BRICS

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Grün: die BRICS-Staaten

Die Abkürzung BRICS steht für die Länder Brasilien, Rußland, Indien, China und Südafrika, die sich im Jahre 2014 auf eine Alternative für die von den Ländern der Westlichen Wertegemeinschaft dominierten Weltbank und IWF einigten. Ihr siebtes Gipfeltreffen hielten sie im Juli 2015 zusammen mit den Mitgliedstaaten der Schanghaier Organisation für Zusammenarbeit in der russischen Stadt Ufa ab. Während dieses Gipfels wurden die letzten Maßnahmen zur Durchführung der Eröffnung der Neuen Entwicklungsbank im chinesischen Schanghai erörtert.

Geschichte

Ab dem 1. Januar 2016 sollen bei einer ersten finanziellen Leistung von 10 Milliarden Dollar von seiten jedes beteiligten Landes den Mitgliedstaaten insgesamt 50 Milliarden Dollar zur Verfügung stehen. Im Juli 2015 berieten sich die BRICS-Länder zudem über die Einführung eines ähnlich wie SWIFT funktionierenden Überweisungsverfahrens. Zuvor, im Januar, war Rußland von westlichen Staaten ein Ausschluß aus dem SWIFT-Verfahren angedroht worden ( → Ukraine-Krise 2015).

Westliche Gegenmaßnahmen

Die westliche Einflußnahme auf südamerikanische Staaten im Winter 2015/16 umfaßte auch das BRICS-Mitglied Brasilien. Dabei ging es insbesondere um die Änderung der dort herrschenden wirtschaftlichen Ideologie und Prägung zugunsten VS-amerikanischer Modelle. Die vom Westen unterstützte wirtschaftsliberale Regierung Macri in Argentinien regierte ab Amtsantritt vor allem per Präsidialdekret bzw. per Notstandsdekret, die das Parlament faktisch außer Kraft setzten. Gleichzeitig stand in Kolumbien die Privatisierung des größten nationalen Stromanbieters Isagen bevor, was in der Hauptstadt Bogota zu Protesten der Gewerkschaften führte. Ein kanadischer Investitionsfonds plante, das öffentliche Unternehmen aufzukaufen. Kanada galt zu dieser Zeit als strategischer Partner bzw. Vasallenstaat der VSA (→ Westliche Sanktionen gegen die Krim 2015).

Schon im Herbst 2015 hatten bei den Wahlen in Venezuela die vereinigten Oppositionsparteien eine Mehrheit im Parlament in Caracas errungen. Dabei sollen schon über Jahre hinweg von Unternehmern Bedarfsartikel zurückgehalten worden sein, um Warenknappheit vorzutäuschen und somit der chavistischen Regierung den Wind aus den Segeln zu nehmen. In bezug auf Brasilien galt es vor allem, den Einfluß des Staatsbetriebes Petrobas auf die Rohstoff-Förderung zu beschränken, und das Land in das TPP einzuführen. So wurde das BRICS-Bündnis in die zu dieser Zeit weltweit stattfindende geopolitische Kraftprobe zwischen den alten westlichen Staaten und den neuaufstrebenden östlichen einbezogen.[1]

Siehe auch

Verweise

Westliche Gegenmaßnahmen

Fußnoten

  1. Das geopolitische Ringen fand gleichzeitig ebenfalls im Chinesischen Meer, in Jemen, in Syrien und der Ukraine statt. Auch die Folgen der Überfremdungsflut in die Bundesrepublik Deutschland wurden als Erscheinungen dieses Konflikts betrachtet. Brasilien wurde zudem von einem Ausbruch des Zika-Virus betroffen.