Frauenfeld, Alfred Eduard

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Alfred Eduard Frauenfeld (Lebensrune.png 18. Mai 1898 in Wien; Todesrune.png 10. Mai 1977 in Hamburg) war ein deutscher Politiker (NSDAP), Gauleiter von Wien und Generalkommissar des Reichskommissariats Ukraine (Teilbezirk Taurien).

Wirken

Frauenfeld nahm in Galizien und Oberitalien (Isonzo) am Ersten Weltkrieg teil und meldete sich zur k.u.k. Fliegertruppe.

Danach trat er in den Österreichischen Kulturbund ein, einer Gliederung des von Alfred Rosenberg in Deutschland gegründeten Kampfbundes für deutsche Kultur. Als dessen Delegierter fuhr er 1929 zum Reichsparteitag der NSDAP nach Nürnberg. Nachdem er Adolf Hitler auf der Schlußkundgebung gehört hatte, verschrieb er sich der nationalsozialistischen Idee und trat daraufhin im Jahre 1929 in die NSDAP ein. In Wien übernahm er ab 1930 dann die Gauleitung der NSDAP und gründete die Zeitschriften Der Kampfruf und Der Notschrei. Es gelang ihm, bis 1932 die NSDAP weiter auszubauen.

Von April 1932 an war Frauenfeld Stadtrat und Fraktionsführer der NSDAP. Nach dem Verbot der NSDAP im österreichischen Teil Deutschlands im Juni 1933 organisierte er die Partei weiter im Untergrund. Im Dezember 1933 wurde er verhaftet und bis Mai 1934 in einem österreichischen KZ während der Dollfuß-Diktatur interniert, bevor er auf reichsdeutsches Territorium fliehen konnte.

Im Jahre 1935 wurde Frauenfeld Geschäftsführer der Reichstheaterkammer innerhalb der Reichskulturkammer. 1936 schrieb er in den Breslauer Neuesten Nachrichten:

„Dem Nationalsozialismus ist der Vorwurf gemacht worden, er politisiere die Kunst […] gerade umgekehrt ist es: der Nationalsozialismus hat das deutsche Theater dem Streit der Parteien entzogen, indem er diese Parteien beseitigte.“

Zwischen 1936 und 1940 übernahm Frauenfeld diplomatische Aufgaben für das Auswärtige Amt (AA). Im Januar 1939 sprach NSDAP-Gauleiter Alfred Eduard Frauenfeld bei einer Großkundgebung der NSDAP im Nibelungensaal des Rosengartens in Mannheim.

Auf eigenen Wunsch wurde Frauenfeld 1940 als Vertreter des AA Generalkonsul bei der deutschen Militärverwaltung in Oslo eingesetzt. Im Frühjahr 1940 nahm er als Leutnant der Luftwaffe am Westfeldzug und 1941 am Balkanfeldzug teil.

Beim Rußlandfeldzug war er vor Leningrad im Einsatz. Im September 1942 wurde Frauenfeld zum Generalkommissar für Taurien (Krim) im Reichskommissariat Ukraine ernannt und nahm diese Tätigkeit bis 1944 wahr. Der von Frauenfeld daraufhin verwaltete Generalbezirk trug die Bezeichnung „Krim (Teilbezirk Taurien)“ und hatte seinen Verwaltungssitz in Melitopol.

Frauenfeld ist Autor verschiedener Bücher u. a. verfaßte er eine „Denkschrift über die Probleme der Verwaltung der besetzten Ostgebiete“.

Nach dem Ende des Krieges wurde Frauenfeld in das VS-amerikanische KZ Dachau deportiert und gezwungen, als Zeuge beim Nürnberger Tribunal auszusagen.

Werke

  • Und trage keine Reu´. Vom Wiener Gauleiter zum Generalkommissar der Krim. Druffel, Leoni am Starnberger See, 1978

Quelle