Riefenstahl, Leni

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Helene „Leni“ Bertha Amalia Riefenstahl (Lebensrune.png 22. August 1902 in Berlin; Todesrune.png 8. September 2003 in Pöcking) war eine deutsche Tänzerin, Schauspielerin, Filmregisseurin und Lichtbildnerin. Als Regisseurin wurde sie mit ihren technisch und ästhetisch bahnbrechenden Dokumentarfilmen „Triumph des Willens“ und „Olympia“ weltberühmt.

Deutsche Künstlerin Leni Riefenstahl (1902–2003)

Inhaltsverzeichnis

Herkunft

Leni Riefenstahl, ev., war die Tochter eines Installateurs. Ihr Vater besaß eine Firma für Heizungs- und Lüftungsanlagen.

Kindheit und Jugend (1918 bis 1924)

Im Jahre 1907 wurde Leni als Fünfjährige Mitglied im Schwimmclub „Nixe”. Sie trat dann einem Turnverein bei und lernte auch Rollschuh- und Schlittschuhlaufen. Außerdem nahm sie fünf Jahre lang Klavierunterricht. 1918 beendete sie ihre Schulausbildung mit der mittleren Reife am Kollmorgenschen Lyzeum in Berlin.

Im selben Jahr nahm sie ohne Erlaubnis ihres Vaters und mit Unterstützung ihrer Mutter Berta Riefenstahl Tanzunterricht an der Helene-Grimm-Reiter-Schule. Dort standen Ausdruckstanz und Ballett auf dem Programm. Nach dem ersten öffentlichen Auftritt kam es zu Auseinandersetzungen mit ihrem sehr autoritären Vater. Daß sie ihn monatelang belogen hatten, führte zu einer schweren familiären Krise. Um nicht in ein Internat geschickt zu werden, ging Leni Riefenstahl an die Staatliche Kunstgewerbeschule in Berlin, wo sie kurzzeitig Malerei lernte.

1919 schickte sie ihr Vater trotzdem auf ein Pensionat in Thale/Harz. Dort übte sie heimlich tanzen, spielte Theater und besuchte die Aufführungen der Freilichtbühne Thale. Nach einem Jahr verließ sie das Pensionat. Daraufhin arbeitete sie bis 1923 als Sekretärin im Betrieb ihres Vaters und lernte dabei Schreibmaschine, Stenographie und Buchhaltung. Außerdem durfte Leni offiziell Tanzstunden an der Grimm-Reiter-Schule nehmen und auch öffentlich auftreten. Darüber hinaus spielte sie auch Tennis.

Von 1921 bis 1923 erhielt sie eine klassische Ballettausbildung bei Eugenie Eduardowa, einer ehemaligen Tänzerin aus Sankt Petersburg. Zusätzlich lernte sie Ausdruckstanz an der Jutta-Klamt-Schule. 1923 ging sie für ein halbes Jahr nach Dresden in die Mary-Wigman-Schule.[1] Ihren ersten Soloauftritt hatte sie am 23. Oktober 1923 in München.[2] Bis 1924 folgte eine Tournee als Solotänzerin mit Auftritten bei Kammerspielen am Deutschen Theater in Berlin, in Frankfurt am Main, Leipzig, Düsseldorf, Köln, Dresden, Kiel, Stettin, Zürich, Innsbruck und Prag.

Eine Bänderzerrung am Knie beendete schon nach einem halben Jahr Leni Riefenstahls tänzerische Bühnenkarriere.

Schauspielerin (1925 bis 1931)

Leni Riefenstahl als Schauspielerin im Film „Das Blaue Licht

Leni Riefenstahl wirkte 1925 in dem Film „Wege zu Kraft und Schönheit“ mit. Fasziniert von dem Film „Der Berg des Schicksals“ von Dr. Arnold Fanck (1919), reiste sie in die Berge und traf dort den Hauptdarsteller Luis Trenker, dem sie einen an den Regisseur adressierten Brief überreichte.[3]

In Berlin kam es schließlich zu einer Begegnung zwischen Leni und Arnold Fanck. Regisseur Fanck schrieb für sie das Drehbuch zu „Der heilige Berg“. Die anschließenden Filmaufnahmen fanden in den Dolomiten statt. Leni lernte nun auch Skilaufen und Bergsteigen. Außerdem begeisterte sie sich für das Filmhandwerk und eignete sich die Funktionen der Kamera an. Am 17. Dezember 1926 feierte der Film „Der heilige Berg“ im Ufa-Palast am Zoo in Berlin seine Premiere. Vor dem Filmdebüt tanzte Leni Riefenstahl zum letzten Mal auf der Bühne.

1927 begannen, ebenfalls unter der Regie von Arnold Fanck, die Dreharbeiten zum Film „Der große Sprung“. Die sportlichen Leistungen der Darstellerin sind in diesem besonders ausgeprägt. Hier lernte sie Hans Schneeberger, Kameramann und Hauptdarsteller, kennen.

Die Premiere von „Der große Sprung“ fand am 20. Dezember 1927 im Ufa-Palast am Zoo in Berlin statt. Riefenstahl hatte sich einen Namen als Spezialistin für Bergfilme gemacht. Dies spiegelt sich auch in vielen weiteren Filmen wider: „Das Schicksal derer von Habsburg“, „Die weiße Hölle vom Piz Palü“, „Stürme über dem Montblanc“, „Der weiße Rausch“ und „S.O.S. Eisberg“. Doch wollte sie ihre Schauspielkarriere auch auf andere Genres ausweiten.

In Berlin lernte sie die Regisseure Georg Wilhelm Pabst („Die freudlose Gasse“), Abel Gance („Napoleon“), Walter Ruttmann („Berlin: Die Sinfonie der Großstadt“) und den Schriftsteller Erich Maria Remarque („Im Westen nichts Neues“) kennen. Zusätzlich begann sie Drehbücher zu schreiben und besuchte 1928 die Olympischen Winterspiele in St. Moritz.

Ihren ersten Artikel schrieb Riefenstahl im „Film-Kurier“ über Fancks Sportfilm „Das weiße Stadion“. Sie veröffentlichte nun regelmäßig Drehberichte zu ihren Filmarbeiten. Die Dreharbeiten zu ihrem Film „Das Schicksal derer von Habsburg“ begannen 1928 in Wien unter der Regie von Rudolf Raffé.

Die Produktion von „Die weiße Hölle vom Piz Palü“ im Engadin führte die beiden Regisseure Fanck und Pabst zusammen. Leni Riefenstahl arbeitete an der Schnittfassung der französischen Version des Films mit. Nach seiner Premiere am 15. November 1929 im Ufa-Palast am Zoo in Berlin wurde das Werk ein durchschlagender nationaler und internationaler Erfolg. Der Film ist einer der letzten großen Stummfilme.

Die Schauspielerin Riefenstahl traf Josef von Sternberg, der in Berlin „Der blaue Engel“ mit Marlene Dietrich in Szene setzte.

Regisseurin (ab 1932)

Leni Riefenstahl bei Dreharbeiten zu „Triumph des Willens”
Leni Riefenstahls Telegramm an Hitler zur Verleihung des Filmpreises

Die ersten Regiearbeiten

1931 schrieb Leni Riefenstahl die erste Fassung des Manuskripts für ihren Film „Das blaue Licht“. Das Drehbuch entwickelte sie zusammen mit Béla Balázs, einem jüdischen Filmtheoretiker und Drehbuchautor aus Ungarn. Sie gründete ihre erste eigene Filmgesellschaft, die „Leni Riefenstahl Studio-Film“ als alleinige Gesellschafterin. Zudem übernahm sie Regie, Produktionsleitung und Schnitt für „Das blaue Licht“. Um den Streifen zu finanzieren, nahm Leni Riefenstahl zusätzlich die Hauptrolle im Film „Der weiße Rausch“ an. Die Premiere von „Das blaue Licht“ fand am 24. März 1932 in Berlin statt. Der Film gewann bei der Biennale in Venedig die Silbermedaille. Sie reiste mit dem Werk nach London und wurde dort begeistert empfangen. Die erste Regie Riefenstahls, insbesondere die Lichtinszenierung, war innerhalb und außerhalb Deutschlands ein großer Erfolg. Der Film gelangte als Stummfilm 1932 in die Kinos. Später freundete sich Riefenstahl mit Julius Streicher an.

Leni Riefenstahl wurde durch ihr Regiedebüt „Das blaue Licht“ eine erfolgreiche Regisseurin. Von 1932 bis 1945 wurde sie Reichsfilmregisseurin. Dadurch lernte sie auch Joseph Goebbels und dessen Frau kennen.

Die Dreharbeiten zu dem Film „SOS Eisberg“ unter der Regie von Arnold Fanck führten sie im Juni 1932 zunächst nach Grönland und Anfang 1933 in die Schweizer Alpen. Die Arbeiten waren Ende Mai abgeschlossen. Aus einer Artikelserie über die Erlebnisse in Grönland, die sie für die Zeitschrift „Tempo“ schrieb und aus Vorträgen, die sie zum Film hielt, entstand das Buch „Kampf in Schnee und Eis“, welches 1933 erschien. Die Premiere des Films „SOS Eisberg“ fand am 30. August 1933 im Ufa-Palast am Zoo statt.

Reichsparteitagstrilogie

Leni Riefenstahl mit dem Olympiafilm-Abzeichen „Olympische Ringe“ als Halsdekoration, 1938

Riefenstahls Markenzeichen war die idealisierte Darstellung von Menschen. Damit trug sie breitenwirksam zu einer „Ästhetik des Nationalsozialismus“ in Deutschland bei. Zudem entwickelte sie eine für die damalige Zeit revolutionäre, sehr dynamische Schnittechnik.

Im August 1933 nahm sie das Angebot an, einen Film über den fünften Reichsparteitag der NSDAP in Nürnberg zu drehen. Leni Riefenstahl arbeitete mit bekannten Kameramännern wie Sepp Allgeier, Franz Weihmayr und Walter Frentz zusammen und schnitt den Film selbst. Produzent des Films war das Reichspropagandaministerium unter Leitung von Goebbels. „Sieg des Glaubens“ hatte am 1. Dezember 1933 Premiere. Im Vergleich zu dem späteren Reichsparteitagsfilm zeigten sich einige ästhetische Unvollkommenheiten, mit denen die auf Perfektion ausgerichtete Regisseurin nicht zufrieden war.

Im Auftrag Hitlers drehte Leni Riefenstahl einen weiteren Reichsparteitagsfilm. Sie änderte ihre Firma in die „Reichsparteitagfilm GmbH“ um, da sie so den Film über den sechsten Reichsparteitag der NSDAP produzieren konnte. Die 1933 und 1934 entstandenen Filme „Sieg des Glaubens“ über den „Reichsparteitag des Sieges“ der NSDAP und „Triumph des Willens“ über den „Reichsparteitag der Einheit und Stärke“. Mit dem vorgefertigten Filmmaterial von Walter Ruttmann war sie unzufrieden und übernahm selbst die Oberleitung für den Film. Sie arbeitete mit 170 Personen vom 4. bis zum 10. September in Nürnberg. Leni Riefenstahl benötigte sieben Monate für den Schnitt und die Fertigstellung des Films. Den in seiner Langfassung vier Stunden dauernden Film schnitt sie aus mehreren hundert Stunden Material zusammen und nutzte dabei innovative Montagetechniken.

Am 28. März 1935 hatte „Triumph des Willens“ im Ufa-Palast in Berlin in Anwesenheit Adolf Hitlers Premiere. Analog zur perfektionierten choreographischen Darstellung der NSDAP inszenierte die Regisseurin mit filmischen Methoden ein stark verdichtetes Material, in dessen Mittelpunkt Hitler als Führer stilisiert wird. Das Dokument der Propagandaveranstaltung wurde zum Instrument der Emotionalisierung des Publikums. Die Szenen des Chors der Arbeitsfrontmänner und der Appell von SA und SS mit seiner monumentalen Massenchoreographie sind die beeindruckendsten Bilder des Films.

Für den Film erhielt Leni Riefenstahl den Deutschen Filmpreis 1934/35, den Preis für den besten ausländischen Dokumentarfilm bei der Biennale in Venedig 1935 und die Goldmedaille bei der Pariser Weltausstellung 1937. Zum Film erschien das Buch „Hinter den Kulissen des Reichsparteitagsfilms“.

Die Wehrmacht, die 1934 nach dem Tod Paul von Hindenburgs erstmals an einem Parteitag teilnahm, sah sich in „Triumph des Willens“ allerdings zu wenig präsentiert. Daher drehte Leni Riefenstahl den 28minütigen Kurzfilm „Tag der Freiheit! – Unsere Wehrmacht“, einen Film über den siebten Reichsparteitag der NSDAP von 1935, der am 30. Dezember 1935 Premiere feierte. Der Film beginnt überaus lyrisch mit Nachtwache und Tagesanbruch in einer Zeltstadt, mit Schatten und Gegenlichtaufnahmen. Riefenstahl selbst nannte den Film „rein dokumentarisch“, wobei sie unter dokumentarisch versteht, daß ein Film den Geist und/oder die Atmosphäre einer Veranstaltung widerspiegeln soll.

Die drei Filme „Sieg des Glaubens“, „Triumph des Willens“ und „Tag der Freiheit! – Unsere Wehrmacht“ werden als „Reichsparteitagstrilogie” bezeichnet. Für den von Hitler geplanten Neubau Berlins waren auch die Riefenstahl-Studios mit 26.000 Quadratmetern bereits vorgesehen.

Olympia-Filme

Bild aus Leni Riefenstahls „Olympia“
Für ihre Leistungen ist Leni Riefenstahl heute noch hoch anerkannt und wird von vielen Regisseuren geschätzt.

1935 traf Leni Riefenstahl Dr. Carl Diem, Generalsekretär des Organisationskomitees für die XI. Olympischen Spiele, die 1936 in Berlin stattfinden sollten. Sie gründete darauf die „Olympiade-Film GmbH”. Gesellschafter der „Olympia-Film GmbH” waren das Propagandaministerium, Leni Riefenstahl und ihr Bruder Heinz (1905–1944). Für die Produktion stellte Goebbels einen Etat in Höhe von 1,5 Millionen Reichsmark zur Verfügung.[4]

1936 besuchte Leni Riefenstahl für Vorarbeiten die Olympischen Winterspiele in Garmisch-Partenkirchen und traf sich mit Benito Mussolini in Rom. Im Mai 1936 begannen die Probeaufnahmen zu den Olympia-Filmen. Leni Riefenstahl arbeitete mit den bekannten Kameramännern Walter Frentz, Willy Zielke, Gustav Lantschner, Hans Ertl sowie zahlreichen anderen zusammen. Gemeinsam entwickelten sie viele filmtechnische Neuerungen (zum Beispiel Unterwasser- und Schienenkameras). Zum Filmstab gehörten 170 Mitarbeiter. Zwischen 1936 und 1938 sichtete, archivierte, montierte und schnitt Riefenstahl das Filmmaterial zu den Olympia-Filmen in ihrem Haus in Berlin-Grunewald.

Ein Werkfilm über die Arbeit zu den Olympia-Filmen erhielt 1937 bei der Pariser Weltausstellung eine Goldmedaille. Am 20. April 1938 feierten die Filme Fest der Völker und Fest der Schönheit im Ufa-Palast am Berliner Zoo Premiere. Leni Riefenstahl reiste mit dem Film durch Europa. Ihre Tournee führte sie nach Wien, Graz, Paris, Brüssel, Kopenhagen, Stockholm, Helsinki, Oslo und Rom. Sie erhielt für die Olympia-Filme den Deutschen Filmpreis 1937/38, den schwedischen Polar-Preis 1938, die Goldmedaille für den besten Film bei den Internationalen Filmfestspielen in Venedig, den Griechischen Sportpreis sowie beim Filmfestival in Lausanne 1948 im Nachhinein ein Olympisches Diplom zur Olympischen Goldmedaille vom Comitée International Olympique 1938.

Filme

1938 wurde sie von dem VS-amerikanischen Filmunternehmen Metro-Goldwyn-Mayer in die Vereinigten Staaten eingeladen. Leni Riefenstahl traf die Regisseure King Vidor und Walt Disney sowie den Automobilfabrikanten Henry Ford.

Ihr Film von den Olympischen Spielen wurde in Amerika nicht offiziell gezeigt. Eine gewissenlose Hetze trug hieran die Schuld, die den Film als politische Propaganda abstempelte. Immerhin aber hat Leni Riefenstahl vor einem Kreis geladener Gäste ihren Film zeigen können. Darüber schreibt Mr. Henry McLemore in „Hollywood Citizen. News“:

„Gestern Abend sah ich den besten Film, der mir je zu Gesicht gekommen ist. Er ist in keiner Weise eine politische Propaganda, sondern eine überwältigende Botschaft vom Ruhm und der Freude der Jugend aus aller Welt. Wenn er der Jugend dieses Landes nicht gezeigt wird, dann ist diese Jugend allein der Benachteiligte."[5]

Der Olympia-Film wurde im Jahre 1956 von einer Hollywood-Jury zu einem der zehn besten Filme der Welt gekürt. Er ist Vorbild für viele spätere Sportfilme und -reportagen und nahm zahlreiche Entwicklungen im technischen Bereich vorweg.

1958 schnitt die Regisseurin die Olympia-Filme neu; es kam zu Aufführungen in Berlin, Bremen und Hamburg. Der zweite Teil (ursprünglich „Fest der Schönheit“) wurde in „Götter des Stadions“ umbenannt. 1967 stellte Leni Riefenstahl in München eine neue Fassung der englischen Version der Olympia-Filme her, die auf „Channel 13“ zu den Olympischen Spielen in Mexiko laufen sollten.

Tiefland

1934 bekam die Regisseurin erstmals von der deutschen Filmgesellschaft Terra Film das Angebot, „Tiefland“ zu verfilmen. Im selben Jahr reiste sie nach London, Cambridge und Oxford und hielt dort Vorträge über ihre bisherigen Filmarbeiten. Der Drehbeginn von „Tiefland“ in Spanien mußte abgebrochen werden, weil die „Terra“ kein Geld schickte und Leni Riefenstahl erkrankte.

Sie führte Absprachen mit der „Tobis“ über die Verfilmung von „Tiefland“ und arbeitete gemeinsam mit Harald Reinl am Drehbuch. 1940 wurden geplante Außendrehs für den Film in Spanien wegen der Ausweitung des Krieges nach Deutschland verlegt. Um die spanische Atmosphäre zu erhalten, wurden eine Anzahl von Zigeunern aus dem naheliegenden Zigeuner- und Arbeitslager Maxglan bei Salzburg und aus dem Lager Berlin-Marzahn als Statisten angefordert.

Leni Riefenstahl übernahm die Hauptrolle und die Regie bei „Tiefland“. Aufgrund mehrerer Erkrankungen Riefenstahls kam es zu Verzögerungen der Dreharbeiten. Die Finanzierung erfolgte durch das Reichswirtschaftsministerium auf Anordnung Adolf Hitlers. Danach verlagerte sie ihren Wohnsitz und den Großteil ihres Filmmaterials von Berlin nach Kitzbühel.

Beziehung zu Hitler

1934 äußerte Riefenstahl gegenüber einem britischen Reporter ihre Begeisterung über Hitlers Buch „Mein Kampf“. „Das Buch machte auf mich einen enormen Eindruck.“ bekannte sie. Das Verhältnis der Filmemacherin zum Führer ist ein wichtiger Punkt in der Lebensgeschichte Riefenstahls und stellt zudem ihren größten und intensivsten Karriereabschnitt dar. Sie schloß zu Hitler eine enge Freundschaft.

Die Treffen von Riefenstahl und Hitler

Das erste Treffen von Leni Riefenstahl und Adolf Hitler ist auf den 27. Februar 1932 datiert, als sie eine Veranstaltung der Nationalsozialisten im Berliner Sportpalast besuchte, bei der auch Hitler sprechen sollte. Fortan war sie von der Intensität und Kraft seiner Sprache fasziniert und nach eigener Aussage infiziert von seiner Art. Ihr Gefallen an Hitler wuchs so rasch, daß sie ihm am 18. Mai 1932 einen Brief schrieb und um ein persönliches Treffen bat. Da auch Hitler die Schauspielerin Leni Riefenstahl kannte und von ihren Werken sehr begeistert war, folgte daraufhin die erste private Begegnung am 22. und 23. Mai 1932 in Horumersiel bei Wilhelmshaven. Schon hier kündigte Hitler an:

„Wenn wir an der Macht sind, müssen Sie unsere Filme machen“.

Von diesem Zeitpunkt an vertiefte sich das Verhältnis von Riefenstahl und Hitler zusehends. Sie erschien schon ab Herbst bzw. Winter 1932 immer häufiger als Gast bei Feierlichkeiten und offiziellen Empfängen hoher Funktionäre. Insgesamt schlug sich die wechselseitige Zuneigung von Riefenstahl und Hitler in einer langen Reihe privater Treffen nieder. Nach der ersten Begegnung im Mai 1932 setzte sich dies bis zum März des Jahres 1944 bei der Zusammenkunft auf dem Berghof am Obersalzberg fort. Der damalige Pressechef der NSDAP, Otto Dietrich, sprach von einer über lange Jahre andauernden künstlerischen, kameradschaftlich-freundschaftlichen Verbundenheit (Trimborn 2003, 131).

Das Verhältnis von Riefenstahl und Hitler

Leni Riefenstahl war eine der wenigen Frauen, die das Ansehen und die Achtung Hitlers genossen. Vom ersten bis zum letzten Beisammensein verband die beiden ein äußerst enges Verhältnis. Hitler schätzte Riefenstahl als Künstlerin sehr. Daraus resultierte, daß Hitler Riefenstahl damit beauftragte, die Parteitage zu verfilmen. Demzufolge wurde der Kontakt zusätzlich intensiviert, da neben der privaten nun auch die berufliche Komponente in den Mittelpunkt rückte. Aus dieser Zusammenarbeit entwickelte sich ein Geben und Nehmen zwischen Riefenstahl und Hitler. Er stattete die von ihm bewunderte Künstlerin mit Aufträgen aus und sie präsentierte die nationalsozialistische Weltanschauung in der ganzen Welt.

Der Stellenwert der Filmemacherin bei Hitler war so hoch, daß dieser ihr sogar private Probleme und persönliche Schicksale anvertraute. Trotz der Nähe, die offensichtlich zwischen den beiden herrschte, und entgegen allen Gerüchten, war Riefenstahl nie Hitlers Geliebte. Sie behauptete, sie habe zwar gespürt, daß Hitler mehr als freundschaftliche Gefühle für sie hegen könne, aber zu Intimitäten sei es nie gekommen. Ferner belegen die Briefe von Riefenstahl an ihn, daß trotz des guten und herzlichen Verhältnisses und den Geschenken, die sie sich gegenseitig machten, eine gewisse Distanz zwischen beiden blieb. Die Briefe waren, soweit bekannt, zwar herzlich, aber dennoch förmlich gehalten und sie siezten sich gegenseitig.

Riefenstahls Filme sind geprägt von einem regelrechten Hitler-Kult, sie veranschaulichen die Bewunderung, die sie für den Führer empfand. Die Regisseurin präsentierte Hitler zumeist in der Untersicht, wodurch eine Überlegenheit und Machtposition vermittelt wurde, was eine große politische Wirkung erzeugte. Somit spiegelt sich die enge Beziehung zwischen beiden auch in den Propagandafilmen wider. Zwischen Leni Riefenstahl und Adolf Hitler spannte sich ein so starkes Band, daß es auch nach Hitlers Tod 1945 und dem Untergang des Dritten Reiches nicht riß. Riefenstahl hielt auch in der Folgezeit zu Hitler.

Bildergalerie

Kriegseindrücke

Karl-Peter Jacob und Leni Riefenstahl

Leni Riefenstahl drehte an der polnischen Front während des Polenfeldzuges im direkten Auftrag Hitlers, wie ein Schreiben aus dem Propagandaministerium vom 10. September 1939 belegt. Weitere Eindrücke des Krieges sammelte Leni Riefenstahl im Oktober in der polnischen Hauptstadt Warschau. Dort fand nach der Kapitulation der letzten polnischen Streitkräfte eine zweistündige Truppenparade der siegreichen deutschen Verbände statt.

Besuch von Leni Riefenstahl beim XIV. Armeekorps nach dem Polenfeldzug, 1939; als Steckauszeichnung trägt sie das Deutsche Sportabzeichen in Bronze. Eine Verleihung an die sportbegeisterte Riefenstahl erscheint logisch, läßt sich aber nicht mit Sicherheit urkundlich bestätigen.

Direkt nach der Besetzung von Paris telegraphierte Riefenstahl am 14. Juni 1940 ins Führerhauptquartier:

„Mit unbeschreiblicher Freude, tief bewegt und erfüllt mit heissem Dank, erleben wir mit Ihnen mein Führer, Ihren und Deutschlands größten Sieg, den Einzug Deutscher Truppen in Paris. Mehr als jede Vorstellungskraft menschlicher Fantasie vollbringen Sie Taten, die ohnegleichen in der Geschichte der Menschheit sind. Wie sollen wir Ihnen nur danken? Glückwünsche auszusprechen, das ist viel zu wenig, um Ihnen die Gefühle auszusprechen, die mich bewegen.“

Nachkriegszeit (1946 bis 1971)

1946 wurde Riefenstahl von der französischen Armee aus Tirol ausgewiesen, sie zog nach Breisach und anschließend nach Königsfeld. Die Nähe zu Adolf Hitler und ihre Tätigkeit als Regisseurin hatten sie bis 1945 zur vielbeachteten Künstlerin gemacht, doch in der Nachkriegszeit verkehrte sich diese Haltung in ihr Gegenteil. Riefenstahls Funktion im Dritten Reich blieb plötzlich als Makel an ihr haften, entsprechend schwierig gestaltete sich die Suche nach potentiellen Geldgebern für neue Projekte. Deutschland boykottierte, im Gegensatz zu den VSA und Japan, nach 1945 die Werke der eigenen Regisseurin. In der Nachkriegszeit geriet besonders der Film „Tiefland“ in die Kritik. Riefenstahl hatte, um ihrem Film Authentizität zu verleihen, Zigeuner aus dem Salzburger Lager Maxglan bzw. dem Lager Berlin-Marzahn als Statisten angefordert, da aufgrund des Krieges der Filmdreh in Spanien nicht möglich war. 1948 wurde Riefenstahl angeklagt, die Zigeuner angeblich nicht entlohnt zu haben. Der Sachverhalt war Gegenstand mehrerer Nachkriegsprozesse (1954/56, 1980/81 ff.).

Bis zuletzt versuchte Leni Riefenstahl das BRD-Geschichtsbild zu revidieren: Im April 2002 sagte sie in der Frankfurter Rundschau:

„Wir haben alle Zigeuner, die in Tiefland mitgewirkt haben, nach Kriegsende wieder gesehen. Keinem einzigen ist etwas passiert.“

Nach der Ankündigung des „Rom e.V.“ am 7. August 2002, juristische Schritte gegen Riefenstahl unternehmen zu wollen, erklärte Horst Kettner von der „Leni Riefenstahl-Produktion“ in einem Brief an den Anwalt des „Rom e.V.“, es handele sich um ein Mißverständnis und um eine unglückliche Formulierung. Riefenstahl habe diese Äußerung nie so treffen wollen.

Riefenstahl wurde von der Anklage freigesprochen, doch die Geschehnisse während der Dreharbeiten von „Tiefland“ sollten sie noch länger verfolgen. Im Jahre 1949 verklagte Riefenstahl die Illustrierte „Bunte“, welche die Vorwürfe gegen sie veröffentlichte. Es folgten weitere Prozesse aufgrund ihrer Propagandatätigkeit für den Nationalsozialismus.

Von 1948 bis 1952 wurde Leni Riefenstahl in vier Spruchkammerverfahren „entnazifiziert“ und als „Mitläufer” des Nationalsozialismus eingestuft. Nach ihrem Umzug im Jahre 1950 nach München wurde 1954 der Film „Tiefland“ in Stuttgart erstmals wieder aufgeführt.

Im Jahre 1987 veröffentlichte Leni Riefenstahl ihre Memoiren, an denen sie bereits seit 1982 gearbeitet hatte. 42 Jahre nach dem Ende der Nationalsozialismus wurden die Diskussionen um Riefenstahls Rolle wieder neu entfacht. In ihren Erinnerungen betont sie erneut den rein künstlerischen Aspekt ihrer Filmwerke und streitet jede weitergehende Motivation vehement ab. 1992 wurde der Regisseur Ray Müller für Riefenstahls Filmbiographie „Die Macht der Bilder” ausgezeichnet. Im Jahre 1996 folgte durch Johann Kresnik am Kölner Schauspielhaus eine Übertragung ihrer Biographie auf die Bühne sowie eine Werkschau von Riefenstahl in Mailand und Rom. Ein Jahr darauf, 1997, wurde sie in den VSA für ihr Lebenswerk ausgezeichnet.

Im Februar 2000 flog Leni Riefenstahl nach zähen Verhandlungen um eine Einreiseerlaubnis in den durch jahrelangen Bürgerkrieg zerrütteten Sudan, um sich nach dem Schicksal der Nuba-Stämme zu erkundigen. Neu aufflammende Gefechte im Land erzwangen jedoch den sofortigen Abbruch des Unternehmens. Auf dem Rückflug von den Nubabergen stürzte der Hubschrauber nach einer Zwischenlandung in El Obeid ab. Alle Besatzungsmitglieder überlebten den Unfall, Leni Riefenstahl wurde mit schweren Frakturen und Rippenbrüchen in eine deutsche Klinik eingeliefert.

Riefenstahl 1963 in Afrika

Fotografin (ab 1971)

Fasziniert von Hemingways Roman „Die grünen Hügel Afrikas“ beschäftigte sich Leni Riefenstahl Mitte der fünfziger Jahre erstmals intensiver mit dem schwarzen Kontinent. Sie plante, in Ostafrika den Film „Die schwarze Fracht“ zu drehen, in dem es um das real vorhandene Phänomen des modernen Sklavenhandels zwischen Afrika und südarabischen Ländern gehen sollte. Riefenstahl gründete die Produktionsfirma „Stern-Film GmbH“ und flog 1956 in den Sudan und nach Kenia. Zwar war sie von der Steppenlandschaft und den Menschen Ostafrikas begeistert, das Filmprojekt scheiterte aber trotzdem: Koproduzent und Geldgeber Walter Traut konnte es nach mehreren Monaten nicht mehr unterstützen, da das geplante Budget nach zahlreichen Pannen bereits früh aufgebraucht war.

In den folgenden Jahren scheiterten auch zwei weitere Afrikaprojekte: der Spielfilm „Afrikanische Symphonie“ und der Dokumentarfilm „Der Nil“. Mit den ständigen Anschuldigungen in der BRD schien Riefenstahl nicht zurechtzukommen. Da ihre Situation in Deutschland auch weiterhin aussichtslos blieb, entzog sie sich ihrer „unbequemen“ Vergangenheit durch den Gang nach Afrika. Sie erfuhr den schwarzen Kontinent als harmonische Gegenwelt, die ihr Trost und Schutz spendete.

Leni Riefenstahl auf den Malediven 2003

Ihr Aufleben als Fotografin

Auf Motivsuche für „Die schwarze Fracht“ fiel Riefenstahl im Jahr 1956 eine Ausgabe der Zeitschrift „Stern“ in die Hände. Darin war ein Bild eines muskulösen, mit weißer Asche bestäubten Nuba-Ringkämpfers zu sehen. Dies bezeichnete sie später als Schlüsselerlebnis, welches ihr Interesse für den Stamm der Nuba weckte. Im Alter von fast 60 Jahren machte sich Riefenstahl auf die Suche nach den Nuba, ehe sie im November 1962 am Ziel war: Sie fand die Masakin-Qisar-Nuba, einen von etwa 100 Stämmen. Dort blieb Riefenstahl sieben Wochen und belichtete mit verschiedenen Leica- und Leicaflex-Kameras über 200 Filme.

Von da an besuchte sie alle zwei Jahre den sudanesischen Ureinwohnerstamm und erlernte dort auch dessen Sprache. 1966 erschienen die ersten Nuba-Fotos: zuerst im amerikanischen Time-Life-Verlag unter dem Titel „African Kingdom“, kurze Zeit später als Fotostrecke „Leni Riefenstahl fotografiert die Nuba – Was noch nie ein Weißer sah“ im „Stern“. Diese Veröffentlichungen waren der endgültige Startschuß für Riefenstahls neue Karriere. Im Jahre 1972 arbeitete sie schließlich auch bei den Olympischen Spielen in München als Fotografin für die „Sunday Times“. Bereits ein Jahr darauf, 1973, veröffentlichte sie den Bildband „Die Nuba – Menschen wie vom anderen Stern“, sowie 1976 „Die Nuba von Kau“. Mit „Mein Afrika“ folgte 1982 im Paul-List-Verlag sechs Jahre später ihr dritter Bildband.

Der Erfolg des ersten Bandes wurde vom dem des zweiten noch übertroffen und Kritiker feierten ihn als einzigartigen Hymnus an die Schönheit des menschlichen Körpers, so Jürgen Trimborn in seiner Riefenstahl-Biographie „Riefenstahl. Eine deutsche Karriere“. Eine Fotostrecke im „Stern“ wurde 1975 als „beste fotografische Leistung des Jahres” mit der Goldmedaille des „Art Directors Club Deutschland“ prämiert. Sowohl in Europa und Amerika als auch im Sudan genoß Riefenstahl höchstes Ansehen. Als Anerkennung für ihre Verdienste um den Sudan verlieh ihr 1973 Staatspräsident Jaafar Mohammed an-Numeiri die Staatsbürgerschaft. 1977 wurde sie mit einem der höchsten Orden des Landes geehrt.

Die Unterwasserfotografie und neue Filme

Leni Riefenstahls Grab
München, Waldfriedhof

Mit dem Erfolg ihrer fotografischen Arbeit kam bei Riefenstahl auch wieder der Wunsch auf, einen Film zu drehen. Für eine Dokumentation über die Nuba nahm sie auf ihren Sudan-Expeditionen 1964, 1968/69 und 1974/75 auf eigene Kosten eine Filmausrüstung mit. 2001 kündigte sie an, aus den über 3.000 Metern Material den Film „Allein unter den Nuba“ vollenden zu wollen. Dies ist aber bis zu ihrem Tod nicht geschehen.

Statt dessen machte Riefenstahl 2002 mit einem anderen Film nochmals auf sich aufmerksam: Sie drehte den 41minütigen Dokumentarfilm „Impressionen unter Wasser“. Als Voraussetzung für diese Unterwasseraufnahmen hatte die seinerzeit 72jährige 1974 unter Angabe eines falschen Alters ihren Tauchschein in Malindi erworben. Daraufhin arbeitete sie – noch bevor der Film entstand – als Unterwasserfotografin. So konnte Riefenstahl zwei weitere Bildbände präsentieren: Im Jahre 1978 veröffentlichte sie „Korallengärten“ und 1990 „Wunder unter Wasser“. Auch mit diesen Veröffentlichungen erregte die Künstlerin weltweit Aufsehen und erhielt weitere Ehrungen und Auszeichnungen. Es folgten Ausstellungen ihrer Fotos in Tokio, Kuopio, Mailand, Rom, München, Berlin und Calpe.

Ihren Hang zur Perfektion machte sie aber auch bei diesen beiden Bildbänden wieder deutlich: Wurde der erste Band noch von mystischen Bildern bestimmt, so war im zweiten schon ein deutlicher Fortschritt zu erkennen. Sie arbeitete nun viel professioneller mit den Spiegelreflexkameras Nikon F25 und Nikon F3 sowie mit viel Zubehör, das zur Verbesserung von Ausleuchtung und Bildqualität führte. Insgesamt absolvierte Riefenstahl über 2.000 Tauchgänge, fotografierte noch als 94jährige Haie vor Cocos Island (Costa Rica) und trat der Umweltorganisation Greenpeace bei.

Die letzten Jahre

Anläßlich ihres 100. Geburtstages rückte Leni Riefenstahl wiederum ins Zentrum medialer Aufmerksamkeit.

Tod

Am späten Abend des 8. September 2003 verstarb Leni Riefenstahl kurz nach ihrem 101. Geburtstag in ihrem Haus in Pöcking. Sie wurde eingeäschert und ihre Urne am 12. September 2003 auf dem Waldfriedhof in München beigesetzt. Die Trauerrede hielt Leni Riefenstahls langjährige Freundin Antje-Katrin Kühnemann.

Privates

Am 21. März 1944 heiratete Riefenstahl in Kitzbühel den Offizier und Ritterkreuzträger Karl-Peter Jacob. Drei Jahre nach der Kriegstrauung wurde sie von ihm wieder geschieden.

Auszeichnungen (Auswahl)

Werke

Regie- und Produktionarbeiten

Schauspieltätigkeiten

Nicht realisierte Projekte

  • 1933: Mademoiselle Docteur
  • 1939: Penthesilea nach dem Drama von Heinrich von Kleist
  • 1943: Van Gogh
  • 1950: Der Tänzer von Florenz
  • 1950: Ewige Gipfel
  • 1950–1954: Die roten Teufel
  • 1955: Kobalt 60
  • 1955: Friedrich der Große und Voltaire
  • 1955: Drei Sterne am Mantel der Madonna
  • 1955: Sonne und Schatten
  • 1955–1956: Die schwarze Fracht
  • 1957: Afrikanische Symphonie
  • 1959–1960: The blue Light
  • 1961: Der Nil
  • 1962–1963: Afrikanisches Tagebuch
  • 1964–1975: Allein unter den Nuba

Literatur

  • Kampf in Schnee und Eis. Verlag Hesse & Becker, Leipzig 1933.
  • Hinter den Kulissen des Reichsparteitags-Films. Eher, München 1935 [1].
  • Schönheit im olympischen Kampf. Deutscher Verlag (Ullstein-Verlag), Berlin 1937.
  • Die Nuba – Menschen wie von einem anderen Stern. List, München 1973.
  • Die Nuba von Kau. List, München 1975.
  • Die Nuba. Komet, Köln (2006), ISBN 3-933366-41-0 (Lizenzausgabe mit Zusammenfassung der Bände Die Nuba [1973] und Die Nuba von Kau [1976] in einer Ausgabe).
  • Korallengärten, List, München 1978.
  • Mein Afrika. List, München 1982.
  • Memoiren. Knaus, München und Hamburg 1987.
  • Wunder unter Wasser. Herbig, München 1990.

Siehe auch

Weltnetz

Fußnoten

  1. Riefenstahl besuchte in Berlin das Kollmorgensche Lyzeum und die Kunstakademie, an der sie Mal- und Zeichenkurse belegte. Nebenbei erhielt sie — gegen den Willen des Vaters — eine Tanz- und Ballett-Ausbildung. Unter anderem waren die russische Ballerina Eugenie Eduardowa, die Ausdruckstänzerin Mary Wigman, die durch mystische Tanzschöpfungen wie „Die sieben Tänze des Lebens“ und „Das Totenmahl“ bekannt geworden war, und Jutta Klamt ihre Lehrerinnen.
  2. Ab 1923 veranstaltete Riefenstahl, die den Beruf der Ausdruckstänzerin bis 1927 ausübte, über 70 Tanzabende im In- und Ausland. Ein Unfall zwang sie dazu, ihre Tanzkarriere aufzugeben.
  3. Für den Film begeistert wurde sie durch den ersten Bergfilm von Dr. Arnold Fanck, „Der Berg des Schicksals“. 1925 lernte Riefenstahl Fanck kennen, der sie für seinen nächsten Film verpflichtete.
  4. Herbert Spaich, 20.04.1938: Der Film „Olympia“ von Leni Riefenstahl über die Olympischen Spiele 1936 in Berlin wird uraufgeführt, 2007
  5. „Der Stern“, Januar 1939 Nr. 5
  6. Filmwelt – Das Film- und Foto-Magazin, Nummer 46, 15. November 1936
  7. Naomi Pfefferman: Return of a Classic, Jewish Journal, 6. Juli 2000
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