Ribbentrop, Rudolf von

Aus Metapedia
Wechseln zu: Navigation, Suche
Rudolf von Ribbentrop

Rudolf Joachim von Ribbentrop (Lebensrune.png 11. Mai 1921 in Wiesbaden; Todesrune.png 20. Mai 2019 in Ratingen) war ein deutscher Offizier der Waffen-SS, zuletzt SS-Hauptsturmführer[1] und Ritterkreuzträger des Zweiten Weltkrieges. In der Nachkriegszeit war er erfolgreicher Unternehmer und Buchautor. Er trat am 24. Oktober 2015 überraschend öffentlich in Moskau auf, als er sein Werk von 2008 vorstellte, welches auf russisch übersetzt wurde.[2]

Leben

Rudolf von Ribbentrop als Schüler in London; zu seinen Schulkameraden gehörten der spätere Diplomat Brian Urquhart und der deutschstämmige spätere Schauspieler Peter Ustinov. Es war angeblich Ustinov, der gegenüber „The Times“ berichtete, daß der Sohn des deutschen Botschafters die „Westminster School“ besuchen würde, weshalb von Ribbentrop aus Sicherheitsgründen entfernt werden mußte.
Rudolf von Ribbentrop und Friedrich Geißhardt

Rudolf von Ribbentrop wurde am 10. Mai 1921 in Wiesbaden als Sohn des späteren deutschen Außenministers Joachim von Ribbentrop und seiner Frau Anna Elisabeth „Annelies“ von Ribbentrop, geb. Henkell geboren. Nach dem Besuch eines Gymnasiums in Berlin und des Westminster Internats in London legte er sein Abitur in der Napola Ilfeld ab und absolviert seine Arbeitsdienstpflicht.

Zweiter Weltkrieg

Rudolf von Ribbentrop (links) und SS-Obersturmbannführer Max Wünsche 1944 in der Nähe von Norrey-en-Bessin, die beiden Verwundeten nehmen nach der Schlacht das Krad, um ins Lazarett zu fahren.

Mit Ausbruch des Zweiten Weltkrieges trat er der SS-Verfügungstruppe bei und nahm als Angehöriger der 11. Kompanie des SS-Regiments „Deutschland“ am Westfeldzug teil. In diesen Kämpfen erwarb er sich das Eiserne Kreuz 2. Klasse und wurde zum SS-Sturmmann befördert.

Nach seiner Kommandierung an die SS-Junkerschule Braunschweig wurde er mit Ende des Lehrgangs zum SS-Untersturmführer befördert.

Mit Beginn der Kampfhandlungen gegen die Sowjetunion war von Ribbentrop Zugführer bei der Aufklärungsabteilung der SS-Kampfgruppe „Nord“ in Finnland. Im September wurde er hier zum zweiten Mal verwundet und wurde nach seiner Genesung im Februar 1942 zum Aufbau der neuaufzustellenden Panzerabteilung der Leibstandarte versetzt.

In der Schlacht um Charkow 1943 eingesetzt, war er zunächst Zugführer in der 6. Kompanie und später Führer der 7. Kompanie. Zum dritten Mal wurde er hier verwundet und mit dem Eisernen Kreuz 1. Klasse ausgezeichnet. Von Ribbentrop hatte, seiner Kompanie vorausfahrend, am 9. Juli 1943 einen gegnerischen Panzerverband entdeckt. Schnell stellte er seine Kampfpanzer auf und griff den Gegner an. Nach dem Abschuß von sechs Feindpanzern zog sich der Gegner zurück und vergab so seine Möglichkeit, der Abteilung in die Flanke zu fallen.

Am 12. Juli 1943 erhielt von Ribbentrop den Befehl, die eigene Infanterie zu unterstützen, falls es zu gegnerischen Angriffen kommen sollte. Diese erfolgten im Raum Prochorowka-Teterewino gegen 8.30 Uhr. Der Gegner griff auf einer Breite von 500 m mit einer Übermacht von 150 Panzern an. Schnell fielen vier eigene Panzer aus, der Rest schoß und traf. Dennoch stießen die Feindpanzer durch die Infanterie und stießen auf die weiter hinten liegende I. Abteilung durch. Als die Panzer der 6. Kompanie auf die Abteilung trafen, gingen sie zusammen zum Gegenangriff über. Der Angriff des Feindes konnte abgeschlagen werden. Von Ribbentrop hatte den eigenen Verbänden durch seinen Einsatz genug Zeit zur Herstellung der Gefechtsbereitschaft verschafft und legte so den Grundstein für diesen Abwehrerfolg. Von Ribbentrop hatte selbst 14 T-34 abgeschossen und erhielt für diesen Erfolg am 15. Juli 1943 als SS-Obersturmführer und Führer der 6. Kompanie des SS-Panzerregiments 1 „LSSAH“ das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes.

Bei den Kämpfen um Kursk übernahm er als SS-Obersturmführer die Führung der 6. Kompanie und wurde nach dem Abbruch der Offensive zum SS-Panzer-Regiment 12 der SS-Panzerdivision „Hitlerjugend“ nach Frankreich versetzt. Von Ribbentrop stellte hier die 3. Kompanie auf und nahm mir ihr an den Kämpfen im Invasionsraum teil. Mit dem Deutschen Kreuz in Gold ausgezeichnet wurde er erneut verwundet, übernahm aber schon bald den Posten des Regiments-Adjutanten.

Kriegsgefangenschaft

Nach dem Ausfall des SS-Sturmbannführers Jürgensen übernahm von Ribbentrop die Führung der I. Abteilung während der Kämpfe in den Ardennen 1944. Auch hier wurde er verwundet, führte aber die Abteilung durch die Kämpfe in Ungarn bis zur Kapitulation am 8. Mai 1945, wo er dann in VS-amerikanische Kriegsgefangenschaft kam.

Nachkriegszeit

Nach dem Krieg und der Kriegsgefangenschaft ging SS-Hauptsturmführer a. D. Ribbentrop gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Adolf Richard Barthold von Ribbentrop als Mitinhaber in den familiären Betrieb der Henkell & Co. Sektkellerei.

Tod

Mutmaßungen

Rudolf von Ribbentrop soll 2015 verstorben und auf Friedhof Wiesbaden-Biebrich beigesetzt worden sein. Nach anderen Quellen war er 2017 noch am Leben, allerdings stammt das letzte bestätigte Lebenszeichen aus dem Oktober 2015.[3] Im Juni 2018 verstarb sein jüngster Bruder Barthold, in der Traueranzeige der Familie wird auch Rudolf von Ribbentrop geführt, so daß bewiesen war, daß er auch Mitte 2018 lebte, wenngleich er sich aus Alters- und Gesundheitsgründen aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hat.

Ableben 2019

SS-Hauptsturmführer a. D. Rudolf von Ribbentrop, der letzte Ritterkreuzträger der Waffen-SS, verstarb in Ratingen (Nordrhein-Westfalen) am 20. Mai 2019 nur neun Tage nach seinem 98. Geburtstag. Die Beisetzung fand im engsten Familienkreis statt.

Ehe

Seit dem 13. August 1960 (in Apelern, Grafschaft Schaumburg) war von Ribbentrop mit Ilse Marie Freiin von Münchhausen (Lebensrune.png 24. April 1914; Todesrune.png 10. Februar 2010) aus Halle (Saale) verheiratet. Ilse, Tochter von Rembert Freiherr von Münchhausen und der Auguste, geb. Gräfin von der Schulenburg, war in erster Ehe seit 1943 mit Peter von Wichelhaus verheiratet, der am 29. Dezember 1946 auf Wolfsgrund, Landkreis Falkenberg, Oberschlesien ermordet wurde. Ilse von Ribbentrop ruht auf dem Friedhof Wiesbaden-Biebrich.

Auszeichnungen (Auszug)

Bildergalerie

Werke

  • Mein Vater Joachim von Ribbentrop – Erlebnisse und Erinnerungen, Ares Verlag, Graz 2008, ISBN 978-3-902475-42-8
    • Mein Vater Joachim von Ribbentrop – Erlebnisse und Erinnerungen, Ares Verlag, Graz, 2., akt. Auflage 2013, ISBN 978-3-902732-23-1

Verweise

Fußnoten