Kodré, Heinrich

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Heinrich Kodré.jpg

Heinrich Kodré (Lebensrune.png 8. August 1899 in Wien; Todesrune.png 22. Mai 1977 in Linz) war ein deutscher Kadett der Theresianischen Militärakademie, Angehöriger der deutschen Freikorps, der Vorläufigen Reichswehr (im Sommer 1920 als Fahnenjunker-Vicefeldwebel verabschiedet), Reichswissenschaftler (Jus-Studium in Graz), Jäger-Offizier des Bundesheeres, Mitglied der NSDAP (seit 1935), Generalstabsoffizier (zuletzt Oberst i. G.) und Ritterkreuzträger der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg sowie konservativer Putschist gegen die nationalsozialistische Regierung Deutschlands.

Werdegang

Zweiter Weltkrieg

Nach der Eroberung des Forts „Hellas“ der Metaxas-Linie während des Balkanfeldzuges am 7. April 1941 wurde Kodré mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet, das er als Kompaniechef in einem Infanterieregiment erhielt. Nach weiterem Fronteinsatz wurde er am 12. Juli 1941 in Bessarabien verwundet, nach Genesung war er ab dem 15. März 1942 Erster Generalstabsoffizier (Ia) der 305. Infanterie-Division des LI. Armeekorps. Der Dritte Generalstabsoffizier dieses Korps (Ic) war zu diesem Zeitpunkt sein Freund Robert Bernardis. Der Auftrag: Vormarsch von Charkow bis Stalingrad. Beim Kampf um die Stalingrader Geschützfabrik „Rote Barrikaden“ wurde Kodré erneut schwer verwundet; da Ritterkreuzträger nicht in Feindeshand fallen sollten, wurde er am 21. November 1942 aus Stalingrad ausgeflogen.

Nach der Genesung von der zweiten Verwundung wurde Kodré am 17. Jänner 1943 zum Stellvertretenden Generalkommando des XVII. Armeekorps nach Wien versetzt. Am 26. Februar 1943 wurde er Chef des Stabes im Wiener Wehrkreis XVII. Am 20. April 1943 erhielt er die Beförderung zum Oberst im Generalstab. In dieser Eigenschaft löste er – unter massiver Überschreitung seiner Kompetenzen – nach dem Attentat vom 20. Juli 1944 auf den Reichskanzler das Unternehmen „Walküre“ aus, trotz der unbefugten Unterzeichnung des fernschriftlichen Befehls durch den sich bereits in Pension befindenden General Erwin von Witzleben und ohne auf das Eintreffen des Wehrkreis-Kommandeurs General Hans-Karl Freiherr von Esebeck zu warten.

Nach dem Scheitern des Putsches wurde er verhaftet. Vom Ehrenhof der Wehrmacht wurde er von einer Mitwisserschaft aus Mangel an Beweisen freigesprochen, aber im November 1944 vorsorglich in Schutzhaft genommen. Im Januar 1945 wurde er in das Konzentrationslager Mauthausen überstellt und dort als Ehrenhäftling eingestuft, indem er die größtmöglichen Privilegien genoß. Am 6. Mai 1945 übergab er das Lager den eintreffenden Bolschewisten. Daß er weder von den Sowjets noch von den VS-Amerikanern verhaftet wurde, sondern auf freiem Fuß verblieb, gehört zu den schlagendsten Beweisen für seinen Verrat an Deutschland.

Nachkriegszeit

Sein Begehren, nach dem Krieg Offizier des neuen Bundesheeres zu werden, wurde abgelehnt – die Verantwortlichen wollten ihn nicht haben.

Auszeichnungen