Padua, Paul Mathias

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Paul Mathias Padua: „Der 10. Mai 1940
Paul Matthias Padua: Der Führer Spricht (1939)

Paul Mathias Padua (Lebensrune.png 15. November 1903 in Salzburg; Todesrune.png 22. August 1981 in Rottach-Egern) war ein deutscher Maler.

Wirken

Seine Kindheit und Jugend verbrachte Padua bei seinen Großeltern in Geiselhöring und Straubing in Niederbayern. Stark großdeutsch und vaterländisch gesinnt diente er als Jugendlicher in den Reihen der Freikorps[1]. Schon früh entdeckte er die Malerei für sich. Um den ärmlichen Verhältnissen zu entfliehen, die er bei seinen Großeltern vorfand, ließ er sich am Riegsee bei Murnau und in München nieder.

Die akademische Ausbildung, die Padua angestrebt hatte, brach er bereits nach einigen Wochen ab und konzentrierte sich autodidaktisch auf das Studium der Werke Wilhelm Leibls (1844–1900) und dessen Kreis. Dieser Einfluß prägte sein Frühwerk deutlich, wurde aber Ende der 1920er Jahre stilistisch von Tendenzen der Neuen Sachlichkeit Schritt für Schritt abgelöst. 1922 beteiligte er sich erstmals an einer Ausstellung im Münchner Glaspalast und wurde Mitglied der Münchner Künstlervereinigung.

Es folgten weitere Ausstellungen und Ehrungen. 1928 erhielt er den Georg-Schicht-Preis für das beste deutsche Frauenbildnis, zwei Jahre später den Albrecht-Dürer-Preis der Stadt Nürnberg und 1931 ein Reisestipendium der Stadt München. Der Künstler führte mehrere Großaufträge in Freskotechnik aus, so auch 1932 einen Bilderzyklus an den Außenwänden des Rathauses von Nördlingen. Diese frühe Anerkennung war für einen autodidaktisch ausgebildeten Künstler ungewöhnlich.

Paduas Karriere als junger, der traditionellen Kunst zugewandter Künstler war eher ungewöhnlich, da er keine abgeschlossene akademische Ausbildung genossen hatte. Er war im Dritten Reich anerkannt und auf den Großen Deutschen Kunstausstellungen 1938 bis 1944 im Haus der Deutschen Kunst zu München mit 23 Werken vertreten. Mit dem virtuosen Kolorit seiner Stilleben und weiblichen Akte machte er sich einen besonderen Namen. Er wurde mehrfach ausgezeichnet, 1937 und 1940 erhielt er den Lenbachpreis der Stadt München für Portraits (1937/Clemens Krauss) und 1938 den Preis für das schönste Kinderportrait.

Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde Padua in eine sogenannte „Propagandakompanie“ als Kriegskünstler eingezogen, aufgrund einer Verwundung allerdings frühzeitig zurück nach Deutschland geschickt. Padua malte bis 1943 einige der bekanntesten Bilder der deutschen Propagandakunst, etwa „Der Führer spricht“. Auch das Gemälde „Der 10. Mai 1940“, das den Beginn des Westfeldzuges darstellt, ist ein herausragendes Werk. Bei der Ausstellung „Deutsche Künstler und die SS1944 in Salzburg wurde von ihm das Bild „Der Urlauber“ ausgestellt.

Nach dem Krieg wurde Paduas Farbpalette intensiver und umfangreicher. Im Tegernseer Tal eröffnete Padua seine eigene „Galerie am See“. Über die letzten 30 Jahre bis zu seinem Tod ist nicht viel öffentlich bekannt.


Fußnoten

  1. Prominente ohne Maske - Drittes Reich, FZ-Verlag 1998, ISBN 3924309396
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