor und Dramaturg
  • Anabel Schunke, Journalistin und Model
  • Prof. Dr. Franz Seitz, Wirtschaftswissenschaftler
  • Prof. Dr. Harald Seubert, Philosoph und Theologe
  • Prof. Dr. Philipp Sibbertsen, Statistiker
  • Bastian Sick, Bestsellerautor
  • Prof. Dr. Dr. h. c. Hans-Joachim Solms, Germanist
  • Dr. Oswald Soukop, Botschafter a. D.
  • Prof. Dr. Peter Spahn, Volkswirt
  • Dr. Gerhard Stadelmaier, ehemaliger Theaterkritiker der FAZ
  • Dr. Franz Stark, Sprachwissenschaftler und Journalist
  • Prof. Dr. Renate Stauf, Germanistin
  • Bertha Stein, Psychologin und Publizistin
  • Dr. Cora Stephan, Schriftstellerin und Publizistin
  • Regine Stephan, Deutschlehrerin
  • Prof. Dr. Dr. h. c. Gerhard Stickel, ehem. Direktor des Instituts für Deutsche Sprache
  • Rolf Stolz, Schriftsteller
  • Prof. Dr. Volker Michael Strocka, Archäologe
  • Dr. Ernst-Jörg von Studnitz, Botschafter a. D.
  • Prof. Dr. Michael Stürmer, Historiker und Journalist
  • Arno Surminski, Schriftsteller
  • Roland Tichy, Chefredakteur
  • Jörg Swoboda, Liedermacher
  • Dr. Karl-Heinz Tödter, Bundesbankdirektor a. D.
  • Prof. Dr. Gert Ueding, Sprach- und Literaturwissenschaftler
  • Dr. Christean Wagner, Staatsminister a. D.
  • Prof. Dr. Bernd Wolfrum, Wirtschaftswissenschaftler
  • Gerhard Ziebarth , Bundesbankdirektor a. D.
  • Dr. Dr. Rainer Zitelmann, Historiker und Soziologe

Bibel in gerechter Sprache

Die „Bibel in gerechter Sprache“ begann als Projekt feministischer Theologen, um „Frauen diskriminierenden Formulierungen“ auszumerzen. Das Bibel­ver­fälschungs­projekt, in der u. a. abgewechselt wird etwa zwischen „die Ewige“, „der Ewige“ oder „die Heilige“, „der Heilige“, aber auch „Gott“ statt „Herr“, hebräisch „Adonaj“ genannt wird, wurde von Margot Käßmann, ab 1999 Landesbischöfin in Hannover, intensiv gefördert, und erschien auf der Frankfurter Buchmesse 2006.

Ein Traum für alle Atheisten: Die „Bibel in gerechter Sprache“ zieht die „Heilige Schrift“ ins bodenlose lächerliche.

Die Gefolgschaft Jesu wird mit „Jüngerinnen und Jünger Jesu“ übersetzt, was jedoch von den Machern bzw. „Gutmenschen“ nicht als humoristische Satire gemeint ist. Gendersprech ist in den Verfassungen der einzelnen Kirchen festgeschrieben, auch bei den Katholiken. Dies führt zunehmend zu Kirchenaustritten,[5] darunter der VDS-Vorsitzende Prof. Dr. Walter Krämer im Jahre 2021.[6]

Ein Beispiel aus der Elberfelder Übersetzung und Lutherbibel wird zur Veranschaulichung dem Text der Gender-Bibel entgegengestellt:

Im Anfang war das Wort,
und das Wort war bei Gott,
und das Wort war Gott.
Niemand hat Gott jemals gesehen;
der eingeborene Sohn,
der in des Vaters Schoß ist,
der hat ihn kundgemacht.
Am Anfang war die Weisheit
und die Weisheit war bei Gott
und die Weisheit war wie Gott.
Niemand hat Gott jemals gesehen.
Der Einziggeborene,
der im Mutterschoß des Vaters ist,
jener ist uns vorangegangen.

Zitate

  • „Es tut einem lutherischen Journalisten in der Seele weh, nicht wegen seines Auferstehungsglaubens, sondern wegen der sektiererischen Sonderbibel aus dem Geist eines fundamentalistischen Feminismus von seinen skeptischen Kollegen verlacht zu werden. Protestanten haben sich wieder mal populistisch ins selbst gewählte Abseits geschossen.“ — ZDF-Moderator Peter Hahne zur „Bibel in gerechter Sprache
  • „Damit hier keine Missverständnisse entstehen: Die Gleichberechtigung der Geschlechter ist ein höchst erstrebenswertes und immer noch nicht ganz erreichtes Ziel. Aber der aktuelle – man muss schon sagen: Sprachterror –, mit dem eine verbohrte Ideologenclique ganze Stadtverwaltungen und Universitäten überzieht, ist der falsche Weg dahin.“ — Walter Krämer,[7] VDS-Vorsitzender, 2020[8]
  • „Gendern wird oft völlig gedankenlos oder hysterisch übertrieben gebraucht. Das haben selbstbewusste Frauen, sagen selbstbewusste Frauen, nicht nötig. Kürzlich wurde entdeckt, dass die ersten Künstler auf dieser Erde nicht unsere Vorfahren aus der Familie des Homo sapiens waren. Forscher des Leipziger Max-Planck-Instituts haben bei Höhlenmalereien in Spanien mittels einer Uran-Thorium-Datierung herausgefunden, dass die Werke über 64 000 Jahre alt seien. Unsere Spezies, der Homo sapiens, ist jedoch erst etwa zwanzig Jahrtausende später nach Europa eingewandert. Also waren die rotkrakeligen Frühkünstler noch Neandertaler. Denen hatte man so was bisher nicht zugetraut. Mehr umgehauen als die prähistorische Kunstgeschichte an sich hat mich allerdings ein Radiobericht, bei dem ein Experte dauernd von den ‚Neandertalern und Neandertalerinnen‘ sprach. Das war kein Witz. Das war öffentlich-rechtlicher Rundfunk.“ — Peter von Becker[9]
  • „Jahrhundertelang war klar: Ein Mieter ist ein Mensch, der etwas gemietet hat. Ob dieser Mensch männlich, weiblich oder divers ist, spielte sprachlich keine Rolle. Der Duden macht damit jetzt Schluss. Wer auf Duden.de ‚Mieter‘ eingibt, sieht als Wortbedeutung: »männliche Person, die etwas gemietet hat«. Expertinnen warnen vor diesem sprachpolitischen Umsturz. […] Der Duden hat sich an die Spitze dieser Bewegung für mehr Gendersprache gesetzt. […] Mit seinem Vorgehen könnte sich der Duden-Verlag einen Bärendienst erweisen, meint die Geschäftsführerin des Rats für deutsche Rechtschreibung, Sabine Krome. Sie bezweifele, dass ‚abenteuerliche Kreationen‘ wie ‚Gästin‘ oder Neubildungen wie ‚Bösewichtin‘, die jetzt im Online-Duden zu finden seien, eine relevante Rolle spielten.“[10]
  • „Ich finde, die deutsche Sprache verkümmert mit diesen Gendersternchen und was es da alles gibt. […] Eine englischsprachige Sängerin würde sich nie diskriminiert fühlen, weil man sagt, ‚she's a singer‘. Nur in Deutschland kommen wir auf so verrückte Ideen, dass sprachliche Ausdrücke, die über Jahrzehnte hinweg unproblematisch waren, nun plötzlich diskriminierend sein sollen.“Heinz Rudolf Kunze[11]
  • „Wie kommt eine politisch motivierte Minderheit dazu, einer Mehrheit vorschreiben zu wollen, wie wir uns in Zukunft auszudrücken haben? Die deutsche Sprache als Kulturgut gehört uns allen. Keiner hat ein Recht, darin herumzupfuschen. Sprache entwickelt sich von allein, aber nicht auf Druck von oben. Gendern ist – wie ein weiser alter Mann wie Joachim Gauck sagte – ‚betreutes Sprechen‘. Ich und viele mit mir brauchen keine Erziehung zu Sensibilität.“Dieter Hallervorden, 2021

Literatur

Fußnoten