Angelroth, Herbert

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Oberleutnant Egmont Prinz zur Lippe-Weißenfeld (links), Oberst Herbert Armin Angelroth und Oberleutnant Gerhard Krems

Herbert Georg Armin Paul Angelroth (Lebensrune.png 23. Juli 1891 in Eisleben, Königreich Preußen; Todesrune.png 1943) war ein deutscher Unteroffizier der Preußischen Armee, Offizier des Deutschen Heeres, der Freikorps, der Vorläufigen Reichswehr und der Wehrmacht, zuletzt Oberst der Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg.

Werdegang

Leutnant Herbert Georg Armin Paul Angelroth.jpg

In Friedenszeit tat der Landwirt Angelroth seit dem 1. April 1913 Dienst als Einjährig-Freiwilliger beim Füsilier-Regiment „General-Feldmarschall Graf Blumenthal“ (Magdeburgisches) Nr. 36 (8. Division (Deutsches Kaiserreich)|8. Division) in Halle an der Saale. Am 31. März 1914 wurde dem inzwischen zum Unteroffizier beförderten Angelroth von seinem Regimentskommandeur Oberst von Oertzen schriftlich attestiert, daß er, nach Empfehlung vom Kompaniechef und Bataillonskommandeur, aufgrund seiner Befähigung als Reserve-Offizier geeignet wäre. Im selben Jahr wurde er als „Offizierstellvertreter“ eingesetzt.

Erster Weltkrieg

Angelroth beim Stahlhelmbund mit DLV-Fliegerschaftsabzeichen, 1934
Diensteintritts-Abzeichen des „Stahlhelm“, Bund der Frontsoldaten für Herbert Angelroth.jpg

Bei Kriegsbeginn wurde er mobilisiert beim Infanterie-Regiment „Fürst Leopold von Anhalt-Dessau“ (1. Magdeburgisches) Nr. 26, er kam in die 12. Lehrkompanie. Am 27. Januar 1915 wurde er vom Kaiser Wilhelm II. zum Leutnant der Reserve befördert.

Nach zahlreichen Front- und Stellungskämpfen sowie mehrere Lazarettaufenthalte wurde Angelroth, der sich freiwillig zur Fliegertruppe gemeldet hatte, am 9. Dezember 1917 vom Chefarzt im Reservelazarett VII für flugtauglich befunden und kam nach Hannover zur Flieger-Kompanie in der Flieger-Ersatz-Abteilung 5 (FEA 5).

Als Beobachter-Anwärter und anschließend Beobachter-Vorschüler erhielt er nun alle Schulungen, besuchte zuletzt die Fliegerschießschule Asch und erhielt am 1. Juli 1918 seinen „Vorläufigen Ausweis als Flieger-Beobachter“. Seit dem 23. Juni 1918 war er im Einsatz in der Flieger-Abteilung A 258 bei der 4. Armee.

Freikorps

Stahlhelm-Führer Herbert Angelroth, 1933; mit Neffe Hans-Detlev Becker in der Uniform des „Scharnhorst- Bund der Jungmannen" und dessen Freund in der Uniform des Deutschen Jungvolks in der HJ.

Nach dem Krieg diente Angelroth ab de, 1. Januar 1919 als Fliegerstaffelführer der Artillerie-Fliegerstaffel 108 bei der Fliegerabteilung Ost (Generalkommando des Garde-Korps in Berlin), die als Kampfgeschwader „Sachsenberg“ unter Gotthard Sachsenberg beim Grenzschutz Ost im Baltikum bekannt wurde.

Hier flogen deutsche See- und Jagdflieger gegen die Luftstreitkräfte der Bolschewisten. Nach kürzester Zeit hatten die Deutschen die Lufthoheit und unterstützen den Bodenkampf der Infanterie der Freikorps. Als die Reichswehrunterstützung Ende 1919 ausfiel, wurde das Geschwader in die Heimat verlegt und teilweise in die Vorläufige Reichswehr übernommen.

Reichswehr

Angelroth wurde am 12. September 1919 Ordonnanz-Offizier bei der Reichswehr-Brigade 34 (1. Garde-Reserve-Division) und schied durch das Auflösungskommando der Baltikumtruppen am 29. Februar 1920 aus dem Militärverhältnis aus.

Am 26. Mai 1920 wurde ihm den Charakter als Oberleutnant der Reserve vom kommissarischen Reichswehrminister Dr. Geßler verliehen, und am 13. Juli 1920 erhielt er die Erlaubnis zum Tragen der Uniform der Reserve-Offiziere des Infanterie-Regimentes „Fürst Leopold von Anhalt-Dessau“ (1. Magdeburgisches) Nr. 26.

Zivilbereich

Im August 1923 wurde Oberleutnant d. R. a. D. Zivilflieger bei Junkers Motorenbau GmbH und 1924 kaufmännischer Leiter der Junkers-Luftbild-Zentrale in Dessau, die 1925, nach der Übernahme durch die Luft Hansa, in Hansa-Luftbild G.m.b.H. umbenannt wurde und das Hauptquartier nach Bonn verlegte. Im September 1932 verließ Angelroth die Firma und wurde Geschäftsführer von Bild-Flug G.m.b.H. auf dem Flughafen Mockau in Leipzig. Hier zeicnete er auch verantwortlich für die Sammelbildbände Im Flugzeug durch die Deutsche Heimat, z. B. Serie 1: „Deutsche Burgen und Schlösser“ und Serie 3: „Bevorzugte Badeorte“. Er schrieb jeweils die Einleitung zum Heft.

Stahlhelm

Ab dem 10. April 1923 war Angelroth Mitglied beim Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten, zuletzt (bis Anfang 1934) als Führer.

Wehrmacht

1934 trat er als Hauptmann der Luftwaffe bei und war 1937 Major und Ehren-Staffelführer.

Zweiter Weltkrieg

Zuletzt diente Oberst Angelroth vom 1. April 1942 bis 13. August 1943 als Kommandeur des Flughafen-Bereichs-Kommandos 12/XI.[1]

Tod

1943 starb Oberst Herbert Georg Armin Paul Angelroth bei einem Dienstunfall. Der Fahrer des Dienstwagens, eines Horch-Cabriolets, wich bei Verdunkelung einem unbeleuchteten Lkw aus und erfasste dabei mit dem rechten Heck des Wagens die hintere linke Ecke des Lkw, so daß der Schädel Oberst Angelroths zertrümmert wurde. Er hinterließ Gattin Anneliese (geb. Casselmann; der geschiedene Frontoffizier des Ersten Weltkriegs hatte die Gutsbesitzertochter aus Gifhorn bei einem Flugtag in Braunschweig kennengelernt) und Sohn. Oberst Angelroth wurde im Spätsommer in Braunschweig mit militärischen Ehren beigesetzt.

Auszeichnungen (Auszug)

Beisetzung von Oberst Herbert Georg Armin Paul Angelroth in Braunschweig, 1943.jpg

Verweis

Fußnoten

  1. Das Flughafen-Bereichskommando Langenhagen wurde am 1. Juli 1939 in Langenhagen aufgestellt. Es unterstand dem Luftgau-Kommando XI. Am 30. März 1941 wurde das Kommando in Flughafen-Bereichskommando 12/XI umbenannt. Am 14. März 1942 wurde es in Flughafen-Bereichskommando 12/XI und Flughafen-Bereichskommando 16/XI geteilt. Im Februar 1944 verlegte das Kommando nach Mellendorf bei Hannover.