Saudi-Arabien

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Amtssprache Arabisch
Hauptstadt Riad
Staatsform Absolute Monarchie
Staatsoberhaupt König Salman ibn Abd al-Aziz
Regierungschef Salman ibn Abd al-Aziz
Fläche 2.149.690 km²
Einwohnerzahl 27.345.986
Bevölkerungsentwicklung +1,49% pro Jahr
Gründung 23. September 1932
Weltnetz-TLD .sa
Telefonvorwahl +966

Saudi-Arabien oder seltener Saudisch-Arabien (offiziell Königreich Saudi-Arabien, arab. ‏المملكة العربية السعودية‎, al-Mamlaka al-ʿarabijja as-saʿūdijja) ist ein mohammedanisch geprägter Staat in Vorderasien. Das Land ist eine absolutistische Monarchie.

Inhaltsverzeichnis

Erdkunde

Es liegt auf der Arabischen Halbinsel und hat eine gemeinsame Grenze mit Jordanien (744 km gemeinsam), Irak (814 km), Kuwait (222 km), den Vereinigten Arabischen Emiraten (457 km), Katar (60 km), dem Oman (676 km) und dem Jemen (1458 km) sowie mit dem Roten Meere und dem Persischen Golf.

Glaube und Religionspraxis

Die beiden heiligsten Stätten des Mohammedanismus, die Kaaba in Mekka und die Ruhestätte des Propheten Mohammed in Medina, liegen in Saudi-Arabien.

Der Mohammedanismus hanbalitischer Rechtschule spielt im Lande eine große Rolle, das öffentliche Religionsbild gilt als besonders strenggläubig und mohammedanisch-konservativ. Für Männer und Frauen gilt mit nur wenigen Ausnahmen strikte Geschlechterapartheid. Das Wochenende ist gemäß der alten mohammedanischen Auffassung am Donnerstag und Freitag, so ist der Donnerstag teilweise ein Ruhetag (mit unserem Samstag vergleichbar) und der Freitag ein gänzlicher Ruhetag (Sonntag in Deutschland). Im Königreiche gilt laut Artikel 2 seiner Grundordnung die mohammedanische Zeitrechnung. Christen sind in ihrer Glaubensausübung stark eingeschränkt; es herrscht ein Bibelverbot. Dem Weltverfolgungsindex des christlichen Hilfswerk Open Doors zufolge gehört Saudisch-Arabien zu den zehn Ländern, in denen Christen den größten Verfolgungen ausgesetzt sind (Stand 2014).[1] Grundsätzlich sind Minderheitenrechte für Christen und Juden, wie sie beispielsweise im Iran gelten, undenkbar.[2]

Das Rechtssystem ist nach der Scharia ausgerichtet. Es werden körperliche Strafen angewendet, die von Auspeitschungen/Stockhiebe über Amputation von Gliedmaßen bis hin zu öffentlichen Enthauptungen reichen (die Todesstrafe wurde z. B. 2012 76 Mal, 2013 79 Mal und 2014 90 vollstreckt). Folterung von Regimegegnern gelten in dem Land ebenfalls als üblich.[2]

Die Große Moschee von Mekka wurde am 20. November 1979 von religiösen Eiferern besetzt. Nach der Beendigung der Besetzung begann die saudische Führung, ihre religiösen Eiferer zu exportieren, um sowas nicht noch einmal erleben zu müssen und nicht etwa eines Tages diesen selbst zum Opfer zu fallen.[3]

Peter Scholl-Latour äußerte sich wie folgt darüber:

„Das ist absurd und zeigt die Heuchelei des Westens. Das säkulare Regime von Assad ist ihm unerträglich, das extrem theokratische Regime von Saudi-Arabien hingegen wird ­hofiert. Der Koran lässt ja christlichen Gottesdienst zu, Juden dürfen ihren Glauben leben. Aber Saudi-Arabien lässt keinen Juden rein, wenn er nicht Henry Kissinger heisst. Kruzi­fixe sind verboten. Die Swissair hatte sogar Probleme, in ­Saudi-­Arabien zu landen, weil das Schweizerkreuz auf dem Leitwerk prangte. Auch die Bibel darf nicht ins Land gebracht werden, dafür hatte ich auf meinem Nachttisch im Hotel das ‚Protokoll der Weisen von Zion‘ liegen. Die überfrommen Wahhabiten haben die Macht und das Geld. Auf sie nimmt man Rücksicht, indem man ihnen erlaubt, mit ihrem militanten Islamismus in der ganzen Welt zu missionieren. Man sieht ihre Spuren bis in den Balkan. 9/11 war ja keine afghanische Tat, sondern eine saudische. Die Attentäter waren gebildete, fanatische Söhne der Saudis.“[4]

Mit der Hinrichtung des schiitischen Geistlichen Nimr Baker al-Nimr brachte die saudische Führung, die Führung des Iran gegen sich auf.[5]

Geschichte

Feindstaat im Zweiten Weltkrieg

In dem von England 1939 entfesselten europäischen Krieg, der durch den Eintritt der VSA zum Weltkrieg wurde und an dessen Entstehung das organisierte Weltjudentum beteiligt war (→ Jüdische Kriegserklärungen an Deutschland), versprach sich die Regierung des Landes Vorteile. Als die deutsche Niederlage absehbar war, stellte sie sich auf die Seite der Feinde Deutschlands. Am 28. Februar 1945 erklärte Saudi-Arabien dem Deutschen Reich den Krieg, um an dessen Zerstörung beteiligt zu sein und zu profitieren.[6]

Politik

Wirtschaft und Finanzen

Saudi-Arabien ist die größte Volkswirtschaft im arabischen Raum, so ist das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf 38-mal so groß wie das des Jemen und 16-mal so groß wie das von Ägypten.

Saudi-Arabien besitzt die weltweit zweitgrößten Erdölreserven und gehört zu den größten Förderern. Der Staatshaushalt des Landes speist sich zu 90 % aus Öleinnahmen. Im Dezember 2015 verfügte das Land über Währungsreserven in Höhe von fast 730 Milliarden Dollar.[7]

Terrorfinanzier

Saudi-Ararbien gilt wie auch Katar, Bahrain und Kuweit als Finanzier von radikal-mohammedanischer Dschihadisten und Terroristen. Es handelt sich dabei meist um Personen aus dem Umfeld des Königshauses. Aufgrund der Tatsache, daß das Land eine absolutistische Monarchie ist, muß somit davon ausgegangen werden, daß diese Tätigkeit auf das Wohlwollen der Staatsführung stößt.[2]

Außen- und Verteidigungspolitik

Überblick

Saudi-Arabien arbeitet eng mit den VSA zusammen. Pakistan ist eine weiterer wichtiger Verbündeter des Landes. Mittels saudischer Hilfsgelder für die pakistanische Rüstungsindustrie wurde das pakistanische Atom-Programm „zu einem nicht unerheblichen Teil finanziert hat“, inoffiziell wird von 50 Prozent gesprochen. Offiziell befindet sich das Land seit 1948 (Palästinakrieg) im Kriegszustand mit Israel, der Staat Israel wird weiterhin nicht anerkannt, politische Kontakte beider Länder gibt es offiziell nicht, allerdings kooperieren beide Staaten de facto. Als Hauptrivale gilt der schiitische Iran, der zugleich ein Feind der VSA ist.

Jemen-Krieg

Seit März 2015 führt Saudi-Arabien eine Militärallianz von neun mohammedanischen Staaten (Ägypten, Bahrain, Katar, Kuwait, die Vereinigten Arabischen Emirate, Jordanien, Marokko, Sudan und Pakistan) an,[8] die im Jemen gemeinsam mit der formalen Regierung gegen die schiitischen Aufständischen kämpfen. Die Schiiten, die 40 % der Landesbevölkerung des Jemens stellen, zwangen den jemenischen Herrscher bereits zur Flucht ins Ausland. Saudi-Arabien fürchtet ein Übergreifen der Rebellion auf sein südliches Territorium, weil die saudische Provinz Najran einst (bis 1934) zum jemenitischen Herrschaftsgebiet gehörte und bis heute Schiiten dort die Bevölkerungsmehrheit stellen.[8]

Stellvertreterkrieg in Syrien

Der saudische Außenminister Adel al-Dschubair kündigte an, daß sein Land sich weiterhin am Stellvertreterkrieg in Syrien gegen Syriens Präsident Baschar al-Assad beteiligen wird, um dessen Ende zu besiegeln. Nach ihm könnte der Krieg noch bis zu drei Jahre andauern. Als Vorwand dafür nannte der Außenminister angebliche Menschenrechtsverletzungen, die er Assad zur Last legte. Er stieß auch Drohungen gegen Rußlands Präsident Wladimir Putin aus und verwies in diesem Zusammenhang auf die 20 Millionen Sunniten, die in Rußland leben.[9] Allerdings lebt in Saudi-Arabien auch eine nennenswerte Anzahl von Schiiten, insbesondere in den dortigen Erdölgebieten,[10] die sich gegen die saudische Führung wenden könnte, wenn diese weiterhin ihren Konflikt mit dem Iran austrägt. Letzterer ist außerdem auch ein Verbündeter Assads.

Verweise

Fußnoten

  1. Weltverfolgungsindex 2014, S. 4–7, Abruf am 21.05.2014
  2. 2,0 2,1 2,2 National-Zeitung, 30. Januar 2015, S. 11
  3. Es begann in Mekka, Die Zeit, 31. Dezember 1999
  4. Die Heuchelei des Westens, Die Weltwoche, Ausgabe 51/2013
  5. Demonstranten stürmen saudische Botschaft in Teheran, NZZ, 3. Januar 2016
  6. Wer hat Deutschland den Krieg erklärt?, in: Rolf Kosiek / Olaf Rose (Hrsg.): Der Große Wendig. Grabert Verlag, Tübingen, Band 1, 2006, S. 611–613 (611)
  7. Ölpreis – Die Scheichs kommen in Geldnot, FAZ, 20. Dezember 2015
  8. 8,0 8,1 Junge Freiheit, 15/15, S. 9
  9. Saudi-Arabiens Aussenminister sagt Assads Ende voraus, news.ch, 13. Februar 2016
  10. Syrien, was tun?, JOURNAL21.ch, 6. September 2013
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