Keitel, Karl-Heinz

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Der 1,90 m große SS-Sturmbannführer Karl-Heinz Keitel mit dem ungarischen Kriegsminister Karoly Beregfy

Karl-Heinrich „Heinz“ Armand Werner Gustav Keitel (Lebensrune.png 2. Januar 1914 in Wolfenbüttel, Provinz Hannover; Todesrune.png 2. Dezember 1968 in Köln-Altstadt) war ein deutscher Offizier der Wehrmacht und der Waffen-SS, zuletzt SS-Obersturmbannführer (Beförderung nicht mehr dokumentiert) und Regimentskommandeur in der 37. SS-Freiwilligen-Kavallerie-Division „Lützow“. Seit März/April 1945 bei den Kämpfen der 6. SS-Panzer-Armee um Wiener Neustadt gilt der älteste Sohn des Generalfeldmarschalls Wilhelm Keitel als vermißt, er hat jedoch den Krieg und die Kriegsgefangenschaft überlebt.

Werdegang

Budapest, Dezember 1944

Karl-Heinz Keitel, Sohn von Wilhelm Keitel und der Anne Wilhelmine Auguste Luise „Lisa“, geb. Fontaine, machte 1933 Abitur und trat am 1. Oktober 1934 der Reiterei der Reichswehr als Offiziersanwärter bei.

Rittmeister Karl-Heinz Keitel (rechts) mit Sohn Hans-Christof im Sommer 1942; links der stolze Großvater Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel

Zweiter Weltkrieg

Während des Zweiten Weltkrieges diente er an verschiedenen Fronten, kam im Juni 1943 als Bataillonskommandeur zur Kavallerie-Schule in Potsdam-Krampnitz, später wurde er Abteilungskommandeur im Kavallerie-Regiment Nord. Am 1. Juli 1942 wurde Keitel zum Rittmeister befördert.

Am 5. August 1944 kam er als SS-Hauptsturmführer (mit RDA vom 1. Juli 1942) zur Waffen-SS und wurde der 22. SS-Freiwilligen-Kavallerie-Division „Maria Theresia“ zugeteilt, schon am 6. August erfolgte die Beförderung zum SS-Sturmbannführer. Am 20. Oktober 1944, kurz nach dem Unternehmen „Panzerfaust“, kommandierte er das SS-Freiwilligen-Kavallerie-Regiment 17 im Raum Budapest. Im November 1944 vereinte sich Keitels Division mit der 8. SS-Kavallerie-Division „Florian Geyer“ und wurde der Festung Budapest zugeteilt.

Am 12. Dezember wurde er als Kommandeur des SS-Freiwilligen-Kavallerie-Regimentes 52 während der Schlacht um Budapest verwundet, seine Männer und er wehrten einen heftigen Einfall in die Hauptstadt ab. Seine Verlegung in ein Lazarett war dennoch ein Glücksfall, da er somit der Einkesselung und Vernichtung der Stadt durch die Rote Armee entging.

Im März 1945 bekam Keitel als SS-Sturmbannführer das Kommando über das SS-Freiwilligen-Kavallerie-Regiment 92 (zwei Abteilungen/Bataillonen mit zusammen acht Schwadronen) der 37. SS-Freiwilligen-Kavallerie-Division (Divisionskommandeur: SS-Standartenführer Waldemar Fegelein) und führte die letzten 2.000 Mann in schwere Abwehrkämpfe um Wiener Neustadt.[1]

Tod

Notizen von David Irving nach seinem Besuch bei Karl-Heinz Keitel in Rösrath.

Todesdatum

Seit April 1945 galt SS-Obersturmbannführer Keitel als vermißt, ein genaues Todesdatum war lange Zeit nicht zu ermitteln. David Irving schrieb später dazu, daß er am 26. Januar 1967, während er die Memoiren Wilhelm Keitels im Auftrag eines Verlages übersetzte, Karl-Heinz Keitel kennengelernt hat, der zu diesem Zeitpunkt mit seiner Familie außerhalb von Köln wohnte und Irving mit zahlreichen Originaldokumenten und Briefen aus der Haftzeit des Generalfeldmarschalls versorgt haben soll. Danach, so Irving, hat ihn Keitel gefragt, ob er seinen Freund Otto Günsche kennenlernen wolle, dieser würde nur ein paar Häuser weiter wohnen. Sie sollen dann gemeinsam Günsche besucht haben, Irving nahm dabei die Gespräche auf Tonband auf. Günsche soll dann später Irving den noch lebenden Angehörigen des Führer-Begleit-Kommandos und des Inneren Kreises Hitlers vorgestellt haben. Auch in den späteren Schriften Irvings ist kein Todesdatum des vermeintlichen Gesprächspartners Karl-Heinz Keitel zu finden.

Karl-Heinz Keitel hat die Kriegswirren allerdings überlebt, kehrte aus der Kriegsgefangenschaft zur Familie zurück und verkaufte 1962 den Nachlaß seines Vaters an das Bundesarchiv in Freiburg im Breisgau:

„Der Nachlaß Wilhelm Keitel wurde im Februar 1962 durch das Bundesarchiv vom Sohn des Generalfeldmarschalls, Herrn Karl-Heinz Keitel, käuflich erworben. Weiteren Zuwachs erfuhr der Bestand im Jahre 1977 durch die Abgabe von Unterlagen des Instituts für Zeitgeschichte. Bei diesen in Bayern nach Kriegsende aufgefundenen Unterlagen handelt es sich um einen Schriftwechsel Keitels mit dem Chef der Reichskanzlei, Dr. Lammers, und mit Reichsminister Rust über den Erwerb von Waldungen aus dem Staatlichen Kulturfonds, Hannover, aus den Jahren 1942–44 sowie um Depotauszüge des Bankhauses J. Maier und Comp., Hannover, aus dem Zeitraum 1939–1944. Weitere Ergänzung erfuhr der Nachlaß im Februar 1983 durch die Abgabe von Unterlagen aus Keitels Inhaftierung sowie Stellungnahmen Keitels zu verschiedenen Ereignissen und Handlungen für seinen Verteidiger Dr. Nelte durch den Sohn Wilhelm Keitels, Ernst-Wilhelm Keitel.“[2]

Im Dezember 1968 wurde Keitel in Rösrath südöstlich von Köln im Rheinisch-Bergischen Kreis geführt.

Sterbebestätigung

Keitel ist am 2. Dezember 1968 im St. Marien-Hospital in Köln-Altstadt verstorben.

Familie

Am 20. Oktober 1938 heiratete Karl-Heinz Keitel die Tochter des Generalfeldmarschalls Werner von Blomberg Dorothee von Blomberg (Lebensrune.png 27. Juni 1917 in Hannover; Mitglied der NS-Frauenschaft und NS-Volkswohlfahrt). Aus der glücklichen Ehe gingen vier Kinder hervor:

  • Hans-Christof, Lebensrune.png 23. Juli 1939
  • Sybilla, Lebensrune.png 17. Dezember 1940
  • Jutta, Lebensrune.png 14. Mai 1942
  • Stephanie, Lebensrune.png 26. Dezember 1943

Auszeichnungen (Auszug)

Fußnoten

  1. Losgelöst von der die Aufstellung fortsetzenden Division erhielt der Divisionsstab im März/April 1945 einen Sonderauftrag: Mit unterstellten deutschen und ungarischen Verbänden bildete er eine Kampfgruppe, die im Raum nördlich von Wien die Frontlücke zwischen der 6. SS-Panzerarmee und der 8. Armee schließen sollte. Machtlos gegen die Massen der Roten Armee mußten sich die wenigen Überlebenden der Kampfgruppe „Keitel“ zurückziehen. Im April 1945 wurde die Kampfgruppe aufgelöst.
  2. Nachlaß Wilhelm Keitel