Storch, Beatrix von

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Beatrix von Storch

Beatrix Amelie Ehrengard Eilika von Storch, geborene Herzogin von Oldenburg (Lebensrune.png 27. Mai 1971 in Lübeck), ist eine deutsche Rechtsanwältin, die zunächst überparteilich für konservative Anliegen aktiv war und seit Gründung der Partei Alternative für Deutschland (AfD) als Parteipolitikerin selbige Themen fördert. Weiterhin ist sie Netztagebuchautorin („Die Freie Welt“). Von 2014 bis zu ihrem Einzug in den Bundestag 2017 gehörte sie dem EU-Parlament an. Auf dem AfD-Bundesparteitag im Juli 2015 wurde sie zu einer der drei stellvertretenden Bundesvorsitzenden gewählt.[1] Von Januar 2016 bis Anfang November 2017 war sie gemeinsam mit Georg Pazderski Vorsitzende des Berliner Landesverbands der AfD.[2] Seither ist sie Stellvertretende Landesvorsitzende.[3]

Werdegang

Beatrix von Storch, MdEP, diskutierte mit Imad Karim zum Thema Islamisierung im Dezember 2016
Beatrix von Storch auf Twitter und Facebook zur Schandnacht zum Jahreswechsel 2017/2018:

„Was zur Hölle ist in diesem Land los? Wieso twittert eine offizielle Polizeiseite aus NRW auf Arabisch. Meinen Sie, die barbarischen, muslimischen, gruppenvergewaltigenden Männerhorden so zu besänftigen?“

„Die Polizei Köln twittert Neujahresgrüße auf Arabisch. Und jetzt sperrt Twitter mich, weil ICH mit meinem Gegen-Tweet Gewalt fördere. Mal sehen, ob man das auf Facebook sagen darf: ‚Was zur Hölle ist in diesem Land los? Wieso twittert eine offizielle Polizeiseite aus NRW auf Arabisch. Meinen Sie, die barbarischen, muslimischen, gruppenvergewaltigenden Männerhorden so zu besänftigen? ‘ 3…2…1…? Gutes Neues Jahr! In einem freien Land!! In dem jeder Barbaren Barbaren nennen darf. Auch wenn es Muslime sind. (Ich meine DIE, vor denen wir für deutsche Frauen jetzt Schutzzelte einrichten, weil der Staat Sicherheit außerhalb der Zelte wegen DIESER Barbaren nicht mehr gewährleisten kann.)“[4]

Herkunft

Sie wurde als Beatrix Amelie Ehrengard Eilika Herzogin von Oldenburg am 27. Mai 1971 in Lübeck geboren und evangelisch getauft. Ihr Vater Huno, ein Bauingenieur, stammt aus dem ehemaligen Hochadel. Ihr Großvater väterlicherseits, Nikolaus Erbgroßherzog von Oldenburg, verlor im Zuge der Novemberrevolte 1918 seinen Status als Thronerbe. Der Vater ihrer Mutter Felicitas, Johann Ludwig Graf Schwerin von Krosigk, war von 1932 bis 1945 Reichsfinanzminister. Beatrix von Storch wuchs in Kisdorf (Schleswig-Holstein) mit ihrer jüngeren Schwester Sophie auf, die Grafikdesignerin wurde.

Ausbildung

Nach dem Abitur in Kaltenkirchen (1990) absolvierte von Storch eine Ausbildung zur Bankkauffrau bei der Vereins- und Westbank in Hamburg. Ab 1993 studierte sie Jura in Heidelberg und Lausanne (Schweiz), ihr Referendariat am Brandenburgischen Oberlandesgericht schloß sie 2001 mit dem Zweiten Juristischen Staatsexamen ab.

Wirken

Beatrix von Storch lebt seit 1998 in Berlin. Seit 2001 ist sie als Rechtsanwältin mit dem Schwerpunkt Insolvenzrecht tätig. 2005 gründete von Storch gemeinsam mit ihrem Mann die Zivile Koalition e. V., deren Sprecherin sie bis heute ist. Ab 2008 arbeitete sie für die Berliner Wirtschaftskanzlei Voigt & Scheid und nach deren Aufspaltung 2009 für die Sozietät Voigt Salus. 2013 trat von Storch in die „Alternative für Deutschland“ (AfD) ein und wurde 2014 für die Partei ins EU-Parlament gewählt.

Parteipolitik bei der AfD

Seit dem 1. Juli 2014 ist Beatrix von Storch für die BRD Mitglied des EU-Parlaments. Sie gehörte zunächst – wie alle anderen AfD-Abgeordneten – bis Anfang April 2016 der Fraktion der „Europäischen Konservativen und Reformisten“ (EKR) an, deren Vorsitzender Syed Kamall ein Mohammedaner ist, dessen indischstämmiger Vater aus dem lateinamerikanischen Guyana stammt und der die Staatsangehörigkeit des Vereinigten Königreichs besitzt. Nachdem man Versuche unternommen hatte, von Storch aus der Fraktion auszuschließen, kam sie einem etwaigen Ausschluß zuvor und wechselte zur Fraktion „Europa der Freiheit und der direkten Demokratie“ (EFDD) um den britischen EU-Kritiker und Brexit-Befürworter UKIP-Chef Nigel Farage.[5]

Von Storch setzt sich für die Auflösung des Euro-Währungsgebietes ein.

Opfer von Linksextremismus

Am Donnerstag, dem 22. Oktober 2015, wurde auf dem linksextremen Weltnetzportal Indymedia dazu aufgerufen, das Auto der AfD-Politikerin zu „besuchen“. In der Nacht auf Montag, den 26. Oktober 2015, brannte das Auto der AfD-Politikerin Beatrix von Storch komplett aus. Der Wagen der Marke BMW war in der Swinemünder Straße in Berlin-Mitte abgestellt. Die herbeigeeilte Feuerwehr konnte das Auto nicht mehr löschen. Zwei weitere Fahrzeuge wurden durch das Feuer ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen.[6] Die Polizei fand Hinweise auf Brandstiftung.

„Unterdessen wurde bekannt, daß in der Nacht zum Montag das Auto der stellvertretenden AfD-Vorsitzenden Beatrix von Storch in Brand gesetzt wurde. Auf ihrer Facebook-Seite geht die Politikerin von einem politisch motivierten Anschlag aus: ‚Wer die Hetze gegen die AfD mitgemacht hat und sich jetzt nicht davon scharf distanziert, der ist mitschuld.‘ Wer dazu schweige, mache sich mit ‚diesen Verbrechern‘ gemein.“[7]

Am 6. November 2015 beschmierten Unbekannte von Storchs AfD-Büro in der Zionskirchstraße mit Farbe und beschädigten Fensterscheiben.[8] Am 14. Februar 2016 wurden[9] die Fassade und das Klingelschild mit Schriftzügen in roter Farbe beschmiert. Auf den Schriftzügen stand zu lesen: „Refugees Welcome“ und „von Storch abschieben“. Ende Februar 2016 wurde von Storch während einer nichtöffentlichen Parteikonferenz in Kassel von dem staatlich subventionierten „Aktionskünstler“ Jean Peters mit einer Torte beworfen.[10] Ein Mittäter filmte die Aktion und veröffentlichte das Video im Weltnetz. BRD-Blockparteipolitiker und Systemjournalisten zeigten zum Teil unverhohlen ihre Schadenfreude.[11] Am 6. März 2016 wurde ihr Büro in der Zionskirchstraße beschmiert, Teilnehmer einer nicht angemeldeten Antifa-Demonstration[12] sprühten „Breivik, Zschäpe, Storch“ an die Hauswand.[13]

Bundestag

Von Storch wurde nach der Schandnacht zum Jahreswechsel 2017/2018, wegen der Erwähnung (bei twitter) moslemischer Gruppenvergewaltiger, wegen Hassverbrechen (Netzwerkdurchsetzungsgesetz von Bundesjustizminister Heiko Maas), sowie Strafanzeige wegen Volksverhetzung, angeklagt.[14][15][16][17][18]

Außerparlamentarischer Politaktivismus

Von Storch ist gemeinsam mit ihrem Mann führend aktiv in Politiknetzwerken und wird von den BRD-Systemmedien als „erzkonservativ“ dargestellt, wobei es sich bei dem Ausdruck „erzkonservativ“ um ein Codewort der gleichgeschalteten Systempresse handelt, das vorrangig für christliche Abtreibungsgegner und für Menschen, die die Familie gegen die unsäglichen Auswüchse der Familienphobie verteidigen, Verwendung findet. Weiterhin setzt sie sich gegen das durch Zwangsgebühren finanzierte halbstaatliche Rundfunksystem der BRD ein. Von Storch selbst verweigert die Zahlung des sogenannten Rundfunkbeitrags, weswegen ihr vom Berliner Finanzamt bereits Zwangsmaßnahmen angedroht wurden.[19]

Mitgliedschaften/Ämter

Von Storch ist Gründerin und Sprecherin der Zivile Koalition e. V. (seit 2005), Mitglied der Alternative für Deutschland (seit 2013), Abgeordnete des Parlamentes der Europäischen Union (2014–2017), Mitglied der Friedrich August von Hayek-Gesellschaft e. V. und stellvertretende Bundessprecherin der AfD sowie stellvertretende Vorsitzende des Landesverbandes Berlin.

Familie

Sie ist seit 2010 kinderlos verheiratet mit Sven von Storch.

Zitate

von v. Storch

  • „Den Extremismus auch für einzelne Mitglieder der NPD in Frage zu stellen, hat in der AfD keinen Platz.“[20]
  • „Heute Nacht wurde mein Auto abgefackelt. Wer die Hetze gegen die AfD mitgemacht hat und sich jetzt nicht davon scharf distanziert, der ist mitschuld. Dann macht er sich durch Schweigen mit diesen Verbrechern gemein.“ — 26. Oktober 2015
  • „Der Islam ist an sich eine politische Ideologie, die mit dem Grundgesetz nicht vereinbar ist. [...] Wir sind für ein Verbot von Minaretten, von Muezzins und für ein Verbot der Vollverschleierung. [...] Viele Muslime gehören zu Deutschland, aber der Islam gehört nicht zu Deutschland.“F.A.S., 17. April 2016[21]
  • „Sparen Sie sich Ihr Erschüttert-Unbegreiflich-Stehen-zusammen-In-Gedanken-bei-BLABLA. Sprechen Sie das Problem aus! [...] die offenen Grenzen verschärfen das Problem mit muslimischen Parallelwelten. Das Problem heißt: Islam. [...] Ich habe die Schnauze sowas von voll von diesen in-Gedanken-bei-Floskeln! Merkels Politik fördert den Terror in Europa. Sie ist verantwortlich.“ — Beatrix von Storch am 4. Juni 2017 auf Twitter anläßlich eines zweiten islamischen Terroranschlages in London innerhalb von zwei Wochen und der Twitter-Nachricht des Umvolkungsbefürworters Innenminister Heiko Maas „Erschütternd. [...] Unsere Gedanken sind bei unseren britischen Freunden.“
  • 20. Juli ist ein bedeutender Tag in unserer Freiheitstradition. Die Verschwörer sind damals gescheitert, doch ihr Opfer war nicht umsonst.“[24]
  • „Die systematische Verharmlosung dieser Gewalt durch die Medien ist das eine. Aber das andere ist es, daß diese Gewalt nicht nur stillschweigend geduldet wird, sondern sie wird ausdrücklich unterstützt, und zwar von Mitgliedern dieses Hauses und auch von Mitgliedern aus der Bundesregierung.“[25]

über v. Storch

  • „Und auch wenn es in den Medien anders dargestellt wird, Beatrix von Storch etwa ist inhaltlich viel liberaler als Lucke. Storch – wie auch ich – wollen etwa deutlich weniger Staat. Lucke hat das nie geteilt, er wollte nicht weniger Staat, sondern diesen nur anders gestalten.“Jörg Meuthen[26]

Filmbeiträge

Beatrix von Storch: „Die Bald-Ex-Kanzlerin Merkel ruiniert unser Land, wie es seit ’45 keiner mehr getan hat. Der Platz in unseren Geschichtsbüchern ist ihr sicher.“ – „Anne Will“ (ARD), 24. Januar 2016
Beatrix von Storch bei „Anne Will“ (ARD), 13. März 2016
5. AfD-Bundesparteitag, Interview vom 30. April 2016
Über Lifestyle und Ihre DNA und die neue Datensammelstelle der EU, Europol
Aktuelle Stunde zu linksextremen Gewalttaten gegen demokratische Parteien, 13. Dezember 2017 – „Aufstehen gegen Rassismus“ und die „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten
70 Jahre Israel: Keine Unterstützung mehr an anti-israelische Organisationen sagt Beatrix von Storch

Verweise

Fußnoten

  1. Bernd Lucke: Trete „wahrscheinlich“ aus der AfD ausJunge Freiheit, 5. Juli 2015
  2. Petry droht dasselbe Schicksal wie einst Lucke, Die Welt, 24. Januar 2016
  3. Pazderski zum alleinigen Chef der Berliner AfD gewählt, Junge Freiheit, 4. November 2017
  4. Maas-Gesetz ab heute in Kraft: Twitter sperrt Beatrix von Storch, philosophia perennis, 1. Januar 2018
  5. Von Storch wechselt Fraktion im EU-Parlament, Junge Freiheit, 8. April 2016
  6. Auto stand in Flammen, Polizei Berlin, 26. Oktober 2015
  7. Gewaltwelle gegen AfD-FunktionäreJunge Freiheit, 26. Oktober 2015
  8. U. a. wurde die Fassade des Hauses in Berlin-Mitte, in dem sich ihr Büro und ihre Wohnung befinden, zweimal mit Teer beschmiert.
  9. ihr Büro in der Zionskirchstraße
  10. Birgit Stöger: Staatliche Förderung für Torte schmeißende Clowns, Kopp Online, 9. März 2016
  11. Bedenkliche Schadenfreude, Junge Freiheit, 3. März 2016
  12. 100 vermummte Personen
  13. Aufgerufen zu derartigen Aktionen hatte die Antifa-Initiative „Nationalismus ist keine Alternative“ im Weltnetz. Von einer „bundesweiten Aktionswoche gegen die AfD und ihre Freunde“ ist dort die Rede.
  14. AfD-Abgeordnete Beatrix von Storch soll in den sozialen Netzwerken mundtot gemacht werden, Die Freie Welt, 3. Januar 2018
  15. Vgl. Von Storch fordert: Über Probleme öffentlich diskutieren – „ohne Anzeige und ohne Zensur“, Epoch Times, 3. Januar 2018
  16. Vgl. Andrew Anglin: German Minister to be Charged with a Hate Crime for Mentioning Moslem Gang-Rapists, Daily Stormer, 3. Januar 2018
  17. Rechtsanwalt erstattet Anzeige gegen Polizei Köln: Von-Storch-Affäre ist „politisch motivierter Angriff auf Kritikerin“, Epoch Times, 3. Januar 2018
  18. Von Storch macht sich Luft auf Facebook: „Establishment hat Kontrolle verloren“, Epoch Times, 3. Januar 2018
  19. Finanzamt droht Beatrix von Storch mit Haft, Junge Freiheit, 13. November 2015
  20. AfD: Gauland und Petry rücken von Höcke abJunge Freiheit, 7. Mai 2015
  21. AfD-Programmdebatte – Von Storch: „Islam nicht mit Grundgesetz vereinbar“, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17. April 2016
  22. 33-cabinet.png Abgerufen am 7. Juni 2016. Bei WebCite® archivieren.AfD-Bundesvorstand erhöht Druck auf GedeonJunge Freiheit, 7. Juni 2016
  23. Ich habe nichts gegen Döner, sondern gegen Scharia, Der Tagesspiegel, 26. Mai 2016
  24. Twitter-Nachricht vom 20. Juli 2017
  25. Am 13. Dezember 2017 im Bundestag. Der Bundestag debattierte auf AfD-Antrag in einer Aktuellen Stunde zu dem Thema „Linksextreme Gewalttaten gegen die politische Betätigung demokratischer Parteien“. Anlaß war die Kundgebung gegen den AfD-Parteitag in Hannover, bei der dem Bundestagsabgeordneten Kay Gottschalk von linken Extremisten die Hand gebrochen wurde. Gottschalk sagte im Bundestag, die Demonstrationen seien ein „unwürdiges Schauspiel dieser Demokratie“ gewesen. Er warf der Bundesregierung „skandalöse Tatenlosigkeit“ vor.
  26. Junge Freiheit, 9/16, S. 3